Bedingungsloses Grundeinkommen - Modelle - Auswirkungen - Pro - Kontra

Ich will darauf hinaus, dass jemand mehr verdienen will.
Nur weil es ,sagen wir 1000€, Grundeinkommen gäbe, würden sich doch nicht auf einmal alle Bedürfnisse und Konsumwünsche der menschen auflösen.

Der Mensch will immer mehr.
Und bei 800€ (+200 Krankenversicherung=1000€; darauf basieren die meisten Modelle) im Monat ist sicher nicht Schluss.

Sonst würden ja reiche Menschen nicht so eine Gier nach noch mehr Reichtum haben. Die müssten ja wunschlos glücklich sein. Trotzdem arbeiten die auch mit Reichtum weiter.
Das muss nicht mal der Traumjob sein.

Wenn man arbeitet muss es doch kein Traumjob sein, aber überhaupt zu arbeiten einen geregelten Tagesablauf und eigenes Geld zu verdienen ist schon Antrieb genug.
Die paar Prozent die sich wirklich [Klische on] mit Bier und Kippen vor den Fernseher hängen und keinen Bock haben zu arbeiten und sich mit 350 Euro zufrieden geben[Klischee off] auf die kann man getrost verzichten.
So welche wird es immer geben, die gibt es auch heute schon.
 
Und da liegt das Problem, weil es nicht nur ein paar Prozent sind.

Ich kenne so gut wie niemanden, der gerne arbeiten geht und wenn es ein Grundeinkommen gäbe, das nur um etwas weniger als der aktuelle Lohn von denen ist, dann würden viele auf´s arbeiten verzichten.
 
Das kommt halt immer darauf an, in welchem Bereich man tätig ist. ;)

Wenn ich z.B. Dr. irgendwas wäre und mir der Job wirklich Spaß macht, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass meine Bekannten auch Spaß an ihrem Job haben.

Nur der Großteil der Menschen ist halt nicht Dr. irgendwas. ;)
 
Jap, der Großteil ist nicht Dr.Irgendwas (:ugly:)
Zum Beispiel irgendwelche Putzkräfte (400€ Basis) ich glaube denen macht ihr Job net soo viel Spaß.
Ein PCGH Redakteur wiederum wird höchstwahrscheinlich Spaß an seinem Beruf haben ;)
 
Solange er nicht auf 400€ Basis arbeitet. :D

Da du aber grad die Reinigungskräfte ansprichst...
Wer putzt denn noch, wenn´s für´s zu Hause hocken mehr Kohle gibt?
 
Und da liegt das Problem, weil es nicht nur ein paar Prozent sind.

Ich kenne so gut wie niemanden, der gerne arbeiten geht und wenn es ein Grundeinkommen gäbe, das nur um etwas weniger als der aktuelle Lohn von denen ist, dann würden viele auf´s arbeiten verzichten.

Das heißt 1000€ wovon man alles bezahlen muss, Sozialversicherungen wären weg.
Und dann aber davon noch Konsumartikel kaufen wollen, und du meinst jeder gäbe sich mit 1000€ zufrieden, nur damit er nicht arbeiten müsse?

Ganz im Gegenteil. Ich hab das Gefühl viele verstehen das Grundeinkommen gar nicht komplett.

Grundeinkommen heißt, es gibt, sagen wir mal, 1000€ und davon musst du deine Rechnungen bezahlen, evtl Arztkosten die dann keine Krankenversicherung mehr trägt und willst dann noch Konsum und so weiter gönnen?
Willst also dein Leben lang in ner 25m Bude leben, nur damit das BGE reicht?

Leben wir dann alle nur noch in Studentenbuden, und fahren schrottreife Autos, Hauptsache man muss nicht arbeiten und die 1000€ schicken?! :ugly:
Wie kann man das echt glauben..? ^^

Der Drang sich was zu gönnen und was anzusparen wird nach wie vor da sein.


Das Argument was ich jetzt hier nur höre ist:
"Die Meisten (was immer das heißt) würden nicht mehr arbeiten weil ja 1000€ ja voll genug sind und man verliert auch auf einmal wundersamer Weise das Interesse an Konsum. :ugly:
 
Sämtlich Arztkosten selber bezahlen?
Frag doch mal im Krankenhaus nach, wie viel eine CT kostet. ;)

Mit deinem System schadest du auch nur denen, die keine gut bezahlten Jobs haben.
 
Nein, durch das System würden Löhne endlich gerechter werden und wären mal auf einer Ebene verhandelbar, weil der Arbeitnehmer auch eine Verhandlungsbasis hätte, was letztendlich der Qualität der Jobbedingungen allen Verbesserungen bringen würde.
Nur die meisten Berufstätigen verstehen und sehen das nie, weil sie nur sehen das manche Leute scheinbar leistungsloses Einkommen beziehen.

Heute hat ein Arbeitnehmer doch keine Verhandlungsbasis mehr.

Im den gängigen Grundeinkommentheorien wäre nach wie vor eine Krankenversicherung enthalten, für Spezialfälle (chronisch Kranke, etc..) , aber der Großteil würde sicher nicht ständig ein CT oder sonst was teures benötigen.

Wie oft bist du denn beispielsweise beim Arzt?
Ich so gut wie nie.
 
Das lässt sich doch leicht beheben, indem man das eben staffelt je nachdem wieviele in einer Wohngemeinschaft leben auf einen Maximalwert.
...
Dazu müsstest du deutscher Staatsbürger sein, und man kann es ja noch mit anderen Auflagen koppeln.

Die fällt schon auf, dass es hier um ein bedingungsloses Grundeinkommen geht? ;)
Die ganzen Vorteile durch eingesparte Bürokratie,... entfallen in dem Moment, in dem du das ganze doch wieder an eine ganze Reihe von Bedingungen knüpfst.

Und das mit Thailand...:
Rein finanziell wäre es das schlaueste, was wir machen könnten. Einfach die 2 Millionen am schwersten vermittelbaren Arbeitslosen in ein Land verschiffen, in dem die Lebenserhaltungskosten um den Faktor 10 oder gar 100 kleiner sind. Denen kann man da einen deutlich besseren Lebensstandard finanzieren und zeitgleich kann man massig Kohle einsparen.


Manche finden es auch schade, dass man als Mod kein Grundeinkommen beziehen kann. :D

manchmal? :ugly:
 
Warst du jemals arbeitslos für längere Zeit?

Außerdem, wenn das Geld für dich der einzige Grund ist arbeiten zu gehen, dann wirst du nie wirklich glücklich sein.
Normal müsstest du doch auch mit ALG2 hochzufrieden sein?
Bekommst Geld und musst nicht arbeiten. ;)
Also warum arbeitest du eigentlich?

Ich glaube, Du mußt mal Deinen Ironiedetektor in die Werkstatt geben.

Wenn du nach Thailand auswanderst, bekommste doch kein Grundeinkommen mehr?
Dazu müsstest du deutscher Staatsbürger sein, und man kann es ja noch mit anderen Auflagen koppeln.
Und wieso soll ich das da nicht bekommen? Es ist doch ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Und was soll der Einwand mit der Staatsbürgerschaft? Ich kann doch leben, wo ich will. Deutscher bleibe ich aber trotzdem, bis ich meine Staatsbürgerschaft abgebe. Man verliert die ja nicht einfach so, bloß weil man eine bestimmte Zeit über nicht in Deutschland war.

Ein PCGH Redakteur wiederum wird höchstwahrscheinlich Spaß an seinem Beruf haben ;)

Auch ein PCGH-Redakteur wird manche Aspekte seines Jobs zum Kotzen finden. Den Job, der einfach nur geil ist, gibt es einfach nicht.
 
Heute hat ein Arbeitnehmer doch keine Verhandlungsbasis mehr.
Gibt´s bei euch keine Kollektivverträge?
Außerdem solltest du auch mal die Lohnerhöhungsforderungen von euren Gewerkschaften anschauen. ;)
Aber der Großteil würde sicher nicht ständig ein CT oder sonst was teures benötigen.
Eine CT wird viel öfter verordnet, als es notwendig ist, weil die Anschaffungskosten ja auch irgendwann mal rein kommen sollen. :ugly:
Wie oft bist du denn beispielsweise beim Arzt?
Ich so gut wie nie.
Du sollst nicht von dir auf andere schließen.
Viele Leute gehen zum Arzt, obwohl es gar nicht notwendig ist.
 
Und das mit Thailand...:
Rein finanziell wäre es das schlaueste, was wir machen könnten. Einfach die 2 Millionen am schwersten vermittelbaren Arbeitslosen in ein Land verschiffen, in dem die Lebenserhaltungskosten um den Faktor 10 oder gar 100 kleiner sind. Denen kann man da einen deutlich besseren Lebensstandard finanzieren und zeitgleich kann man massig Kohle einsparen.

Verlockend wäre das. Allerdings könntest Du nicht die 1 bis 2 Millionen, die sich so gut wie gar nicht vermitteln lassen, einfach bestimmen. Das käme einer Deportation gleich. Andererseits würde man dadurch Ländern mit geringerem Lebesstandard auch finanziell erheblich unter die Arme greifen, weil das überwiesene Geld auch dort verkonsumiert würde und direkt deren Volkswirtschaft zugute käme. Man könnte dann wenigstens einen Teil der Transferleistungen indirekt als Entwicklungshilfe deklarieren, sich aus dem entsprechenden Budget bedienen und die Sozialkassen auf diese Weise sogar noch weiter entlasten.

Allerdings will ich mir die Schlagzeilen in Reaktion auf so einen Vorschlag nicht einmal in meinen wüstesten Alpträumen vorstellen. Wer als Politiker heute sowas vorschlüge, würde mit Sicherheit binnen Wochenfrist auf immer mundtot gemacht.
 
Man muss die Leute ja nicht zwangsweise dahinschicken (aufgrund der Kommunikationsprobleme wäre das nur eingeschränkt möglich), aber man könnte es Langzeitarbeitslosen anbieten.

Und der Politiker, der so eine Schnappsidee bringt, würde nicht nur mund-tot gemacht werden ;)
 
Leben unter Palmen, keine Arbeit, Einkommen deutlich über Landesdurchschnitt - so zu enden wäre in der Tat assozial, aber kann ja nicht alles perfekt sein :)
ich hoffe, wenn man ausreichend absurde Vorschläge macht, muss man diese nicht ausdrücklich als Realisierung-nicht-wünschenswert kennzeichnen? Auch wenn ich in der Tat der Meinung bin, dass die "Betroffenen" nun wiklich keinen Grund zum klagen hätten
 
Wenn soetwas wirklich möglich wäre, dann müsste man wahrscheinlich Leute dazu zwingen zu Hause etwas zu arbeiten.

Wer möchte denn nicht mit 20 schon in Rente gehen. :D
 
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