Wasserstoff, Wasserstoff ich höre immer Wasserstoff. Schaut auf das Luftschiff Hindenburg da wird klar, dass Wasserstoff keine Zukunft haben kann.
"Man" braucht eine Energiequelle, die Hochtemperatur erzeugen kann und in großen Mengen gespeichert werden kann.
Speziell in DE wird das Thema Energie etwas engstirnig auf nur Strom reduziert.
Problem:
Aktuell verbraucht DE ca. 2,5fache Menge Gas in Form von Prozess-Energie in der Industrie ohne Strom und da ist das Haushaltserdgas noch gar nicht mit dabei. Also irgendwo bei Faktor 3.5 vielleicht auch 4, gibt keine verlässliche Zahlen hierzu.
Betrachtet man das Thema global, wirds noch krasser, weil bei uns die Industrie eher auf dem absteigenden Ast ist (die Gasverbräuche werden runter gehen), aber andere Nationen (speziell z. B. Indien oder China) werden Unmengen an Prozessenergie für ihre (künftigen) Industrien benötigen - und dies vermutlich noch paar Jahrzehnte/Jahrhunderte.
Ohne Hochtemperatur aus aktuell Erdgas, kein einzige Leiterplatine bei Computern - nur so als Beispiel.
Die Lichtbogentechnologie (Strom) ist noch nicht so weit, um z. B. Stahl in signifikannten Größenordungen aufschmelzen zu können.
Da ist der technische Durchbruch ähnlich wie bei der Kernfusion - also alle 30 Jahre wird der Durchbruch in 30 Jahren vorhergesagt - und dies seit 90 Jahren.
Auch ist es unrealistisch, die benötigten Mengen jemals in Stromspeicher bevorraten zu können.
Also kommt H2 mit der höchsten natürlichen Energiedichte eines Gases ins Spiel, verbunden damit, dass H2 problemlos über Elektrolyse aus Wasser gewonnen werden kann und beim Verbrennungsprozess wieder H2O ergibt.
Richtig ist, dass mit der mittlerweile entwickelten Technik H2 kaum eine Rolle beim Individualverkehr spielen wird.
Aber der Punkt ist Kleinkinderkram bei der Betrachtung der benötigten Energien der Menschheit.
In eher untergordneter Rolle kann es ein Thema für eine Versorgung von Gebäuden "Off-Grid" sein.
Im Moment in DE noch teuer, aber in stark ländlichen Gebieten mit nur saisonal nutzbarer Sonnenenergie, z. B. Finnland, Baltikum interessant. In Kanada ist das schon gelebte Praktik für gut 150.000 Haushalte.
Ob es ein Thema für den kommerziellen Transport werden wird? - Keine Ahnung.
Dass es einen sinnvollen Ersatz bei LKWs, Flugzeugen und vor allem großen Schiffen benötigt, liegt auf der Hand.
Die Industrie wird hier den für sich günstigsten Weg heraussuchen, schätze ich.
Bleibt das Thema Speicherung an sich.
Genau aus Sicherheitsgründen (H2 ist wirklich seeehr leicht entzündlich) und wegen dem Problem, dass H2 irres Volumen für recht wenig Energie benötigt (wer will schon einen Tank im Garten haben, der auf ca. -260° runtergekühlt werden muss) gibt es eben den Umweg über z. B. Ammoniak und ähnliches - verbunden mit Verlusten, wie bei jeder Änderung von Aggregatszuständen. Mal sehen, was da die Zukunft bringt und was davon sinnig sein wird.
Kurzum:
Die Welt benötigt weiterhin ein Prozessgas oder einen anderen Hochtermperatur-Energielieferant, in der Zukunft vermutlich noch viel mehr als heute.
Erfolgreiche Lösungen hierzu versprechen eine Beachtung beim Nobelpreiskommitee.