ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Ich hatte ja geschrieben, dass man auch in anderen Bereichen weiter was machen muß.
Aber es gibt aktuell Prioritäten.
Das Arzt-Beispiel hatten wir ja genannt und trifft es ganz gut:
Muß zuerst derjenige behandelt werden der am verbluten ist oder Krebspatient?
Mit gesunden Menschenverstand sollte das jeden klar sein.
Das Beispiel hinkt halt nicht schon nicht mehr, das ist schon amputiert. Blutung stoppen dauert 5 bis 50 Minuten, Erfolgsquote annähernd 100%. (Überlebensquote ggf. schlechter, aber das liegt dann an den weiteren schäden.) Danach kann man sich um irgendwas anderes kümmern.
Für welche der aktuellen Krisen gibt es ein vergleichbares Konzept?
Wärmeversorgung garantiert garantieren bis Dezember: Vorschläge?
Ukraine-Krise garantiert lösen bis März: Vorschläge?
Wirtschatsflaute beseitigen bis Juni: Vorschläge?
Corona garantiert aus der Welt schaffen bis September: Vorschläge?
Taiwankonflikt? Afhganistan? Syrien? Subsaharaafrika? Staatsverschuldung? Euroraum? Grafikkartenpreise? Thomas Gottschalk?
NIEMAND hat ein Konzept zur raschen Lösung von auch nur 1-2-3 geschweige denn allen akuten Problemen und kann zusichern, sich "dann" um den Klimawandel zu kümmern. Es gibt immer nur "nicht jetzt", von genau den gleichen Interessengruppen, die seit den 70er Jahren "nicht jetzt" sagen.
Und das Beispiel hinkt auch in Gegenrichtung: Krebspatient behandeln? Chancen auf effektive Wirkung 50:50. Was gegen Klimawandel machen? Jeder einzelne Schritt bringt etwas. Krebspatient nicht behandeln? Der, um den man sich nicht kümmert, stirbt (erst recht). Klimawandel nicht behandeln? Die menschliche Zivilsation und mit ihr 50-90% der Weltbevölkerung müssen dran glauben.
Um einen anderen Vergleich anzustrengen: Auf der einen Seite schiebt jemand langsam einen mit Sprengstoff beladenen Handkarren in ein volles Fußballstadion. Auf der anderen Seite stockt der Verkehr, weil immer wieder jemand anhält, um jemand aussteigen zu lassen. Gerade jetzt stehen akut drei auf einmal im Halteverbot. Worum sollte sich der einzig anwesende Ordnungshüter kümmern?
K. A., die Vergleichsrechnung hat irgend ein Autor bei der besagten Zeitung geschrieben und ich hier nachgeplappert.
Plappere keine Statistiken nach, die du nicht selbst gefälscht hast... Ohne auch nur anzugeben, WOFÜR Deutschland XYZ m² PV braucht, kann man sich alles mögliche zusammenrechnen und "Paneele" ist schonmal eine ganz merkwürdige Angabe. Denn es werden ja recht viele chinesische Solarzellen erst außerhalb Chinas fertig konfektioniert, aber dazu finde ich keinen Zahlen.
Globale Produktion soll 2020 bei 178 GWp gelegen haben (sehr +38 GWp gegenüber 2019 und beschleunigend, d.h. 2022 könnten es 250+ GWp sein). Für Deutschland rechnet man mit 1 MWh/kWp, also würde eine Jahresweltproduktion hierzulande aufgestellt für 178 (oder 250+) TWh zusätzliche Jahresproduktion sorgen. Deutschland hat 2021 565 TWh Strom verbraucht, davon 330 TWh aus nicht erneuerbarem Strom. Nimmt man weites Wachstum der Produktion an und normalen Windernergieausbau dazu, könnten wir also bis Ende 2023 nominell 100% erneuerbar schaffen. (Praktisch fehlen natürlich die Speicher und die Netze dafür, sodass es bescheuert wäre, soviel Leistung so schnell auf so kleinem Raum aufzustellen. Die offiziellen Versprecher lauten ja eher 2040 und das bislang unternommene reicht dafür hinten und vorne nicht, sodass es real eher 2050-2060 wird, ehe der Strom grün ist. Für dieses Tempo bräuchte die viergrößte Wirtschaftsmacht der Welt rund 3% der Weltproduktion, wenn wir den Windkraftausbau morgen anhalten und der Verbrauch unverändert hoch bleibt und die Produktion nicht weiter steigt. Sonst entsprechend weniger.)






