??? Dann schau mal bitte in die Bilanzen, in die Verkaufszahlen und so weiter. Intel ist das deutsche VW, extrem überladen, überheblich und träge! Dazu kommt, dass das Chipgeschäft so schnelllebig ist, dass man es kaum schafft dagegen zu steuern, da in den letzten Jahren eigentlich alles was man angepackt hat, nach hinten losgegangen ist. Wenn 18A nicht zündet, sieht es für die Foundrysparte düster aus und man wird ausgliedern müssen und wird einen nicht unerheblichen Teil seines Erfolgs verlieren.
Cleriker hat schon recht.
Wenn man nur auf das dicke Minus achtet - ja, dann hat Intel ein Problem.
Man muss aber auch dazu sagen, dass es bei Intel in anderen Sparten ganz ok aussieht.
CPUs machen Milliarden, Mobileye wächst zwar nicht, macht aber auch keine Verluste
GPUs machen Verluste, aber das ist abzusehen. Die Architektur braucht man dennoch um irgendwann mal mit AI mitspielen zu können.
Sämtliche Innovationen kommen immer zu spät, man ist unflexibel ja. Aber es ist noch kein "AMD 2011" Setting wo man nirgends Geld macht außer im Konsolengeschäft.
Wenn dann auch noch die Konkurenz mit alter Fertigung Kreise um die eigenen Chips fährt? Na dann sieht es ziemlich duster aus
die Probleme die Intel aktuell mit der CPU Performance hat sind weniger mit der Fertigung begründet.
Intel wiederum zieht Kreise um die Konkurrenz und lässt selbst ARM alt aussehen, wenn man sich Lunar Lake ansieht.
Intel ist aber in der doofen Situation eine Fertigung zu haben die - entgegen von AMD - den gesamten Markt bedienen könnte mit CPUs. NUR: es ist im moment keine einzige aktuelle CPU aus dieser Fertigung: weder Lunar, noch Arrow Lake wird dort gebaut.
Panther Lake erst in ca 1 Jahr.
Bis dahin schleppt man das Ding mit.
Aber es scheint Licht am Ende des Horizonts. Man hat Foundry-Kunden die ihre ersten Chips erhalten haben und auch schon laufen.
Interim Intel co-CEO Michelle Johnston Holthaus announced that the first engineering samples of hardware manufactured with the company's 18A semiconductor node have been delivered to customers. Her...
www.techspot.com
Kriegt man noch Yield und Performance hoch in einem Jahr schaut das ganz ok aus, dass man zumindest mit Foundry in 2-3 Jahren keine tiefroten Zahlen mehr schreibt
und ich sehe aktuell keine Technik (abseits der Foundrys) die das schnell ändern wird.
Das ist aber schon immer so gewesen. Intel müsste eine komplett umgekrempelte Architektur bringen.
Das versucht man übrigens schon lange, aber die internen Entwicklungen stocken.
Wir hatten schon vor fast 10 Jahren Vorführungen zu "inversem Mulitthreading", also, dass mehrere Cores einen Thread zerlegen und bearbeiten können.
Es gibt das Gerede (aka "Gerüchte"), dass Intel rentable Units erfunden habe. Aber auch Gegengerüchte, dass das Ganze nicht so performt wie gedacht.
Dann kommt hinzu, dass bigLITTLE eingeführt wurde. Was praktisch ist für MT Loads, aber nicht so für Spiele.
Hier wäre es besser einen "Bartlett Lake" ähnlichen Ansatz auch in den Massenmarkt zu bringen.
3D-Cache: Intel hat mit ähnlichem Erfahrung, ja sogar HBM auf dem Package. Und dennoch macht man es nicht - das sind einfach wirtschaftliche Entscheidungen. Wir wünschen uns das, sie könnten es, aber machen es nicht, weil es sich nich rechnet.
Intel hat sich in meinen Augen in ihrem monolithischen Denken verrannt
Nur zum Teil: denn Intel hat die Technologie für Chiplets schon längst erforscht. Gab ja schon 2+2 (Core 2 Quad) Chips und augelagerten Cache vor über einem Jahrzehnt. Foveros, EMIB sind interessante Technologien die teils überlegen sind gegenüber TSMCs Ansätze.
Man sieht ja jetzt gut, dass Multichip nicht besser ist als monolith: Ein Monolith in der Komplexität von Arrow Lake wäre für Intel herstellbar in Intel 3 oder ähnlichem, aber man hat aus verschiedenen Gründen einen anderen Weg gewählt (evtl weil man die Kapazitäten nicht hat, die Umrüstung vor 18A zu teuer gewesen wäre etc.). Die Sache ist die. Ein Monolithischer Arrow Lake hätte viele Vorteile und wäre eben nicht langsamer als Raptor Lake, ganz im Gegenteil: er wäre schneller, stromsparender. Aber man hätte eben zu wenige davon produzieren können weil die Foundry Pläne andere waren und die 2 (Chipdesign, Foundry) nun unabhängiger agieren.
und auch jetzt wieder ein Cachedesign gewählt, was anders als das der Konkurenz funktioniert, aber eben diverse Nachteile mit sich bringt.
Im Serverbereich ist das ja noch einmal viel viel größer, da hat man jetzt einen 144Kerner gebracht, der mit nichts mithalten kann, was AMD schon auf dem Markt hatte, für den doppelten Preis.
Nein, das stimmt so nicht und geht aus den Reviews von Phoronix und Co nicht hervor. Zumal man hier auch verschiedene Produktkategorien anbietet: die LITTLE Chips mit knapp 288 oder so, die großen usw.
Und eingesetzt wird hier eine ziemlich alte Architektur. Soweit ich mich erinnere wird erst nächstes Jahr auf 18A umgestellt, dafür mit modernerer Architektur usw.
Man ist hier einfach wieder spät dran, aber es sieht im Serversegment deutlich rosiger aus als zuletzt.
Aber: Server sind bald deutlich weniger wichtig, und das ist genau Intels Problem. Man ist groß und schwerfällig und man hat intern niemanden davon überzeugen können (Gelsinger wollte das schon immer), dass man profitable Geschäftsbereiche zwar weiterführt, abe neue aufbaut.
Vor 8 Jahren hat man groß angekündigt, dass man nun in den HPC Markt mit GPUs einsteigt. Man hätte damals wirklcih viel mehr Geld in solche Beschleuniger und in die Projekte wie Gaudi investieren müssen.
Allein ein 10% Marktanteil beim AI Rennen würde Intel genug Geld in die Kasse spülen um die Fertigung zu finanzieren. Die größe des Konzerns ist hier oft ein Problem, weil man aus Gründen der Planbarkeit/Vorsicht immer auf etwas setzt, wo man den Umsatz gut vorhersehen kann.
Es ist aber nicht so, dass man es bei Intel nicht schon mehrfach auch anders probiert hätte. Es gab Itanium, Grafikkarten in den 90ern. Man hatte ca 2010 tolle iGPUs deren Weiterentwicklung durchaus super gewesen wären (aber man hat das ganze quasi abgedreht und 5 Jahre später erst wieder aufgegriffen).
Intel versucht übrigens grad ziemlich vieles parallel, teilweise auch Dinge die man gar nicht mitkriegt, aber es wirkt alles etwas halbherzig (außer Foundry, aber es ist unklar wie es hier nun weitergeht, das war Gelsingers Projekt und es war eigentlich eine gute Idee).
CPUs, GPUs, FPGAs, dedizierte AI Beschleuniger (Ponte Veccio Nachfolger seit 3+ Jahren angekündigt und Gaudi).
Intel hat ja auch einige Produkte abseits der Norm, davon wird hier natürlich nie berichtet. So hat Intel ja auch Medizinprodukte in Forschung, oder bietet Netzwerk-CPUs/Produkte die teilweise ARM-Architektur verwenden:
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www.intel.de
Also nein, deine Aussage Intel gehts nicht so schlecht, stimmt einfach nicht! Intel stirbt gerade und hofft darauf, dass 18A das lebensrettende Medikament ist.
Intel stirbt nicht, aber man muss es eben anders sehen: Intel in der aktuellen Form kann nur weiterexistieren, wenn 18A und später vor allem 14A erfolgreich ist, ebenso das Packaging mithalten kann
Das Problem ist hier aber schon allein wieder die Kapazität, dann TSMC hat vor kurzem einen Ausbau angekündigt der sich gewaschen hat, da kann Intel nicht mehr mit, selbst wenn man technologisch überlegen wäre.
Im Mobilbereich hat Intel 14% Marktanteil verloren, im Desktop 20%, im Serverbereich sind die Verluste ebenso hoch. Ja; Intel hat noch große Marktanteile aber man darf auch nicht vergessen, dass sie eben genau diese Marktanteile ja brauchen um "kostendeckend" zu arbeiten und daher verkleinert man sich nun massiv und baut Stellen ab.
Was aber eher mit Gesundschrumpfen zu tun hat, als "sterben".
Intel ist eben insgesamt nicht profitabel, aber "sterben" tut man nicht. Man hält verzweifelt an der Fertigung fest, weil das letzten Endes dann auch - wenn es wieder läuft - Intel überlegen hält.
Wenn Intel mal nicht mehr selbst fertigt haben sie ganz andere Probleme. Dann sind sie eben nur noch ein CPU/GPU... Designer ohne eigene Fertigung und daher viel abhängiger. Ebenso können sie dann nicht mehr die Stückzahlen raushauen wie zuvor etc. Das ist insgesamt alles andere als gut für uns. Vor allem weil TSMC dann ein Monopol hat, aber auch weil Intel und AMD dann mit den Preisen hochgehen müssen.