Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Geht doch mit der Energiewende.
Ja für dich als privat Hausbesitzer mag das ganz cool sein.

Die Haushalte verbrauchen aber nur ca. 20% des Stromes in Deutschland.
Ich bezweifle das sich Industrieanlagen wie ein Hochofen oder am besten noch Chemieanlagen nach dem Wetterbericht richten können um wettbewerbsfähig zu sein.

Ohne Speicher der die Anforderrungen bringt wie wir sie hier in Europa haben wird die Energiewende nichts werden.
 
Na, beides. Fängt beim Wasserverbrauch für Klo und Getränke an und endet jetzt in der Heizperiode mit mehr Energieaufwand das erträglich warm zu halten. Obendrein laufen Computer und die Technik drum herum genauso wie Licht nicht ohne Strom. Während ach so arme Werteschaffende das alles vom AG gestellt bekommt, muss man das im Homeoffice alles selber bezahlen. Und mit dem kommenden Zertifikatehandel wird das dann noch mehr werden.
 
Na, beides. Fängt beim Wasserverbrauch für Klo und Getränke an und endet jetzt in der Heizperiode mit mehr Energieaufwand das erträglich warm zu halten.
Das ist sehr auf Dich bezogen. Ob Du zuhause bist, oder in der Firma, ändern an den Dingen war nichts, man muss es nur selber bezahlen. Dafür entfallen aber die Fahrtkosten. Das nimmt sich nichts, national gesehen, sparen wir aber erheblich.

Ich spare gerade massiv im kleinen. Von umfassenden LED, bis hin zu Undervoltung und Powerlimit reduzierung beim Rechner, höhere Temperatur im Kühlschrank und ein Modell ohne Tiefkühler, dazu neuerdings in der relativ ungedämpten Mietskaserne einsatzstücke für BalkontürFenster, aus einer Sperrholzplatte mit 5cm Styrophor.

Dazu die Bemühungen im Haus, mit 18 Parteinen eine eigene Solaranlage zu erreichten. Die Einigkeit unter den Mioetern ist erschreckent hoch, bliebt als nächster Schritt die Überzeugung des Vermieters. Als neue Option für anbere Wohnungen habe ich die "Deckenheizung" entdeckt. Anstatt teuer den Fussboden als Heizung auszuleben, ist das in der Decke ähnlich effizient. Es reicht, eine große Fläche als Wärmestrahler zu haben. Die Luft bleibt kühler, der Körper wird warm. Das wäede ich dann mit kommender Wärmepumpe nach der Sonaranlage umsetzen.
 
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Kommt drauf an wie weit dein Weg zur Arbeit ist. Meine Frau fährt bei jedem Wetter die rund 10 KM ins Büro mit dem non E Bike.

Aber überlege mal, was die AG heutzutage alles bereitstellen, was man im Homeoffice aus eigener Tasche bezahlen muss. Ich denke, über den Monat gesehen, ist HO teuerer als ein ÖPNV Monatsticket, die ja nicht selten von den AG teilsubventioniert werden.
 
Na, beides. Fängt beim Wasserverbrauch für Klo und Getränke an und endet jetzt in der Heizperiode mit mehr Energieaufwand das erträglich warm zu halten. Obendrein laufen Computer und die Technik drum herum genauso wie Licht nicht ohne Strom. Während ach so arme Werteschaffende das alles vom AG gestellt bekommt, muss man das im Homeoffice alles selber bezahlen. Und mit dem kommenden Zertifikatehandel wird das dann noch mehr werden.
Klingt für mich jetzt eher nur nach letzterem. Man verbraucht ja zuhause nicht mehr Wasser, als man auf der Arbeit brauchen würde, beim Heizen sehe ich auch eher Gleichstand, wenn überhaupt und die Technik steht im Büro ja auch. Aber klar, man muss selbst dafür aufkommen. Bei mir standen auf der anderen Seite eine Stunde Fahrt am Tag und die entsprechenden Kosten dazu, weswegen ich den Deal sehr gerne eingehe.
 
Weil all jene, die das Angebot nutzen können all den anderen die keine Chance haben das permanent unter die Nase reiben. Wenn der Vermieter keine intelligenten Geräte kaufen will hat man halt Pech gehabt,

Wieso muss der Vermieter intelligente Geräte anschaffen? Zähler kommt von deinem Stromanbieter respektive einem von diesem beauftragten Unternehmen und eigentlich hat man eher ein Problem, wenn man kein Spymeter bezahlen will, aber ein Recht auf den Smartkram hat mittlerweile jeder. Musst du dir nur noch den passenden Stromtarif und die passende Waschmaschine kaufen und schon kannst du gigantisch sparen.

wenn man keine Wallbox hat sondern öffentlich laden muss hat man genauso Pech.

Und wie viel Pech man erstmal hat, wenn man zuwenig verdient, um sich auf Steuerzahlerkosten ein Batterieauto, insbesonderen ein Batteriezweitauto, co-finanzieren zu lassen, sondern sich nur einen gebrauhten Verbrenner leisten kann, für den es gar keine geförderten Wallboxen und querbezuschussten Strom gibt...

Und wenn man statt Homeoffice reale Werte erschaffen muss hat man das 3. Mal Pech weil man halt tagsüber nie zu Hause ist...

Und wenn man reale Nutzen im Home Office erbringt, hat man sogar das vierte und fünfte mal Pech, weil es dem Timer in der Waschmaschine vollkommen egal ist, wann man zu Hause, der Arbeitgeber für gewöhnlich nicht akzeptiert, wenn man den Rechner bei hohen Strompreisen aus lässt. :wall:


Ich bezweifle das sich Industrieanlagen wie ein Hochofen oder am besten noch Chemieanlagen nach dem Wetterbericht richten können um wettbewerbsfähig zu sein.

Sollte eigentlich durchaus drin sein. Der Teil der Schwerindustrie, der auf Strom als Energiequelle setzt, hat seine Produktionsprozesse schon vor 40-50 Jahren schwerpunktmäßig auf Zeiträume mit Stromüberschuss gelegt. Damals war das halt mitten in der Nacht, wenn Atomkraftwerke und träge Kohlemeier rausgepumpt haben, was sonst niemand hätte brauchen können. Sehe nicht, warum dass mit einem mittäglichen Solarpeak nicht genauso gehen sollte.

"Wettbewerbsfähig" muss man dabei natürlich relativ beurteilen: Macht es ökologisch oder ökonomisch Sinn, in einem Land mit beschränktem Energieangebot wie Deutschland aus südafrikanischem Eisenerz Stahl für Saudiarbien oder Island hergestellt wird? Sicherlich nicht. Bestenfalls für den heimischen Markt und da hat sich die EU ja jetzt endlich dazu durchgerungen, eine Möglichkeit zu schaffen, Klimaschutz über globalisierten Profit zu stellen. Muss man nur nutzen und Importe aus CO2-intensiven Ländern angemessen verteuern, wenn man wirklich glaubt, dass sowas dem Exportweltmeister Deutschland nützt.
 
Und wenn man reale Nutzen im Home Office erbringt, hat man sogar das vierte und fünfte mal Pech, weil es dem Timer in der Waschmaschine vollkommen egal ist, wann man zu Hause, der Arbeitgeber für gewöhnlich nicht akzeptiert, wenn man den Rechner bei hohen Strompreisen aus lässt.
Wer die realen Kosten (incl. Arbeitszeit) für den Weg zur Arbeit ausrechnet, wird seine Stromrechnung für den Home-Office-PC gerne bezahlen.
 
Sollte eigentlich durchaus drin sein. Der Teil der Schwerindustrie, der auf Strom als Energiequelle setzt, hat seine Produktionsprozesse schon vor 40-50 Jahren schwerpunktmäßig auf Zeiträume mit Stromüberschuss gelegt. Damals war das halt mitten in der Nacht, wenn Atomkraftwerke und träge Kohlemeier rausgepumpt haben, was sonst niemand hätte brauchen können. Sehe nicht, warum dass mit einem mittäglichen Solarpeak nicht genauso gehen sollte.
Das mag sein wenn man weis das es jede Nacht so ist dann kann ich mich darauf einstellen aber so planbar sind ja die erneuerbaren nicht.
Ich sehe es ja jeden Tag auf Arbeit wenn die Meldungen wieder reinflattern das der Wind in 2 Tagen abgesagt ist oder doch wieder irgendwo Sonne kommt. Klar ist das planbar, theoretisch 7 tage im voraus, praktisch 48/24h
Wir haben letztes Jahr 4,2 Mrd. Euro für die Stabilisierung des deutschen Stromnetzes ausgegeben, das wäre uns sonst des Öfteren um die Ohren geflogen
Das lag zum größten Teil an einer Überproduktion der erneuerbaren Energien und am nicht genügend ausgebautem Stromnetz und natürlich an fehlenden Speicherlösungen.
"Wettbewerbsfähig" muss man dabei natürlich relativ beurteilen: Macht es ökologisch oder ökonomisch Sinn, in einem Land mit beschränktem Energieangebot wie Deutschland aus südafrikanischem Eisenerz Stahl für Saudiarbien oder Island hergestellt wird? Sicherlich nicht. Bestenfalls für den heimischen Markt und da hat sich die EU ja jetzt endlich dazu durchgerungen, eine Möglichkeit zu schaffen, Klimaschutz über globalisierten Profit zu stellen. Muss man nur nutzen und Importe aus CO2-intensiven Ländern angemessen verteuern, wenn man wirklich glaubt, dass sowas dem Exportweltmeister Deutschland nützt.
Da gibt es eine relativ einfache Erklärung für. Stahl ist nicht gleich Stahl. Wenn ich also annehme das ich für mein Projekt einen Stahl einer gewissen Güte und Qualität brauche dann kann es sein das der Stahl aus Südafrika da nicht reicht und ich welchen brauche den nur die Deutschen hinbekommen.
Klar man könnte als deutsche Firma auch vor Ort produzieren aber dann brauche ich mich irgendwann nicht wundern wenn mein ganzes Know-how weggeklaut wird.
 
Ja für dich als privat Hausbesitzer mag das ganz cool sein.

Die Haushalte verbrauchen aber nur ca. 20% des Stromes in Deutschland.
Ich bezweifle das sich Industrieanlagen wie ein Hochofen oder am besten noch Chemieanlagen nach dem Wetterbericht richten können um wettbewerbsfähig zu sein.

Ohne Speicher der die Anforderrungen bringt wie wir sie hier in Europa haben wird die Energiewende nichts werden.

Jein,

natürlich benötigen wir auch Speicher, es werden an verschiedenen Standorten schon welche errichtet, aber wir leben auch in einen europäischen Energieverbund und überall wird EE ausgebaut.
Es ist nur eine Frage der Zeit das wir einen Überschuss an EE regelmäßig im Netz haben und die Speicherfrage gar nicht so massiv sein wird. Erst Recht nicht wenn unsere Speicher mit vier Räder per V2G am Netz hängen.



PS:
Heute Nacht wieder einmal alles voll gemacht und gewaschen was geht (WM & GS).
Von gestern 23:00 bis heute morgen 05:00 gab es Strom für ~15Cent/kWh. :daumen:
Inkl. Abgaben und Gebühren, der eigentliche Strompreis lag bei ~2 Cent/kWh. Die Industrie ist ja eh von vielen sonst üblichen Stromkosten befreit wie früher schon wo die EEG Umlage im Prinzip alleine von den Verbrauchern getragen wurden.
Bei solchen "Subventionen" ist es nicht verwunderlich das diese Bereiche kaum in Energiesparmassnahmen oder eigene EE investiert hatten.


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Wir haben letztes Jahr 4,2 Mrd. Euro für die Stabilisierung des deutschen Stromnetzes ausgegeben, das wäre uns sonst des Öfteren um die Ohren geflogen
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Das ist völliger Quatsch und Schwurbler-Quark.

Lese dich bitte mal ein in diese Redispatch-"Reform" (Stichwort: NABEG 2.0), dann wird dir auch klar warum "auf einmal" so eine Summe zustande kommt.

Wirst überrascht sein. :ugly:




Viele Grüße,
stolpi
 
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Jein,

natürlich benötigen wir auch Speicher, es werden an verschiedenen Standorten schon welche errichtet, aber wir leben auch in einen europäischen Energieverbund und überall wird EE ausgebaut.
Es ist nur eine Frage der Zeit das wir einen Überschuss an EE regelmäßig im Netz haben und die Speicherfrage gar nicht so massiv sein wird. Erst Recht nicht wenn unsere Speicher mit vier Räder per V2G am Netz hängen.
Das mit diesem schönen Verbundnetz hört sich klasse an und funktioniert heute super wenn jeder 95% seines eigenen Strombedarfes auch selber deckt aber die so wie du es schreibst hört sich das nach der Überlegung an, Spanien holt sich den Strom aus Polen weil da schon die Sonne scheint
Was natürlich heute nicht funktioniert. Man müsste also die Hochspannungsnetze erstmal fit machen um das zu realisieren
Ich sehe es fast jeden Tag wie man versucht diesen "tollen" Überschuss wegzubekommen. Wir bekommen das Zeug zum Teil nicht los bzw. vom Ort der Erzeugung nicht weg.
Die Speicher-Idee mit E-Autos ist attraktiv aber bedarf den Ausbau der Ortsnetze da man viel höhere Leistungen als heute erwarten darf. Wir müssen also richtig Geld in die Hand nehmen wenn wir das schaffen wollen.


Das ist völliger Quatsch und Schwurbler-Quark.

Lese dich bitte mal ein in diese Redispatch-"Reform" (Stichwort: NABEG 2.0), dann wird dir auch klar warum "auf einmal" so eine Summe zustande kommt.

Wirst überrascht sein. :ugly:
Hat nichts mit schwurbler-Quark zu tun

Ich bin in dem Thema zu Hause und mir ist auch bewusst was Redispatch ist schließlich hab ich jeden Tag damit zu tun.
Stichwort "Überschuss von EE im Netz" das wäre eine Katastrophe für unser Netz. Verbrauch und Erzeugung müssen im Gleichgewicht sein sonst schmiert dir das Netz ab. Das hat nichts mit "Schwurbellei" sondern mit Physik zu tun. Es geht nämlich immer nur um die 50Hz Netzfrequenz. Wenn ich also durchweg mehr Erzeugung als Bedarf habe steigt meine Spannung und meine Frequenz im Netz und könnte Verbraucher gefährden.

Wir können uns alle drauf freuen wenn der Prozentsatz an EE weiter steigt und immer mehr Kraftwerke vom Netz gehen braucht es bloß ein schönes großes Sommergewittern mit reichlich Blitzseinschlägen und es wird dunkel in Deutschland/Europa.
 
.... Spanien holt sich den Strom aus Polen weil da schon die Sonne scheint
Was natürlich heute nicht funktioniert. ....
Das funktioniert. Weil es einfach eine Westwärtsverlagerung der gesamten Verbräche gibt. Polen denkt dann mit Zone ab, ähhh, Mitteldeutschland, der Windstrom aus Mittelteutschland geht in den Westen der Repuiblik, wir exportieren mehr nach Frankreich und Frankreich verschiebt mehr nach Spanien. Doch doch, in kleinem Maßstab geht das. Immer so im Bereich 5-10 GW.
 
Das funktioniert. Weil es einfach eine Westwärtsverlagerung der gesamten Verbräche gibt. Polen denkt dann mit Zone ab, ähhh, Mitteldeutschland, der Windstrom aus Mittelteutschland geht in den Westen der Repuiblik, wir exportieren mehr nach Frankreich und Frankreich verschiebt mehr nach Spanien. Doch doch, in kleinem Maßstab geht das. Immer so im Bereich 5-10 GW.
Wenn ich die Leistung ansehe die über deutsch/französischen Anschlussstellen gehen kann wird das schwierig. Zumal die Leitungen das auch abkönnen müssen.
 
Wenn ich die Leistung ansehe die deutsch/französischen Anschlussstellen gehen kann wird das schwierig. Zumal die Leistungen das auch abkönnen müssen.
Das wird sich mit den Jahren ändern. Wir werden viel mehr hin und her schieben müssen. Dazu wird es irgendwann ein Netz aus Hochspannungsgleichstromleitungen geben. Alle setzen auf billige Windenergie mit alle den Problemen der stochastischen Einspeisung. Das das Zeitalter der Kernkraft aber ausklingt, wird man mit der Verteilung des Stroms leben müssen.

Natürlich ist es nicht trivial, ein Wechselstromnetz umzubauen. Und ja, das heutige Netz kann vieles nicht, was gebacht würde. Technisch ist das aber alles zu lösen, wenn wir denn wollten und den Umbau forcieren würden. Aber das passiert nicht, weil die großen Energieversorgungsunternehmen kein Interesse daran haben, den jeweils billigsten Strom hin und her zu schieben. Viel lukrativer sit es doch, eigenen Strom teuer zu verkaufen.

Marktwirtschaftlich funktioniert das nicht, weil wir keinen wirklich freien Wettbewerb haben, sondern ein Oligopol. Das Netz muss verstaatlicht werden. Zumindest in Deutrschland wurde das Netz an die Energieversorger verschenkt. Diese Schenkung sollte man rückgängig machen, weil die Betreiber ihrer Pflicht nicht nachkamen.
 
Ich bin in dem Thema zu Hause und mir ist auch bewusst was Redispatch ist schließlich hab ich jeden Tag damit zu tun.
Stichwort "Überschuss von EE im Netz" das wäre eine Katastrophe für unser Netz. Verbrauch und Erzeugung müssen im Gleichgewicht sein sonst schmiert dir das Netz ab. Das hat nichts mit "Schwurbellei" sondern mit Physik zu tun. Es geht nämlich immer nur um die 50Hz Netzfrequenz. Wenn ich also durchweg mehr Erzeugung als Bedarf habe steigt meine Spannung und meine Frequenz im Netz und könnte Verbraucher gefährden.

Wir können uns alle drauf freuen wenn der Prozentsatz an EE weiter steigt und immer mehr Kraftwerke vom Netz gehen braucht es bloß ein schönes großes Sommergewittern mit reichlich Blitzseinschlägen und es wird dunkel in Deutschland/Europa.


Dann verwundert mich sehr das du den Mist "EE kostete uns 4,2Mrd € 2022" so unreflektiert raushaust.

Entweder lügst du bewusst was deine Kenntnisse über die Redispatch Massnahmen und deren Kosten betrifft oder du schwurbelst einfach nur rum.

Sry, das muss mal gesagt werden. Ich kann diese ständige Lügereien rund um die Energie und Heizungswende nicht mehr hören und lesen.


Zu deinen Aussagen mal etwas Butter zu den Fischen:

Durch die Novelle des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG 2.0) wurden die Regeln für Redispatch und Einspeisemanagement geändert. Die Regelungen zum Einspeisemanagement von Erneuerbare-Energien-Anlagen und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen wurden aufgehoben und in den Redispatch einbezogen. Diese Umstellung auf Redispatch 2.0 hat eine Veränderung des Meldeverfahrens und demzufolge der Auswertesystematik zur Folge. Erstmalig in diesem Gesamtjahres-Bericht sind die Anpassungen der Wirkleistungseinspeisung von Erneuerbare Energien und die damit verbundenen Kosten Bestandteile der Redispatch-Mengen und -Kosten.


Warum verschweigst du das?



KOSTEN

Alleine 1,9 Mrd € an Redispatchkosten haben wir den Energiewende und Suedlink Blockierern zu verdanken! Denn Dank schlechten Netzausbau und Mangellage (Frankreich) kam es zu Netzengpassmanagement (strom- und spannungsbedingte Anpassungen durch Redispatch, Countertrading und Einsatz Netzreserve - inges. 32.772 GWh. / +19% gegenüber 2021), und steht schön im Bericht:


Die vorläufigen Einsatzkosten für Redispatchmaßnahmen mit konventionellen Anlagen belaufen sich im Gesamtjahr 2022 auf rund 1,9 Mrd. Euro (Gesamtjahr 2021: 594,5 Mio. Euro). Der Anstieg der Kosten um gut 221 Prozent ist dabei einerseits auf den mengenmäßigen Anstieg der Maßnahmen sowie andererseits hauptsächlich auf die stark gestiegenen Brennstoffpreise (Kohle, Gas und Öl) zurückzuführen.

Die Redispatchkosten aufgrund der Reduzierung der Wirkleistungseinspeisung von Erneuerbare Energien betragen rund 0,9 Mrd. Euro (Gesamtjahr 2021: 0,8 Mrd. Euro).

Die vorläufigen Vorhalte- und einsatzunabhängigen Kosten für die Netzreserve im Gesamtjahr 2022 belaufen sich nach aktueller Kenntnis der Bundesnetzagentur auf 0,4 Mrd. Euro (Gesamtjahr 2021: 0,2 Mrd.
Euro). Die Einsatzkosten liegen bei rund 0,6 Mrd. Euro (Gesamtjahr2021: 0,2 Mrd. Euro), so dass sich die Kosten für die Netzreserve auf rund eine Mrd. Euro summieren.



Und du redest von
Das lag zum größten Teil an einer Überproduktion der erneuerbaren Energien

:wall:





Viele Grüße,
stolpi
 
Zuletzt bearbeitet:
Das lag zum größten Teil an einer Überproduktion der erneuerbaren Energien
Was ich merkwürdig finde ist, dass mein Strom, den ich produziere, nicht immer direkt ins Netz eingespeist wird. Das verpufft einfach, weil kein e Ahnung. Mein Netzbetreiber meint, dass das Netz überlastet ist und die regenerativen zuerst entsorgt werden, weil sie schnell zu und abgeschaltet werden können.
Für mich stimmt da noch eine Menge nicht. Wie siehst du das?
Europaweit Windenergie und Solar sind super, das ist auf jeden Fall grundlastfähig. Aber wie lange soll das dauern?
 
Es stimmt, PV Einspeiseanlagen lassen sich innerhalb Millisekunden regeln und die VNB setzen das auch gerne ein sofern ein RSE eingesetzt wurde was bei privaten Anlagen kaum vorhanden ist bzw. nur bei Anlagen, die damals auf die 70% Limitierung nicht verzichten wollten (und schlecht beraten wurden) oder installierter Leistung größer als 25kWp Generatorleistung innerhalb 12 Monate.
Auf jeden Fall wird der Betreiber hier für diese Maßnahmen entschädigt (und muss vom VNB informiert werden).

Aber speziell bei den PV Anlagen müsste es gar nicht zu Abschaltungen kommen.
Auch hier sieht man das die VNB nie Interesse an (private) dezentralen Einspeiseanlagen hatten und schreiben einen festen Blindleistungsfaktor vor wo am Ende dann bei mehr wie 253 Volt im (lokalen) Netz der Wechselrichter aussteigt. Alternativ zum festen Verschiebungsfaktor könnte der VNB einfach eine Q/U Kennlinie fordern/vorschreiben. Einspeiseanlagen in der Nähe von Trafostationen wären hier zwar etwas im (Einspeise) Vorteil, aber Überspannung(en)/Unterspannun(en) durch PV-Einspeisung(en) wären fast vom Tisch.

Eigentlich ist der VNB zum Ausbau verpflichtet, stattdessen haben sie über Jahre ihre Bilanz durch Outsourcen von Leistungen und Abbau von Personal inkl. reduzierte Ausbildung aufgebessert.



Viele Grüße,
stolpi
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mag sein wenn man weis das es jede Nacht so ist dann kann ich mich darauf einstellen aber so planbar sind ja die erneuerbaren nicht.
Ich sehe es ja jeden Tag auf Arbeit wenn die Meldungen wieder reinflattern das der Wind in 2 Tagen abgesagt ist oder doch wieder irgendwo Sonne kommt. Klar ist das planbar, theoretisch 7 tage im voraus, praktisch 48/24h

Den 24-h-Zyklus der Solaranlagen kann ich dir für die nächste 365 Tage vorhersagen :ugly: .
Wind ist etwas schwieriger, klappt aber auch ganz gut. Im letzten Monaten wurden rund 50% der Produktionsschwankungen in den Erneuerbaren mit Kohlekraftwerken abgefangen und die haben ihrerseite eine in Tagen gemessen Vorlaufzeit. Und der Missmatch wird um so kleiner, je ausgeprägter der Ausbau von Wind und Solar ist: Wir können sehr gut vorhersagen, wieviel Wind und Sonne es großräumig geben wird. Nur kleinräumig hapert es, weil man eben nicht genau weiß, welchen Weg die Wolke nehmen wird. Mal fällt der Schatten auf den Acker und die Stromproduktion bleibt hoch, mal erwischt ist die Solaranlage. Das weiß man teilweise erst Stunden vorher. Wenn aber überall Erneuerbare stehen würde, wäre es egal.

Da gibt es eine relativ einfache Erklärung für. Stahl ist nicht gleich Stahl. Wenn ich also annehme das ich für mein Projekt einen Stahl einer gewissen Güte und Qualität brauche dann kann es sein das der Stahl aus Südafrika da nicht reicht und ich welchen brauche den nur die Deutschen hinbekommen.
Klar man könnte als deutsche Firma auch vor Ort produzieren aber dann brauche ich mich irgendwann nicht wundern wenn mein ganzes Know-how weggeklaut wird.

Der Vorsprung der deutschen Stahlherstellung vor dem Rest der Welt schrumpft stetig. Innovationen und Innovationspotential sind viel zu gering, um dauerhaft groß im Geschäft zu bleiben. Der Hauptgrund, Stahl hier herzustellen, ist nicht das hiesige Know-How, sondern die hier schon stehenden Anlagen. "Wir haben heute" ist aber keine Grundlage für die Energieplanung der Jahre 2050 bis 2100. Deutschland ist ein schlechter Standort für Industrien, die überwiegend von Energie abhängig sind. Das muss man endlich mal einsehen, sonst wird das genau so eine Katastrophe wie beim Steinkohlebergbau.


Das mit diesem schönen Verbundnetz hört sich klasse an und funktioniert heute super wenn jeder 95% seines eigenen Strombedarfes auch selber deckt aber die so wie du es schreibst hört sich das nach der Überlegung an, Spanien holt sich den Strom aus Polen weil da schon die Sonne scheint
Was natürlich heute nicht funktioniert. Man müsste also die Hochspannungsnetze erstmal fit machen um das zu realisieren

Das muss man in der Tat. Deutschland alleine ist zu klein um z.B. einen konstanten Wind-Output zu erzielen. Dafür braucht man ein Verbundsystem, dass größer als ein durchschnittliches Tiefdruck-Hochdruck-Gebiete-Paar ist, sodass man IMMER irgendwo im Gebiet 1-2 Sturm- und IMMER 1-2 Flaute-Zonen hat, die im kuzrzfristigen Schnitt IMMER eine ein der Summe konstante Stromproduktion ergeben, sodass man sich ""nur"" noch um den saisonalen Ausgleich kümmern muss.

Die Speicher-Idee mit E-Autos ist attraktiv aber bedarf den Ausbau der Ortsnetze da man viel höhere Leistungen als heute erwarten darf. Wir müssen also richtig Geld in die Hand nehmen wenn wir das schaffen wollen.

Batterieautos als Überschussspeicher sind Bullshit. Dafür müsste man JEDEN EINZELNEN Parkplatz Deutschlands verkabeln und man müsste alle Autos 1:1 durch Batterieautos ersetzen. Das dürfte mit großem Abstand die teuerste ""Lösung"" für das Problem der Netzstabilität sein. Die einzigen, die da dafür sind, sind die Autolobbyisten. (Aber die sind natürlich einer der wichtigsten Faktoren in der deutschen Politik.)


Europaweit Windenergie und Solar sind super, das ist auf jeden Fall grundlastfähig. Aber wie lange soll das dauern?

Beim aktuellen Netz-Nichtausbautempo: St. Nimmerleinstag.
 
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