Die Tatsache das die Spiele heruntergeladen werden zeigen ja ein gewisses Grundinteresse auf. Und mit Sicherheit, kenne auch welche aus meinem Bekanntenkreis, hält das Einige vom Kauf ab. Somit entgeht dem Entwickler Umsatz, da sein Produkt verwendet aber nicht vergütet wurde. Mein Beispiel ein paar Posts weiter oben zeigt sehr gut auf, dass eben auch nur ein angenommener "Bruchteil" dabei schon erhebliche Umsatzeinbrüche zur Folge hat.
MfG
Grundinteresse ist auch bei der Limo vorhanden: Jeder hat Durst.
Ähnlich ist bei Warez: Fast jeder Internetnutzer hat einen PC zur Verfügung.
Ob nun jemand sich dafür entscheidet a) Durst mit Limo b) Durst mit kostenlosen Mitteln zu stillen ist je nach Attraktivität zu beurteilen: Wie stark ist der Durst, wie weit ist die nächste Befriedigungsquelle, was kostet die Limo etc. pp..
Ähnliches hast du ja auch beim PC. a) Will ich online spielen aa) Will ich Spiele ohne Macken durchzocken (es gibt auch Cracks, wo es nun mal zu Spielabbrüchen, nicht weiter kommen etc. kam)
Der Rest ist eine Abwägung von verschiedenen Gründen:
- Hab ich zur Zeit kein Geld
- Interessiert mich das Spiel für 40 Euro nicht? (Geld spielt hier eine große Rolle, denn dadurch werden Erwartungen gesetzt) "Sooo teuer? Das muss aber qualitativ gut sein!"
- "Mag" ich die Spieleindustrie nicht. Wobei dieses Argument eher zur Gewissenerleichterung genutzt wird
etc.pp.
Vergleicht doch mal die Diskussion zum Thema: Onlineshops.
Ich kaufe grundsätzlich nur Spiele über Steam oder direkt Keys über verschiedene Plattformen. In dem Sinne schade ich auch einer vielzahl an Zwischenhändlern. Aber dieses Argument ist quatsch, denn sonst könntest ja sämtlichen Onlinehandel verteufeln, wie oft wurde argumentiert, dass dadurch der normale Handel versauert. Ich kaufe z.B. meine Hardware grundsätzlich beim Fachhandel und zahle gerne 2 -3 Euro drauf. Habe dafür ein nettes Gespräch, gute Beratung und beim Umtausch eine sofortige und kompetente Hilfe. Klar, der Händler musste sich auch anpassen, daher Preise etwas runter und z.B. auch den Kunden im Laden eine 14 Tage Rückgabefrist ermöglichen.
Meiner Meinung nach versucht die Spieleindustrie sich nicht all zu sehr den Gegebenheiten anzupassen, stattdessen immer schön dagegen "kämpfen". Das Internet kann aber nie "bekämpft" oder "gezähmt" werden. Das muss nun mal jeder so langsam einsehen.