AW: "Das beste Netz": Deutsche Telekom erfolgreich mit einstweiliger Verfügung gegen 1&1
Nur wegen der Vorbereitung auf die Zukunft muss aber nicht vollkommen am Bedarf vorbei jedes Kuhdorf mit Glasfaser verkablen.
Doch, da du und viele andere, wie ältere Menschen, die eigenen Interessen über das Allgemeinwohl stellt. Das ist ja keine Beleidigung, sondern eine Tatsachenbeschreibung. Und es ist das Gegenteil von realistisch
Da magst Du sogar Recht haben. Die Realitätist ist wohl mittlerweile, dass jeder seine Leitung (oder allgemein alles, was er für seinen individuellen Lebensplanung benötigt) wie selbstverständlich an seinem Lieblingswohnort erwartet. Und das, wie cryon1c so schön beschreibt, auch noch zu Privatkundenpreisen.
Die armen Startups können sich halt einen Businesstarif nicht leisten, also hat der Staat gefälligst dafür zu sorgen, dass er in seinem geerbten Bauernhaus adäquat arbeiten kann.
Die von Dir so verächtlich genannten "Alten" (mit über 45 zähle ich wohl auch schon dazu) gehen von anderen Ansprüchen aus.
- was Konsens ist, also irgendwo gesertzlich oder per Verordnung verankert ist, muss auch von der Allgemeinheit geleistet werden (Kitas, Schulen, Soli, Länderfinanzausgleich, Kilometergeld für Pendler, usw.).
- handelt die Lokalpolitik gut/korrekt, dann kann diese mit ihren Steuereinnahmen und den schon vorhandenen Förderungen dafür sorgen, dass der Ausbau lokal durchgeführt wird. Im Zweifel bleiben dabei die Investitionen sogar in öffentlciher Hand.
- wer ansonsten mehr benötigt, wie ihm der Staat oder die Wirtschaft an seinem Wohnort liefert, der sucht sich Alternativen. Ich wäre niemals freiwillig nach Bayern in eine Kleinstadt gezogen, die Arbeit hat es vor über 10 Jahren so gewollt. Damals kamen gewisse Vororte nicht in Frage, weil es dort kein DSL gab. MIttlerweile sind viele Vororte und Nachbardörfer per FTTC erschlossen, einige Gebiete auch (wenn es die Eigentümer wünschen und für den Anschluss zahlen) auch FTTB oder gar (selbstverständlich auf eigene Kosten für die Hausverkabelung) FTTH.
Die Investition in die Zukunft ist absolut relevant für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Also für all die Startups, die es so auf dem flachen Land gibt. Mein Unternehmen (und vermutlich auch ein paar andere hier am Ort) haben schon seit über einem Jahrzehnt mehrere GBit-Anbindungen. Wer das braucht, bekommt es auch. aber halt nicht zum Hausfrauentarif.
Eure Einzelinteressen und das fehlende Vermögen mit Weitsicht in die Zukunft zu schauen ist gesamt Gesellschaftlich gesehen kontraproduktiv. Selbst Dobrindt und der ist nicht die hellste Kerze, hat das schon erkannt. Leider interessiert er sich mehr für die Interessen von Lobbygruppen statt das Gemeinwohl.
Es liegt also im Inrteresse der Gemeinschaft, dass der kleine Mann über Steuern sowas bis ins lettze Ecke der Republik an die Privatwirtschaft verschenkt?
Was nützt LWL für Startups, wenn auch die dann keine Mitarbeiter finden, weil es keine Kitas/Ganztagsschulen und co. gibt und das Problem der allermeisten Eltern, die beide arbeiten müssen, eher daran besteht, wie sie ihren Urlaub planen können, damit die Kinder weder in den Ferien noch bei ganztägigem Schulausfall alleine zu Hause herum hängen?
Dabei rede ich nicht nur über normale Endkunden, sondern auch um StartUps, HomeOffice-Nutzer mit Bandbreitenbedarf (Youtuber, Streamer, freiberufliche Videoeditoren etc, all die Leute die mit großen Datenmengen alleine oder mit paar Leuten arbeiten). Denkste diese können sich 500-2000€ im Monat für eine Businessleitung leisten die auch noch eine sehr lange Laufzeit hat?
Weil es ein paar dieser Leute Bundesweit gibt, sollen also alle Wohneinheiten bundesweit per FTTH auf Steuerkosten erschlossen werden? Liebend gerne, dann gehört die Fehlentscheidung der 1990er aber rückgängig gemcht und das gesamte Netz gehört in die öffentliche Hand.
Werde ich Bierbrauer, dann ist mit meinen privaten Hausanschlüssen ganz schnell Schluss mit Lustig. Und möchte ich meinen Mitarbeitern schon nur einen Anschluss zum Laden ihrer eAutos bieten, dann muss ich meist auch auf eigene Kosten einen zweiten Anschluss legen lassen. Es ist nunmal nicht alle Infrastruktur an jedem Fleck der Republik in ausreichender Höhe verfügbar. Aber das akzeptieren offensiohtlich nur noch die Alten.