Ich weis ja nicht wieviel kwh bei einem einfamilienhaus am tag weg gehen, aber ich glaube nicht das man mit so einem spielzeug fertig-akku und 11 kwh weit kommt. (bei den 2 haushalten hier auf dem hof hatte ich mal als größtes 15 kwh/tag am hauptzähler gesehen)
Ich hab hier einen selbst gebauten 30kwh hauptakku und mein alter beherbergt nochmal ca. 15kwh reserve. Nach einem monat schlechter erträge und besagter 150w dauerlast wird es dann schonmal dünn. Dabei hab ich sogar noch den vorteil, das ich schnee und sonstiges von den modulen entfernen kann, da bodennah verbaut. (und die sind zum großteil bifazial) Sollte aber mal die finale anlage auf dem dach gebaut werden, hab ich dafür auch schon eine lösung.
Also ich (keinfamilienkeinhaus) liege im Jahresschnitt bei 6,3 kWh Strom pro Tag, da würde eine 10-kWh-Spielzeugbatterie mit etwas Restproduktion und Verbrauchsanpassung also schon für zwei Tage reichen. Wärme muss man je nach Verbrauch gucken. Mit unsaniertem Altbau und Gasetagenheizung und, auf die kältere Jahreshälfte umgelegt, 50 kWh Gas pro Tag, kann ich da nur eingeschränkt mitreden. Zwar wäre eine Netto-Heizleistung von 45 kWh/d bei einer Wärmepumpe mit Wirkungsfaktor von 3 immer noch mit vertretbaren weiteren 30 kWh Akku ebenfalls für zwei Tage bereitstellbar. Aber ich predige ja nicht ohne Grund, dass man vor Umstellungen erstmal den Verbrauch drastisch senken sollte und in gut isolierten Häusern hatte ich in der Vergangenheit nur wenige Heiztage überhaupt im Jahr. 10 kWh Tagesverbrauch halte ich daher durchaus für machbar und auf vier Rädern verkaufen sich Speicher mit der vier bis fünffachen Kapazität (die man stationär nur zum Teil ausreizen sollte) ja ganz gut.
Das sind bei rund 46 Mio Stromkunden dann rund 2.300 €. Wenn man jetzt die Kosten an Hand er Vebräuche etwas verteilt und auf was, 10 Jahre?, kalkuliert, dann biste als normaler Stromkunde im Jahr mit weniger als 100 € dabei. Ist jetzt nicht unbedingt so die große Sache, oder irre ich bei der Berechnung bzw. Annahme bei der Verteilung?
Du rechnest nur die Haushalte als Stromkunden, dabei gibt es einen erheblichen Teil gewerbliche Verbraucher, die gerne auch mal was zahlen dürfen.
Ich für meinen Teil habe letztes Jahr übrigens 140 € Netzentgelte geblecht und vor 5 Jahren (älteste gespeicherte Rechnung) waren es sogar 160 € (zzgl. Inflationskorrektur).
Wenn 100 € pro Haushalt und Jahr ausreichen (und das ist wirklich viel Geld), dann hätte ich jetzt also gerne mal mein ausgebautes Netz, liebe Dividendenkassierer von Tennet/EON, 50Hertz/Vattenfall, Amprion/RWE und Transnet/ENBW.
So werden Systeme auch nicht ausgelegt. Alle mir bekannten WP Projekte in meinem persönlichen Umfeld wurden exakt durchgerechnet und dann entsprechend dimensioniert gebaut.
Die Rechnung wird aber nicht auf Netzstabilität, sondern auf Geiz optimiert. Für erstere wäre die von Neuer_User geschilderte Grundlage sogar sehr sinnvoll, aber in der Regel spart man sich das Geld und legt die Wärmepumpe nur so aus, dass sie meistens ausreicht. Wird es dagegen mal für ein paar Tage richtig kalt, gerät das Ding an seine Grenzen, der Wirkungsfaktor fällt gegen eins und die Wärmepumpe läuft ausgerechnet an den Tagen, an denen besonders viel Wärme benötigt wird, praktisch als reine Elektroheizung. Unterm Strich ist das für die Hauseigentümer heute halt billiger, aber de facto bereichert man sich da mal wieder auf die Kosten der Allgemeinheit, denn eigentlich ist der da in Massen verbrauchte Spitzenlaststrom sehr, sehr viel teurer als der Durchschnitt. Die Kosten für zusätzliche Reservekraftwerke werden aber nicht diesen Großenverbrauchern gezielt in Rechnung gestellt, sondern gleichmäßig auf die Allgemeinheit verteilt. Dafür zahlt auch jeder, der eine nativ Peak-taugliche Gasheizung nutzt und mittlerweile auch jeder Steuerzahler fleißig mit. Gleichzeitig zahlt ersterer auch noch mehr für seinen Energieträger (was ich berechtigt fände - wenn denn alle so viel zahlen würden, inklusive Industrie) und letzterer darf für die Installation der privaten Wärmepumpe mitblechen. Eine riesige Umverteilung von der Allgemeinheit zu den oberen ~25-40%.