ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
AW: Bulldozer: Benchmarks des FX-8150 mit vollem Turbo - Werte auf Höhe eines Core i7-2600K
Stimmt schon. Aber wenn man eine Architektur eigentlich auf höhere Taktraten optimiert hat (und das hatte AMD für BD mal angekündigt), und dann die Fertigung verhindert, dass man die erreicht, dann steht man genauso blöd da, wie Intel mit dem Prescott (bei dem es allerdings die Verlustleistung bzw. Kundenakzeptanz bremste)
Das klappt bei kleinen Schaltungen, die du einigermaßen überschauen kannst. Einen >1 Milliarde Transistoren Chip zu fertigen, ohne vorher mal einen simulierten Testlauf zu machen, wie alle Funktionseinheiten zusammenarbeiten, ist afaik eine sehr kostspielige Idee. Viele Parameter sind (Cache Größen, Decoderbreite,...) sind auch prinzipiell skalierbar und da ist es einfacher, simuliert zu testen, was sich noch lohnt, als große Mengen Software in Theorie zu simulieren.
Jaja, ich hab meinen Fehler doch eingestanden
Wie gesagt: Wenn AMD keinen Zugriff auf eine eigene Prototypenfertigung mehr hat, dann sie in dem gleichen Dilemma, wie AMD/ATI. Eine Änderung am Routing (typischerweise in der Zahl angegeben) lässt sich noch einigermaßen bewerkstelligen, afaik meist 1-2 Monate. Aber ein Änderungen auf Siliziumebene kann bei einem externen Fertiger afaik durchaus teuer werden (der will ja auch planen, was bei ihm vom Band läuft - und wenn du sagst, "ooch nö, so gefällt uns das noch nicht, wir bestellen jetzt erstmal ne neue Maske und 2-3 Monaten stellt ihr die Maschienen noch mal für eine Testfertigung neu ein", dann steht das auch auf der Rechnung) und schon mal ein halbes Jahr dauern.
Intel dagegen geht "nach Nebenan", legt ggf. noch ein paar € drauf, wenn die Maske schnell da sein muss (siehe Cougar Point-Relaunch. War zwar nur Routing, aber geschätzt 2-3 Wochen bis zur Wideraufnahme der Serienproduktion waren eine Meisterleistung, selbst Intel hatte ja ursprünglich zwei Wochen mehr angekündigt), und kann das nächste Stepping testen.
Das hier ist kein Sportwagenrennen, wo man im Windschatten wieder aufholen kann. Wenn man einmal zurückliegt, weil man zu lahm war, dann muss man
- die Geschwindigkeit steigern (die nicht ohne Grund niedriger gewesen sein wird)
- den Rückstand aufholen
- das alles bei sinkenden Einnahmen, weil man schlechtere Produkte hat
Dazu kommt noch, dass AMD an SOI festhält, was zusätzliche Probleme mit sich bringt (aber im Vergleich zu 130 nm Zeiten nur noch wenig Vorteile)
Ich denke mal die Firmen, in denen die CPU-Leistung an der Produktivität beteiligt ist, machen einen verdammt kleinen Teil des Marktes auf. Hunderte Millionen Bürorechner arbeiten maximal so schnell, wie der Nutzer, der vor ihnen sitzt.
Mal so ne Frage: Meinst du damit eigentlich immer die (relativ) zu Dumpingpreisen verfügbaren Quad-Channel-CPUs (bzw. Multi-CPU-Kombinationen mit entsprechend mehr Kanälen), oder die Bestückung pro Kanal? Denn wann immer ich in der Vergangenheit geguckt habe (ist jetzt zugegebenermaßen eine Weile her), war AMD froh, wenn sie vier Rows ohne deutlich gesenkte Performance ansteuern konnte, während die Xeons afaik bis heute recht problemlos mit sechs Rows arbeiten (zu Single-Channel-Zeiten hat Intel sogar acht gestemmt) oder sogar Extender unterstützen.
Aber eigentlich kann doch ein schlechter Fertigungsprozess nur den Takt limitieren, nicht die Perfromance/Takt.
Stimmt schon. Aber wenn man eine Architektur eigentlich auf höhere Taktraten optimiert hat (und das hatte AMD für BD mal angekündigt), und dann die Fertigung verhindert, dass man die erreicht, dann steht man genauso blöd da, wie Intel mit dem Prescott (bei dem es allerdings die Verlustleistung bzw. Kundenakzeptanz bremste)

Und auch an Ruyven:
Die Architektur wird eher mit Papier und Stift "entwickelt" Da sind ja mathematische Modelle dahinter bzgl TLB, Cohärenzprotokoll etc. Dazu entwirft man halt noch die Breiten der ALUs etc. und hat dann praktisch seine grobe Architektur.
Wie das dann wirklich realisiert wird, muss man dann eh in VHDL/Verilog whot ever machen. Da heißt es dann halt Logik runterschreiben und auf den SMP-Rechner schmeißen und warten, wie er Placement und Routing macht, und dann halt schauen ob das Ding überhaupt läuft wie gewünscht, und wenn, welche Taktraten drin sind.
Das klappt bei kleinen Schaltungen, die du einigermaßen überschauen kannst. Einen >1 Milliarde Transistoren Chip zu fertigen, ohne vorher mal einen simulierten Testlauf zu machen, wie alle Funktionseinheiten zusammenarbeiten, ist afaik eine sehr kostspielige Idee. Viele Parameter sind (Cache Größen, Decoderbreite,...) sind auch prinzipiell skalierbar und da ist es einfacher, simuliert zu testen, was sich noch lohnt, als große Mengen Software in Theorie zu simulieren.
Als die Phenom II, genauer der X4 940 BE, im Januar 2009 erschienen, war der QX9770 im Mittel schneller und oft auch der Q9550. Auch in unserem aktuellen Parcours gilt Q9550 > X4 940 BE.
Jaja, ich hab meinen Fehler doch eingestanden

Wenn man denn jetzt bei AMD nach schaut, dann fragt man sich doch ernsthaft warum die noch beim B2-Stepping sind und offensichtlich ja auch bleiben wollen, wenn es nach diesem Testergebnis doch anscheinend so grotenschlecht aussieht.
Wie gesagt: Wenn AMD keinen Zugriff auf eine eigene Prototypenfertigung mehr hat, dann sie in dem gleichen Dilemma, wie AMD/ATI. Eine Änderung am Routing (typischerweise in der Zahl angegeben) lässt sich noch einigermaßen bewerkstelligen, afaik meist 1-2 Monate. Aber ein Änderungen auf Siliziumebene kann bei einem externen Fertiger afaik durchaus teuer werden (der will ja auch planen, was bei ihm vom Band läuft - und wenn du sagst, "ooch nö, so gefällt uns das noch nicht, wir bestellen jetzt erstmal ne neue Maske und 2-3 Monaten stellt ihr die Maschienen noch mal für eine Testfertigung neu ein", dann steht das auch auf der Rechnung) und schon mal ein halbes Jahr dauern.
Intel dagegen geht "nach Nebenan", legt ggf. noch ein paar € drauf, wenn die Maske schnell da sein muss (siehe Cougar Point-Relaunch. War zwar nur Routing, aber geschätzt 2-3 Wochen bis zur Wideraufnahme der Serienproduktion waren eine Meisterleistung, selbst Intel hatte ja ursprünglich zwei Wochen mehr angekündigt), und kann das nächste Stepping testen.
Das ist mir klar aber warum? Warum hinkt GF seit Jahren um immer 2 Jahre/einen Full Node hinterher? Schaut echt immer so aus, als könnten die garnichts bei GF. So 6 Monate oder so würd ich mir ja eingehen lassen, Intel hat mehr Erfahrung, größere/mehr Werke, etc aber 2 Jahre? Da muss ich halt schon stark an den Ingenieuren und Wissenschaftlern bei GF zweifeln und ich wüsst halt gern woran es wirklich liegt.
Das hier ist kein Sportwagenrennen, wo man im Windschatten wieder aufholen kann. Wenn man einmal zurückliegt, weil man zu lahm war, dann muss man
- die Geschwindigkeit steigern (die nicht ohne Grund niedriger gewesen sein wird)
- den Rückstand aufholen
- das alles bei sinkenden Einnahmen, weil man schlechtere Produkte hat
Dazu kommt noch, dass AMD an SOI festhält, was zusätzliche Probleme mit sich bringt (aber im Vergleich zu 130 nm Zeiten nur noch wenig Vorteile)
In sehr vielen Firmen werden PCs zur Produktivität eingesetzt und wenn die CPU etwas schneller berechnet, dann ist man produktiver sprich man verdient mehr Geld und hat weniger Leerlauf.
Ich denke mal die Firmen, in denen die CPU-Leistung an der Produktivität beteiligt ist, machen einen verdammt kleinen Teil des Marktes auf. Hunderte Millionen Bürorechner arbeiten maximal so schnell, wie der Nutzer, der vor ihnen sitzt.
Gerade die sehr gute RAM-Bestückung bei den AMD-Kisten ist teils wirklich sehr interessant![]()
Mal so ne Frage: Meinst du damit eigentlich immer die (relativ) zu Dumpingpreisen verfügbaren Quad-Channel-CPUs (bzw. Multi-CPU-Kombinationen mit entsprechend mehr Kanälen), oder die Bestückung pro Kanal? Denn wann immer ich in der Vergangenheit geguckt habe (ist jetzt zugegebenermaßen eine Weile her), war AMD froh, wenn sie vier Rows ohne deutlich gesenkte Performance ansteuern konnte, während die Xeons afaik bis heute recht problemlos mit sechs Rows arbeiten (zu Single-Channel-Zeiten hat Intel sogar acht gestemmt) oder sogar Extender unterstützen.




Das ist MEGA toll, wenn dann am Ende ein NICHTS sagender Compile-Error raus kommt