Den Wiederverkauf von digital erworbenen Spielen finde ich... - Das sagen die PCGH-Redakteure dazu

...….Und was haben Autohersteller für einen Nutzen an Benzinkosten, oder Verschleißteilen wie Reifen? Das sind
Zubehörteile. Und an Ersatzteilen, glaube es mir bitte, verdient man trotz der scheinbar hohen Kosten nicht viel....

sry, offtopic aber

Falsch! Der Ersatzteilmarkt ist eine Milliardenschwere Industrie und sehr gute Einnahmequelle für die Autoindustrie.
Hier hat die Marktwirtschaft schon viel länger kapiert das man nicht nur durch den Verkauf des Produktes am Kunden Gewinn machen kann.
 
- Ganz offtopic -
sry, offtopic aber
Ich habe Dir per PN geantwortet, falls Dich das Thema im Detail interessiert. Aber wir werden alle andere Erfahrungen haben, je nachdem, ob man auf der Hersteller, Zulieferer, Autohändler oder Kundenseite steht. Da wirst Du vier Meinungen zum Thema finden und das für jedes Bauteil anders.
 
Wird zum Glück nie eintreten. Die Accounts worauf die Spiele liegen muss dir erstmal gehören, tut er aber nicht, somit ist das Thema erledigt.
Guter Ansatz, stimmt ...
An dem Punkt muss man juristisch zuerst einhaken. Ebenso wäre es gut, bei Spielen, die dringend einen Server benötigen, eine Mindestlaufzeit gesetzlich vorzuschreiben, z.B. 2 Jahre oder sowas. bDas finde ich auch bei Musik so ein Drama, wenn Menschen "so dämlich", und Geld für die Nutzung von Musik bezahlen, wenn die Plattform jederzeit abgeschaltet werden kann. Eine DVD ist eine DVD.
 
Ich glaube dass sich vor allem Singeplayer-Spiele im bereich 10-20 Stunden massiv verändern würden, im schlimmsten Fall verschwinden. Ich glaube gehört zu haben dass beispielsweise Wolfenstein grade so schwarze Zahlen schreibt. Angenommen der Umsatz bricht dadurch um 50% ein müssten die reagiern. Pay to win, absurde Microtransaktionen etc. Ich bin der Meinung dass gute (!) Arbeit von Entwicklern unbedingt unterstützt werden muss. Wer es unbedingt billig haben möchte kann doch ohne große Schmerzen ein halbes Jahr warten. Da zahlt man in der Regel eh nur noch die Hälfte.

Stimme Dir im groben Überein.
ABER :
Warum wurden so wenig Spiele weiter verkauft als das noch ohne DRM problemlos möglich ist?
=> Die Spiele waren einfach nur gut das man sich schwer davon trennen wollte.
Sei es das einem das HB / die Goodies gefiel oder das Spiel eben nicht in 4-8 durch hatte.
Finde ich schon "seltsamm" das man damals deutlich mehr fürs Geld gekriegt hatte.
 
was für eine kaputte und total falsche Aussage das wieder ist. Natürlich ist in deiner Welt der Publisher der Feind, das zeigst du ja sehr oft in deinen Kommentaren. Generell scheint dir die Welt nur böses zu wollen. Defacto ist aber so das bei einer solchen Entscheidung ( die hoffentlich nie kommen wird ) der Mensch das Problem werden wird. Es wird dutzende Spiele geben die "kaum benutzt" sind und mit denen schon xxx Stunden gezockt wurde. Und der Preis wird kaum günstiger sein.

Mir persönlich ist es egal, ich kaufe nie etwas gebrauchtes weil ich mich nicht von den vorherigen "nutzern" die nur den Preis hochpushen wollen nicht verarschen lasse.

Du schreibst einen Schmarrn. Der Publisher ist nun mal die treibende Kraft hinter der Vermarktung zwecks Gewinnmaximierung.
 
Wenn intensive Singplayer-Erlebnisse nur von einem gekauft, aber dann von zehn gespielt werden, muss man sich am Ende nämlich nicht wundern, wenn nur noch Pay2Wins, Lootboxsammlungen und Multiplayer-Grinds entwickelt werden, bei denen man die Hälfte der Zeit keinen Spaß hat und die andere Hälfte kontinuierlich zahlen soll.
Gewinnmaximierung wird es imer geben. Lootboxen und Pay2Win kommt mit oder ohne Erschöpfungsgrundsatz. Hat jemals irgendeine AG gesagt "jetzt haben wir genug verdient"? Kapitalismus funktioniert nur mit ewigem Wachstum. Ergo muss sowas wie Lootboxen irgendwann kommen, weil es Wachstum bedeutet.

Weiterhin muss man dem ein oder anderen Redakteur nochmal Nachhilfe im Urheberrecht geben. Was soll der Vergleich Lizenz mit Eis oder Eintrittskarte?

Eis: Natürlich kann man Lebensmittel weiterverkaufen - sogar angebissene oder verschimmelte. Es muss sich nur jemand finden, der dafür bezahlt.
Eintrittskarte: PCGH steht es frei von dem Nutzer bei jedem Besuch auf der Website ein "Eintrittsgeld" für die Sichtung der Artikel zu verlangen.

Lizenzen können zeitlich begrenzt werden, womit man den Weiterverkauf dann unterbindet ohne gegen den Erschöpfungsgrundsatz zu verstoßen. Kann man alles machen. Doof nur liebe Presse und Videospielindustrie, dass für solche Sachen niemand bezahlt. Nennt man Angebot und Nachfrage.
 
Bin absolut Torstens Meinung!

Man soll sich Spiele kaufen, und zwar für das Geld, was man bereit ist dafür auszugeben.

Werden diese Nutzungslizenzen später bis zu 10 mal weitergegeben, entsteht unter Umständen ein großes Finanzloch bei den Entwicklern!
Da bedeutet, die ENtwickler müssen sich etwas einfallen lassen.
Sprich: teurere Spiele, Loot-Boxen, sonstige InGame-Käufe, Pay-to-Win allgemein.
Man könnte quasi sämtliche Spielinhalte wie auch imerm ausgliedern, so dass am Ende nur ein Grundgerüst als Lizenz verkauft wird.
Darunter leidet dann das ganze Spielgefühl udn der Spielspaß ist vermutlich voll dahin.
Ich erlebte es kürzlich bei einem Spiel, wo ich Teil 1 160 Stunden gespielt habe.
Teil 2 kam als Pay to Win kostenlos VErsion auf den MArkt, das hab eich nach 20 Stunden weggelöscht udn mich tierisch drüber geärgert.
Viel Spaß , wenn das demnächst immer so sein sollte.
Denn dann werde ich nur noch die guten alten GOG Games kaufen.
 
Menschen tun aber gerne etwas Sinnvolles. Menschen opfern Zeit und Geld für ein Projekt an dem sie Spaß haben. Menschen machen Anderen gern eine Freude. Menschen beweisen sich gern selbst was sie können. Es gibt so unendlich viele andere Motivationen als Geld.
Und wenn die, die nur Geld machen wollen keine Spiele mehr entwickeln...Nun, mir würde jedenfalls nichts fehlen. Man merkt Spielen, wie Filmen, Musik, Büchern und allen anderen Medien, nämlich deutlich an warum sie entwickelt/geschrieben/erdacht wurden. Als kleinster gemeinsamer Nenner, um möglichst alle zu erreichen und viel zu verkaufen oder als Idee, verbunden mit der Hoffnung, andere Menschen mögen davon unterhalten werden/daraus lernen etc. Ersteres bringt immer dieselben Spielsysteme/Narrative/Akkorde zum Vorschein, halt massenkompatible Versatzstücke.
Letzteres Kunst.
.
Ganz davon abgesehen, haben Spiele (wie mein sarkastischer erster Absatz zeigen sollte) auch ohne DRM schon Gewinn abgeworfen, verteidigt wird hier also nichtmal mehr der Profit, sondern schon die Profitmaximierung.

Spiele, die nicht für Geld, sondern aus reinem Idealismus entwickelt wurden, kannst du bereits heute unbegrenzt weitergeben. Die sind nämlich sowieso Freeware. Aber die Produkte der Unterhaltungsindustrie, die von den Leuten hier im Forum mehrheitlich konsumiert werden und um die es im Urteil geht, fallen nicht darunter. Auch wenn sie teilweise viel Herzblut in einen Titel stecken, müssen sich auch Entwickler noch darum kümmern, von irgend etwas leben zu können. Bei vielen sehr guten (Indie-)Spielen ist das schon heute ein echtes Problem und gerade hier würde ich den größten Impact erwarten. Mangels Berichterstattung erreichen diese Spiele ihre Verkaufszahlen überhaupt erst über einen längeren Zeitraum – man bekommt sie von Freunden empfohlen, irgend ein Youtuber probiert nach 6 Monaten einen Geheimtip hervor und ähnliches. Wenn die Programmier Glück haben, werden am ende ein paar 10.000 Lizenzen verkauft und man hat zumindest die 40 m² Bude und 2 Packungen Ramen am Tag der letzten 3 Jahre refinanziert. Aber zu jedem einzelnen Zeitpunkt spielen nur ein paar 100, vielleicht auch 1.000 Leute das Spiel und die ersten 10 Prozent der Spieler könnten es längst wieder für ein paar Cent weiterverkaufen, wenn die zweiten 10 Prozent darauf aufmerksam werden, sodass die Neuverkäufe auf ein Zehntel schrumpfen. Davor hätte ich Angst.

Umgekehrt wäre ist es für EA, Ubisoft & Co vollkommen egal. Die Publisher, die sich ein paar Umsatzeinbußen locker erlauben könnten, denen man sie sogar gönnen würde, verdienen Unsummen mit Vorbestellern, Day-1-Verkäufen, Mikrotransaktionen und Lootboxen – und das lange bevor ein Titel überhaupt fertig (=bugfrei) ist; zum Teil jedes Jahr aufs neue obwohl sie außer der Jahreszahl im Produktnamen quasi nichts ändern. Daran würde auch ein Gebrauchtmarkt nichts ändern.


Allerdings trifft das eben auch nur auf den Digitale Produkte zu, nicht aber auf deren früher physisch vertriebene Ableger (wo man ebenfalls die Abnutzungsspuren bei Verpackungen Handbüchern, ect. mit in kauf nahm, bei einem Gebrauchtkauf).

Aber man müsste dann ja auch kritisieren das der Hersteller einer pfleglich behandelten Schrankwand nicht nochmal daran verdient wenn diese nach 5 Jahren Nutzung gegen eine Neue getauscht wird und die Alte weiterverkauft wird. ;)

Eine Schrankwand ist je nach Qualität für 10 bis 50 Jahre Nutzung ausgelegt. Wenn man sie nach 15 Jahren verkauft, sie also nur zur Hälfte genutzt hat und die zweite Nutzungshälfte jemand anderem überlässt, entsteht in meinen Augen keine Doppelnutzung. Anders bei einem Spiel: Das kann man zu 100 Prozent konsumieren, seinen vollen Nutzen daraus ziehen, und es dann nach zwei Wochen jemand anderem Verkaufen, der erneut 100 Prozent des Spielerlebnisses daraus zieht. Nach einem halben Jahr hat eine Kopie des Spiel 1.000 Prozent des vorgesehenen Spielspaßes gebracht, aber nur 100 Prozent gekostet – mach das mal mit einer Schrankwand. ;-)


Hast du dir schon einmal ein gebrauchtes Auto gekauft ?
Es kann ja nicht sein, das sich einer ein Auto kauft, und 10 andere Leute fahren dann die nächsten Jahre damit.

Ein Auto ist für eine Nutzungszeit von 10-15-20 Jahren (zzgl. getrennt zu bezahlender Lebensverlängerungsmaßnahmen, sogenannter "Reparaturen") ausgelegt. Wenn jemand 5 Jahre davon verbraucht hat und dir die anderen 15 Jahre gegen einen Gebrauchtpreis verkauft, resultiert keine Doppelnutzung. Der Hersteller hat den (verdammt hohen) Preis für das Produkt "20 Jahre Mobilität" erhalten und es wurden am Ende "20 Jahre Mobilität" konsumiert. Anders sieht dies beim Produkt "20 Stunden Spielspaß" aus. Die bezahlt man einmal und konsumiert dann 20 Stunden Spielspaß am ersten Wochenende. Verkauft man das Spiel nun weiter, konsumiert der nächste am folgenden Wochenende erneut "20 Stunden Spielspaß" – und so weiter. Ein paar Monate später wurden "1.000 Stunden Spielspaß" konsumiert. Aber derjenige, der sie produziert hat, wurde nur für 20 Stunden bezahlt.

So kann der Laden auf Dauer nicht funktionieren. Wenn du ein Spiel erwirbst kannst du es genauso lange nutzen, wie ein Auto. Und beide können in der Entwicklung durchaus das gleiche gekostet haben. Aber während du beim Spiel jenseits der Stückkosten (0 Euro) nur 50 Euro zahlen musst, kostet ein Auto seine individuellen Herstellungskosten (sagen wir 15.000 Euro) zuzüglich 5.000 Euro, um die Entwicklung finanzieren zu können. Sollen Spiele in Zukunft auch so viel kosten? Würde ich nicht begrüßen. Damit würde aus dem "Recht auf Weiterverkauf" eine "Pflicht zum Weiterverkauf", weil man es sich sonst gar nicht mehr leisten könnte.

Die Wahrheit würde irgendwo zwischen diesem Extrem und dem heutigen Zustand liegen, weil natürlich bei weitem nicht alle verkaufen und gebraucht kaufen würden. Aber am Ende zahlen dann alle 100 Euro und profitieren tun nur diejenigen, die Spiele ex-und-hopp konsumieren und ständig weiterverkaufen, während Spieleliebhaber und -sammler die Leidtragenden sind.


Doch es verbraucht sich, nur auf eine andere Art und weise, versuch auf einen heutigen PC mal ein Computerspiel von 1992 zum laufen zu bringen, könnte zum einen aufwendiger werden, zum anderen, selbst wenn es läuft unterstützt es viele heutige Standards (z.B. Auflösung, Seitenformat. ect.) nicht.
Nicht anders wird es mit heutiger Software in 20 Jahren sein, somal heute noch hinzukommt das ich es in 5 Jahren evt. nicht mehr weiterverkaufen könnte, weil der Anbieter Pleite und mein digitales Produkt damit sowieso futsch ist. ;)

In deinem Beispiel verbraucht sich nicht das Computer-Spiel, sondern deine Anforderungen ändern sich. Prince of Persia in EGA auf einem 386er spielen? Das geht auch viele Jahre nach Erscheinen noch. Mit dem gleichen Datenträger UHD auf einem 3800er halt nicht. Aber du kannst heute auch keine Auto von 1900 im Originalzustand nehmen, E10 reinkippen und damit 200 auf der Autobahn fahren, während es Musik von deinem Smartphone wiedergibt.


Stimme Dir im groben Überein.
ABER :
Warum wurden so wenig Spiele weiter verkauft als das noch ohne DRM problemlos möglich ist?
=> Die Spiele waren einfach nur gut das man sich schwer davon trennen wollte.
Sei es das einem das HB / die Goodies gefiel oder das Spiel eben nicht in 4-8 durch hatte.
Finde ich schon "seltsamm" das man damals deutlich mehr fürs Geld gekriegt hatte.

Die längere Spielzeit war sicherlich ein Faktor, aber die Bindung an das Spiel war in meinen Augen ein kleiner Faktor im Vergleich zum rein physischen Ablauf: Man konnte nur lokal verkaufen, man hatte nur seinen kleinen Offline-Bekanntenkreis an potenziellen Kunden und der wusste bestenfalls, was ein "Kommpjuter" überhaupt ist, wollte aber nicht spielen. Was blieb, waren ein paar Zockerkumpel – und innerhalb dieses Kreises hat man noch fleißig Gebrauch vom Recht auf Privatkopie gemacht. :-)
Ein digitaler, globaler Online-Gebrauchtmarkt hätte ganz anderes Potenzial.
 
Mal als Denkanstoß:

- tausche Kinobesuch gegen Bluray, letztere kann ich wieder verkaufen (zudem ist es ein Äpfel und Birnenvergleich, denn beim Kino geht es ums "Erleben" und zahlt nicht nur für den Film an sich, sondern um die Dienstleistung des Kinos und weniger eine Nutzungslizenz.

- meine Windows 10 Lizenz kann ich nach Entkopplung aus meinem Microsoft-Account und Entbindung von meiner Hardware legal verkaufen

Wie bereits in den Kommentaren angeklungen ist die digitale Handelsmöglichkeit gegeben, insbesondere im Ökosystem von Steam. Tagtäglich werden wohl Millionen dieser Sammelkarten ver- und gekauft und Steam als Händler involviert. Der Unterschied zu physischer Bluray als Medienkonsum und Nutzungslizenz eines Shadow of Mordor Spiels liegt darin, dass es für die Publisher die technische Möglichkeit gibt, den Weiterverkauf zu unterbinden. Das muss nicht zwingend legal sein und wenn es das eben nicht ist (wie hier nun erstinstanzlich mal entschieden, final steht ja noch aus), dann muss sich das Geschäftsmodell eben anpassen.

Geradezu aberwitzig erscheinen ja die Kommentare, was uns denn alles blühen würde, wenn es denn so käme mit Games as a Service und Mikrotransaktionen. Diese haben wohl geschlafen, denn trotz der Weiterverkaufssperre leben wir bereits mit diesem Rotz tagtäglich, weil sich zusätzlich zum Vollpreisspiel eines NBA2k20 oder Fifa20 noch Milliarden an Zusatzumsatz generieren lässt. Ist GoG etwa pleite gegangen? Warum soll der PC Markt zusammenbrechen, wenns denn auf den Konsolen ähnlich funktioniert?

Nein, der Erschöpfungsgrundsatz MUSS auch für digitale Güter gelten und jedwede Gängelung ist (hoffentlich) zukünftig untersagt.
 
GoG ist zwar nicht pleite gegangen, aber sie haben gerade hart zu kämpfen. Bei Mikrotransaktionen und sonstiger Seuche gilt der Grundsatz: Schlimmer geht immer. Da sind wir noch lange nicht am Ende der Fahnenstange.
 
Kann man Kinoeintrittskarten nach Ende des Films zum Neupreis verkaufen? Ein Eis erst essen und dann auf den Gebrauchtmarkt anbieten? Achterbahnfahrten im Anschluss weitergeben? Nein. Nur Computerspiele (und Print-Medien) kommen mit einer Lizenz für unbegrenzten Wiederholungen nach dem ersten Konsum.

Wobei man da auch etwas weiterdenken muss und im Blick haben muss, dass jede Achterbahnfahrt, jede Kinovorstellung etc auch extra Kosten für den Anbieter zur Folge hat. Bei Computerspielen ist das nicht so(maximal die Serverkosten um einen Download zur Verfügung zu stellen, aber das macht ja sowieso meist Steam und Co und nicht der Entwickler selbst). Und die Spiele mit Online-Komponente haben zwar höhere laufende Kosten, werden aber von dieser Entwicklung deutlich schwächer betroffen sein.

Ich habe nix dagegen, dass man sich Gedanken darüber macht, was das für Folgen haben könnte und zu dem Schluss kommt, dass die Entwicklung negativ sein könnte, aber Achterbahnfahrt und Co haben keinerlei Relevanz für dieses Thema.
 
GoG ist zwar nicht pleite gegangen, aber sie haben gerade hart zu kämpfen. Bei Mikrotransaktionen und sonstiger Seuche gilt der Grundsatz: Schlimmer geht immer. Da sind wir noch lange nicht am Ende der Fahnenstange.

Gerade um GoG mache ich persönlich mir sorgen, falls der Wiederverkauf eingeführt wird. Die sind sowieso schon klamm. Wenn dann noch (möglicherweise) die Einnahmen zurückgehen, weil User ihre Games verkaufen dürfen, dann könnten da schlimmstenfalls ganz schnell die Lichter ausgehen.
Das heißt nicht, dass es tatsächlich auch so kommt, aber in Betracht ziehen sollte man solche Worst Case Szenarien schon.
 
Mal als Denkanstoß:

- tausche Kinobesuch gegen Bluray, letztere kann ich wieder verkaufen (zudem ist es ein Äpfel und Birnenvergleich, denn beim Kino geht es ums "Erleben" und zahlt nicht nur für den Film an sich, sondern um die Dienstleistung des Kinos und weniger eine Nutzungslizenz.

BluRay ist ein Medium, dass Du verkaufen kannst (da greifbar). Deswegen kannst Du auch Konsolespiele, die auf Datenträger verkauft werden, gebraucht verkaufen. Du verkaufst letztlich das Medium und die Nutzungsbedingung ist an das Medium gekoppelt.

Da sich auch ein Spiele- und Film-Medium nicht unbegrenzt oft verkaufen lässt (erstaunlicher Weise werden sogar diese Medien immer schlechter und verkaufen sich nicht mehr, außerdem ist der Akt des Verkaufs mit so viel Aufwand und Zeit verbunden, dass auch hier natürliche Grenzen gesetzt sind), ist der Gebrauchtverkauf hier tragbar. Zumal es ja doch auch viele Sammler gibt, die nicht verkaufen wollen.

Bei rein digitalen Produkten ist das völlig anders. Zeitaufwand beim "Verkauf": Null. Verbrauch des "Mediums": Null. Sammelwert: Kaum vorhanden.

Du kannst davon ausgehen, dass wenn die Möglichkeit des Gebrauchtverkaufs gesetzlich erzwungen wird, sich gegen den Willen der Produzenten "Leihservices" etablieren werden, die für minimale Beträge am Tag die Lizenzen zweitweise verkaufen. Das wird dann ein Riesengeschäft für diese Drittanbieter. Die kaufen sich ein paar Lizenzen und machen die dann so richtig zu Geld, der Endanwender zahlt nen geringen Betrag für jeden Tag, den er das Spiel hat, und gut ist. Da sich nichts verbraucht und ein solcher Verkauf in Sekunden passiert ist, ist das quasi eine Gelddruckmaschine.

Das Problem dabei: Das Geld schöpfen damit andere ab, die nichts zur Erstellung des Spieles beigetragen haben. Und genau dieses Geld fehlt dann für die Entwicklung neuer Spiele. Neben dem Geld, dass sich die Spieler sparen, weil sie ja nur noch zeitlich begrenzte Lizenzen bezahlen.

Klar spart das Geld für die Spieler. Jupdiiduu, alles fein, oder? Falsch gedacht. Wer denkt, dass es genauso viele und aufwendig produzierte Produkte geben wird, auch wenn nur noch sagen wir ein viertel des heutigen Geldes in die Branche fließt, der sollte mal hinterfragen, ob er selbst denn bereit wäre, die selbe Arbeit für nur noch ein viertel des Gehaltes zu leisten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Gerade um GoG mache ich persönlich mir sorgen, falls der Wiederverkauf eingeführt wird. Die sind sowieso schon klamm. Wenn dann noch (möglicherweise) die Einnahmen zurückgehen, weil User ihre Games verkaufen dürfen, dann könnten da schlimmstenfalls ganz schnell die Lichter ausgehen.
Das heißt nicht, dass es tatsächlich auch so kommt, aber in Betracht ziehen sollte man solche Worst Case Szenarien schon.
Kann man doch eh schon, wenn man bei GoG kauft.

Man läd sich die Installationsdateien runter, mit denen man das Spiel später einfach installieren kann, und kann diese immer wieder, auch ohne Client, nutzen. Ein Verkauf des Spiels zwischen Spieler und Spieler ist so ohne weiteres möglich.
 
Klar spart das Geld für die Spieler. Jupdiiduu, alles fein, oder? Falsch gedacht. Wer denkt, dass es genauso viele und aufwendig produzierte Produkte geben wird, auch wenn nur noch sagen wir ein viertel des heutigen Geldes in die Branche fließt, der sollte mal hinterfragen, ob er selbst denn bereit wäre, die selbe Arbeit für nur noch ein viertel des Gehaltes zu leisten.
Das Werbebudget eines AAA Spiels beträgt heutzutage 33 bis 50% der gesamten Entwicklungskosten. Die Branche macht das, weil sie es kann. Das Geld ist da. Für minimale Reichweitenerhöhungen geben Publisher Millionen aus. Gerade heutzutage braucht man prinzipiell überhaupt nichts mehr zu bewerben. Das erledigt das Internet von ganz alleine - unter einer Bedingung: Es muss sich um ein gutes Produkt handeln!

Und genau da liegt das Problem. Die Branche gibt Millionen aus um aus ******* Gold zu machen. Das ganze System hat sich verselbstständigt. Die Industrie muss sich dringend gesund schrumpfen.

Ein Qualitätsprodukt braucht keine Lootboxen, kein DRM und keine 50 Mio. Dollar Werbekampagne. Dummerweise muss man für ein Qualitätsprodukt eine Leistung erbringen, die nicht am Fließband möglich ist. Und deshalb greift man zu psychologischen Mechanismen wie Lootboxen, Vorbestellungen, Marketing und Hypes.

Kann man doch eh schon, wenn man bei GoG kauft.
So ist es. Die Nische von GOG und generell CDPR ist genau die, dass man zum einen Leute bedient, die ein altes Spiel aus nostaligischen gründen wirklich kaufen wollen und zum anderen mittels Qualität den "Besitzwillen" triggern (Witcher Reihe, Cyberpunk). Es funktioniert und es ist tragisch, dass sowas heute eine Nische ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hätte man heutzutage Besitz an digitalen Spielen ok, aber so?...
Mehr als eine Lizenz zum nutzen einer Datei ist es doch nichtmal mehr :daumen2:
 
Kann man doch eh schon, wenn man bei GoG kauft.

Man läd sich die Installationsdateien runter, mit denen man das Spiel später einfach installieren kann, und kann diese immer wieder, auch ohne Client, nutzen. Ein Verkauf des Spiels zwischen Spieler und Spieler ist so ohne weiteres möglich.

Und ist trotzdem illegal. Und dass Du das nicht weißt, zeigt dass das GoG Modell nicht funktioniert.

Das Werbebudget eines AAA Spiels beträgt heutzutage 33 bis 50% der gesamten Entwicklungskosten. Die Branche macht das, weil sie es kann.

Das ist Quatsch. Die Branche gibt nicht einfach nur Geld zu Spaß aus. Das Geld fürs Marketing wird ausgegeben, weil es für mehr Umsatz sorgt, und zwar für so viel mehr, dass sich die Kosten rentieren.

Wenn Du auch nur eine Sekunde über Deinen Satz nachdenkst, muss Dir das eigentlich klar werden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das ist Quatsch. Die Branche gibt nicht einfach nur Geld zu Spaß aus. Das Geld fürs Marketing wird ausgegeben, weil es für mehr Umsatz sorgt, und zwar für so viel mehr, dass sich die Kosten rentieren.

Wenn Du auch nur eine Sekunde über Deinen Satz nachdenkst, muss Dir das eigentlich klar werden.
Haha... Denk du lieber mal nach!

Es geht darum, dass sich die Branche zu einem riesigen Wasserkopf entwickelt hat, der Unsummen ausgibt um den Wasserkopf am Laufen zu halten. Das Beste, was der Branche passieren kann, ist ein Massensterben der AAA Publisher.

Und Red Dragon hat keine Sekunde davon gesprochen, dass es legal ist GOG Spiele zu verkaufen, sondern dass man es heute schon ohne Probleme kann (kein DRM! d.h. mit zwei Mausklicks kopierbar) und der Laden trotzdem noch läuft.
 
Der Wiederverkauf von digital erworbenen Spielen ist nicht mehr als Recht denn es spielt doch keine Rolle ob ich ein Spiel digital oder auf Datenträger kaufe denn man bekommt das gleiche Spiel. Zumal sollte man auch Bedenken das Steam und Konsorten uns diesen "Zwang" aufgedrückt haben und die ganzen Publisher haben mitgemacht denn kauft man ein Game auf Datenträger wie zuletzt Anno 1800 muss man trotzdem alle Dateien runterladen und da fragt man sich als Kunde wieso man überhaupt ein Spiel auf Datenträger gekauft hat aber man trotzdem downloaden muss. Auch bei den Datenträgern muss man ja den Key immer bei Steam und Konsorten aktivieren und heute im digitalen Zeitalter spielt es doch keine Rolle ob digital erworben oder auf Datenträger denn man hat es gekauft auch wenn sich das heute Nutzungsrecht nennt aber da wurden wir doch eh die ganzen Jahre über den Tisch gezogen und die ach so armen Entwickler bekommen heute ja auch nicht mehr Geld als früher weil Valve die Hand aufhält und auch Epic und wie sie alle heißen.

Es geht um unser Recht als Kunde das man seine Spiele verkaufen darf und die Spielebranche macht genug Reibach mit unserem Geld also sollte unser Recht auch wieder da sein als Kunde da ohne uns Steam und Konsorten kleine Würstchen wären.
 
Das ist so eine Sache die in der Theorie ganz gut klingt, in der Praxis jedoch kaum Sinn macht und sich für den Verbraucher sogar negativ auswirken kann.
Wenn ich mir ein Spiel zum Vollpreis digital kaufe und es zocke, wie ist dann die Tatsache definiert, dass es gebraucht ist? Software nutzt sich nicht ab und sie altert auch nicht. Wenn ich das Spiel dann als "gebraucht" wiederverkaufen will, wie lege ich dann den Preis fest? Da muss sich ja erst Mal ein Gebrauchtmarkt entwickeln. Und wer soll das dann bitte kaufen, wenn man das gleiche Spiel "neu" irgendwo im Sale für den gleichen Preis oder weniger bekommt?
Im Prinzip ist das nichts Anderes als eine künstliche Absatzbremse für digitale Spieledistributoren. Durch den Gebrauchtkauf wird ja verhindert, dass Spiele neu gekauft werden. Da könnte mir im Prinzip der Distributor auch einfach einen Teil des Kaufpreises wieder erstatten. Und wenn es schon soweit kommt, kann man auch gleich ein Abo-Modell einführen. Denn eine andere Wahl werden Epic, Steam, Ubisoft, EA, usw. dann kaum noch haben, wenn sie Spiele digital vertreiben wollen.
Ich denke deshalb sehen wir auch immer mehr Abo-Dienste entstehen.
 
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