Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Ich hatte ja geschrieben, dass man auch in anderen Bereichen weiter was machen muß.
Aber es gibt aktuell Prioritäten.
Das Arzt-Beispiel hatten wir ja genannt und trifft es ganz gut:

Muß zuerst derjenige behandelt werden der am verbluten ist oder Krebspatient?

Mit gesunden Menschenverstand sollte das jeden klar sein.

Das Beispiel hinkt halt nicht schon nicht mehr, das ist schon amputiert. Blutung stoppen dauert 5 bis 50 Minuten, Erfolgsquote annähernd 100%. (Überlebensquote ggf. schlechter, aber das liegt dann an den weiteren schäden.) Danach kann man sich um irgendwas anderes kümmern.
Für welche der aktuellen Krisen gibt es ein vergleichbares Konzept?
Wärmeversorgung garantiert garantieren bis Dezember: Vorschläge?
Ukraine-Krise garantiert lösen bis März: Vorschläge?
Wirtschatsflaute beseitigen bis Juni: Vorschläge?
Corona garantiert aus der Welt schaffen bis September: Vorschläge?
Taiwankonflikt? Afhganistan? Syrien? Subsaharaafrika? Staatsverschuldung? Euroraum? Grafikkartenpreise? Thomas Gottschalk?

NIEMAND hat ein Konzept zur raschen Lösung von auch nur 1-2-3 geschweige denn allen akuten Problemen und kann zusichern, sich "dann" um den Klimawandel zu kümmern. Es gibt immer nur "nicht jetzt", von genau den gleichen Interessengruppen, die seit den 70er Jahren "nicht jetzt" sagen.

Und das Beispiel hinkt auch in Gegenrichtung: Krebspatient behandeln? Chancen auf effektive Wirkung 50:50. Was gegen Klimawandel machen? Jeder einzelne Schritt bringt etwas. Krebspatient nicht behandeln? Der, um den man sich nicht kümmert, stirbt (erst recht). Klimawandel nicht behandeln? Die menschliche Zivilsation und mit ihr 50-90% der Weltbevölkerung müssen dran glauben.

Um einen anderen Vergleich anzustrengen: Auf der einen Seite schiebt jemand langsam einen mit Sprengstoff beladenen Handkarren in ein volles Fußballstadion. Auf der anderen Seite stockt der Verkehr, weil immer wieder jemand anhält, um jemand aussteigen zu lassen. Gerade jetzt stehen akut drei auf einmal im Halteverbot. Worum sollte sich der einzig anwesende Ordnungshüter kümmern?


K. A., die Vergleichsrechnung hat irgend ein Autor bei der besagten Zeitung geschrieben und ich hier nachgeplappert.

Plappere keine Statistiken nach, die du nicht selbst gefälscht hast... Ohne auch nur anzugeben, WOFÜR Deutschland XYZ m² PV braucht, kann man sich alles mögliche zusammenrechnen und "Paneele" ist schonmal eine ganz merkwürdige Angabe. Denn es werden ja recht viele chinesische Solarzellen erst außerhalb Chinas fertig konfektioniert, aber dazu finde ich keinen Zahlen.

Globale Produktion soll 2020 bei 178 GWp gelegen haben (sehr +38 GWp gegenüber 2019 und beschleunigend, d.h. 2022 könnten es 250+ GWp sein). Für Deutschland rechnet man mit 1 MWh/kWp, also würde eine Jahresweltproduktion hierzulande aufgestellt für 178 (oder 250+) TWh zusätzliche Jahresproduktion sorgen. Deutschland hat 2021 565 TWh Strom verbraucht, davon 330 TWh aus nicht erneuerbarem Strom. Nimmt man weites Wachstum der Produktion an und normalen Windernergieausbau dazu, könnten wir also bis Ende 2023 nominell 100% erneuerbar schaffen. (Praktisch fehlen natürlich die Speicher und die Netze dafür, sodass es bescheuert wäre, soviel Leistung so schnell auf so kleinem Raum aufzustellen. Die offiziellen Versprecher lauten ja eher 2040 und das bislang unternommene reicht dafür hinten und vorne nicht, sodass es real eher 2050-2060 wird, ehe der Strom grün ist. Für dieses Tempo bräuchte die viergrößte Wirtschaftsmacht der Welt rund 3% der Weltproduktion, wenn wir den Windkraftausbau morgen anhalten und der Verbrauch unverändert hoch bleibt und die Produktion nicht weiter steigt. Sonst entsprechend weniger.)
 
Kann mal jemand @ruyven_macaran fragen ob er mich geblockt hat oder warum er das was ich geschrieben hab quasi nochmal wiederholt.
Er hat's ein wenig mit Zahlen angereichert, aber eure Kernaussagen sind tatsächlich identisch. Was aber nicht weiter verwunderlich ist, denn ich hätte in die selbe Kerbe geschlagen, weil die Sachlage nun einmal so ist.

Den politischen Willen vorausgesetzt, wäre der komplette Umstieg auf Erneuerbare bis 2030 an sich kein Problem, erst recht nicht bis 2035. Aber es scheitert immer im Kleinen, was hierzulande in alle Regel auf Föderalismus als Bremse hinaus läuft - und vielleicht auch auf einem Sparfuchs (Nicht ganz so schlau, riecht aber fast so ...) im Finanzministerium, der jetzt lieber keine Schulden für notwendige Reformen machen will, damit später genug übrig ist, um den einen oder anderen seiner Buddies zu retten.
 
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Kurz:
Die EE haben die AKWs die letztes Jahr abgeschaltet wurden sind gut aufgefangen.
 
Es gibt doch tatsächlich Menschen die meinen die Deutsche Energiewende sei gescheitert weil wir jetzt durch den Ausfall französischer AKWs wieder Kohle hochfahren müssen.
 
Es gibt doch tatsächlich Menschen die meinen die Deutsche Energiewende sei gescheitert weil wir jetzt durch den Ausfall französischer AKWs wieder Kohle hochfahren müssen.
Es kommt sogar noch besser: Die ca. zwei TWh, die Frankreich im ersten Halbjahr aus Deutschland bezogen hat, stammen physisch zum großen Teil aus bundesdeutschen EE-Anlagen. Kurz gesagt, wir haben im Wesentlichen den Ökostrom, den wir nicht speichern oder verteilen können, nach Frankreich verkauft.

Das Ganze ist ein Lehrstück dafür, wie gelungen die Energiewende trotz aller Widrigkeiten und trotz allen Ausbaupotenzials bereits jetzt ist: "Unzuverlässig" produzierende Windkraft- und Solaranlagen müssen - und können - die Ausfälle "absolut zuverlässiger" Kernkraft kompensieren.

Und um gleich noch einen draufzusetzen: Der größte Teil der bundesdeutschen Stromimporte im ersten Halbjahr in Höhe von 3,1 TWh kommen aus Dänemark - dem Land mit dem höchsten Anteil an erneuerbarer Energie in der EU.
 
Ich bin immer wieder fassungslos wie Menschen das nicht sehen können und
ich bin ganz ehrlich:

Ich hab mich gefreut, dass die OPEC die Förderung drosselt. Irgendwann müssen die Leute es doch raffen.
 
Ich habe mir diese Woche mal einen Butan-Gaskocher zugelegt.

Bei zuvielen Unwägbarkeiten gehe ich auf "Nummer sicher".
Ein heißer Kaffee am Morgen, und wenigstens eine warme Mahlzeit am Abend ist damit sicher. :)
 
Aber wir haben doch Gasmangel und sollen damit sparen. :ugly:
Das ist mir doch egal,
ich wohne in einem 8-Mietparteienhaus,
wenn jetzt keiner mehr heizt,
hast du Ende Januar Raumtemperaturen um die 10 Grad. :ugly:

Das wäre nicht sehr angenehm,
abgesehen davon,
steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Schimmelbildung,
wenn niemand mehr heizt.

Also bevorrate ich mich mit genügend Gasgartuschen,
denn Gaskocher können auch als Heizungen verwendet werden. :)
 
Nö, solange die Flamme genug Sauerstoff bekommt ist alles gut. :D


:daumen:
Du solltest dir einen Kohlenmonoxidmelder unbedingt zulegen.
Leider fällt man bei einer Kohlenmonoxid vergiftung von jetzt auf gleich um und ist sofort handlungsunfähig.
Kein Spass. Und du solltest den Melder gut positionieren, belese dich mal was die beste Position für den Melder ist....

Wenn so ein Kocher umfällt dan heizt Du aber richtig...lebensgefährlich ohne Kippüberwachung.....
 
Du solltest dir einen Kohlenmonoxidmelder unbedingt zulegen.
Leider fällt man bei einer Kohlenmonoxid vergiftung von jetzt auf gleich um und ist sofort handlungsunfähig.
Kein Spass. Und du solltest den Melder gut positionieren, belese dich mal was die beste Position für den Melder ist....
Quatsch,
eine Kohlenmonoxid geht schlechend voran.

Bei genügender Sauerstoffversorgung verbrennen alle Alkane rückstandslos zu H2O und Wasser :D
 
Quatsch,
eine Kohlenmonoxid geht schlechend voran.

Bei genügender Sauerstoffversorgung verbrennen alle Alkane rückstandslos zu H2O und Wasser :D
Ähm das Problem ist das Du das schleichen nicht bemerkst in keinster Weise.
Und wenn dann der Gong kommt ist es zu spät.
Ich schreibe bei einer Vergiftung dann ist es zu spät wenn Du es bemerkst, merkst Du das Du im Land der Träume bist oder beim Sensemann Skat spielst, aber ist deine Sache......
 
Ähm das Problem ist das Du das schleichen nicht bemerkst in keinster Weise.
Und wenn dann der Gong kommt ist es zu spät.
Ich schreibe bei einer Vergiftung dann ist es zu spät wenn Du es bemerkst, merkst Du das Du im Land der Träume bist oder beim Sensemann Skat spielst, aber ist deine Sache......
Ganz ruhig,
vielen Dank für deine Tipps,
ich kann das Risiko aber schon einschätzen. :)
 
ich wohne in einem 8-Mietparteienhaus,
wenn jetzt keiner mehr heizt,
hast du Ende Januar Raumtemperaturen um die 10 Grad. :ugly:
10 Grad Celsius bedeuten, die Leute lassen ihre Heizkörper komplett aus, bis der Frostschutz diese zwangsweise aktiviert. Aus einem Haus, in dem das einhellig alle acht Mietparteien praktizieren, würde ich umgehend ausziehen.
Nicht wegen der Heizung, sondern wegen der Nachbarn. :schief:

Ja, Heizen wird teurer, aber es ist weiterhin möglich. Zwei Grad Durchschnittstemperatur weniger reduzieren die Heizkosten in einem ordentlich gedämmten Haus bereits um knapp ein Drittel. Wer sich das nicht leisten kann, lebt ohnehin prekär, bezieht Stütze - und kann es sich dadurch wieder leisten.

Es besteht also kein Grund, gar nicht mehr zu heizen. Selbst wenn's hart auf hart kommt, kann man immer noch die angepeilte Grundtemperatur auf 15 Grad deckeln, was einerseits nicht arschkalt ist (15 Grad Celsius trocken und ohne starken Wind sind T-Shirt-Wetter! :D) und mehr als ausreicht, um Schimmelbildung verhindert.
Gemütlich braucht man allenfalls den Hauptaufenthaltsraum.

Kuscheldecken und Plüschpuschen gibt's auch für finanziell Darbende für drei Euro bei Kik. :P

Meine Fresse, die Jugend von heute ist wirklich nicht mehr belastbar ...:devil:
 
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