Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Wo habe ich etwas von "nichts machen" geschrieben. Besser wäre "richtig machen".
Was ist denn "richtig machen"? Bisher höre ich immer nur geht nicht, zu teuer, zu unsozial bis hin zu ist überflüssig.
Egal, was du machst, am Ende wird dir immer irgendwer sagen, dass der eingeschlagene Weg nicht richtig sei.

Also, was ist "richtig machen" ohne dabei "wasch mich, aber mache mich nicht nass" zu rufen?

Warten wir mal 2027 ab, wenn der durchschnittliche Haushalt 1000 Euro mehr für Gas zahlen wird und der Benzinpreis bei 2,50 Euro liegt.
Und kost der Sprit auch 3 Mark Euro 10.
Scheißegal!
Es wird schon geh'n.
Ich will Spaß.
Ich geb Gas, ich geb Gas.

;)

Aber mal ohne Jux. Zumindest ist, Stand heute, vorgesehen, dass die Mehrkosten durch die CO2 Bepreisung an die Verbraucher in Teilen zurückgehen. Trotzdem wird man das nicht komplett kompensieren, denn die Bepreisung soll, das wurde hier ja gesagt, eine Lenkungswirkung haben.

Obendrein fließen die Einnahmen aus den CO2-Zertifikaten ja in die jeweiligen Staaten, also an uns alle, zurück. Damit steht Geld für den weiteren Aus- und Umbau hin zu mehr erneuerbaren Energien bereit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist imho auch unsozial, wenn man es nur über die CO2 Preis regeln will.

Norwegen oder Frankreich steuern eben auch über den Kaufpreis von Autos und belasten so starke, große und schwere Autos und entlasten kleine, sparsame und günstige Autos.

Ich verstehe nicht warum man in Deutschland so ein Problem hat zu sagen: Wir machen das jetzt so. Verbrenner, die weniger als 4,5 l/100 WLTP verbrauchen, weniger als 100PS haben, weniger als 1,5t wiegen und weniger als 8 m² Strassenfläche einnehmen bleiben wie sie sind, alles was mehr verbraucht zahlt eine Straftsteuer, die sich an Verbrauch, Gewicht und Platzbedarf bemisst. Dafür senken wir mit den Einnahmen die Mineralsteuer um die Auswirkungen der CO2 Besteuerung zu mildern. Man kann auch die Kfz-Steuer nehmen und dort steuern und große, starke und viel verbrauchende Autos schneller von den Strassen kriegen.

Stattdessen will man weiter der Industrie helfen und lieber das Leasing von großen, teuren E-Autos fördern. (Hallo CSU)

Am Ende muss man ja auch steuern was für Autos die Leute kaufen und damit was für Autos am Gebrauchtmarkt verfügbar werden. Ich sehe halt nicht wie Menschen, die heute ein Fiat Panda fahren, dann ein E-Auto unterhalten sollen, dass neu mal 50.000+ gekostet hat. Was wir brauchen sind kleine, sparsame Autos - egal welcher Antrieb, denn 2,5t BEV SUV sind imho nicht nachhaltig.
 
Eben nicht, weil man die Belastung schrittweise eingeführt hat und das planbar über einen längeren Zeitraum war.
Dazu waren E-Autos (unter ~48.000 Euro Neupreis sind sie es heute noch) sogar von der Mehrwertsteuer befreit.

Das deutsche Konzept: CO2 teurer machen, dann zwingt man die Menschen zum Umstieg.
Dir ist schon bewusst, dass nicht nur die Umsatzsteuer auf E-Autos nicht fällig wird.
Ebenso wurde durch eine Abgabe auf Co² Verbrauch und Gewicht bei Verbrenner Motoren diese auch erheblich teurer gemacht.

Btw auch bei 1/5 niedrigeren Preis sind E-Autos durchaus immer noch teuer. Das wird auch durch eine Preissteigerung wie in Norwegen auf Verbrenner nicht besser.
Sollten wir von Norwegen lernen höre ich schon Menschen mit niedrigen Einkommen können sich keine Neuwagen leisten.
Btw um auch Mal ehrlich zu sein, eigentlich könnten sich Menschen mit niedrigen Einkommen noch nie einen Neuwagen leisten. Das sie es doch teilweise getan haben ist eine andere Geschichte.
Gerade erst gelesen.
Ja wir brauchen weniger und wenn kleineere Automobile.
 
Norwegen hat das aber planbar gesteuert und somit stehen dort eben auch schon gebrauchte E-Autos zur Verfügung.
 
Ich verstehe nicht warum man in Deutschland so ein Problem hat zu sagen: Wir machen das jetzt so. Verbrenner, die weniger als 4,5 l/100 WLTP verbrauchen, weniger als 100PS haben, weniger als 1,5t wiegen und weniger als 8 m² Strassenfläche einnehmen bleiben wie sie sind alles was mehr verbraucht zahlt eine Straftsteuer, die sich an Verbrauch, Gewicht und Platzbedarf bemisst.
Gewicht und Verbrauch korrelieren. Platzbedarf halte ich für fragwürdig. Es geht darum dem CO2 einen Preis zu geben. Mir ist egal, ob ein relativ reicher einen Taycan 10 km in der Woche oder ein relativ armer seinen Polo 300 km in der Woche nutzt. Am Ende zählt, was an CO2 in die Luft geblasen wurde - im Idealfall sogar anteilig je KM von der Herstellung an.
Ja wir brauchen weniger und wenn kleineere Automobile.
Das ist der eigentlich springende Punkt, um den es am Ende wirklich geht.
 
Ich empfehle mal ein Besuch auf:


Um mal den Unterschied in den Größenordnung zu verstehen.
Ja und jetzt?
Faktor 10 in einem Land wo mehr Elektroautos zugelassen werden als Verbrenner. Da könnten wir auch sein. Nur will ja keiner ein E-Auto.
Btw es bleibt dabei auch die knapp 3000 derzeit angebotenen gebrauchten suchen einen Abnehmer.

Wird jetzt die Kfz Steuer massiv angehoben für Verbrenner schreist Du doch auch wieder sozial ungerecht wer soll sich das leisten.
 
Die Berechnung der Kfz Steuer orientiert sich in Deutschland am Tag der Erstzulassung. Alte Autos wären also gar nicht betroffen. Frankreich und Norwegen haben bei den Neuwagenkäufern angesetzt und nicht bei den Preisen des Treibstoffes und das ist imho der richtige Weg. Es müsste heute sehr schmerzhaft teuer sein einen Verbrenner zu kaufen, der sich 10 l/100km+ nach WLTP reinpfeift.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Berechnung der Kfz Steuer orientiert sich in Deutschland am Tag der Erstzulassung. Alte Autos wären also gar nicht betroffen. Frankreich und Norwegen haben bei den Neuwagenkäufern angesetzt und nicht bei den Preisen des Treibstoffes und das ist imho der richtige Weg. Es müsste heute sehr schmerzhaft teuer sein einen Verbrenner zu kaufen, der sich 10 l/100km+ nach WLTP reinpfeift.
In Norwegen ist der Preis für Kraftstoff höher, wie alles in diesem Land. Müsste man Mal nach Kaufkraft berechnen. In Frankreich ist der Sprit in etwa auf unserem Niveau.
Da passt die Aussage ja nicht so ganz. Btw ich habe schon vor über dreißig Jahren den Preis für Benzin und Diesel als für viel zu gering angesehen und sehe das immer noch so. Das allerdings zu erläutern täte diesen Thread sicher sprengen.
Es scheint aber ja so, dass die Spritpreise in den beiden von Dir genannten Ländern ehe im Vergleich zu uns Recht hoch waren sind, wenn bei uns ja als Steuerung das Co² eingepreist wird. Sprich der Kunde suchte sich eine günstige Alternative. Das wird auch so passieren,vwenn der Preis für Kraftstoff weiter steigt.
 
Fakten basieren auf Belegen und nicht auf politisch gefärbte Projektionen.

Okay. Ich spiele das kranke Spiel einfach mal mit. Bitte einen Link liefern, der belegt, dass es wegen zu wenig grundlastfähigen Kraftwerken Blackouts bei uns gab. Danke.
Anbei ein Vorgeschmack, ganz frisch. Einen Blackout wird politisch keiner zulassen. Eher werden Unsummen beim Ankauf ans Ausland bezahlt oder Industrien runtergefahren. Aber über einen Blackout habe ich gar nicht gesprochen. Ich spreche von dem Ziel einer stabilen Stromversorgung in Deutschland nicht mit regenerativen Energien. Denn nur diese bringen uns, wie ich gelernt habe, beim Thema Co2 weiter. Und davon sind wir selbst mit Hilfe des EU-Verbungnetzes noch weit entfernt. Das aktuelle Beispiel zeigt eine der vorhandenen Schwachstellen auf.

 


Abgesehen davon geht es mir auch gar nicht darum Autofahren billiger zumachen, sondern die Mobilitäswende so zu steuern, dass die Rahmenbedingungen erfüllbar werden. Und da ist das Kind in Deutschland leider schon im Brunnen, denn man kann nicht mehr nachträglich steuern welche Autos 2018-2024 zugelassen wurden. Ich bin aber der Meinung, dass man da sofort und massiv steuern muss. Es nur über den Energiepreis zu machen wird für soziale Unruhe sorgen.

Denn der Neuwagen von heute ist der Gebrauchtwagen von morgen.
 
Aus deinem Link

Ist das einzige Problem und ist zudem politisch hausgemacht.
... wer ist für der Erfolg der Aktion zuständig? Richtig, die Politik. Und wenn die Zuständigen Hürden aufbauen und dadurch das Ziel vorerst nicht erreicht werden kann, ist die Ernergiewende vorerst gescheitert.

Man, du machst es mir heute aber einfach! :daumen:
 
Die Ziele sind europaweit schon viel zu niedrig gewesen und wurden bereits erreicht, weswegen man neue Ziele definierte. Und auch die werden erreicht werden. Die Energiewende bis hierher ist schon ein Erfolg! Aber ja, rede du dir ein, dass etwas nicht geht. Wenn es deinem Seelenfrieden hilft, umso besser. Ich lebe damit, dass ich sehe, dass es klappt, und erfreue mich an den erreichten und noch kommenden Erfolgen. :)
 
Stromverbrauch für das Jahr 2024, 2 Personen, Haus 140m² Wohnfläche plus Werkstatt und Scheune: 1355 kWh. Solarstrom von Inselanlage mit Speicher 623 kWh, sprich das würde tatsächlich von mir Verbraucht. Zwei sogenannte Balkon Anlagen welche ziemlich genau je 300 kWh produziert haben. Bei diesen 600 kWh kann ich nicht sagen wie viel selber Verbraucht wurde bzw was davon ins Netzt ging. Denke sicher 800 kWh welche ich nicht von meinem Ökostrom beziehen musste. Potential um den Verbrauch weiter zu senken sind vorhanden und werden mit meiner Frau durchgegangen. Ziel für 2025, erneut die 1000 kWh.
 
Die Energiewende bis hierher ist schon ein Erfolg!
Ich sehe bis hierher nur einen Erfolg: wir haben die eigene Produktion von Atomstrom eingestellt und versorgen uns dafür mit Atomstrom als deutlich älteren, unsicheren Meilern jenseits der Grenze, wir mussten Kohlekraftwerke aktivieren und wir sind gezwungen Strom aus dem Ausland dazu zukaufen. Und das mit Importüberschuss und negativer Erlösbilanz. Die Zeche für diesen "Erfolg" zahlt drei Bundesbürger. Demnächst kannst du schwarz auf weiss sehen was die Mehrheit der Leute davon hält.
 
Stromverbrauch für das Jahr 2024, 2 Personen, Haus 140m² Wohnfläche plus Werkstatt und Scheune: 1355 kWh. Solarstrom von Inselanlage mit Speicher 623 kWh, sprich das würde tatsächlich von mir Verbraucht. Zwei sogenannte Balkon Anlagen welche ziemlich genau je 300 kWh produziert haben. Bei diesen 600 kWh kann ich nicht sagen wie viel selber Verbraucht wurde bzw was davon ins Netzt ging. Denke sicher 800 kWh welche ich nicht von meinem Ökostrom beziehen musste. Potential um den Verbrauch weiter zu senken sind vorhanden und werden mit meiner Frau durchgegangen. Ziel für 2025, erneut die 1000 kWh.
Merkst Du selbst - oder?

Eigene Immobilie und Geld um Solaranlage und Speicher zu installieren. Wie ist das umsetzbar in der Mietwohnung ohne Balkon?

Ich mag das einfach nicht mehr hören. Da stellen sich die wohlhabenden Besserverdiener hin, erklären die Energiekosten zu einem kleinen Problem, weil man ja PV hat, ein gut gedämmtes Haus mit WP und das BEV lädt am Carport mit Solardach. "Man muss nur wollen, dann kann man die Energiekosten senken".

Dann wundern sie sich wenn in den Stadtteilen mit Mietwohnungen, schlechter Dämmung und niedrigen Einkommen die Prozente der AfD durch die Decke gehen.
 
Stromverbrauch für das Jahr 2024, 2 Personen, Haus 140m² Wohnfläche plus Werkstatt und Scheune: 1355 kWh. Solarstrom von Inselanlage mit Speicher 623 kWh, sprich das würde tatsächlich von mir Verbraucht. Zwei sogenannte Balkon Anlagen welche ziemlich genau je 300 kWh produziert haben. Bei diesen 600 kWh kann ich nicht sagen wie viel selber Verbraucht wurde bzw was davon ins Netzt ging. Denke sicher 800 kWh welche ich nicht von meinem Ökostrom beziehen musste.
Welche Anlage hast du denn genau? Bei dem Ertrag mit Speicher müsste eigentlich 100% Eigenverbrauch vorliegen.
 
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