Um die zur Erzeugung notwendige Strommenge zu gewinnen muss man eine Solarzelle ca. 8Jahre stehen haben. Geeignete Standorte gibt es bei uns nahezu gar nicht.
Laut einer
Regierungsstudie von 2004 (Seite 35 obe. Man beachte übrigens, dass unser derzeitiger "Umwelt"minister diese Studie nicht mehr auf der Seite seines Ministeriums hat, obwohl das Archiv bis vor ihre Veröffentlichung zurück reicht...) reichen die Flächen auf Gebäuden, etc. (d.h. ohne kritikwürdige Freiflächenanlagen!) für 25% unseres Strombedarfes. Wenn das deiner Meinung nach "nahezu gar nichts" ist, dann bitte ich dich darum, in Zukunft auch bei einem sofortigen Verzicht von Atomkraft (d.h. 24% des Verbrauches) von "nahezu keiner Verringerung der Stromproduktion" zu sprechen.
Und falls dir die Zahlen zu alt sind: Bis 2020 werden
15% für möglich gehalten. (mehr als Erdgas)
Deshalb rentieren sich die Module ja erst durch die enorme Subvention
Ich denke, ich hab oft genug daraufhin gewiesen, dass Energie imho in Deutschland zu billig ist und es zuviele hochfragwürdige Investitionsmöglichkeiten gibt, die durch indirekten Subventionen via Vergeselschaftlichung der Folgekosten, hochlukrativ sind.
Solarthermie kann sinnvoll sein, allerdings gibt es darüber genügend Reportagen, die über den geringen Nutzen und dem Betrug mit solchen Anlagen berichten.
Das sich Leute über den Tisch ziehen lassen, hat nichts mit dem Potential einer Technik zu tun. Ansonsten wären Autos noch im vorletzten Jahrhundert verboten worden
Mit sequenziell meine ich, dass nur bei Wind Strom erzeugt wird und das ist eben nicht immer dann, wenn man ihn braucht.
Deutschland ist groß genug, dass er fast immer irgendwo weht, wenn man ihn braucht. (meistens bei mir

) Desweiteren sehe ich nicht, wo das Problem im Stromaustausch mit Nachbarländern liegt.
Noch dazu kommt, dass eine bestimmte Windstärke von Nöten ist, damit die Nennleistung erzielt wird, weht der Wind halb so stark, bekommt man nur noch 1/8tel der Leistung, da die Windstärke in der 3.Potenz eingeht, weht der Wind viel stärker, muss abgestellt werden, da ein Generatorschaden droht.
Moderne WKAs müssen i.d.R. nicht mehr abgeschaltet werden, sondern laufen mit kontinuirlicher Leistung bei steigendem Wind weiter. Abgestellt werden sie derzeit, weil Eon&Co nach wie vor ihrer Verantwortung beim Netzausbau nicht nachgekommen - und zugleich solange die Stromannahme verweigern und ihren eigenen Atomstrom verkaufen dürfen, solange sie nicht ausbauen (sinnvolle Regelungen #236). Nicht umsonst sieht man bei starkem Wind oftmals Windparks, in denen die Hälfte der Räder steht, wärend baugleiche Modelle weiterlaufen.
Aber: Ich hab oben nicht umonst relativ konservative Zahlen zur effektiven Leistung von WKAs genommen. Optimisitischere Werte erreichen durchaus das Doppelte und die Maximalleistung wäre mehr als Vierfache. Aber selbst wenn man von eher schlechten Wetterverhältnissen ausgeht, fällt die Rechnung eben immer noch zugunsten der Windenergie aus.
jährlich werden tausende Tiere durch die WKAs getötet
Fang jetzt nicht an zu heulen, aber allein in der letzten Stunde(!) wurden tausende Tiere in Deutschland getötet, weil Hähne dir keine Frühstückseier legen können und deswegen noch als Küken "entsorgt" werden.
Zum Glück gibt es in Deutschland aber trotz allem noch ein bißchen mehr als nur tausende Tiere und die Zahl derjenigen, die von WKAs erwischt wird, ist lächerlich klein im Vergleich zu selbst relativ kleinen Abschnitten des Straßennetzes. Das wurde sehr ausführlich untersucht und das Ergebniss ist immer wieder das gleiche.
Die größte Gefahr sehe ich aber immer noch durch eine Überlastung des Stromnetzes bei plötzlich überregional aufflauen des Windes. Folge wäre dann Stromausfall, die Wahrscheinlichkeit dafür wird mit jedem gebauten WKA größer.
Klar, weil Wind ja plötzlich im halben Land von jetzt auf gleich rapide zunimmt, während WKAs doch tatsächlich ein paar Minuten brauchen könnten, um ihre Blattstellung anzupassen
Es kann nur alles verwertet werden, wenn die Anlage auch darauf ausgelegt ist und man die richtigen Organismen benutzt.
Und was hindert einen daran? Eben: Nichts.
Gefahr sehe ich hier zusätzlich noch, dass man ein Bioreaktor hat, bei dem man nicht weiß, welche Bakterien vorhanden sind und wie hoch genetische Modulation ist. Es kann durchaus passieren, dass dort gefährliche Erreger entstehen.
Das Risiko ist nicht unbedingt höher, als in diversen anderen Bereichen der Biotechnologie. Wenn mans genau nimmt: Da sich die Hälfte derselbigen mit der absichtlichen Erzeugung und z.T. Freisetzung neuer Organismenvarianten beschäftigt, soger eher kleiner. Davon abgesehen sind Erreger, die in warmen, anoxischen Milieus gedeihen, sicherlich nicht in der Lage, einfach davon zu rennen.
Noch ein kleiner Aspekt: Was macht man mit dem übrigbleibenden "Mist", zum Felder düngen ist das zu viel!
Biomasse, die von Feldern kommt, enthält zwangsläufig nicht mehr Nährstoffe, als sie den Feldern entzogen hat und kann somit sehr wohl für deren Düngung verwendet werden. Normalerweise wäre sie ja auch vor Ort verrottet.
Wo kommen die WKAs her? Hauptsächlich China. Wieviel Menschen sterben dort bei der Förderung von Neodymium?
Sicherlich weniger, als in afrikansichen Uranminen

Im übrigen kommen NOCH nicht die meisten WKAs aus China. Auch wenn sich unsere Bundesregierung z.T. viel Mühe gibt, die deutsche Spitzenposition im Bereich grüner Technologien zu gefährden.
Wenn wir mal mit rechnen, dass sie in 1/4 der Zeit Strom erzeugt, dann heißt dass immernoch, dass auch die Kosten vervierfacht werden müssen!
Äh - wieso? Nach meiner Erfahrung kostet ein Produkt immer das gleiche, auch wenn ich es anschließend nur 1/4 der Zeit nutze. Was man vervierfachen muss, ist die zu installierende Nennleistung. Und genau das habe ich in meiner Rechnung ja schon gemacht.
Entsorgung: ein Problem, aber nicht unlösbar! Man arbeitet in mehreren Ländern an der s.g. Transmutation, d.h. Umwandlung von strahlenden Isotopen in neutrale. Würde heißen, dass man den strahlenden Müll erheblich verringern kann.
Ja. Unter erheblichen Energieaufwand und/oder erheblichen Risiko. Und nicht mit dem Ergebniss, dass man weniger Müll hat. Im Gegenteil, man hat mehr, z.T. wesentlich mehr. Aber Isotope, die "nur" noch ein paar Jahrtausende problematisch sind :rollen.
Bei neueren Reaktormodellen entsteht nicht mehr soviel Müll. Bei manchen nur noch 1% im Vergleich zu den alten Leichtwasserreaktoren. Zudem gibt es Konzepte, dass Reaktoren den Atommüll selber nutzen(von alten Reaktoren) und so noch verstromen können.
Es gibt Konzepte, es gibt neue Techniken, es gibt - habe ich nicht gerade ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es keine neuen Reaktoren gibt? Weil sie so teuer sind, dass sie niemand bauen will? Weil diese Hirngespinste teurer wären, als erneuerbare Energien und trotzdem mehr Müll produzieren?
Und wenn wir unsere Reaktoren abschalten, ist die Gefahr in Iran usw. geringer?
Wenn wir dem Deutschland dem Iran kein AKW verkauft hätten, hätte er heute vermutlich keins

. Natürlich können wirs ihm jetzt nicht wieder wegnehmen, aber wir können verhindern, dass uns dieser Fehler ein weiteres Mal unterläuft. Davon abgesehen: Wenn wir keine AKWs hätten, könnten wir darauf pochen, dass AKWs prinzipiell verboten gehören. Wenn wir keine AKWs mehr hätten, dann könnten deutsche Teile für AKWs nicht mehr auf dubiose Wege nach Fernost gelangen. Wenn wir keine AKWs mehr hätten, müsste auch niemand Uran abbauen - bzw. er müsste sofort die Frage beantworten, für wen er das denn macht.
Neuere Modelle lassen übrigens kein Plutonium mehr entstehen, also nicht für Waffen nutzbar.
Da hätte ich gerne eine Quelle und Erklärung dazu. Den nach meinen Kenntnissen von Urantechnik ist das schlichtweg unmöglich zu verhindern. Davon abgesehen nützt es nichts, wenn es neue Reaktoren nicht-gibt, in denen kein/wenig Plutonium entsteht, solange es auch andere Varianten gibt und solange man Bomben auch einfach aus Uran bauen kann. Frag Hiroshima, wofür man Plutonium braucht...
Wir machen den Fehler, nicht weiterzuforschen. Wer sagt denn, dass die Gefahr durch Isotope endgültig ist?
Alle uns bekannten Naturgesetze.
Und wir forschen übrigens stetig weiter daran, diese besser zu verstehen und zu hinterfragen. Aber wir finden nur noch wenige Lücken, und es ist nicht unbedingt sinnvoll, Milliarden in die Suche nach einem Phantom zu kippen, wenn es so viel wichtigeres gibt, wofür kein Geld da ist.
Ich glaube man kann ganz ähnliche Rechnungen für sämtliche erneuerbare machen.
Dann bin ich ja mal gespannt auf deine Aufrechnung der prinzipiellen und unabänderlichen Folgeschäden und -kosten erneuerbarer Energien. Wohlgemerkt: prinzipiell und unabänderlich. Ich brauche keine Ausführung zu mangelndem Umweltschutz in China und fehlenden Importrestriktionen, die ihn berücksichtigen. Das kenne ich durchaus. Aber das mit der Technik Erneuerbarer genausowenig etwas zu tun, wie Tschernobyl mit einem EPR und ich hoffe dir ist aufgefallen, dass ich nicht auf erstere zurückgegriffen habe, um die Nachteile der Kernenergie aufzuzeigen.
*Ironie an* Das ist bei den EE ganz anders, da wirds den reichen genommen und den Armen(uns) gegeben. *Ironie aus* Durch die hohen Subventionen bezahlen die Armen den Reichen die EE-Anlagen und deren Renditen. Und im Vergleich zu den Unternehmen werden dafür keine Steuern gezahlt!
Ich sage nicht, dass es da anders ist. Beide Techniken werden subventioniert. Die einen direkt (und in abnehmendem Maße) und die anderen indirekt (und in gleichbleindem Maße). Mit Subventionen sind sie beide am Markt konkurrenzfähig, wie man unschwer sehen kann. Ohne Subventionen/mit Umsetzung der Realkosten wären sie das ggf. auch (wobei ich klare Nachteile für Atom und fossile sehe).
Aber deine Argumentation lief auf einen Vergleich zwischen Subventioniertem Atomstrom und unsubventioniertem regenerativen Strom hinaus. Dieser Vergleich ist einfach nur schwachsinnig und das (vorher feststehende) Ergebnis bedeutungslos für diese Diskussion.