Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Ja wenn es so einfach wär würde man es schon machen.
Es treten derzeit scheinbar kaum Überschüsse auf, die man wegspeichern könnte.
Ich hab da was von ca. 5% der EE Erzeugung im Kopf die abgeregelt werden müssen.

Mit dem Gas muss man jetzt mal gucken, es war gut um Flauten in der EE Erzeugung zu füllen,
daher sollten ja auch noch viele weitere Gaskraftwerke gebaut werden.

Das bedeutet im übrigen nicht mehr Abhängigkeit, du kannst dir (als Haushalt) ja auch jetzt 2 weitere Autos kaufen,
aber wenn du jetzt gleichzeitig mehr mit dem Fahrrad fährst brauchst du trotzdem weniger Benzin.
 
Und das wiederum liegt hauptsächlich daran, dass man zwar führend bei der ausgebauten Leistung, aber nicht führend bei der tatsächlichen Einspeisung ist. Das kommt schon mal vor, wenn man Photovoltaik eher nach der Maßgabe gefördert hat, bayerischen Häuslebauern und Gewerbetreibenden ein paar zusätzliche Bausubventionen (mit nicht unwesentlichen Teilen aus Bundesmitteln) zu gönnen. Die kommen nämlich in aller Regel nicht auf die Nennleistung ihrer Solarpaneele.

Das Ganze abgeschmeckt mit Mini-Wasserkaftwerken fragwürdiger Effektivität, aber dafür um so größerer Umweltbedenklichkeit, und schon hat man paradoxe Situation, auf dem Papier viel Erneuerbare ausgebaut zu haben - nur eben nicht zweckmäßig. Und damit, dass man in Bayern angeblich nie weiß, woher der Wind weht, weshalb keine Windkraftanlagen in Frage gekommen. Und eine hässliche Stromtrasse, über die der Überschuss an EE-Strom aus dem industriearmen Norden gen Süden gelangt wäre, konnte man den anerkannten Schöngeistern im weiß-blauen Königreich natürlich auch nicht zumuten.

Infolge dessen fände man es dann auch irgendwie ganz gut, wenn einem der Bund den Weiterbetrieb der lokalen Kernkraftwerke bezahlen würde, weil man ja doch irgendwie Strom braucht.

Wo ist die AFD, wenn es mal wirklich not tut, deutsche Grenzen zu schließen? Einfach die Bayern einsam vor die Hunde gehen lassen, dann müssen die sich auch nicht mehr so viel Gedanken über böse Bundespolitik machen und die Republik muss ihr Geld (und ihr Gas) nicht in die Vetternwirtschaft abfließen sehen (aus der dann Atommüll zurückkommt).


Auch doppelt soviele Windräder produzieren nur 0 Watt wenn kein Wind weht.

Aber doppelt so viele Windradstandorte halbieren (im Schnitt) die Gefahr, dass an keinem Wind weht.


Also ich bin auch der Meinung, dass man jetzt kein "Theater" machen und auf jeden Fall mindestens 3 AKWs weiter laufen lassen sollte. Linder hat sogar letztens bei Maybrit Illner von 5 gesprochen.
Auch dagegen hätte ich nichts. Es gilt diese große Krise zu überstehen und einen Blackout zu verhindern.

Wärst du auch dafür, noch ein paar Wälder anzuzünden? Oder sämtliche Haushunde einzuschläfern? Oder Kaffee zu verbieten? All das hat mit der Totschlagskeule "Blackout verhindern" nämlich ungefähr genauso viel zu tun, wie die Laufzeit von Atomkraftwerken zu verlängern. Also wenn man damit alles rechtfertigen kann, dann auch sowas.

Wenn man sinnvolles machen will, dagegen nichts von alledem. Der einzige AKW-Weiterbetrieb, der zu Lasten der Sicherheit und zu Lasten der Staatsverschuldung minimal etwas zur Netzstabilität beiträgt, ist Isar II. Jedenfalls wenn sie ihren Schrotthaufen nach dem Ventilaustausch nochmal anbekommen. Und das auch nur in Bayern. Und aus Gründen, die die bayrische Regierung höchstselbst zu verantworten hat, weswegen ich überhaupt kein Problem darin hätte, wenn bei BMW und Audi die Lichter ausgehen würden. Soll Söder denen doch auf eigene Rechnung Strom aus Österreich ranschaffen, wenn er keine Leitungen zu deutscher Windkraft haben will. Aber warum soll der Bund dafür teure Kraftwerke mit minimalem Output weiter finanzieren? Warum soll halb Europa das Sicherheitsrisiko tragen? Wieso sollen Niedersachsen oder Mitteldeutschland später den Müll dafür ertragen, dessen Lagerung in Bayern laut CSU natürlich vollkommen ausgeschlossen ist?

Putin hat sich am unteren Ende meiner Beliebtheitsliste ziemlich breit gemacht, aber für lügende Rosinenpicker findet sich immer noch ein Plätzchen.


An der Stelle ein vorläufiges Lob an die belgische Regierung, die Doel tatsächlich wie versprochen abgeschaltet hat. (Auch wenn sie darüber diskutieren, dass möglicherweise wieder rückgängig zu machen. Wenn Lindner zum Vorbild wird...)
 
Wärst du auch dafür, noch ein paar Wälder anzuzünden? Oder sämtliche Haushunde einzuschläfern? Oder Kaffee zu verbieten? All das hat mit der Totschlagskeule "Blackout verhindern" nämlich ungefähr genauso viel zu tun, wie die Laufzeit von Atomkraftwerken zu verlängern. Also wenn man damit alles rechtfertigen kann, dann auch sowas.
Was sind denn das für komische Beispiele? Geht´s noch? :ugly:

10 Millionen Haushalte werden durch 3 AKWs versorgt. Wenn das nicht ins Gewicht fällt... dann weiß ich es auch nicht.

Und ich hatte nur von den Übergang gesprochen. Bis diese Krise überwunden ist.
 
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Das sind wohlüberlegte Beispiele, denn es werden eben keine 10 Millionen Haushalte von zwei Reservereaktoren versorgt. Sonst könnten wir ja den Strom für ganz Deutschland mit deren acht herstellen.

Alle Atomkraftwerke zusammen hatten im ersten Halbjahr 6% Anteil an der Stromversorgung, da liefen aber alle mit voller Leistung. Emsland macht das weiter und braucht seine Brennstäbe planmäßig bis Jahresende auf => bleiben maximal 4% Anteil. Neckarwestheim drosselt stattdessen die Leistung gegenüber dem Plan, um eine praktisch gleichbleibende Strommenge teilweise erst nächstes Jahr abzugeben. Nur Isar 2 hat, wegen Defekten die einen Aufbrauch nach Plan verhindert haben (Stichwort "Sicherheit") noch genug Brennmaterial, um Output auf 2022er Niveau abliefern => 3% Anteil am Gesamtverbrauch wären denkbar. Das entspricht dann 1,3 Millionen Haushalten. Und das auch nur Brutto.

Netto dagegen werden die trägen Atomkraftwerke auch weiterhin einen Teil ihres Stroms dann abgeben, wenn er die Einspeisung von Wind- oder Solarstrom blockiert und umgekehrt können sie nicht die Lastspitzen tragen, die die Gaskraftwerke belasten. Vermutlich werden sie mit der "Reserveplanung" ohnehin nicht ihre typische Effizienz erreichen, und insgesamt etwas weniger produzieren. Also am Ende also Strom für eine statt "zehn" Millionen Haushalte zusätzlich ins Netz bringen, den sonst Kohlekraftwerke hätten schultern müssen. Und das auch nur für drei Monate. Und ein Drittel dieser Leistung, also ein Monat, ist die Leistung, die Neckarwestheim im kommenden Quartal bei regulärem Betrieb zusätzlich eingespeißt hätte, sprich: Im Ausgleich dafür muss 2022 mehr Kohle verstromt werden und unterm Strich bleibt Strom für eine Million Haushalte für zwei Monate.

Im Gegenzug dafür haben wir jetzt aber Tschechien, Belgien, Frankreich, etc. die Blaupause geliefert für
"Atomkraft ist zwar eine Gefahr, aber auch wenn man keinen Plan hat, was mit Atommüll machen soll, wenn mal gesellschaftliche Verträge zum xten mal kündigen muss, wenn hohe Kosten für den Staat entstehen und wenn man eins seiner ehersten Wahlversprechen bricht. Und wenn auch dann wenn es um Reaktoren geht, die seit 13 Jahren keine Sicherheitsprüfung mehr hatten und auch nie wieder eine bestehen würden: Wenn es wirklich, wirklich nötig ist, also dann wenn ein paar Wirtschaftslobbyisten es verlangen und wenn man nach jahrzehntelangem Schlafen halt nichts aus dem Ärmel schütteln kann, dann ist es vollkommen okay, das ein Politiker Laufzeiten nach belieben verlängert."
 
Zum Thema Kosten hatte ich die Tage auch mal was auf dem Schirm. Was man mit der Knete wohl alles anfangen könnte.

 
Das sind wohlüberlegte Beispiele, denn es werden eben keine 10 Millionen Haushalte von zwei Reservereaktoren versorgt. Sonst könnten wir ja den Strom für ganz Deutschland mit deren acht herstellen.

Alle Atomkraftwerke zusammen hatten im ersten Halbjahr 6% Anteil an der Stromversorgung, da liefen aber alle mit voller Leistung.

Das ist halt bei 6% an der Erzeugung nicht richtig.
Es wurde in den Medien aber so kolportiert:

„Zehn Millionen Haushalte werden von drei noch laufenden Atomkraftwerken versorgt“

Decken die drei verbliebenen AKW den Stromverbrauch von 10 Millionen Haushalten?

letztens im Fernsehen wurde es auch nochmal von einen Politiker (ich glaube Habeck) behauptet.

Keine Ahnung wo die dann die Zahlen her haben?:ka:
 
Ich denke hier werden Privathaushalte mit dem Gesamtbedarf in Deutschland gemischt. Versuchen wir Mal es umzurechnen: Deutschland hat 41Millionen Haushalte:
https://www.bib.bund.de/DE/Fakten/F... rund,durchschnittlich je zwei Personen leben.
10Millionen sind also 24% der Haushalte
Alle Haushalte zusammen verbrauchen 26% des Stroms:
https://de.statista.com/statistik/d.../stromverbrauch-nach-sektoren-in-deutschland/

24%*26%=6,24%
Also die Aussage der Strom kann 10 Millionen Haushalte versorgen und die Aussage das sind nur 6% der Gesamtmenge stimmen überein. Eben weil Privathaushalte garnicht der Hauptverbraucher von Strom im Deutschland sind.
 
@Olstyle : Ja so wird es sein. Danke für die Aufklärung. Dann verbraucht die Wirtschaft ja deutlich mehr als alle Haushalte zusammen. Das dass soviel ist, also 94% gegenüber 6%, hätte ich nicht gedacht.:wow:
 
@Olstyle : Ja so wird es sein. Danke für die Aufklärung. Dann verbraucht die Wirtschaft ja deutlich mehr als alle Haushalte zusammen. Das dass soviel ist, also 94% gegenüber 6%, hätte ich nicht gedacht.:wow:
Jetzt ließt du die Zahlen wieder falsch. Es sind insgesamt 26% gegenüber 74%. 6% sind die 10 Millionen Haushalte, nicht alle Haushalte.
 
Was wird man den zukünftig machen um die Energiewende zu vollziehen.
Jetzt ist doch das beste Beispiel die EW zu fördern anstatt Milarden auszugeben um
verteuertes Gas zu kaufen oder nicht?
 
Jetzt ließt du die Zahlen wieder falsch. Es sind insgesamt 26% gegenüber 74%. 6% sind die 10 Millionen Haushalte, nicht alle Haushalte.
Ups ja sorry. :ugly:

War gerade frühstücken... da war ich mit den Gedanken schon woanders. ;)

Edit: Und was heisst hier "wieder" ? Die anderen haben es ja scheinbar auch nicht bemerkt, sonst hätten sie nicht geschrieben, dass das mit den 10 Millionen Haushalten nicht stimmt. :D
 
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Es sollte kein Cent mehr in fossile Energie gesteckt werden. Wenn die Leute sich Gas nicht mehr leisten können, steigt nur der Druck umzusteigen. Und das ist gut!

Die 200 Milliarden gehören in den Ausbau der erneuerbaren Energien und nicht in eine Kostenbremse für Klimakiller.
 
Die 200 Milliarden gehören in den Ausbau der erneuerbaren Energien und nicht in eine Kostenbremse für Klimakiller.
Nur das die nicht so schnell ausgebaut und genutzt werden können.

Man braucht jetzt Kostenbremsen und Hilfen sonst haben wir noch mehr Armut und auch Massenarbeitslosigkeit.
 
Was wird man den zukünftig machen um die Energiewende zu vollziehen.
Jetzt ist doch das beste Beispiel die EW zu fördern anstatt Milarden auszugeben um
verteuertes Gas zu kaufen oder nicht?
Wärmepumpen und E-Autos werden schon gefördert wie verrückt, die 70% Regel für PV wurde gekippt und die Einspeisevergütung wieder angehoben. Und Merrit-Order, so störend es auch ist, verschafft den EE Unternehmen gerade Rekordgewinne die sie reinvestieren können. Was imo vorallem fehlt wäre eine Gesetzesnovelle welche die Einspruchsrechte gegen den Bau kritischer Infrastruktur schwächt bzw. Stromtrassen überhaupt als solche deklariert.
 
Nur das die nicht so schnell ausgebaut und genutzt werden können.

Man braucht jetzt Kostenbremsen und Hilfen sonst haben wir noch mehr Armut und auch Massenarbeitslosigkeit.
Das ist ein kleiner Preis für den Ausbau der EE. Und mit 200 Milliarden kann man verdammt viel davon bauen.
 
Das ist ein kleiner Preis für den Ausbau der EE. Und mit 200 Milliarden kann man verdammt viel davon bauen.
Sorry ich glaube du lebst an der Realität vorbei.

Es gilt Arbeitsplätze zu erhalten und steigende Armut zu verhindern.
Sonst gibt es massive soziale Verwerfungen.
Das ist erstmal wichtiger.
Langfristig gesehen muß natürlich auf erneuerbare Energien umgestellt werden.
 
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