Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
  • Erstellt am Erstellt am
Der aktuelle Ember Report ist draußen
Interessant auf Deutschland geschaut: Kohle fiel obwohl auch der letzte Rest Nuklear abgeschaltet wurde, und Wind wurde so wenig zugebaut dass man die tendenzielle Flaute nicht ausgleichen konnte -> Produktion fiel auch.
Solar wurde immer noch genau so viel dazugewonnen wie im ungleich besser geeigneten Spanien.
 
So ein Shit.
Keine Zeit mehr zum pinkeln gehen. :what:

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Dafür hätte man letzten Sonntag gegen 14:00 richtig Reibach machen können. :ugly:
Strompreis im Minus, über 45ct/kWh.



Viele Grüße,
stolpi
 
Dafür hätte man letzten Sonntag gegen 14:00 richtig Reibach machen können. :ugly:
Strompreis im Minus, über 45ct/kWh
Joa, -4€ war meine Stromrechnung für den Tag. Absurd.
Wobei negative Preise ja nicht unbedingt belegen dass die Energiewende gut funktioniert. Das zeigt vor allem dass es an Speichern mangelt und eine große Menge (primär wohl fossile) Produktions-Kapazität nicht ausreichend regelbar ist.
 
Auf jeden Fall läuft es nicht gut.
Speicher werden nicht in Netz gelassen. Nix mit Technologieoffenheit. :wall:



Viele Grüße,
stolpi
 
Strompreis im Minus, über 45ct/kWh.
Joa, -4€ war meine Stromrechnung für den Tag. Absurd.
Das klingt so, als könnte sich ein Speicher zuhause schon lohnen, sobald man ein Smartmeter und einen entsprechenden Tarif hat.
Speicher werden nicht in Netz gelassen. Nix mit Technologieoffenheit. :wall:
Werden sie nicht? Ich meine, an manchen Stellen bringt es vielleicht schlicht nichts mehr, weil halt doch einfach die Trassen fehlen (Danke Bayern) und ich weiß, dass Erneuerbare oft gedrosselt werden, aber dass Speicher nicht ins Netz dürfen, habe ich noch nicht mitbekommen.
 
Das klingt so, als könnte sich ein Speicher zuhause schon lohnen, sobald man ein Smartmeter und einen entsprechenden Tarif hat.

Werden sie nicht? Ich meine, an manchen Stellen bringt es vielleicht schlicht nichts mehr, weil halt doch einfach die Trassen fehlen (Danke Bayern) und ich weiß, dass Erneuerbare oft gedrosselt werden, aber dass Speicher nicht ins Netz dürfen, habe ich noch nicht mitbekommen.
Hausspeicher und mobile Speicher werden nicht netzdienlich ins Netz gelassen, sprich nach Bedarf Ein und Auspeisen ins öffentliche Netz.
Wir haben derzeit 21 GWh feste Hausspeicher und 94GWh BEV Batteriekapazität die dumm rumstehen.
Installierte und in Betrieb befindliche Großspeicher sind 5GWh im Netz.

Das ist soooo bekloppt. Aber Backup GKW sollen kommen. Ab 2031 mit Aufschlägen auf den Strompreis zur Finanzierung. Natürlich nur für die Verbraucher. :wall:
Haben sie vielleicht verdient bei soviel Doofheit.




Viele Grüße,
stolpi
 
Hausspeicher und mobile Speicher werden nicht netzdienlich ins Netz gelassen, sprich nach Bedarf Ein und Auspeisen ins öffentliche Netz.
Ah OK, ich dachte du meinst Speicher generell.
Wir haben derzeit 21 GWh feste Hausspeicher und 94GWh BEV Batteriekapazität die dumm rumstehen.
Installierte und in Betrieb befindliche Großspeicher sind 5GWh im Netz.

Das ist soooo bekloppt. Aber Backup GKW sollen kommen. Ab 2031 mit Aufschlägen auf den Strompreis zur Finanzierung. Natürlich nur für die Verbraucher. :wall:
Haben sie vielleicht verdient bei soviel Doofheit.
Stimmt schon, aber eine Richtung reicht ja schon, um von den Schwankungen zu profitieren. Das wäre zumindest was, was man aktiv tun kann, während in der Politik ein Wahnsinn den nächsten jagt.
 
Stimmt schon, aber eine Richtung reicht ja schon, um von den Schwankungen zu profitieren. Das wäre zumindest was, was man aktiv tun kann, während in der Politik ein Wahnsinn den nächsten jagt.
Joa ansich könnte man sowas nehmen und immer am Tagestiefstand aufladen:
Der durchschnittliche tägliche Spread lag 2025 bei 130 €/MWh, also 13cent/kWh
Sagen wir mal 80% Wirkungsgrad pro Richtung, dann bleiben davon rund 8cent/kWh. Man muss also 1000€/8cent/kWh= 12500kWh umladen damit sich das rentiert.
Bei 4kWh am Tag macht das 8,5 Jahre und 3125 Zyklen bis es sich lohnt. Garantiert sind 6000 Zyklen und 10 Jahre Betrieb. Also ein knappes Plus ist möglich, aber es gibt vermutlich besser verzinste Anlagen. 🤔
 
Joa ansich könnte man sowas nehmen und immer am Tagestiefstand aufladen:
Ist der denn einigermaßen vorhersehbar? Ich habe keine Ahnung, wie die Preislinie über den Tag normalerweise so aussieht. Und sind die Dinger entsprechend automatisiert steuerbar?
Der durchschnittliche tägliche Spread lag 2025 bei 130 €/MWh, also 13cent/kWh
OK, weniger, als ich jetzt gedacht habe.
Sagen wir mal 80% Wirkungsgrad pro Richtung, dann bleiben davon rund 8cent/kWh.
Echt, so wenig nur? Ich glaube aber leider auch, dass deine Rechnung geht nicht aufgeht. Wenn ich eine kWh für 17 statt 30 Cent kaufe, aber davon nur 64% nutzen kann, kostet sie im Endeffekt 26,6 Cent.
 
Ist der denn einigermaßen vorhersehbar? Ich habe keine Ahnung, wie die Preislinie über den Tag normalerweise so aussieht. Und sind die Dinger entsprechend automatisiert steuerbar?
Die Spotmarkt Preise werden am Vortag ausgehandelt und gegen 13Uhr veröffentlicht.
Also ist planbar und wird bei solchen Geräten auch entsprechend genutzt.
1000085771.png

Ich kann z.B jetzt sehen was der Strom Morgen Mittag kostet und wenn ich das E-Auto angeschlossen hätte mit geplanter Abfahrt Übermorgen, so würde es automatisch zu dieser 14Cent Zeit geladen.

Potenzial bei der Hochrechnung oben ist natürlich beim Wirkungsgrad. Bei 90%^2 sieht es schon etwas besser aus.
Edit: Hier wurden 80% Round-trip gemessen, also 90%^2 trifft es wohl ganz gut
Dann wäre es bei der Rechnung oben 2500 Zyklen oder 6,8 Jahre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nix mit Technologieoffenheit. :wall:
So sieht es aus. Das ist ja eh nur (Wahlkampf/PR) Rhetorik. Tatsächlich gemeint ist oftmals das Bedienen von Lobbyinteressen, die Lobby der Fossil-Industrie und deren Einflussnahme auch auf die Autoindustrie (zugunsten Verbrennern wurde ja von E-Fuels gelabert). Solch Vorgehen in anderen Ländern beobachtet, wird in vergleichbaren Fällen von Korruption gesprochen. Bei der CDU - zuletzt sehr deutlich Katharina Reiche - fällt dies oft auf, wird aber kaum belangt (siehe auch Spahn).
Ein kleines bisschen erstaunt bin ich dann doch, dass die Regierung offenbar kaum wirtschaftliche Konsequenzen, Belastungen einbezieht (höhere Subventionen=höherer Kapitalaufwand für Fossile Energie. Da diese nur einmal Nutzen bringen bei Verbrennung sind sie im Vergleich zu Investitionen in EE mit langfristigem Nutzen als gesteigertes Geld verbrennen zu werten). Scheinbar will die Regierung die über Sozialstaatabbau etwas kompensieren, was natürlich die Arm-Reich-Schere weiter spreizen wird. Aber das betrifft ja nicht deren eigentlich vertretene Interessensgruppen negativ. Insofern sollte mensch eigentlich nicht überrascht sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was mir fehlt, ist einfach mal ein konkreter Ablaufplan mit Projektphasen und Zeiträumen, so dass man weiß wie es weiter geht.

Alles dreht sich momentan um Gaskraftwerke.....Spritpreise....etc.pp.

Viel wichtiger sind ganz andere Fragen:
Wie geht es weiter mit dem Netzausbau?
Wird es eine Verpflichtung geben dass z.B.: bei Windparks und Solarfeldern immer Speicher mit vorgesehen werden müssen?
Wann werden die Netze so flexibel nutzbar sein, um z.B.: Stromspeicher öffentlich effektiv nutzen zu können?
(Übrigens wäre dann im Privatbereich auch bidirektionales Laden bzw. E-Auto als Stromspeicher interessant)
Wird es auch eine "Strompreiskontrolle" durch eine Markttransparenzstelle wie bei Benzin/Diesel für E-Ladestationen geben?

Zu all dem hört man einfach zu wenig.
 
Na ja, glaube nicht, dass es einen detaillierten strategsichen Plan gibt.
Es gibt aber ein paar Rahmenbedingungen.

Stromspeicher:
Da sind zunächst kommerzielle Anbieter.
Sie werden primär versuchen in der Norddeutschen Tiefebene solche Speicherparks zu errichten, weil dort die Baukosten ungleich günstiger sind als im Hügelland Hessen oder BaWü oder gar eher bergig wie in Bay..

Das Kernproblem ist nicht der oft zitierte Nord-Südlink, der ja primär für die Industrie in Bay/Ba Wü gedacht ist Strom aus Windparks aus dem Norden nach unten zu schippern. Da ist gefühlt unter 5% des Gesamtproblems.

Das Hauptproblem sind die unterkapzitativen Stromleitungen in die dicht besiedleten Ballungsräume hinein, wie z. B. Großraum Berlin, Ruhrgebiet, Rhein-Main Gebiet hinein. Alles abseits von BASF & Co. in den eigentlichen Wohngebieten hast noch veraltete Strominfastruktur.
Nur, die auf das erforderliche Soll zu bringen, scheitert durchgehend an kein Geld in den Kommunen.

Gsaskraftwerke:
Da muss man untershceiden in Backup/Flaute Gaskraftwerke, welche auch schon die Ampel im Visier hatte (zum Ersatz für Kohlekraftwerke) udn tatsächlicher Prozesswärme für Industrie.
Der generelle Plan H2 fähige Gaskraftwerke fürs backup zu bauen, ist erst mal sinnvoll.
Nur mal so eine Größenordnung: Wenn der Wind pfeifft, produzieren die Widnkraftwerke jetzts chon so viel Überkapazität unterjährig, dass es ausreichen würde, einen H2 Speicher für die bisher statistisch vorhandene Dunkeflaute anzulegen.
Nur - es fehlen H2 dichte Überlandleitungen, H2 fähige Gaskraftwerke und industrielle elektrolysanlagen.
Der Plan, mit nicht vorhandenen H2 Tankern aus nicht vorhandnen H2 Werken in z. B. Namibia unseren H2 Bedarf zu denken, ist ein denkbar schlechter Plan.

Das Betreiben von Fernwärme für Kommunen auf Gasbasis ist ein additives Leckerlein....

Abseits davon:
industrielle Prozesswärme
Diese kann im Hochtemperaturberiech derzeit nur mit Gas (egal welchem) generiert werden.
Die ganzen experimentellen Lichtbogensachen mittels Strom sind Prototypen mit lächerlich geringer Kapazität.
Nur zur Größenordung:
DE benötigt aktuell ca. 2x soviel Energie aus Gas für die Industrie wie wir in Summe an Strom verbrauchen.
Völlig getrennte Dinge(!)

Benzin:
fossile Energieträger finden in den Grundsatzpaieren aller Parteien nur noch als Brückentechnologie wieder.
Ein hoher Benzinpreis wird auf dem Papier erst mal zu erneuerbaren Energien zwingen.
Wirtschaft/persönlicher Geldbeutel toppt da Politik oder Ideologie.
Wenn Strom billiger ist als Benzin, greift der Endkunde zu Strom.
Also im Prinzip ist ein hoher Bezinpreis ein Förderer von Erneuerbaren.
Rein von der Logik heraus ist jeder Versuch, jetzt den Bürger zu entlasten, genau der falsche Weg.
 
Was mir fehlt, ist einfach mal ein konkreter Ablaufplan mit Projektphasen und Zeiträumen, so dass man weiß wie es weiter geht.
Zu all dem hört man einfach zu wenig.
Von der aktuellen Regierung wird man diesbezüglich wohl deutlich mehr davon hören, wie es nicht weitergeht. :(
Wirtschaft/persönlicher Geldbeutel toppt da Politik oder Ideologie.
Wenn Strom billiger ist als Benzin, greift der Endkunde zu Strom.
Ja, dank der Fortschritte, die in den letzten Jahren gemacht wurden, ist Strom inzwischen so günstig herstellbar, dass ich einfach hoffe, dass man da jetzt auch mit aller Korruption und Springeragitation nicht mehr gegen ankommt.
Rein von der Logik heraus ist jeder Versuch, jetzt den Bürger zu entlasten, genau der falsche Weg.
Zumindest die Kraftstoffpreise jetzt zu senken, ist wohl das falscheste Signal, das man setzen kann. Und diese steuerfreien 1.000€ vom AG gehen doch auch wieder hauptsächlich an die, die es eh nicht wirklich bräuchten. Leute mit geringen Einkommen müssten meiner Meinung nach auch ungeachtet der akuten Situation entlastet werden, auch damit sie solche Situationen ohne weitere Hilfe überstehen können, aber das werden wir mit dieser Regierung auch nicht erleben.
 
Die 1000 € kann eh derzeit kein Unternehmen aufbringen.
Da sind u. U. ganze Jahresgewinne, blödsinn, die Aktion.
Naja, das ist aber auch nur ein Bruchteil eines Medienjahresgehalts. Ich denke schon, dass viele Unternehmen sich das leisten könnten und das für bestimmte Leute auch tun. Aber halt eher nicht für die, die das wirklich brauchen würden. Außerdem sparen Leute mit hohen Einkommen dadurch mehr Steuern als solche mit niedrigen. Man hätte stattdessen einfach die voraussichtliche Gesamtsteuerersparnis an alle AN verteilen können. Vielleicht sogar mit einem leicht umgekehrten Verhältnis zum Einkommen, so dass niedrige Einkommen stärker entlastet werden und hohe oder zumindest sehr hohe gar nicht. Aber das wäre ja fair gewesen und hätte am Ende noch denen geholfen, die die Hilfe am dringendsten benötigen.
 
Mit 1,6 Mrd. aus der Spritsteuerreduktion hätte man problemlos das Deutschlandticket für Monate wieder auf 10 € setzen können.
DAS hätte was gebracht.

Das Handwerk, mitteständische Betriebe mit recht hohem Personaleinsatz aber wenig Rendite kann sich die 1000 € nicht leisten.
Und genau da arbeiten die allermeisten Menschen in DE.
Ob einzelne herausragende Unternehmen aus welcher Branche auch immer sich dies dann doch evtl leisten könnten, ist im Gesamtvolumen irrelevant.
 
Mit 1,6 Mrd. aus der Spritsteuerreduktion hätte man problemlos das Deutschlandticket für Monate wieder auf 10 € setzen können.
DAS hätte was gebracht.
Ja, aber das ist ja wieder die Tankrabattkiste. An sich hätte man auch das Geld einfach verteilen können. Dann hätte ja jeder selber überlegen können, was er damit macht. So würde man halt vernünftiges Verhalten belohnen, aber auch riskieren, dass die sich quasi schon vorsätzlich abgehängte deutsche Autolobby ihre Verbrenner nicht mehr so gut loswird. Aktuell haben wohl noch drei Viertel aller neu zugelassenen Autos einen Verbrennermotor. Ein absoluter Wahnsinn.
Das Handwerk, mitteständische Betriebe mit recht hohem Personaleinsatz aber wenig Rendite kann sich die 1000 € nicht leisten.
Und genau da arbeiten die allermeisten Menschen in DE.
Ob einzelne herausragende Unternehmen aus welcher Branche auch immer sich dies dann doch evtl leisten könnten, ist im Gesamtvolumen irrelevant.
Ich denke es kommt mehr auf den Job an als auf das Unternehmen. Sehr viele Leute arbeiten zwar in großen Unternehmen, aber eben in den unteren Positionen. Für die wird das Geld dann auch wieder "nicht reichen".
 
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