[Community-Bundestagswahl] Quartal 4 2010

Wenn heute Bundestagswahl wäre welche Partei würdest du wählen?

  • SPD

    Stimmen: 8 10,5%
  • Union

    Stimmen: 6 7,9%
  • FDP

    Stimmen: 5 6,6%
  • Die Linke

    Stimmen: 8 10,5%
  • Piratenpartei

    Stimmen: 29 38,2%
  • Die Grünen

    Stimmen: 13 17,1%
  • Sonstige

    Stimmen: 5 6,6%
  • Enthaltung/gehe nicht wählen

    Stimmen: 2 2,6%

  • Umfrageteilnehmer
    76
  • Umfrage geschlossen .
Status
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WEnn sie eine Abschaffung der Bundesprüfstelle fordern, wer soll denn festlegen, was mit welcher Altersfreigabe ausgestattet wird oder sollen die Hersteller das alleine entscheiden dürfen oder müssen die Eltern erst ausprobieren und dann entscheiden, ob das für ihre Kinder akzeptabel ist?
Na durch PEGI, was ja auch so ziemlich Standard in der EU ist, vor allem Deutschland kocht hier sein eigenes Süppchen. Die Piratenpartei will PEGI wohl als unverbindliche Alterseinstufung, ich bin für eine verbindliche. Aber immerhin sind die für eine Lockerung und für PEGI, gegen USK und gegen BPjM. 100% wird die Piratenpartei ohnehin nicht ihre Positionen durchbekommen, selbst wenn sie irgendwann einmal an der Regierung beteiligt sein sollten.

Sag ich doch, die wollen Videospiele tatsächlich als Kunst einstufen. :lol:
Die sagen eher, dass es andere als Kulturgut eingestuft haben und dass diese Einstufung auf die Praxis Auswirkungen haben sollte:
"Aufgrund der kürzlich erfolgten Anerkennung von Videospielen als Kulturgut durch den deutschen Kulturrat fordern die Piraten, dies endlich auch in der Praxis anzuwenden und gesetzliche Ausnahmen wie beispielsweise die Kunstfreiheit auch auf Video- und Computerspiele auszuweiten und praktisch umzusetzen."
"Aufgrund der kürzlich erfolgten Anerkennung von Videospielen als Kulturgut fordern wir, dies endlich auch in der Praxis anzuwenden und gesetzliche Ausnahmen wie beispielsweise die Kunstfreiheit auch auf Video- und Computerspiele auszuweiten, die einen künstlerischen Anspruch haben. Dies schützt diese neue Kunstform vor zu starken staatlichen Repressalien wie zum Beispiel eine allzu schnelle Indizierung."
 
Zuletzt bearbeitet:
Sicher wird sie das nicht, aber wie die Linkspartei auch, versteift sie sich auf eine Sache und lehnt jede Koalitionsmöglichkeit ab, die sich hätte bilden können, siehe Hessen oder Saarland.
 
Sicher wird sie das nicht, aber wie die Linkspartei auch, versteift sie sich auf eine Sache und lehnt jede Koalitionsmöglichkeit ab, die sich hätte bilden können, siehe Hessen oder Saarland.
Bislang ist die Piratenpartei noch in keinem bedeutendem Parlament, von daher ist das eher Theorie. ;-) Erst mal muss die Piratenpartei so stark werden, dass sie eine Koalition auch tatsächlich ablehnen könnte. Gegen einen Bundesjugendminister von den Piraten hätte ich aber jedenfalls nix. :daumen:
 
Ist die Piratenpartei nicht schwächere geworden, also seit ihrem ersten Auftreten?
Hatte da letztens irgendwelche Zahlen von Landtagswahlen und dort war sie sehr schwach.
Ist wohl eher ein Glühen als ein Leuchtfeuer. :D
 
Ja korrekt, seit einiger Zeit geht nichts mehr voran. Das Kinderporno-Stoppschild ist halt ein Thema von gestern, aber Schwarz-Gelb wird bestimmt für neue Themen sorgen. Beispiel: Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Der wird der Piratenpartei bestimmt wieder mehr Wähler und Mitglieder verschaffen.
 
Aber es geht immer nur um ein kleines Thema, das nur einen Bruchteil der Leute wirklich interessiert.
Wenn du eine Umfrage auf der Straße machst, dann wissen die meisten praktisch nichts davon, die haben noch nicht mal was von einer Bundesprüfstelle gehört und fragen sich auch nicht, woher die großen, bunten Zahlen auf den DVD Hüllen kommen.
Die Piratenpartei greift derzeit nur Themen auf, die einen kleinen, den Stammkreis, interessieren, aber wenn sie wirklich erfolgreich werden will, also sozusagen "Grüne reloaded" werden wollen, dann muss das mehr kommen, dann müssen sie sich auch zu den anderen Themen äußern und konkrete Vorschläge bringen.
Den Atommüll irgendwann mal wieder ausgraben wollen ist doch kein Vorschlag. :what:
 
Ich habe irgendwie eh das Gefühl das in Deutschland der Alterschnitt das Problem ist - sonst würde dier CDU mit der SDP zusammen im leben nicht mehr auf 50% kommen.
 
Du musst bedenken, dass CDU und SPD Rentnerparteien sind, die haben einen sehr hohen Altersschnitt bei der Wählerschaft. Gleichzeitig sind die älteren Leute aber auch treue Wähler, die wählen seit Jahrzehnten immer die gleiche Partei und ändern das auch nicht mehr.
Man könnte angesichts der Zahlen der letzen Jahre darauf schließen, dass den "Volksparteien" die Wähler wegsterben (was sicher auch etwas ausmacht), aber zusammengefasst sind das sicher auch Leute, die einfach Wahlmüde geworden sind, bzw. sich dafür nicht mehr interessieren.
Der Rentner von heute muss mit dem klar kommen, was ist, da spielt es keine Rolle, ob der Kanzler aus der CDU oder der SPD kommt.
 
Das was du jetzt gesagt hast ist mir alles bewusst. Es ging mir mehr darum dass das Stimmgewicht der jüngeren Generation ganz anders ist, als das der Eltern oder Großelterngeneration damals. Gäbe es in Deutschland mehr junge Leute wäre ein eventueller politischer Umschwung eventuell auch leichter zu bewerkstelligen.
 
Sicher hast du da recht, die jungen Leute sind flexibler, die wählen das, was sie gerade brauchen oder die Partei, die derzeit ihre Wünsche am besten umsetzen kann.
Die Grünen haben, wenn ich mich nicht irre, eine recht junge Wählerschaft, jünger als die der Volksparteien und daher ist es nur eine Frage der Zeit, bis es einen grünen Kanzler geben wird.
 
Naja, wenn uns unsere Kinder nicht daran hindern würde ich mal sagen...oder hoffen.
Ich denke mal bei jungen leuten sind da allgemein kleine Parteien beliebter, ob nun Grüne, Linke, FDP oder Piratenpartei ist dabei eher relativ.
 
Das würde ich nicht sagen, die großen Parteien machen eben auch Klientelpolitik, und wenn die ihre Wählerschaft bei den Rentnern haben, dann müssen sie auch Rentnerpolitik machen (siehe Rentengarantiegesetz) und da kommen dann Themen, die die jungen Leute eher interessieren (Internet, Spiele), zu kurz und damit werden die großen Parteien für junge Menschen uninteressant.
Die Grünen haben bisher den Spagat geschafft, aber das kann sich auch ändern, wenn sie wirklich mal wieder regieren.
Parteien wie die Piraten haben Potenzial, keine Frage, aber sie dürfen nicht auf der Stelle stehen, sie müssen was aus ihrer Popularität machen.
 
Naja, ich als junger Mensch halte persönlich auch nicht viel vom Rentengarantiegesetzt. Wie gesagt, es gibt immer weniger junge Menschen, und um Leistungen auzuzahlen müssen sie ja erstmal erwirtschaftet werden. Das ist meiner Meinung nach ein recht ungerechter Part bei der Generationenvertrag, das wurde alles mal so mehr oder weniger festgelegt, aber das eher zu Zeiten als es weitaus mehr junge Menschen als alte gab, da ging der Sachverhalt noch mit Leichtigkeit auf. Heute muss man einfach anders an die Sache rangehen.

Piratenpartei hat zwar Potential aber sollte meiner Meinung nacht nicht so strikt bei ihren Themen bleiben sondern ihr Feld auch mal erweitern, sonst sind sie für mich nicht wählbar.
Und die Grünen hab ich eigentlich noch zu schlecht von Rot-Grün in Erinnerung...und auf sowas wird es ja wieder hinauslaufen..
 
Damals, als das Rentensystem geschaffen wurde, hat eben noch nie einer daran gedacht, dass es irgendwann mal mehr alte als junge Menschen im Land leben können und die 60er sorgten ja für einen Babyboom.
Wenn diese Generation mal in Rente gehen wird, dann wirds richtig düster hier.
Und dass die deutsche Einheit über die Sozialsysteme finanziert wurde, hat auch nicht zur Sicherheit beigetragen.

Man müsste das Rentensystem auf Steuern aufbauen, also Rentenzwangsabgabe weg und Steuern rauf, also Steuern, die alle bezahlen müssen, bzw. die bezahlen, die viel haben, z. B. hohe Mehrwertsteuer und Luxussteuer.

Das kriegst du aber heute nicht mehr durch, der Zug ist abgefahren, denn diese Umstellung würde die Rentner besonders treffen und daher würde kein Politiker das umsetzen wollen, denn bei der nächsten Wahl wäre sein Job weg und die Umstellung wieder rückgängig gemacht.
 
Ja, das ist ja dasd Problem das ich angesprochen habe, dieser Teufelkreis eben. Selbst wenn jemand mal etwas für die junge Generation tun will hat er auf kurz oder lang einfach nicht die Mögliechkeit dazu, außer man könnte die älteren wirklich zu einen Umdenken bringen, was denke ich mal nicht passieren wird.
Kurz gesagt: Die Jugend ist am Arsch und man kann nix dagegen tun.
 
Es bringt aber auch nichts darauf zu warten, bis die alten ausgestorben sind, denn es kommen immer mehr alte dazu und, wie gesagt, wenn die Babyboom Generation in Rente geht, dann gehen hier schnell die Lichter aus, schneller als viele denken, aber es passiert erst dann was, wenn das Schiff schon auf Grund gelaufen ist.
Jetzt muss man das machen, die heutigen Rentner sind die reichsten, die es je gab (und geben wird), die können es eher verdauen als eine Generation später.
 
Das Rentensystem komplett umbauen. Man muss davon weg, dass die jungen die Rente der alten bezahlt, das funktioniert nicht mehr.
Hin zur steuergedeckten Rente.
Rauf mit Steuere auf Dinge, die für das Überleben nicht wichtig sind.
Auf Lebensmittel, Handwerkerdienste und Mieten kommen geringe Steuerbeträge, auf alle anderen Sachen höhere Steuern, auf bestimmte Sachen deutlich höhere Steuern.
Wer Kaviar essen will, kann 100% Luxussteuer zahlen, wer mit seiner Yacht durchs Meer schippern will, kann 100% Benutzungssteuer bezahlen.
Wer einen Porsche Cayenne kaufen will, kann Luxussteuer drauf zahlen.
Das könnte man immer weiter machen.
Mehrwertsteuer ist dann 25%, der ermäßigte Satz (für Lebensmittel, usw) wäre dann 10%.
Weg mit den Steuerbegünstigungen für wen auch immer.
 
Aber es geht immer nur um ein kleines Thema, das nur einen Bruchteil der Leute wirklich interessiert.
Wenn du eine Umfrage auf der Straße machst, dann wissen die meisten praktisch nichts davon, die haben noch nicht mal was von einer Bundesprüfstelle gehört und fragen sich auch nicht, woher die großen, bunten Zahlen auf den DVD Hüllen kommen.
Die Piratenpartei greift derzeit nur Themen auf, die einen kleinen, den Stammkreis, interessieren, aber wenn sie wirklich erfolgreich werden will, also sozusagen "Grüne reloaded" werden wollen, dann muss das mehr kommen, dann müssen sie sich auch zu den anderen Themen äußern und konkrete Vorschläge bringen.
Den Atommüll irgendwann mal wieder ausgraben wollen ist doch kein Vorschlag. :what:
Alles richtig, aber aber man muss auch sehen: Diese Partei ist immerhin schon jetzt die Mitglieder-stärkste Partei hinter den Bundestagsparteien und den Freien Wählern. Noch vor DVU und NPD, die's manchmal in den Landtag schaffen. Das ist doch schon ein großer Erfolg. Und bei der Bundestagswahl haben die 2% bekommen (=stärkste Partei, die es nicht in den Bundestag geschafft hat!), "nur" 3 Prozentpunkte mehr und sie sind drin. Das ist eine sehr neue Partei, mit wenig Geld, bislang mit nur einem Themenkomplex, gerade ist ja die Diskussion über weitere Themen im Gange, da ist noch viel Potential nach oben vorhanden. Ich bin auch gespannt, wie's weitergeht.
 
Und bei der Bundestagswahl haben die 2% bekommen (=stärkste Partei, die es nicht in den Bundestag geschafft hat!), "nur" 3 Prozentpunkte mehr und sie sind drin.

Das gab es auch ein interessantes Thema, doch wenn du dir heute die Umfragen anguckst, dann liegt die Piratenpartei dort nicht mehr.

Das ist eine sehr neue Partei, mit wenig Geld, bislang mit nur einem Themenkomplex, gerade ist ja die Diskussion über weitere Themen im Gange, da ist noch viel Potential nach oben vorhanden. Ich bin auch gespannt, wie's weitergeht.

Neue Parteien haben immer Vorschusslorbeeren, siehe die Schillpartei in Hamburg, die auf Anhieb 20% bekam und plötzlich in der Regierung saß, obwohl sie keinerlei Konzepte hatte (und sie sich daher auch schnell wieder verabschiedet hat, ich weiß nicht mal, obs die überhaupt noch gibt).
 
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