Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Batterieautos als Überschussspeicher sind Bullshit. Dafür müsste man JEDEN EINZELNEN Parkplatz Deutschlands verkabeln und man müsste alle Autos 1:1 durch Batterieautos ersetzen.
Auf absehbare Zeit hilft doch jedes bisschen Speicherkapazität und Speicherleistung. Von daher kann man das ruhig mal mitnehmen. Dass die Lösungen dafür in mehreren Dimensionen gestaffelt sein werden müssen, sollte doch eigentlich klar sein, weswegen ich mal nicht davon ausgehe, dass gemeint war, dass man die gesamte Speicherung so abwickelt.
 
Auf absehbare Zeit hilft doch jedes bisschen Speicherkapazität und Speicherleistung. Von daher kann man das ruhig mal mitnehmen. Dass die Lösungen dafür in mehreren Dimensionen gestaffelt sein werden müssen, sollte doch eigentlich klar sein, weswegen ich mal nicht davon ausgehe, dass gemeint war, dass man die gesamte Speicherung so abwickelt.
Das ist auch nur ein Teil von vielen.
Die Frage ist, was politisch gewollt ist und mit einer Koalition unter Führung der Union wird davon eh nichts übrig bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf absehbare Zeit hilft doch jedes bisschen Speicherkapazität und Speicherleistung. Von daher kann man das ruhig mal mitnehmen. Dass die Lösungen dafür in mehreren Dimensionen gestaffelt sein werden müssen, sollte doch eigentlich klar sein, weswegen ich mal nicht davon ausgehe, dass gemeint war, dass man die gesamte Speicherung so abwickelt.

Kapazitäten zur Netzstabilisierung müssen zuverlässig bereitstehen. Ein Batterieauto, dass nur bei jedem zweiten/dritten/zehnten Abstellvorgang mal eingestöpselt wird, steht aber nicht zuverlässig zur Verfügung. Dessen Wert als Speicher liegt bei praktisch null.
 
Das ist doch Blödsinn, so ein Stehzeug steht 90% des Tages nur rum.

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Viele Grüße,
stolpi
 
Das ist doch Blödsinn, so ein Stehzeug steht 90% des Tages nur rum.
Nichtsdestotrotz muss die Infrastruktur dafür gebaut werden und ich hab keine Ahnung, was das kostet und wer das stemmen soll.
Ich selbst hab kein Problem damit. Ich fahre nicht mehr regelmäßig, meine Frau macht viel Home Office und fährt in der Regel mit dem Fahrrad zur Kanzlei. Unser Auto steht die meiste Zeit unterm Carport.
 
Kapazitäten zur Netzstabilisierung müssen zuverlässig bereitstehen. Ein Batterieauto, dass nur bei jedem zweiten/dritten/zehnten Abstellvorgang mal eingestöpselt wird, steht aber nicht zuverlässig zur Verfügung. Dessen Wert als Speicher liegt bei praktisch null.
Wieso liegt der Wert von Speichern bei null, wenn die nicht immer verfügbar sind? Das sollte sich doch genau so ausmitteln wie die Verfügbarkeit der Energie.
Nichtsdestotrotz muss die Infrastruktur dafür gebaut werden und ich hab keine Ahnung, was das kostet und wer das stemmen soll.
Naja, im einfachsten Fall wird nur das genutzt, was sowieso schon für das Laden vorhanden ist, bzw. sein wird, dann kostet es so gesehen gar nichts. Jetzt alles extra zu verkabeln, also auch an Straßenrändern halte ich auch für Quatsch, da würde ich allgemein eh lieber weniger, im besten Fall gar keine, Autos rumstehen sehen. Wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt, wie viel Fläche da vollsteht...
 
Dann verwundert mich sehr das du den Mist "EE kostete uns 4,2Mrd € 2022" so unreflektiert raushaust.

Entweder lügst du bewusst was deine Kenntnisse über die Redispatch Massnahmen und deren Kosten betrifft oder du schwurbelst einfach nur rum.

Sry, das muss mal gesagt werden. Ich kann diese ständige Lügereien rund um die Energie und Heizungswende nicht mehr hören und lesen.


Zu deinen Aussagen mal etwas Butter zu den Fischen:

Durch die Novelle des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG 2.0) wurden die Regeln für Redispatch und Einspeisemanagement geändert. Die Regelungen zum Einspeisemanagement von Erneuerbare-Energien-Anlagen und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen wurden aufgehoben und in den Redispatch einbezogen. Diese Umstellung auf Redispatch 2.0 hat eine Veränderung des Meldeverfahrens und demzufolge der Auswertesystematik zur Folge. Erstmalig in diesem Gesamtjahres-Bericht sind die Anpassungen der Wirkleistungseinspeisung von Erneuerbare Energien und die damit verbundenen Kosten Bestandteile der Redispatch-Mengen und -Kosten.


Warum verschweigst du das?



KOSTEN

Alleine 1,9 Mrd € an Redispatchkosten haben wir den Energiewende und Suedlink Blockierern zu verdanken! Denn Dank schlechten Netzausbau und Mangellage (Frankreich) kam es zu Netzengpassmanagement (strom- und spannungsbedingte Anpassungen durch Redispatch, Countertrading und Einsatz Netzreserve - inges. 32.772 GWh. / +19% gegenüber 2021), und steht schön im Bericht:


Die vorläufigen Einsatzkosten für Redispatchmaßnahmen mit konventionellen Anlagen belaufen sich im Gesamtjahr 2022 auf rund 1,9 Mrd. Euro (Gesamtjahr 2021: 594,5 Mio. Euro). Der Anstieg der Kosten um gut 221 Prozent ist dabei einerseits auf den mengenmäßigen Anstieg der Maßnahmen sowie andererseits hauptsächlich auf die stark gestiegenen Brennstoffpreise (Kohle, Gas und Öl) zurückzuführen.

Die Redispatchkosten aufgrund der Reduzierung der Wirkleistungseinspeisung von Erneuerbare Energien betragen rund 0,9 Mrd. Euro (Gesamtjahr 2021: 0,8 Mrd. Euro).

Die vorläufigen Vorhalte- und einsatzunabhängigen Kosten für die Netzreserve im Gesamtjahr 2022 belaufen sich nach aktueller Kenntnis der Bundesnetzagentur auf 0,4 Mrd. Euro (Gesamtjahr 2021: 0,2 Mrd.
Euro). Die Einsatzkosten liegen bei rund 0,6 Mrd. Euro (Gesamtjahr2021: 0,2 Mrd. Euro), so dass sich die Kosten für die Netzreserve auf rund eine Mrd. Euro summieren.



Und du redest von
Das lag zum größten Teil an einer Überproduktion der erneuerbaren Energien

:wall:





Viele Grüße,
stolpi
Ich habe das so rausgehauen weil wir erst mit Beginn der Energiewende Redispatch in der Größenordnung wie heute brauchen.
Man kann sich ja gerne mal angucken wie viele Netzeingriffe es gab in der Zeit wo der Anteil von EE noch recht gering war
Das heißt das hängt Kausal zusammen und deswegen hab ich das auch so plump rausgehauen

Deine Kostenaufstellung ist Klasse danke dafür

Du gehst aber auch weiterhin nicht auf die Problematik die eine Steigerung des EE-Anteils mit sich bringt ein.
Ich werde nicht auf 100% kommen ohne Speicher das sollte klar sein.

Wir haben ja jetzt schon 130GW installiert an PV und Wind obwohl wir maximal so 80GW Strombedarf haben in Deutschland. Diese beiden Energieträger haben es geschafft 35% des Strombedarfs zu decken. Besonders lustig fand ich dann von "Quarks und Co." die Milchmädchenrechnung: Ich bau jetzt einfach nochmal die doppelte Menge zu und schon hab ich die Problematik gelöst

Zur Speicherthematik
Das mit E-Autos ist verlustreich und ich brauch Stationen die sowohl Laden als auch Entladen können.
Dann gibt es noch die Überlegung "Power to Gas" also aus Strom Wasserstoff und so weiter zu machen.
Die Ideen sind gut aber nicht Effizient und bedürfen trotzdem ein riesen Netzausbau weil ich muss den Strom wenn jetzt der Wind zum Beispiel massiv weht ja von da zu den Anlagen bekommen die ihn dann umwandeln bzw. Speichern.

Wir müssen uns also mal wieder über die schon seit Jahren gleich gebliebenen Themen Gedanken machen:
Netzausbau
Speicherlösungen
Blindleistungskompensation
Netzführung mit Leistungselektronik anstatt mit Großgeneratoren

und natürlich die alles entscheidende Frage: Was sind wir bereit für diesen umfassenden Umbau zu bezahlen?
 
Ich frage mich immer, ob das wirklich so viel werden muss. Es gibt natürlich Sonderfälle, wie die Problematik, die den SüdLink nötig machen, aber ansonsten müsste sich doch auch viel wieder ausgleichen, wenn eigentlich nur noch der Ausgleich transportiert werden muss, das Gros aber vor Ort produziert wird. Ursprünglich musste ja alles von zentralen Punkten überall hingebracht werden. Die Steuerung wird klar komplexer, aber braucht man wirklich so viel mehr Übertragungsleistung und wenn ja, ist das auch wirklich ein neues Problem?
und natürlich die alles entscheidende Frage: Was sind wir bereit für diesen umfassenden Umbau zu bezahlen?
Ist die alles entscheidende Frage nicht eher, ob es überhaupt eine Alternative dazu gibt?
 
Ich frage mich immer, ob das wirklich so viel werden muss. Es gibt natürlich Sonderfälle, wie die Problematik, die den SüdLink nötig machen, aber ansonsten müsste sich doch auch viel wieder ausgleichen, wenn eigentlich nur noch der Ausgleich transportiert werden muss, das Gros aber vor Ort produziert wird. Ursprünglich musste ja alles von zentralen Punkten überall hingebracht werden. Die Steuerung wird klar komplexer, aber braucht man wirklich so viel mehr Übertragungsleistung und wenn ja, ist das auch wirklich ein neues Problem?

Ist die alles entscheidende Frage nicht eher, ob es überhaupt eine Alternative dazu gibt?
Das Problem ist einfach ich hab heute einen maximalen Strombedarf von ca. 80 GW
Wenn wir jetzt annehmen das die EE ordentlich Produzieren und ich das was ich nicht direkt verbrauche Speichern kann
Wäre die Situation folgende: 80 GW Bedarf, 160GW EE-Produktion, 80 GW in die Speicherung
In dem Fall belaste ich mein Netz ja mit 160 GW die ich von der Erzeugung zum Verbrauch+Speicherung bringen muss
Bis vor kurzem hat sich die Produktion an den Verbrauch angepasst -> Kraftwerke haben mehr produziert wenn ich mehr gebraucht habe
Heute soll sich der Verbrauch nach der Produktion richten -> man muss die Überproduktion verbrauchen oder Speichern
Wichtig ist Produktion und Verbrauch müssen annähernd gleich sein sonst macht uns das Netz Probleme


Die Energiewende ist alternativlos aber die Art und Weise eben nicht. Das schlimme ist halt das man Priorität beim Aufbau des Stromnetztes auf Versorgungssicherheit und stabiler Netzfrequenz lag.
Wenn man also um jeden Preis Energiewende mit EE haben möchte müssen wir uns wahrscheinlich darauf einstellen stellenweise Abends im Dunkeln zu sitzen oder eben den hohen Preis zu zahlen damit wir unserer Sicherheit erhalten.
Alternativen zu EE gibt es aber die sind politisch nicht gewollt bzw. werden verteufelt und man wird dann als Schwurbler oder sonst was hingestellt.
 
Heute soll sich der Verbrauch nach der Produktion richten -> man muss die Überproduktion verbrauchen oder Speichern
Wichtig ist Produktion und Verbrauch müssen annähernd gleich sein sonst macht uns das Netz Probleme
Eigentlich soll einfach immer genug produziert werden. Das wird natürlich einfacher, wenn man den Strom möglichst dann nutzt, wenn er im Überschuss verfügbar ist und man das alles räumlich und zeitlich etwas glätten kann. Ist Überproduktion wirklich ein Problem? Ich dachte, es wäre schon längst gängige Praxis alle Nase lang Erzeuger vom Netz zu nehmen, wenn die Produktion zu hoch ist.
 
Wenn man also um jeden Preis Energiewende mit EE haben möchte müssen wir uns wahrscheinlich darauf einstellen stellenweise Abends im Dunkeln zu sitzen oder eben den hohen Preis zu zahlen damit wir unserer Sicherheit erhalten.
Alternativen zu EE gibt es aber die sind politisch nicht gewollt bzw. werden verteufelt und man wird dann als Schwurbler oder sonst was hingestellt.
Es gibt die Alternative Atomkraft. Die ist sowohl in den Baukosten als auch in den Ewigkeitskosten brutal teuer.
Am Ende bleibt also die Wahl zwischen teurer Netzstabilisierung oder hoher Erzeugungspreis bei einfacherer Stabilisierung, Letzteres mit dem + an GAU Gefahr. Als warum Letzteres machen?
 
Ist Überproduktion wirklich ein Problem? Ich dachte, es wäre schon längst gängige Praxis alle Nase lang Erzeuger vom Netz zu nehmen, wenn die Produktion zu hoch ist.
Ja da dadurch die Frequenz und die Spannung im Netz steigen und das zur Zerstörung oder Beeinträchtigung von Verbrauchern führen kann. Na klar das ist immer gemeint wenn man von Redispatch redet also das Abschalten oder Anfahren von Erzeugern. Wenn ich aber später mal nur noch Erzeuger habe die sich nach dem Wetter richten kann ich ja nicht sagen: " Wind weh bitte mehr!"
Deswegen muss ich das Speichen wenn ich zu viel hab und rausholen wenn ich zu wenig hab. Aber mein Netz muss halt auch 160GW Erzeugung und die Verteilung dieser abkönnen und dafür müssen wir noch einiges tun.

Es gibt die Alternative Atomkraft. Die ist sowohl in den Baukosten als auch in den Ewigkeitskosten brutal teuer.
Am Ende bleibt also die Wahl zwischen teurer Netzstabilisierung oder hoher Erzeugungspreis bei einfacherer Stabilisierung, Letzteres mit dem + an GAU Gefahr. Als warum Letzteres machen?
Das stimmt aber es gibt ja auch schon moderne Konzepte die im Bezug auf Atomenergie. Da sind zum Beispiel die Gefahren durch eine Gau minimiert und die Ausschleusung von Spaltprodukten vereinfacht.
Zu dem sollte man auch über CCS nachdenken. Klar da sinkt der Wirkungsgrad der Anlagen aber man könnte sich damit unabhängiger von Importen machen da Kohle in Deutschland genug vorhanden ist.
Zu mal könnte ich das CO2 daraus wieder weiter industriell nutzen.
 
Das stimmt aber es gibt ja auch schon moderne Konzepte die im Bezug auf Atomenergie. Da sind zum Beispiel die Gefahren durch eine Gau minimiert und die Ausschleusung von Spaltprodukten vereinfacht.
Und wer soll das bezahlen und dien Reste davon müssen auch endgelagert werden?
Abgesehen davon gibt es die Technik nur auf Zeichnungen
Zu dem sollte man auch über CCS nachdenken. Klar da sinkt der Wirkungsgrad der Anlagen aber man könnte sich damit unabhängiger von Importen machen da Kohle in Deutschland genug vorhanden ist.
Zu mal könnte ich das CO2 daraus wieder weiter industriell nutzen.
CCS braucht enorme Energiemengen. Bisher gibt es sowas nur auf Island, weil die Energie im Überfluss haben.
Und du brauchst das passende Gestein und ein Erdbeben später ist alles wieder da.
 
Und wer soll das bezahlen und dien Reste davon müssen auch endgelagert werden?
Abgesehen davon gibt es die Technik nur auf Zeichnungen

CCS braucht enorme Energiemengen. Bisher gibt es sowas nur auf Island, weil die Energie im Überfluss haben.
Und du brauchst das passende Gestein und ein Erdbeben später ist alles wieder da.
Naja es gibt ja viele Konzepte die zur Zeit erforscht oder schon erprobt werden. Hier spricht man ja von der 4. Genreration von Atomreaktoren.
Ich finde das Konzept des Flüssigsalzreaktors sehr interessant.
Klar die Endlagerung ist das große Problem dieser Technik da haben aber die Finnen auch schon sehr gute Ansätze.


Naja das geht die CO2 Abscheidung wurde hierzulande ja auch schon erprobt und wäre marktfähig gewesen aber da hat man ein Riegel vorgeschoben. In Deutschland gibt es viel Gestein was sich eignen würde und Deutschland wäre eine erdbebenarme Zone. Außerdem ist CO2 schwerer als Luft also bleibt das selbst im Fall der Fälle unten.
CCS braucht enorme Energiemengen. Bisher gibt es sowas nur auf Island, weil die Energie im Überfluss haben.
Und du brauchst das passende Gestein und ein Erdbeben später ist alles wieder da.
Zumal man das CO2 auch in Silikaten oder anderen Produkten binden und lagern könnte.
 
Naja es gibt ja viele Konzepte die zur Zeit erforscht oder schon erprobt werden. Hier spricht man ja von der 4. Genreration von Atomreaktoren.
Ich finde das Konzept des Flüssigsalzreaktors sehr interessant.
Klar die Endlagerung ist das große Problem dieser Technik da haben aber die Finnen auch schon sehr gute Ansätze.
Seit den 70er wurde daran geforscht. Deutschland hatte auch mal einen Prototyp, die USA ebenfalls , auch Russland. Sämtliche Forschungen wurden eingestellt.
China forscht als einziges Land noch und wollten 2015 einen Forschungsreaktor in Betrieb nehmen. Jetzt haben wir 2023 und nichts ist in Sicht.
Es fehlt einfach die technische Umsetzbarkeit.
Ist wie mit Fusionskraftwerken. Man weiß, wie es geht, aber man kriegt es nicht hin.
Die Finnen haben die gleiche Ansätze wie wir auch, aber niemand kann garantieren, dass das Zeugs mehrere Millionen Jahre dort in Ruhe lagern kann.
Naja das geht die CO2 Abscheidung wurde hierzulande ja auch schon erprobt und wäre marktfähig gewesen aber da hat man ein Riegel vorgeschoben. In Deutschland gibt es viel Gestein was sich eignen würde und Deutschland wäre eine erdbebenarme Zone. Außerdem ist CO2 schwerer als Luft also bleibt das selbst im Fall der Fälle unten.

Zumal man das CO2 auch in Silikaten oder anderen Produkten binden und lagern könnte.
Nö, CO2 bleibt nicht unten. Das CO2 verbindet sich zu Karbongestein, wenn Druck vorhanden ist. Ist der Druck weg ist auch das CO2 wieder weg.
Was wir brauchen sind natürliche CO2 Senken. Davon gibt es genug, nur denken wir immer nur ans Geld verdienen. Man muss sich eingestehen, dass Nachhaltigkeit und unserer Kapitalismus nicht zueinander passen.
 
Wieso liegt der Wert von Speichern bei null, wenn die nicht immer verfügbar sind? Das sollte sich doch genau so ausmitteln wie die Verfügbarkeit der Energie.

"Ausmitteln" können sich nur Dinge, die vor den Stabilisierungsmechanismen geschehen und bei denen zufällig verbleibende Restschwankungen dann eben von z.B. Speichern abgefangen werden. Aber man kann nicht die Sicherheitsmechanismen, die die Stabilität gewähren sollen, dem Zufall überlassen.

Hinzu kommt, dass PKW auch großräumig nicht echt zufällig verfügbar sind oder nicht, sondern es da klare Muster gibt: Nachts zu Hause, tagsüber auf der Arbeit. Im Sommer im Urlaub, den Rest des Jahres in der Heimat. Autos, die nur nachts an der heimischen Wallbox hängen, können dir z.B. nicht dabei helfen, den mittäglichen Solarpeak wegzupuffern. Nur die eigentlichen Fahrzeiten wären, da nicht all zu lang, verschmerzbar. Aber um Batterieautos als Puffer einzuplanen, müsste gewährleistet sein, dass sie an jedem Parkplatz angestöpselt werden.

Naja, im einfachsten Fall wird nur das genutzt, was sowieso schon für das Laden vorhanden ist, bzw. sein wird, dann kostet es so gesehen gar nichts.

Die bisherige, beschränkte Infrastruktur ist so knapp, dass man seine Auto gar nicht längere Zeit eingesteckt lassen darf, sondern schnellstmöglich die Säule wieder räumen muss. Und auch die Profitrechnung der Ladesäulenbetreiber ist übrigens darauf ausgelegt. Wenn du das anders haben willst, musst du Millionen von Ladesäulen zusätzlich bauen, die alleine der Netzstabilisierung dienen. Wnd dann muss du vermutlich die Batterieautohalter noch dafür bezahlen, dass sie ihr Wägelchen anstecken und ihre Batteriekapazität zur Nutzung freigeben.


Dann gibt es noch die Überlegung "Power to Gas" also aus Strom Wasserstoff und so weiter zu machen.
Die Ideen sind gut aber nicht Effizient und bedürfen trotzdem ein riesen Netzausbau weil ich muss den Strom wenn jetzt der Wind zum Beispiel massiv weht ja von da zu den Anlagen bekommen die ihn dann umwandeln bzw. Speichern.

Das ist relativ unproblematisch. Unsere großen Gasspeicher, die großen Windparks und die Gegenden, wo man auch mal eine Überlandleitung ohne massive Proteste der CSU bauen kann, liegen alle zusammen in Norddeutschland. Und die Ineffizienz ist bei Überschuss auch nur noch ein Kostenfaktor: Ist es billiger, den Strom unter 30-50-70% Verlust zu speichern und später bei Knappheit zu nutzen oder ist es billiger, ihn gar nicht zu nutzen und so viel mehr Erneuerbare auszubauen, dass es zu gar keiner Knappheit kommt?


Ich frage mich immer, ob das wirklich so viel werden muss. Es gibt natürlich Sonderfälle, wie die Problematik, die den SüdLink nötig machen, aber ansonsten müsste sich doch auch viel wieder ausgleichen, wenn eigentlich nur noch der Ausgleich transportiert werden muss, das Gros aber vor Ort produziert wird. Ursprünglich musste ja alles von zentralen Punkten überall hingebracht werden. Die Steuerung wird klar komplexer, aber braucht man wirklich so viel mehr Übertragungsleistung und wenn ja, ist das auch wirklich ein neues Problem?

Wie gesagt: Deutschland ist weitaus kleiner als großräumige Wetterphänomene. Wir können also nicht "das Gros vor Ort" produzieren, sondern der "Ausgleich" kann 80-90, in Extremfällen möglicherweise sogar 100% des Momentanverbrauchs betragen. Bislang haben wir aber eben eher ein Netz, dass auf kleinere Ausgleiche zwischen Inselgebieten um regionale Großkraftwerke ausgelegt ist.

Ist die alles entscheidende Frage nicht eher, ob es überhaupt eine Alternative dazu gibt?

"Nichts tun und den Rest folgenden Generationen überlassen" hat sich doch bewährt.


Naja es gibt ja viele Konzepte die zur Zeit erforscht oder schon erprobt werden. Hier spricht man ja von der 4. Genreration von Atomreaktoren.
Ich finde das Konzept des Flüssigsalzreaktors sehr interessant.

Was heißt "zur Zeit"? Flüssigsalzreaktoren sind laut Wiki 75 Jahre alt und immer noch nicht einsatztauglich. Ähnliches gilt für alle anderen 4.-Gen-IDEEN. Wir brauchen aber jetzt eine Lösung und obendrein soll es eine sein, die billiger als EE + Speicher ist. Bereits unsichere Gen-2.5-Reaktoren sind aber teurer, wie Finnland, Frankreich und Großbritannien zu Genüge bewiesen haben. Jetzt Milliarden in die hoffentlich-klappt-es-Entwicklung einer noch aufwendigeren, noch teureren Technik zu investieren, ist einfach nur bescheuert.

Klar die Endlagerung ist das große Problem dieser Technik da haben aber die Finnen auch schon sehr gute Ansätze.

So? Ich kenne gerade einmal einen Ansatz und der ist zwar vermutlich als das bislang fortschrittlichste Endlager der Welt (Asse II), aber er ist auch teuer und umstritten. Nicht "sehr gut".

Und für das dritte, fast noch größere Problem der Atomtechnik haben auch die Finnen keine Lösung: Profliferation.
Wenn Atomkraftwerke die Energieversorgung der Zukunft sind, dann kann man die dem Iran, den Taliban, etc. genauso schlecht verweigern, wie man sie in der Vergangenheit Pakistan, Nordkorea oder Israel verweigert hat.

Naja das geht die CO2 Abscheidung wurde hierzulande ja auch schon erprobt und wäre marktfähig gewesen aber da hat man ein Riegel vorgeschoben. In Deutschland gibt es viel Gestein was sich eignen würde und Deutschland wäre eine erdbebenarme Zone.

Die Eignung ist hochgradig umstritten um nicht zu sagen: So ziemlich alle, die kein Geld damit zu verdienen versuchen, sagen, dass wir gar keine geeigneten Speicher haben. Und selbst die, die damit Geld verdienen wollen und zu gegenteiligen Behauptungen kommen, geben jetzt nicht gerade berauschende Kapazitäten an. Würde wir unsere Energieversorgung auf CCS-Kraftwerke umstellen, würde das unseren CO2-Output immerhin rund verdoppeln und da solche Anlagen Investitonshorizonte von 30 bis 100 Jahren hätten, ergibt sich eine gigantische Summe CO2.

Außerdem ist CO2 schwerer als Luft also bleibt das selbst im Fall der Fälle unten.

Ja. Es bleibt in den unteren Kilometern Athmosphäre, nachdem es aus seinen unter Druck stehenden Lagerstätten raus ist. Blöd halt, das da die Biosphäre liegt, die man nicht ohne Grund so nennt und der es nach meiner nicht repräsentativen Zählung mindestens zwei Lebewesen gibt (mich, meine Freundin), denen man diese CO2-Vergasung keineswegs zumuten könnte!

Zumal man das CO2 auch in Silikaten oder anderen Produkten binden und lagern könnte.

Das ist die einzige denkbare Möglichkeit, wie man sicher mit dem Zeug umgehen könnte. Aber eben genau dafür sind geeignete Wirtsgesteine wohl eher selten. Man braucht nämlich nicht nur die richtige Zusammensetzung, sondern es muss auch hinreichend porös sein, um überhaupt große Mengen Gas aufnehmen zu können. Das Zeug erst abzubauen, wie das einigen Bergbau-Lobbyisten vorschwebt, würde dagegen viel Energie verschlingen und schon hat man unterm Strich mehr CO2 freigesetzt. (Und auch noch schweine viel Geld ausgegeben.)
 
Ja da dadurch die Frequenz und die Spannung im Netz steigen und das zur Zerstörung oder Beeinträchtigung von Verbrauchern führen kann.
Ja, logisch, aber es gibt doch einfache Abhilfe.
Wenn ich aber später mal nur noch Erzeuger habe die sich nach dem Wetter richten kann ich ja nicht sagen: " Wind weh bitte mehr!"
Nein, deswegen muss man ja immer einen Überschuss haben.
Deswegen muss ich das Speichen wenn ich zu viel hab und rausholen wenn ich zu wenig hab. Aber mein Netz muss halt auch 160GW Erzeugung und die Verteilung dieser abkönnen und dafür müssen wir noch einiges tun.
Die Netze sind doch da, der Verbrauch und die Erzeugung ändern sich doch nicht. Im Gegenteil muss lokal sogar weniger Streckenleistung erbracht werden, wenn Teile der Energie dort erzeugt werden. Erst durch die weiträumige Verteilung zwecks Ausgleich sollte es zu zusätzlichen Anforderungen kommen.
Aber man kann nicht die Sicherheitsmechanismen, die die Stabilität gewähren sollen, dem Zufall überlassen.
Ich sehe den Unterschied zur Erzeugung hier nicht. Im Mittel verfügbare Speicher sind für mich genau so gut oder schlecht wie im Mittel verfügbare Erzeuger.
Hinzu kommt, dass PKW auch großräumig nicht echt zufällig verfügbar sind oder nicht, sondern es da klare Muster gibt: Nachts zu Hause, tagsüber auf der Arbeit. Im Sommer im Urlaub, den Rest des Jahres in der Heimat.
Naja, aber deswegen sind die Autos ja nicht aus der Welt. Übersee macht man ja doch selten mit dem Auto und wenn man damit in Europa bleibt, werden nur halt die Wege etwas länger. Das sind ja auch keine komplett einseitigen Strömungen.
Aber um Batterieautos als Puffer einzuplanen, müsste gewährleistet sein, dass sie an jedem Parkplatz angestöpselt werden.
Man muss halt eher von der Ladestationenseite aus zählen. Dann wird man vermutlich sehen, dass eine gewisse Kapazität immer am Netz hängt. Zu sagen, dass man sich darauf nicht verlassen kann, weil es theoretisch möglich ist, dass alle gleichzeitig ihr Auto vom Netz nehmen klingt meiner Meinung auch nicht anders als zu sagen, dass EE nicht Grundlastfähig sind, weil es theoretisch in ganz Europa windstill, nacht oder bewölkt sein könnte.
Die bisherige, beschränkte Infrastruktur ist so knapp, dass man seine Auto gar nicht längere Zeit eingesteckt lassen darf, sondern schnellstmöglich die Säule wieder räumen muss.
...damit sich jemand anderes dranklemmen kann.

Wie gesagt, die Idee ist nicht, dass das der Grundpfeiler der Pufferinfrastruktur sein soll, sondern nur ein Extra. Jedes bisschen Energie, das man in einen Akku laden kann, ist Energie, die man nicht noch mal deutlich aufwändiger anderweitig speichern muss und somit gewinnt man die Verlustdifferenz.
Wie gesagt: Deutschland ist weitaus kleiner als großräumige Wetterphänomene. Wir können also nicht "das Gros vor Ort" produzieren, sondern der "Ausgleich" kann 80-90, in Extremfällen möglicherweise sogar 100% des Momentanverbrauchs betragen.
Gut, reden wir jetzt von mit oder ohne Pufferung? Ich denke schon, dass man im Schnitt das meiste vor Ort produzieren kann und auch lokal Speicher für eine gewisse Zeit zu haben. Transportiert werden muss alles, was darüber hinausgeht. Man wird, wie ich auch sagte, größere Leitungen durch Europa brauchen, aber die lokalen Netze, also der ganze richtig nervige Kleinkram, sollte doch eigentlich kein Problem sein.
 
Da scheitern aber alle oder siehst du das bei der Union anders?
Nö,
generell muß ja gegen den Klimawandel etwas getan werden.

Mir fehlt es jetzt aber an einer richtigen Strategie,
welche auch bezahlbar bleibt.
Nach dem Atom- und zukünpftigen Kohleausstieg, sollte man doch schon vorher die Verteilungsnetze ertüchtigen.
Damit Flatter- und Dunkelstrom ausgeglichen werden kann, brauchen wir wahrscheinlich
50 flexibel einsetzbare Gaskraftwerke,
welche dann optional mit Wasserstoff laufen könnten.
Wie wird sich das denn auf den Preis auswirken?
Die Mär der grünen Ideologie, mit Windkraft und Photovoltaik würde alles besser ...
... ist ausgeträumt.

Aber eines ist sicher,
es wird schweineteuer ....
 
50 flexibel einsetzbare Gaskraftwerke,
welche dann optional mit Wasserstoff laufen könnten.
Wie wird sich das denn auf den Preis auswirken?
Das wird sehr teuer, da Wasserstoff deutlich teuer ist als Erdgas.
Und da sich der Preis immer an der teuersten Herstellung richtet, wird Strom teuer werden.
Deswegen ist es wichtig, dass überall produziert wird.
 
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