Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Du redest von Wärmebedarf, also Brennstoffe zum Heizen nehmen, und die Gas-Reiche von Stromreserve. Zusammenhang?
Nein, ich rede stets und von Anfang an vom GesamtENERGIEbedarf der Republik.
Mein Missfallen bzgl. Gaskraftwerken, ob in Habeckscher oder Reichscher Ausprägung habe ich klar artikuliert.
Beide Varianten sind ökonomisch wie ökologisch völliger Bullshit.

Gaskraftwerke neu zu bauen und nur im Notfall hochzufahren ist ebenso Blödsinn.
Einmal hoch und runter ksotet grob 50-70 Mio. Euro + Betriebskosten, die Vorhaltekosten /anno ca. weitere 80 Mio. €.
Sag nicht ich, sondern das Internet.
Was glaubt ihr, wer genau das zahlt? - Ja, genau, alle die Strom beziehen.
Daher mein CREDO:
Sofort auf H2 setzen, Industrie mit Prozesswärme beliefern, und bei Dunkelflaute Strom produzieren und in der Industrie für die paar h oder d reduziert Energie liefern.
Den großen Zusammenhang erkennen und nicht nur die persönliche Stromrechnung als Maß aller Dinge betrachten.
Denn billiger wird es nicht mehr.
Außer wir liberalisieren den Strommarkt wie in den USA - will aber auch keiner.
Oder kommunisieren den Strommarkt wie in China - will aber auch keiner
 
Was hat damals, als wir noch selbst Atomstrom produzierten, die kw/h in der Herstellung gekostet, ich glaube es waren 1,9cent?
Die Gestehungskosten von neu zu bauenden Kernkraftwerken ergeben sich zu 13,6 bis 49,0 €Cent/kWh

Sofort auf H2 setzen, Industrie mit Prozesswärme beliefern, und bei Dunkelflaute Strom produzieren und in der Industrie für die paar h oder d reduziert Energie liefern.
Bin ich dabei. Es ist sogar meistens billiger bei den paar Stunden Dunkelflaute im Jahr den Strom aus den AKW der Nachbarn zu beziehen als Gaskraftwerke anzuwerfen. Wird ja bisher auch schon so gemacht.

Diese Dunkelflautendiskussion ist eh Schmarrn, solange damit gemeint ist, dass man zu wenig vor Ort erzeugten EE Strom bekommt und die Trassen von N nach S noch nicht fertig sind. Sprich, das Bild wird ein anderes sein, wenn endlich Südlink mal fertig werden würde.
 
Bin ich dabei. Es ist sogar meistens billiger bei den paar Stunden Dunkelflaute im Jahr den Strom aus den AKW der Nachbarn zu beziehen als Gaskraftwerke anzuwerfen. Wird ja bisher auch schon so gemacht.
Soweit ich das gelesen habe, kriegen wir bei dunkelflaute Energie aus Norwegen.
Frankreich vertickt uns den Atomstrom saubillig, weil er subventioniert ist. Wieso sollte Deutschland teuren Strom produzieren, wenn der Strom aus Frankreich günstiger ist? Die Franzosen subventionieren uns den.
Die Franzosen sollten dringend Windkraft ausbauen. Sie haben lange Küsten, deutlich mehr als wir.
 
Bin ich dabei. Es ist sogar meistens billiger bei den paar Stunden Dunkelflaute im Jahr den Strom aus den AKW der Nachbarn zu beziehen als Gaskraftwerke anzuwerfen. Wird ja bisher auch schon so gemacht.
Das sehe ich sehr ähnlich, wobei ich dann doch ein Befürworter einer Autarkie der Republik bin.
Die Dunkelfalute kann auch eine Klimatische mit wenig Wasser und/oder hohen Außentemperaturen sein.
Dann kommt aus FRA genau nix zu uns.
Verlass dich nur auf dich selber, dann wirste nicht verlassen... oder so ähnlich.

Diese Dunkelflautendiskussion ist eh Schmarrn, solange damit gemeint ist, dass man zu wenig vor Ort erzeugten EE Strom bekommt und die Trassen von N nach S noch nicht fertig sind. Sprich, das Bild wird ein anderes sein, wenn endlich Südlink mal fertig werden würde.
Das seh ich mit einem lachenden und weinenden Auge.
Zu Beginn der Konzeptionierung erschien es mir sinnvoll, günstigen Windstrom nach Süden zu schicken.
Mittlerweile holt der Süden langsam auf, hat sehr viel PV gebaut und vor allem, die Netzkosten zahlt ja nicht jener, der dann den Strom braucht=Großverbraucher, sondern der kleine Endverbraucher.
Gefällt mir nicht.
Die Lokalisierung, die Redundanz, die Sicherheit des Gesamtsystems (oben erläutert) geht runter.
Es wird also ein System aufgebaut, dass alleinig einem Bundesland dient, dass sich jahrzehntelang dagegen gesträubt hat - muss ich jetzt nicht verstehen.
Die Kritik aus Skandinavien ist völlig richtig, theoretisch müsste es unterschiedliche Tarifzonen in der Republik geben, Der Norden würde hiervon als günstiger Erzeuger profitieren, der Nutzer müsste eigentlich die Gesamtkosten tragen.
Jetzt wird eben alles BRD typisch verwurschtelt und basiert zudem auf Energiekonzepten von vor 15-20 Jahren.
Kann man machen, finde ich aber doof - als Bayer... :)
Die Franzosen sollten dringend Windkraft ausbauen. Sie haben lange Küsten, deutlich mehr als wir.
Aber keine ausgeprägten Flachwasserzonen wie wir in der Nord- und Ostsee.
In der Biskaya baust du genau null Offshore-Windkraftanlagen.
 
wenn endlich Südlink mal fertig werden würde.
Der sollte, ich glaube 2024 ans Netz gehen. Zu Beginn des Projekts wurde schnell inoffiziell 2026 kommuniziert. Das durfte aber niemand nach außen kommunizieren. Wir haben dann schon immer liebevoll SuedLink 2030 gesagt. Und so wird es dann offensichtlich auch werden :daumen:

Aktuell betreue ich wieder ein Projekt, welches nächstes Jahr in den Bau gehen soll. Der Termin ist auch noch unverändert, nur kann der Termin jetzt schon nicht gehalten werden.

Da soll beschleunigt werden und durch die Beschleunigungen wird alles komplizierter und dauert hinten raus länger und alle verstehen nicht wieso das jetzt "plötzlich" so ist.

Du kannst eben nicht in 2 Jahren das aufholen, was 30 Jahre niemanden interessiert hat.

Naja, und die Bayern wollen weder Windräder, noch Stromtrassen. Da erzählt dir jeder erstmal, Brauch ich nicht, ich hab PV. Herzlichen Glückwunsch.
 
Wird nicht aktuell wieder dagegen geklagt?
Mit Sicherheit 😅 kann ich aber nicht sagen, da ich selbst nicht mehr am Projekt bin. Am Ende verzögern die Klagen nur, halten aber nicht auf. Ist nur nervig, da jeder denkt er könne irgendwas verhindern. Da müsste die Politik auch Mal was tun. Kann ja nicht sein, dass eine Trasse zur Hälfte gebaut ist und die zweite Hälfte erst 3 Jahre später weitergebaut werden kann, nur weil jemand
 
Zum Glück wussten das die Franzosen nicht und haben es einfach gemacht. :ugly:

Bsp: https://de.wikipedia.org/wiki/Offshore-Windpark_Banc_de_Guérande
Jong, erst nachdenken, bevor man was schreibt.
Das ist in einem Gebiet der sehr wenig vorhandenen Flachwasserzonen in der Biskaya.
Der Errichtungspunkt ist grob 25 m tiefer als die tiefste Stelle für Windparks in der Nordsee.
Das nennt sich prinzipiell Geografie.
Du wirst mit Sicherheit eben nicht irgendein Windrad im Schelfgebiet oder am Schelfrand finden, sofern bekannt ist, was ein Schelf ist.
1754463375244.png
 
Selbstverständlich habe ich mir das vorher angesehen und mir ist klar, dass es sich da um eine relativ flache Stelle handelt und man nicht x-beliebig irgendwo Windkraftanlagen hinsetzen kann.

Dein Ausgangspost lautete aber "In der Biskaya baust du genau null Offshore-Windkraftanlagen.". Und das ist nun mal zu allgemein und nicht richtig. Du hättest es doch gleich so schreiben können. ;-)
 
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Der sollte, ich glaube 2024 ans Netz gehen. Zu Beginn des Projekts wurde schnell inoffiziell 2026 kommuniziert. Das durfte aber niemand nach außen kommunizieren. Wir haben dann schon immer liebevoll SuedLink 2030 gesagt. Und so wird es dann offensichtlich auch werden :daumen:

Zu Beginn des Projekts wurde iirc mal frühe 10er-Jahre angestrebt.
Dann kamen erst Merkel und dann die "2-x"-Partei und man wäre froh gewesen, wenn zu dem Zeitpunkt wenigstens die Bauvorbereitungen begonnen hätten. "Stromknappheit"? Die Bayern wollten ausdrücklich keinen Strom haben. Also sollen sie doch sehen, wo sie bleiben, anstatt dass Deutschland mal wieder Geld reinbuttert. Wenn Söder dann irgendwann mal wieder eine seiner 440° Wenden macht und doch wieder was mit Energietechnik zu tun haben will, hätten wir da als Schritt 1 noch einige hundert Castoren mit Abfall aus bayrischen Kraftwerken.
 
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Wenn Söder dann irgendwann mal wieder eine seiner 440° Wenden macht und doch wieder was mit Energietechnik zu tun haben will, hätten wir da als Schritt noch einige hundert Castoren mit Abfall aus bayrischen Kraftwerken.
Ich finde immer merkwürdig, dass das Zeug keiner haben will. Dank diesen ganzen neuen Wunderreaktoren ist das doch angeblich saubere Energie für Zigtausende von Jahren.
 
Mal ein positives Beispiel, wie eine Kommune die Energiewende selbst vorantreiben und davon profitieren kann:

"Mit DIESEM Trick rettet eine Kommune Millionen € vor den Energiekonzernen

Die kleine Gemeinde Steyerberg schafft Großes: Durch Windkraft, Photovoltaik, Biogas & Solarwärme finanziert sie Kitas, Freibäder, Carsharing etc. Bürgermeister Marcus erklärt, wie Bürger & Kommune gemeinsam in die Energiewende investieren – wirtschaftlich, sozial & ökologisch sinnvoll. Ein Vorbild für jede Gemeinde, die ihren Haushalt entlasten und ihre Zukunft sichern will. Energiewende in Bürgerhand ..."
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Das Modell wird aber scheitern, wenn die Einspeisevergütung wegfällt.
Und ach so, Biogas soll nicht mehr Erneuerbar werden.
Kann man machen, nur wohin dann mit all der Ex-Kacka aus den Großstädten, die dort entgast wird.
 
Das Modell wird aber scheitern, wenn die Einspeisevergütung wegfällt.
Und ach so, Biogas soll nicht mehr Erneuerbar werden.
Kann man machen, nur wohin dann mit all der Ex-Kacka aus den Großstädten, die dort entgast wird.
Das merkt Politik dann schon, wenn die Sch***e bis zum Hals steht. Dann gibt es halt die nächste Hauruck-Aktion aus der Nachhaltigkeitskiste.
 
Das Modell wird aber scheitern, wenn die Einspeisevergütung wegfällt.
Sehe ich eigentlich nicht so kommen. Die fällt ja nur weg, wenn der Strompreis negativ ist, ansonsten sinkt sie nur recht langsam. Im Vergleich zu den Kosten fossiler Energie dürfte das immer noch der bessere Deal sein. Den überschüssigen Strom während der Strompreis negativ ist, könnte man im schlimmsten Fall immer noch für den Wärmespeicher nutzen. Ich denke aber auch, dass zunehmend mehr Unternehmen sich darauf spezialisieren werden, den im schlimmsten Fall kostenlosen Strom zu kaufen und zu speichern, um ihn später teurer wieder zu verkaufen. Von daher bin ich eigentlich recht zuversichtlich, dass die Anzahl der Stunden mit negativem Strompreis nicht komplett ausufern wird.
Und ach so, Biogas soll nicht mehr Erneuerbar werden.
So sieht also dieser Bürokratieabbau aus, von dem ich immer so viel höre. Aber naja, müsste sich das Gas nicht eigentlich prima speichern lassen? Dann müsste man den Strom doch einfach erzeugen und nutzen können, wenn er gebraucht wird oder eben verkaufen können, wenn es sich rentiert.
 
Sicherlich kann man trefflich darüber streiten, ob Biogas oder Hackschnitzel per definition "Erneuerbar" ist.
Nachhaltig mit Sicherheit.
Die Biogasanlagen machen tatsächlich aus Exkrementen und anderen verbrennbaren Reststoffen (z. B. Biomülltonne in der Stadt) Brennstoff.
Und auch klar ist, auch Biogas setzt CO2 frei,.
Liegt in der "Natur" der Sache beim Verbrennen jeglicher Art von Gas.
Hackschnitzel (Pellets etwas diffizieler) nutzt tatsächlich primär das, was wir Menschen als nicht weiter verwertbaren Rest der Holzindustrie ansonsten irgendwohin entsorgen würden.
Im Zweifel in der Natur mit der Folge von monomikrobiologischen Lebens, was die Natur mehr Schaden als Nutzen würde.
Alles obendrüber ist realtiv einfach: Was kann man streichen, dass den Staat Geld kostet?
Das Ansinnen ist prinzipiell richtig.
Nur eine florierende Industrie mit Nachhaltigkeistcharakter vor die Hunde gehen zu lassen, ist schlichtweg nicht weitsichtig und noch weniger nachhaltig.
Und Planungssicherheit, gerade für klamme Kommunen, die sich was nachhaltiges haben einfallen lassen (Positivbeispiel oben).
Ohne Planungssicherheit, kein Vertrauen, ohne Vertrauen gibts extreme Parteien - wieder mal alles recht einfache Zusammenhänge.
 
Die Biogasanlagen machen tatsächlich aus Exkrementen und anderen verbrennbaren Reststoffen (z. B. Biomülltonne in der Stadt) Brennstoff.
Und auch klar ist, auch Biogas setzt CO2 frei,.
Ja, klar. Aber halt auch nur solches, das kürzlich gebunden wurde. Man könnte es natürlich auch als Carbon-Capture-Maßnahme nutzen, aber das ergibt schlicht keinen Sinn, solange noch fossile Brennstoffe verbrannt werden.
Hackschnitzel (Pellets etwas diffizieler) nutzt tatsächlich primär das, was wir Menschen als nicht weiter verwertbaren Rest der Holzindustrie ansonsten irgendwohin entsorgen würden.
Ist meiner Meinung nach nicht ganz einfach. An sich stimmt das natürlich, aber wie der Markt so spielt, würden auch extra Abfälle unter unter Nachhaltigkeitsaspekten möglicherweise fraglichen Umständen produziert werden, wenn die Nachfrage hoch genug ist. Für die Verwertung von Abfällen bin ich auf jeden Fall, aber es sollte möglichst sichergestellt sein, dass auch wirklich nur Abfälle verwertet werden.
Nur eine florierende Industrie mit Nachhaltigkeistcharakter vor die Hunde gehen zu lassen, ist schlichtweg nicht weitsichtig und noch weniger nachhaltig.
Ja, da muss man den Mittelweg finden, bei dem man die Industrie nicht komplett alleine lässt, aber sie eben auch nicht einfach darauf beharren kann, so weiterzumachen wie bisher. Die Umstellungszeit ist halt eine Herausforderung, danach sollte es ja eigentlich eher vor allem im Vergleich zur Abhängigkeit von zunehmend knapper werdenden, endlichen Ressourcen, zunehmend besser werden.
Und Planungssicherheit, gerade für klamme Kommunen, die sich was nachhaltiges haben einfallen lassen (Positivbeispiel oben).
Ohne Planungssicherheit, kein Vertrauen, ohne Vertrauen gibts extreme Parteien - wieder mal alles recht einfache Zusammenhänge.
Ist halt schwierig, wenn die Bevölkerung so ein Ping-Pong bei den Wahlen spielt. Aber dass erneuerbare Energien an sich nicht mehr wegzudenken sind, ist ja eigentlich bei fast allen Parteien angekommen.
 
Ist halt schwierig, wenn die Bevölkerung so ein Ping-Pong bei den Wahlen spielt. Aber dass erneuerbare Energien an sich nicht mehr wegzudenken sind, ist ja eigentlich bei fast allen Parteien angekommen.
Letzteres wollte ich noch kommentieren.
Man kann kaum der Bevölkerung die Schuld dafür geben, dass der Staat, unabhängig von der jeweiligen Regierung, kein klar erkennbares Konzept für die Zukunft hat.
Die Ampel wurde abgewählt, weil sie unfähig war und das Gleiche wird der Kleingroßkoalition passieren.
Die Ursachen liegen aber definitiv in der Vergangenheit.
Merkels "ruhige Hand" war das Angebotes des Tiefschlafes für die Republik und alle haben es dankend angenommen.
Und nein, ich spreche nicht von komunistischen 5-Jahresplänen, die Regelmäßig und überall auf der Welt scheitern.
Ich rede von grundsätzlichen Strategien, die länger dauern, als eine Legislaturperiode.
Dazu gehört eben auch Energie, ebenso auch Rente, Infrastruktur, Bürokratieabbau blabliblö.
Ich habe da eine ganz blöde Beobachtung, dass die Regierungen der letzten, sagen wir mal, 25 Jahren, immer nur darüber geredet haben, aber nie etwas ernsthaft angepackt haben und wenn doch, es völlig veräumt haben, die Bevölkerung mit ins Boot zu holen.
Kann man machen, ist aber sehr doof.
 
Aber dass erneuerbare Energien an sich nicht mehr wegzudenken sind, ist ja eigentlich bei fast allen Parteien angekommen.
Die CDU muss man wohl bei "fast alle" mittlerweile auch raus nehmen. Siehe z.B.
Das macht laut Polit-Barometer 52% gegen EE:-|
 
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