Interessant, wie die den Faden weiter spinnst. Von deinem "zu wenig Leute für den Ausbau" über mein "es werden in Zukunft rein aufgrund von Biologie weniger die Bahn nutzen" zu deinem "dann dünnen wir die Strecke weiter aus".
Das ist simpel.
1. Weniger Kunden bedeutet weniger Einnahmen.
2. Weniger Kunden bedeutet weniger Bedarf.
3. Weniger Einnahmen bedeutet, das vorhandene Geld reicht noch weniger für alle Strecken als es ohnehin schon tut. Zur Information: Bei sehr vielen Strecken sind die Kabel für die Signalanlagen um die 50 Jahre alt. Da muss die LST regelmäßig Adern umschalten, weil schon alles durchgegammelt ist.
4. Wenn Linien und ganze Strecken aufgrund weniger Kunden noch weniger als jetzt benutzt werden, dann wird niemand die weiter betreiben, wenn das Geld geradeso für die wichtigsten Linien reicht.
Sicher, mitten in Ballungsgebieten ist die Auslastung hoch und wird das auch bleiben. Auf den Fernverbindungen wohl auch. Alle anderen schauen in die Röhre. Blöd ist nur, dass man in Ballungsgebieten kaum Um- und Neubauten hinbekommt, ohne dass es Einflüsse auf den Betrieb hat.
Im Durchschnitt wird ein PKW in Deutschland in der Woche 30 km bewegt.
Ehrlich gesagt bezweifle ich das doch sehr. Sicher, dass da keine 0 fehlt?
Aber gehen wir davon aus, es stimmt.
30km/Woche würde bei einer 5-Tage-Woche 6km am Tag bedeuten. Ein Arbeitsweg also 3km. Egal wie man es dreht und wendet, das ist keine weite Strecke. Die freigesetzten Abgase halten sich bei 6km doch wohl arg in Grenzen, ebenso die Straßenbenutzung. Sicher, bei einer solchen Strecke braucht kein Mensch das Auto, aber gleichzeitig ist das Kleinkram, der keinen großen Einfluss haben kann.
Für 1500km/Jahr sich ein neues Auto zuzulegen, halte ich für ziemlichen Blödsinn. Gut, unter der Annahme so kurzer Strecken überhaupt ein Auto zu haben, ist ziemlicher Blödsinn. Da gehe ich mit.
Und was spricht dagegen, wenn man eine größere Strecke fahren muss, sich am Tag der Abreise für 15, 20 oder meinetwegen 30 Minuten an einen Schnelllader zu hängen?
Wenig, nur muss man sich dann während der Reise womöglich auch wieder dran hängen.
Mit dem Diesel fährt man zum Ziel und wieder zurück und tankt an der heimischen Tanke.
Ein weiteres wichtiges Lenkungselement ist eine Citymaut. So kriegt man den motorisierten IV in den Griff und steigert die Pünktlichkeit des ÖPNV und die Sicherheit der Radfahrenden. Es wird Zeit unsere Städte vom Auto zu befreien.
Mir als Landei kann's an sich ja egal sein, nervt nur, wenn ich dann doch mal in die Stadt muss.
Als ob es so schwer wäre: Man beseitigt einfach die Straßenrandparkerei unter dem Label, dass man so besser durch kommt (stimmt ja auch), geht so zwar den Straßenrandparkern tierisch auf den Geist, aber gleichzeitig freut sich jeder, dass man wieder Platz auf der Gasse hat. Weil man den Karren aber nicht einfach am Straßenrand abstellen kann, müssen andere Lösungen her.
Und über 25% der Haushalte haben 2 Autos.
OMG, 2 Berufstätige, die zur Arbeit müssen! Das gehört verboten!
Und auf dem Land geht es quasi nicht ohne Auto.
Exakt.