Das original Konzept der sozialen Marktwirtschaft nach F. A. Hayek würde ich als sozialer und fairer beschreiben, als alles was davor und danach kam.
Wo hat der denn was zu sozialer Marktwirtschaft geschrieben? Ist mir als Verfechter des reinen Liberalismus ein Begriff, der jegliche Form staatlicher Lenkung ablehnt.
Die historischen Gegebenheiten für derlei Zitate sind ja gegeben. Oder willst du behaupten, Fidel Castro, Lenin, Stalin, Honecker und Co hätten Marx verstanden?
Nö. Aber weder ich noch die mir bekannten Leute, die sich heute als "links" bezeichnen oder so bezeichnet werden, würden irgend einen dieser Diktatoren/Oligarchen zu sich zählen. Mir wäre auch nicht bekannt, dass diese sich selbst regelmäßig als "links" bezeichnet hätten.
Natürlich steht es bei diesem wachsweichen Begriff jedem frei, ihn anders zu verwenden - aber wenn du mit deiner Verwendung auf Ablehnung und Vorwürfe triffst, solltest du dich nicht wundern. Die Mehrheit wird deine Aussagen über "Linke" eher auf z.B. Künast denn Castro projezieren.
Ich flame nicht gegen die linken, aber die linken haben schon einige Teile der Welt in Flammen aufgehen lassen
S.o.: Die autoritären Arschlöcher, die geschätzt 50% der Top10 der schlimmsten Herrscher des 20. Jhd. ausmachen, werden für gewöhnlich anders bezeichnet und von der Mehrheit der "Linken" abgelehnt.
Du siehst das meiner Meinung nach einfach völlig falsch. Der Begriff "Marktwirtschaft" beschreibt nur den Ablauf auf dem Markt und die Freiheiten, die damit einher gehen. Die soziologischen Voraussetzungen laufen parallel dazu und haben nicht viel mit dem Begriff der Marktwirtschaft zu tun.
Im Grunde ist die Marktwirtschaft also nur das Gegenstück zur Planwirtschaft.
Ein System, in dem Güter frei und möglichst ohne Einschränkungen oder staatliche Eingriffe gehandelt werden dürfen.
Formell richtig, aber aus den Freiheiten resultiert direkt, dass die Marktwirtschaft nicht erweiterbar ist, ohne ihre eigenen Grundelemente zu Opfern. Das Konzept einer Planwirtschaft beinhaltet keine Vorgaben, es lässt sich jeder Art von Plänen kombinieren (utopischen, die funktionieren; nationalistischen, die morden; sozialen, die für soziale Gleichheit sorgen). Ein Markt dagegen wird per Definition nur von seinen Teilnehmern beeinflusst und das in einer Weise, die von außen nicht veränderbar ist, ohne die Freiheit des Marktes aufzuheben. Ein Markt kann demnach nicht "sozial" (oder irgend etwas anderes) gemacht werden und zeitgleich ein Markt mit Freiheiten bleiben. Im Gegenteil: Ein universeller Markt beinhaltet zwangsläufig eine unsoziale Komponente (wer viel hat, hat viele Möglichkeiten, sich noch mehr zu verschaffen). Ein durchgängig soziales System müsste diesen unterbinden und vom Markt bliebe nichts übrig.
Eine soziale Marktwirtschaft, in der zusätzliche Absicherungen (Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, etc.) herrschen, ist dementsprechend immer noch eine Marktwirtschaft.
Eine im Markt integrierte ...versicherung ist nicht sozial, da sie nicht allen in gleicher Weise offensteht und oft gerade denen am wenigsten bietet, die den größten Bedarf haben (siehe private ...versicherungen).
Eine staatliche ...versicherung dagegen ist gar nicht Teil des Marktes, sondern ein geplantes, imho sozialistisches Konzept, dass neben der Marktwirtschaft existiert. Ähnliches gilt für viele weitere Elemente in unserem Staat: Staatliche Bildung, staatliche Infrastrukturmaßnahmen,... erreichen ihre soziale Wirkung gerade deswegen, weil nicht nicht den Gesetzen des Marktes gehorchen. ( und da, wo sich Marktmechanismen entwickeln -siehe Bildung- hat es negative Auswirkungen auf soziale Gerechtigkeit)
Es gibt im Prinzip keinen Unterschied zu z.B. einem über Wirtschaftssteueren finanzierten BGE. Das würde ja auch mit einem Markt kombiniert werden, nur der das Kräfteverhältniss zwischen (freien, assoizialen) Markt und sozialen, geplanten Institutionen würde sich zugunsten der sozialen Komponente verschieben.
Es ergeben sich in einer globalisierten Marktwirtschaft sogar die gleichen Problemen: Der Staat Deutschland ist nur noch ein Marktteilnehmer. Einer, der seine sozialen Institutionen mehr und mehr abschaffen muss, um am Markt nicht unterzugehen und sich deswegen kein BGE leisten kann, ohne sich von diesem Markt abzuschotten. (Ein Alleingang, unabhängig vom Wirtschafts- und Gesellschaftssystem mit inakzeptablen Nachteilen verbunden wäre)
In der Theorie richtig, aber gleichermaßen auch falsch.
Während Google nicht über viele "real existierende" Dinge verfügen mag, verfügen sie doch über einige Patente und zeigen eben eine fundamental starke laterale Diversifikation auf. Der Aktienkurs richtet sich schliesslich nicht nur nach Eigentum oder Produktionsmitteln, sondern vorallem auch nach dem innovativen Stellenwert eines Unternehmens.
Und genau davon rede ich: Der sogenannte ""Wert"" Googles wird nicht davon dominiert, was Google ist/besitzt, sondern davon, was man sich in der Zukunft für Innovationen von Google erhofft. Spekulation auf das Verhalten von Aktienhändlern also, keine realen Werte. Als Gedankenbeispiel kann man sich überlegen, wieviel jemand für eine Google-Aktie zahlen würde, wenn er anschließend verpflichtet wäre, sie für 30 Jahre zu behalten. D.h. wenn seine Gewinnchancen nur von dem operativen Geschäft abhängen und innerhalb des absehbaren Zeitraumes keine Spekulationsgewinne möglich sind.