Btw:
Heute Nacht Strompreis bei 15 Cent(kWh. Warum dann nicht "extra" hochheizen, das Auto dann laden, den Geschirrspüler dann laufen lassen uvm.?
Besser wäre es eigentlich, die Kohlekraftwerke abzuschalten. Solange wir noch nachts Stromüberschuss haben, ist das ein ziemlich klarer Hinweis darauf, dass unsere Regelfähigkeiten in Richtung Grundlastausgleich der erneuerbaren noch gar nicht ausgeschöpft sind, sondern dass wir im Gegenteil ein Spitzenlastproblem wegen zuwenig Solar haben.
Ich weiß nicht, ob Du auf dem aktuellen Stand bist. In Deutschland haben wir nichts. Die Asse ist kein Endlager, sondern muss zu Milliardenkosten geräumt werden. Das ist quasi ein negativ Endlager. Gorleben ist komplett tot. Das war es immer, dass sagten Geologen auch immer, denn spätestens zur nächsten Eiszeit kommt das alles wieder hoch. Salz ist instabil. Es war nur Stoltenberg, der Arbeitsplätze in Niedersachsen haben wollte.
Und Schacht Konrad ist ein Milliardengrab, dessen Nutzung jeder mit Kompetenz und Vertrauensberechtigung anzweifelt.
Genau darauf wollte ich hinaus: Was wir haben, ist absoluter Schrott.
Aber meine Aussage war dennoch nicht ironisch-verquert, sondern sarkastisch-korrekt: Dieser Schrott macht uns dennoch global führend. Es ist afaik in keinem anderen Lager weltweit soviel Radioaktivität "sicher"* eingelagert worden, wie in der Asse. Es ist kein anderer Standort mit soviel aufwand erkundet worden, wie das "sichere"* Gorleben. Und afaik ist auch noch nichts in Betrieb gegangen, dass mit mehr Aufwand ausgebaut wurde, als der "sichere"* Schacht Konrad.
*: "Sicher" laut Atomfans, Atomlobby, Wirtschaft, CDU, FDP, AFD und einem Großteil der Behörden. Also im Prinzip allen, die etwas zu dem Thema beitragen können, außer kritischen Wissenschaftlern und Umweltschützern. Die wiederum aber sagen klipp und klar, dass es bislang gar keine sicheren Endlagerungskonzepte gibt. Also sollte man so "blöd" sein und auf die hören, die schon gegen die Asse protestiert haben, dann findet man erst recht nirgendwo auf der Welt etwas sicheres, als unsere glorreiche, deutsche Endlagerstruktur.
Ganz anders in der Schweiz. Die haben fertige Stollen, die haben abgeschlossene Tests mit eingelagertem hochradioaktivem Material, die allerdings noch weiterlaufen, kann ja nicht schaden, die sind mitten im Bau und haben einen Endtermin für das Lager, dazu alle Genehmigungen [3]. Das ist eine Basis, die auch bei uns für eine Neugenehmigung von Kernkraftwerken ausreichen würde. Der Versuchsstollen ist längt da, er wird jetzt "nur" ausgebaut. Das ist mit heutiger Technik kein Problem, das ist nur noch abarbeiten. Sie sind uns 40 Jahre voraus.
Auch die haben die langfristige Tauglichkeit des Gesteins afaik nur nach dem Prinzip "was haben wir? Ah, nichts besseres. Dann muss das wohl gut genug sein" bewertet. Prinzipiell steht über den gesamten Alpen als weiterhin aktive Auffaltungszone mit zurückweichender Eisbedeckung und auftauendem Permafrost ein großes Fragezeichen, denn da müsste man richtig tief in den Boden rein, ehe man Schichten erreicht, aus denen freigesetztes Material kaum noch eine Chance auf Ausbreitung hätte.
Davon abgesehen investiert die Schweiz in ihr vergleichsweise beschauliches radioaktives Inventar aber zumindest ein Vielfaches dessen, was Deutschland für ausreichend erklärt hat, sodass sie tatsächlich ein etwas weniger schlechtes Sicherheitsniveau erreicht.
Ich habe das Gefühl, dass viele meinen, dass sie damit der aktuellen Regierung und den Altparteien im allgemeinen einen besonders eindringlichen Denkzettel verpassen können und komplett unterschätzen, was das für Folgen haben kann. Viele Altparteien helfen dabei aktuell auch ordentlich mit, indem sie AfD-Positionen salonfähig machen.
Diese schönredende These hört man oft. Aber es werden "Denkzettel" an absolut alle Parteien verteilt, konstant über Jahre hinweg und in einem Umfang, der AFDler mittlerweile in hochrangige Ämter hebt (siehe gewonne Oberbürgermeisterwahl). Das hat nichts mehr mit protestierenden Wechselwählern zu tun. Das sind ganz klar Leute, die die Machtergreifung wollen. Ob aus Menschenfeindlichkeit oder aus Dummheit macht keinen Unterschied im Ergebnis.
Yeah wir haben nix mehr brauchbares im Winter und um die Europäische Netzfrequenz nicht zu stören müssen wir Kontigente von Polen kaufen.
Wir haben mehr als genug energetisch brauchbares, nämlich eigene Kohlekraftwerke. Aber die polnischen Dreckschleudern sind noch billiger.
@Threshold Ich wollte mit Flamanville nur ein Beispiel dafür geben, dass das in der Gesamtsumme in einem wirtschaftlichen Desaster enden wird. Es ist dabei ja noch nicht einmal der Faktor Geld. Selbst wenn wir heute beginnen würden neue AKW bauen, dann würden von der Planung bis zum ersten Strom Jahrzehnte vergehen. Die Franzosen machen es uns ja vor, und die sind eine ausgesprochene Atomnation.
Vielleicht hätten sie
@Pu244 fragen sollen, der berichtet hier doch liebend gerne von den niedrigen Kosten der Atomkraft?
Währenddessen in der europäischen Realität:
Hinkley Point C kriegen nicht einmal die Chinesen bezahlbar gebaut.
Die staatliche China General Nuclear Power hat ihre Finanzierungsbeiträge für das britische Kernkraftwerk Hinkley Point C gestoppt
finanzmarktwelt.de