Ich sehe da absolut null Probleme. Man kann heute nicht nur genauso mit Splintholz oder schlicht dem ganzen Stamm bauen, wie man das früher je nach Verfügbarkeit auch gemacht hat, sondern hat umgekehrt auch noch den Vorteil, dass die wegen Brandschutz ohnehin notwendige Nachbehandlung die nötige Haltbarkeit sicherstellt, die von Natur aus fehlen könnte. Und Mehrkosten verursacht es, bei konsequenter Umsetzung, auch nicht, weil für die nichttragenden Teile eines Holzes sowieso so viel mehr Material benötigt wird, dass man den gesamten Baum braucht. Das beste Material priosiert man einfach für die besonders belasteten Bereiche.
Das stimmt und dem widerspreche ich gar nicht, ich bezog mich dabei auf deine eine Aussage:
"Die ältesten Balken, unter denen ich mal genächtigt habe, hatten rund 500 Jahre auf dem Buckel."
Früher gab es kein Schädlingsmittel oder anderweitige Stoffe, die Holz Witterungsbedingungen gegenüber widerstandsfähiger machten also was hat man gemacht? Reines Kernholz verarbeitet und das war genau das, worunter du geschlafen hattest aber heutzutage, könnte man sich das nicht leisten, das wäre viel zu teuer und ökologisch absolut unsinnig.
Das einzige, wo du recht hast: Es macht in einer Gegend, die unter einem Mangel naturbelassener Wälder leidet, ökologisch wenig Sinn, Bäume zu fällen. Allgemein und überhaupt nicht.
Das hat hier aber auch niemand behauptet, wir sind schließlich nicht im "Naturschutzthread", sondern bei der Energiewende. Und klimatechnisch ist es sehr sinnvoll, mit energiearm mit Holz zu bauen und dabei sogar CO2 einzulagern, anstatt energieintensiven Beton zu nehmen und massiv CO2 zu emittieren.
Ökologie ist an anderer Stelle zu klären. Fängt schon mal damit an, dass man nicht alles zubaut (auf welche Art auch immer), weil jeder >>50 m² pro Nase + Carport + Garage und bitte keineswegs mit mehr als 2-3 Etagen beansprucht.
Auch da hast du nicht unrecht aber ich gebe zu bedenken, warum ich persönlich nicht in der Form bauen würde, das die angesprochene Leichtbauweise, sicherlich mit Fertigmodulen, nicht besonders langlebig und pflegeintensiv ist. Es gibt viele Probleme, wenn sich das Holz verzieht, mit Undichtigkeiten. Der Schallschutz ist auch nicht so gut und die generelle Haltbarkeit eher dürftig im Verhältnis zum Preis. Würde man so für ein Haus 100 k statt 500 k zahlen wäre das ja noch ok aber so viel günstiger sind solche Häuser leider nicht. Daher hat Beton natürlich den schlechteren Abdruck, muss dafür aber nicht so schnell nachgebaut werden, besteht länger etc.. Zugegeben, ist eine Schätzung, ich kann das nicht an konkreten CO2 Unterschieden festmachen, wollte aber das Argument gerne anbringen.
Wenn man sehen will wie unlanglebig Holzhäuser in dieser billig Leichtbauweise sein können, muss man nur in die USA gucken. Da gibt es auch zahlreiche Housereports, von Deutschen die dort leben und genau das kritisieren.
Was hingegen schön und auch nachhaltig ist, mit entsprechender Pflege vorausgesetzt, sind reine Holzhäuser, die mit Stämmen, dann natürlich auch mit Spintholzanteilen, voll gebaut werden aber das ist nicht zahlbar und meine Kritik ging ja auch in die Richtung, dass große, öffentliche Gebäude nun so gebaut werden, das ist einfach nicht nachhaltig und wird dann eben nach hinter verlagert zu hohen Kosten führen.
@Haus/m² Argument, na klar, da hast du Recht anderer seits ist die Alternative Flächenversiegelung. Ein Garten kann wenigsten Wasser aufnehmen und sorgt, gegossen, für Kühlungseffekte. Ein Hochhaus mit vorbetonierten Hof und Stellplätzen hingegen nicht. Ich denke die gesunde Mischung ist halt der richtige weg. In einem Haus wohnen ist perse nicht schlecht oder etwas böses, viel mehr ist deine nicht unberechtigte Kritik eigentlich ein Hinweis auf eine zunehmende Überbevölkerung aber unser Staatsystem braucht diesen Wachstum, leider, da sonst Vieles nicht mehr finanziert werden kann. Ein echtes Dilemma und zeichen, dass es theoretisch so nicht dauerhaft weitergehen kann.
MfG
Holz ist eigentlich gar kein Problem.
Je nach Holz lässt sich auch der Splint hervorragend verarbeiten. Holz macht auch ökologisch Sinn. Wo und wie macht es den wenig Sinn in Bezug aufs Bauen.
Siehe oben. Holz ansich ist ein toller Rohstoff, bin da auch absoluter fan, nur eben nicht perse von der Leichtbauweise, da bei den Preisen einfach keine Langlebigkeit gegen ist und diese für viele Probleme und nachgelagerte hohe Kosten mitsichbringt, siehe obige Erläuterung.
Und wenn dann alle mit Holz bauen würden wäre das ökologisch einfach nicht vertretbar und somit leider keine wirkliche Alternative.
MfG