Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Tschernobyl ist leider gar nicht so weit weg von der Realität. Momentan gehen die abgebrannten Brennstäbe Europas zur Wiederaufbereitung nach Russland. Was gerne verschwiegen wird ist das bei der Wiederaufbereitung mindestens 80% von dem Zeug übrig und in Russland bleibt. Dort steht das Zeug in stinknormale Stahlfässer verpackt im Freien. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Rost dafür sorgt das sich alles langsam aber sicher in der Umwelt verteilt.

Aus dem Auge, aus dem Sinn, wie es so schön heißt.
Irgendwann wird der Kram irgendwo in der Sahara verbuddelt und keinen interessiert das mehr.
Ich will gar nicht wissen, was die Chinesen mit ihrem Atommüll machen, darüber hab ich noch nie was gelesen und aus Nordkorea hört man auch nichts.
 
Seit Anbeginn der (Atom)Zeit (:D) weiß man, dass man den Müll davon nicht einfach vergraben kann, trotzdem hat sich noch niemand wirklich Gedanken darüber gemacht, was damit passieren soll, wenn das Zeug für die nächsten 50.000 Jahre vor sich hinstrahlt.
Wieso also denken alle, dass sich das in den nächsten 20 Jahren ändern wird? :huh:
Inzwischen ist das so, dass neben den AKWs Gebäude gebaut werden, wo abgebrannte Brennstäbe reinkommen, wieder aufbereitet wird schon gar nicht mehr und wenn das Gebäude voll ist, wird ein neues gebaut und wenn auch das voll ist, wird der Kram eben per Zug weggeschafft, irgendwo hin, wo keiner Fragen stellt und ich weiß nicht, wie viele Fragen in China gestellt werden oder in Russland oder in Nordafrika.
 
Aus dem Auge, aus dem Sinn, wie es so schön heißt.
Irgendwann wird der Kram irgendwo in der Sahara verbuddelt und keinen interessiert das mehr.
Ich will gar nicht wissen, was die Chinesen mit ihrem Atommüll machen, darüber hab ich noch nie was gelesen und aus Nordkorea hört man auch nichts.

Früher wurde das Zeug höchst offiziell im Ozean versenkt. Heute steht es bei Wind und Wetter in der russischen Pampa rum.
 
quantenslipstream schrieb:
Ebenso wie viele russische Kriegsschiffe, die Atom getrieben ist.

Ich denk mal dass die nur einen winzigen Haufen Abfall produzieren, im Gegensatz zu nem AKW. Aber das reicht eigentlich auch schon.
Warum kommt man auf die Idee einen Reaktor in ein Schiff einzubauen??? Sicherlich wegen der riesigen Reichweite, aber größere Dieseltanks hätten auch gereicht. :wall:
Teurer ist das auch noch.
 
Der Vorteil in U-booten ist, dass du länger unter Wasser bleiben kannst, was ja im Kriegsfall Sinn der Sache ist. U-Boote sind halt Angriffswaffen, wenn du die vor einer Küste in Position bringen willst, musst du lange unter Wasser fahren, das ist mit Dieselmotoren nicht so einfach, ganz zu schweigen von den Tanks.
 
1. Dass
und 2. Musst du Diesel irgendwann nachfüllen und Tanks brauchen viel Platz.
Ein Reaktor eher weniger. Und den Platz, den du hast, kannst du mit Lebensmitteln vollstopfen. Und die Turbinenanlage brauchst du meistens so oder so.
Nur wenige Kriegsschiffe besitzen einen reinen Dieselantrieb, der Grund: Mit Diesel wäre man zu langsam im Gefecht.

Bei den Flugzeugträgern wird mehr Kerosin und Ausrüstung für die Flieger mitgenommen.
 
Ein Dieselaggregat erzeugt nun mal auch Abgase und muss Sauerstoff haben, für den Motor, entweder den Sauerstoff mitnehmen und die Abgase speichern oder zwischendurch auftauchen und nachfüllen/ausscheiden. In beiden Fällen macht es das U-Boot aber ineffektiver.
Wobei ich jetzt keine Ahnung habe, wie oft die Brennstäbe in einem Atom U-Boot getauscht werden müssen. Das gleiche gilt ja auch für Flugzeugträger und sonstige Kriegsschiffe, die Reaktoren haben.
 
Ein Dieselaggregat erzeugt nun mal auch Abgase und muss Sauerstoff haben, für den Motor, entweder den Sauerstoff mitnehmen und die Abgase speichern oder zwischendurch auftauchen und nachfüllen/ausscheiden.

Dafür hatten die Deutschen früher den "Schnorchel", übrigens von den Holländern geklaut! ;)
 
Nur mal so als Hinweis die USA hat einen Test gemacht, um die Kuppeln eines AKW's zu testen und ist da mit einem Kampfjet der 800 km/h auf dem Tacho hatte draufgeflogen! ;) So schwer sollte das also nicht sein, oder meint ihr der flog an einem Seil entlang um die Richtung zu halten? :D
Ein Kampfjet ist etwas anderes als ein Passagierflugzeug, da ein Kampfjet auf die Steuerung bei einer solchen Geschwindigkeit ausgelegt ist und sich auch noch deutlich besser manövrieren lässt. Außerdem würde mich die Quelle interessieren.

50% sind schon verdammt viel zu viel, wenn du mich fragst. Und ich wiederhole: Allein die Reaktorkuppeln eines deutschen DWR sind so breit, wie das WTC und höher, als das Pentagon.
Ich glaube nicht das die Wahrscheinlichkeit so hoch liegt. Weswegen habe ich oben beschrieben.

Auf welchem denn?
Wir haben bislang keinerlei Technik, die es uns ermöglichen würde, die nächstgelegenen Sonnensysteme zu erreichen und wir haben keinerlei Hinweise darauf, dass diese Planeten enthalten, die uns versorgen können. Die einzige Chance auf eine neue Heimat wäre Terraforming. Aber wie soll eine Spezies, die nicht einmal in der Lage ist, ein ziemlich robustes Ökosystem nicht-zu-zerstören, ein neues aus dem nichts erschaffen?
Und "längst"...
20-80 Jahre haben wir noch (nach einer Studie, die auf z.T. weiterhin auf geratenen Daten beruht, aber bereits im ersten Durchgang vor 40 Jahren beängstigend gut geraten war)
Und was ist mit erneuerbaren Energien? Rohstoffe aus dem Meer wären auch noch eine Möglichkeit. Wie lange unser Öl noch hält ist hoch umstritten, sich dort auf einige Zahl zu einigen könnte schwer werden. Wir haben sehr, sehr viele Möglichkeiten. Fusionsreaktoren könnte man einsetzen, die Energie von Supervulkanen anzuzapfen wäre eine Möglichkeit die extreme Strommengen bereitstellen würde. Zugegebenermaßen ist das noch mehr als expirementell. Wir Menschen haben schon öfter große Entdeckungen gemacht, als das ich glaube das wir durch ein Energieproblem aussterben bzw. unseren Lebensstandart senken müssten.

Hast du dir ausgerechnet, was die Kosten für einen Castor+Abstellgebäude (d.h. die einzige uns bekannte sicher Lagermöglichkeit) pro Jahr ~kosten? (meinetwegen mit einer großzügigen Lebensspanne von 100 Jahren)? Hast du weiter gerechnet, wieviele man dafür braucht, um all unseren Müll zu lagern? Hast du dann hochgerechnet, wieviel sich da über die nächsten 5000 Jahre aufaddiert? Und hast du zu guter letzt die Inflation draufgerechnet und das ganze mal mit der weltweit in Umlauf befindlichen Geldmenge verglichen?
Ich gebe zu: Es gibt einen Unterschied zwischen dieser Summe und "unendlich viel". Er ist für unsere Begrifflichkeiten in etwa genauso groß, wie der zwischen allen Atomen dieses Planeten und allen Atomen dieses Planeten außer einem.
Hast du dir überlegt, das sich unsere Möglichkeiten zum Bau von Gebäuden stetig fortentwickeln. In 500 Jahren werden wir ganz andere Möglichkeiten haben. Natürlich sind auch hier die Kosten zur Lagerung noch hoch, aber ich habe ja nie gesagt, das wir nicht aussteigen sollen. Ich habe nur einen extrem schnellen Ausstieg von heute auf morgen in Frage gestellt. Die Kosten für die Lagerung des Atommülls werden nicht die Kosten für einen schnellen Atomausstieg übertreffen.

Wo haben die denn mal "Ergebnisse"?
95% von dem, was ich sehe, sind z.T. eher peinliche Publicitystunts, über die man bestenfalls beschämt lächelt, wenn man die dahinterliegenden Ziele gutheißt.
Ergebnisse sind z.B. Studien zur Reaktorsicherheit wie sie hier schon genannt wurden. Diese erhalten ein großes mediales Echo.

Ein "wieso" ist offensichtlich unnötig... :rollen:
Weil man bei bewaffneten Terroristen anders reagieren würde, als bei Demonstranten. Ich glaube kaum das die Regierung ersteinmal eine Studie durchführen lassen würde, bevor sie maßnahmen Ergreifen würde. Ein AKW wird außerdem bewacht. Die meisten Gebäudezerstörungen durch Terroristen wurden durch Selbstmordattentate verübt, was bei einem AKW schwierig ist.

s.o.
s.nichtalzuweito.
Doch, hier ist z.B. eine Studie dazu und die geht nicht vom Ausstieg von heute auf morgen aus.

Scharfschützen sind in Deutschland afaik kein erlaubter Bestandteil eines Sicherheitsdienstes. AKWs haben stinknormales Sicherheitspersonal, würde mich nichtmal wundern, wenn ihnen selbst vollautomatische Waffen fehlen oder sie zumindest nicht zur Standardausrüstung gehören. Dazu kommt das Problem der Zahl der Wachleute und der Entfernungen:
Wenn es Leuten gelingt, unbemerkt Zäune aufzuschneiden und mit dem Erklimmen der Kuppel zu beginnen, dann können die Wachgänge der "sichersten Atomkraftwerke der Welt" (ich weise daraufhin, dass ich die Glaubwürdigkeit jeden, der das Wort "sicher" in Zusammenhang mit diesen Anlagen verwendet, für dauerhaft unglaubwürdig halte - aber es scheint einigen wohl zu reichen) wohl nicht alzu dicht erfolgen.
Wie lange wird es also nach dem Niederschuss der ersten Leute dauern, bis das restliche Personal auch nur vor Ort ist, geschweige denn organisiert vorgeht?
Das kann man nicht sagen, da die Sicherheitskonzepte eines AKW zum Glück nicht der Öffentlichkeit vorliegen. Trotzdem befürworte ich grundsätzlich eine stärkere Bewachung von Atomkraftwerken, auch mit Scharfschützen.


Ich weiß ja nicht, was du für Vorstellungen hast - aber die Sperrzone um ein deutsches AKW kann man eher in duzenden- denn hunderten Metern angeben, wenn überhaupt. Die Reichweite ist da garantiert kein Problem (Durchschlagskraft: s.o.)
Unabhängig davon das eine RPG wohl kaum die Schuzwand durchschlagen würde, hat selbst eine RPG-16 nur eine maximale Schussreichweite von 800 Metern, diese Distanz wäre wahrscheinlich kurz genug um einen Abschuss noch zu verhindern.

Wie man unschwer daran erkennen kann, dass ich es tue, sehe ich das anders. Wenn du Argumente dagegen vortragen möchtest: Gerne. Aber "Ist so punkt" Aussagen stehen jetzt langsam genug von dir im Raum.
Ok, ich werde versuchen meine Aussagen in Zukunft besser zu erklären, aber es gibt auch genug dieser Aussagen von dir.

Um eine hohe Kuppel zu treffen auch nicht.
Nachkorrigieren während des direkten Anflugs auf die Kuppel, dürfte durch die Manövrierfähigkeit einer Passagiermaschiene schwierig werden.

schon komisch das leute über "rechte" daher reden, wenn die 100.000 leute in der nähe des AKW und die 80 millionen im ganzen land diese recht ebenfalls besitzen, und wenn ich die recht von 400 gegen die rechte von mehreren tausend bis millionen setze dann muss ich sagen:
Man kann die Grundrechte von Menschen nicht gegeneinander aufwiegen. Das ist durch das Grundgesetz festgelegt und gut so.

scheiß auf das verfassungsgericht (diese "runzel-peter" in ihren gräßlichen roten roben haben die letzten jahre eh mehr murks entschieden als vernünftiges, IMHO sollte man die interpretation der verfassung net solchen "heinis" überlassen, sondern in verfassungsfragen (die uns ja alle angehen!) das volk befragen müssen!)
Ehrlich gesagt habe ich schon genug Bedenken das Volk bei einfacheren Fragen wie einem Bahnhof zu befragen. Ich möchte nicht das es über Verfassungsfragen entscheidet, da ich nicht Glaube das es die dazu nötige Kompetenz besitzt. Das Bundesverfassungsgericht hat den Wiederaufbau Deutschlands und seiner mittlerweile relativ stabilen Demokratie sehr gut begleitet und entscheidend dazu beigetragen das wir heute ein Land ist, das zumindest im Vergleich zu anderen Ländern, die Bürgerrechte relativ hoch hält.


Sind die Wachleute überhaupt bewaffnet?
Und selbst wenn, dann nur mit Standardpistolen, Maschinenpistolen darfst du auch Polizist auch nicht einfach zu haben, dafür musst du ausgebildet sein.
Eine Terrorruppe kann natürlich in das Kraftwerk eindringen und es übernehmen, also das Personal ausschalten und sich darin verbarrikadieren (oder eben Geiseln nehmen). Dann könnten sie die Kühlanlage des Reaktors beschädigen und einfach auf den Supergau warten.
Natürlich kommen inzwischen Einsatzgruppen der Poilizei an, doch mit solchen Terroristen ist Verhandeln sinnlos, was also tun, das AKW mit Kampfjets angreifen und zerstören (dabei dann die möglichen Geiseln opfern) oder versuchen das Gebäude zurück zu erobern?
Wie soll das gelingen, sind die GSG 9 (ich nehmen mal an, die kommt dann zum Einsatz, wenns um Zurück erobern geht) in der Lage, gegen eine gut ausgebildete Terrorzelle vorzugehen?
Ich gehe mal davon aus, dass die Geiseln dann so oder so sterben werden.
Ich gehe mal davon aus das es Spezialeinheiten denen praktisch jedes belibiege Equipment und beste Trainingsbedingungen zur Verfügung stehen, Terroristen auszuschalten, da diese wohl kaum so gut ausgebildet sind. Sich in einem Kernkraftwerk zu verstecken wie in Afghanistan geht nicht und im Häuserkampf nehmen es auch die meisten "Standartsoldaten" mit Terroristen auf.




Vermutlich würde es reichen die Kühltürme zu treffen, da der Sekundarkreislauf damit sehr schnell auf knapp unter Siedehitze erwärmt werden könnte und damit der Primärkreislauf nicht mehr ausreichen gekühlt werden könnte, die Menge an austretender Radioaktivität wär wohl nicht so hoch und würde vermutlich v.a. durch das Kühlwasser austreten, es würde aber vermutlich reichen um das Grundwasser in der Gegend zu verseuchen.
Das ist tatsächlich ein großes Problem, eine Panzerung nachzurüsten dürfte aber deutlich einfacher sein, als bei einem Reaktor.

Die Zerstörung wär ja schon der schlimmste Fall, also um den Versuch einer Rückeroberung würde man nicht herum kommen.

Die GSG 9 sind dafür ausgebildet, die Frage ist, ob die Zeit reicht (ein recht kleiner Sprengsatz im inneren der Kuppel und das Zerstören der Pumpen sollte sehr schnell gehen).
Ich nehme mal an das die Zeit reicht, aber ich denke wenn sie nicht reichen würde, wäre ein Einsatz der SEK auch erfolgreich.

In Deutschland darf man im Fall eines Falles nur die Täter töten und das ist auch gut so.
Dito

Und das ist FALSCH.
Das ist es aber, was uns einen so hohen Lebensstandart ermöglicht hat. Wenn Handlungen nicht durch Werte kontrolliert werden, sind wir sehr schnell wieder in einem Krieg und der zerstört Wohlstand.

Das ist aber für Terroristen zu wenig, denn sie fangen nicht an mit Wahrscheinlichkeiten zu rechnen, die wollen ein Ergebnis haben, möglichst sofort, wie ja die Anschläge immer gezeigt haben, sonst hätten sie schon lange AKWs angegriffen.
Und ich denke mal, dass die Kühltürme nur unwesentlichen Schaden auslösen würden, denn immerhin ist es nur ein Sekundärkreislauf.
Ja, aber die Kühlung ist Achillesferse eines AKW. Das Problem ist durchaus ernstzunehmen.

Richtig, und die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht eine Geisel retten kann, ist dann offensichtlich, denn wenn sich Leute mit einem AKW in die Luft sprengen wollen, sind Verhandlungen völlig sinnlos. Wahrscheinlich nutzen die das eher um Zeit zu schinden, damit ein möglicher Gau nicht mehr aufgehalten werden kann.
Richtig, die einzige Chance zur Rettung der Geiseln wäre dann die Stürmung.

Trotzdem hast du eben nicht sofort einen Gau, sowas dauert eine Zeit und die Frage ist ja, können die Terroristen ihre Position so lange halten?
Die GSG 9 weiß, dass die Geiseln nicht zu retten sind, greifen sie also mit allen an, was sie haben, egal was passiert oder versucht man den diplomatischen Weg? (der eher den Terroristen in die Hände spielt)
Sie werden höchstwahrscheinlich nicht den diplomatischen Weg versuchen, Psychologen können bei Straftaten zwar wahre Wunder auslösen und werden oft unterschätzt, aber eine ganze Gruppe fanatischer Terroristen in so kurzer Zeit zum Aufgeben zu zwingen, dürfte schwierig werden. Ich glaube nicht, das bei einer Stürmung die Geiseln völlig egal wären, aber es dürfte trotzdem sehr schwierig werden, diese zu retten.

Bis zum GAU müssen die Terroristen nicht durchhalten, es reicht, wenn er nicht mehr zu verhindern ist.
Die Geiseln sind wohl oder übel zu vernachlässigen (wenn die Angestellten nicht eh schon getötet wurden).
Einen GAU aufzuhalten ist eigentlich nie unmöglich, die Wahrscheinlichkeit nähert sich aber mit dem Vorranschreiten der Zeit aber immer mehr 0 an.
Wie gesagt glaube ich nicht das die Geiseln vernachlässigt würden, aber auch die jeweiligen Einheiten werden wissen, das die Chance sie zu retten sehr gering.

Hilfsmaßnahmen sehe ich mal nicht als (Kampf-)Einsatz, wie sie im AKW nötig wären (man müsste ja auch für den Ernstfall einen Schussbefehl erteilen).
Was verstehst du unter Hilfsmaßnahmen? Das heranschaffen von Ausrüstung fände ich auch ok, den Einsatz von Einheiten des Militärs dagegen fände ich höchst bedenklich.

Ja: Ein Angriff auf ein Fußballstadion würde vermutlich mehr Tote bringen (imho aber maximal ein paar hundert)
Wenn bekannt würde, das ein Flugzeug auf ein Fussballstadion zuraßt, würde alleine die Massenpanik wahrscheinlich schon ein paar Hundert Menschen töten.

Bei guter Sicht (und man kann sich den Tag ja aussuchen) sieht man die Dinger jedenfalls aus mehreren km Entfernung, das reicht locker für den Endanflug - und die grobe Richtung geht nun wirklich mittels Kompass&GPS.
Ich glaube nicht, das dass so einfach ist. Habe ich weiter oben schon begründet.

Den einen Terroristen mit 8 Dioptrien, der die Kuppel nicht sieht, sollte es auch nicht überfordern, einen Punkt "50 m neben dem Kühlturm" anzusteuern.
Das Problem dürfte weniger das Sehen, als das Ansteuern sein.

Solange wie sie brauchen, um an den Leitungen des Haupt-Kühlsystems und 1-2 Komponenten des Notkühlsystems Sprengladungen anzubringen. Wenn sie sich im Gebäude auskennen und Widerstand leicht überwinden können würde ich mal sagen: Max. 30 Minuten ab Passieren der Einfahrt.
Man darf ja drei Faktoren nicht vergessen:
- Ein GAU muss verhindert werden und nicht ausgelöst
- die, die wissen, wie man ihn verhindert, stehen nicht in 10 Min Bereitschaft, wie das ggf. Sondereinheiten tun
- sie wissen nur, wie man das aus einer funktionierenden Reaktorwarte heraus macht. Davon gibt es pro Reaktor maximal zwei, in Biblis aber nur zwei für zwei Reaktoren
Entsprechende Experten ständen wären wahrscheinlich nicht in 10 Minuten beim betroffenen AKW, aber es wäre durchaus möglich, dass sie sich mit Experten die in dieser Zeit am AKW sind absprechen und diese am AKW verfügbaren Experten diese dann ausführen-

Eine Teilkernschmelze ist möglich, aber solange der Betonmantel um den Rekator hält, bringt das nichts. Du müsstest, als Terrorist also, nachhelfen, eventuell mit Sprengladungen innerhalb des Reaktorgebäudes.
Richtig.

Hab ich ja geschrieben, wobei ein recht kleiner Riss schon reichen könnte oder man könnte einfach das Wasser des Primärkreislaufes ableiten.
So einen kleinen Riss zu verursachen ist schwerer als du zu denken scheinst. Schließlich ist der Mantel nicht aus Pappe.

Nein. Die Polizei ist nicht militärisch ausgebildet und hat keine Ahnung vom Häuserkampf geschweige denn dem allgemeinen Kampf gegen bewaffnete Personen (die Polizei ist nur für und gegen Nahkämpfer ausgebildet). Die Ausnahme sind Spezialeinheiten (GSG 9), die auch erst ankommen müssen.
Das die Polizei nicht militärisch ausgebildet ist, ist logisch. Wie gesagt könnte man im unwahrscheinlichen Fall das es Abzusehen ist das die GSG9 nicht schnell genug einsatzbereit ist, auch das SEK einsetzen.

Richtig, aber in Deutschland sind mir jetzt keine terroristischen Gruppierungen geläufig, die in der Lage sind, ein AKW anzugreifen oder entsprechende Bombenanschläge zu verüben.
Dito.

den schwierigen Einsatz von Panzern ein.
Der Einsatz von Panzern bei einem AKW erscheint mit eher suoptimal, die Vorteile wiegen die Nachteile wie z.B. unkontrollierte Zerstörung nicht auf.

Außerdem gehe ich einfach mal davon aus, dass ein Spezialkommando der Polizei besser ausgebildet ist als eine Terrorzelle, die ja nur für ein paar Tage ein Trainingscamp besuchen und da ja keine Kriegstaktik lernen, sondern so banale Dinge wie Waffen zerlegen, reinigen und beim Schießen auch zu treffen und sich nicht selbst in den Fuß zu schießen.
Richtig. Ob die Terroristen das Camp nur für ein paar Tage besucht haben, sei jetzt mal dahingestellt. Egal wie sie trainiert haben, sie haben nicht die gleichen Bedienungen wie z.B. die GSG9 pder das SEK.

Es gibt auch Terroristen, die ihr ganzes Leben in solche Camps verbringen. Bei vielen Fanatikern kann man davon ausgehen, dass sie auch fanatisch trainieren.
Das ist aber so als würde ich mein ganzes Leben Fußball mit einem Gummiball trainieren und dann bei Nationalmannschaft auflaufen wollen. Ab einem gewissen Punkt benötigt man Expertise um sich zu steigern und diese haben diese Terroristen nicht.

Alles in allem: Mit den richtigen Mitteln und den richtigen Personen ist die Einnahme eines AKWs problemlos möglich. Die Frage ist, ob man es halten kann, bis es zu einem GAU kommt (ich vermute ja).
Ich vermute nein, wieso habe ich bereits geschrieben.

Gruppierungen, die du kennen würdest, kann man eh als ungefährlich weil unvorsichtig einstufen ;)
Al Qaida kannte man auch schon vor dem 11. September, trotzdem waren sie wohl nicht ganz ungefährlich.

Ganz abgesehen davon, dass es Al Kaida nahe Personen mit 30 Jahren Erfahrung im Häuserkampf gibt,
Und Polizei und Armee ganze Abteilungen die sich nur mit der Verbesserung der Ausrüstung und Taktik von Spezaleinheiten beschäftigen.

Ach ja, ich kenne keine Terroristen, die mit schusssicherer Kleidung mit top ausgebildet irgendwas angreift, das sind meist immer das Fußvolk, bzw. Mitläufer, die eben austauschbar sind.
Ich kenne überhaupt keine Terrororganisation die über solche Leute verfügt.

Für den größten terroristischen Akt, den es je gab werden die Gruppen wohl ihre Eliten einsetzen.
Was wohl nicht allzu schlimm wäre.

An Tschernobyl hab ich auch schon gedacht, aber ich glaub nicht, dass andere Staaten unseren Müll wollen oder ohne extreme Bezahlung nehmen.
So ein Gebäude wird man wohl oder übel bauen müssen, welches man jedoch gegen Terrorismus am besten unterirdisch baut und deshalb gegen Grundwasser abdichten muss. Dieses Gebäude müsste man natürlich alle 30 Jahre warten und den Müll alle 100 Jahre in neue Fässer verfrachten. Damit wär die Entsorgung in ein paar hundert Jahren deutlich teurer als die Ersparnis durch die Atomkraft. Aber nach ein paar hundert Jahren ist der Müll noch nicht weg. Wegen 50 Jahren minimal günstigerer Energie kommen also noch nahezu ewig Kosten auf uns zu. Die Rechnung kann nicht aufgehen, aber mit jedem Tag werden die Müllmengen größer und die zukünftigen Kosten höher.
In ein paar Hundert Jahren werden auch andere Techniken zur Verfügung stehen.

Dort steht das Zeug in stinknormale Stahlfässer verpackt im Freien. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Rost dafür sorgt das sich alles langsam aber sicher in der Umwelt verteilt.
Ja und das ist ein großes Problem.

Alternativen gibt’s es eigentlich keine
Doch, aber keine die von heute auf morgen unseren Strombedarf decken.


So gesehen haben wir einen weiteren Grund die AKWs abzuschalten. Die halbe Zeit (nachts) laufen sie ja praktisch überflüssig.
Sie produzieren 50% der Grundlast und laufen deswegen ganz sicher nicht unnötig.

Es gibt genug Alternativen, die man nur geschickt einsetzten müsste.
Richtig, es gibt genug Alternativen und deswegen werden wir unsere Energieversorgung auch in Zukunft sichern können.


Es gab mal eine Studie zu dem Thema (nein nicht von Greenpeace :schief:).
Quelle?

Ergebniss:

Man nehme sämtliche Haupterdgasleitungen in Deutschland, verwende die daneben liegenden vorhandenen Ackerflächen in einem 10km breiten Streifen nur noch zur Produktion von Biogaspflanzen und wir könnten ganz Europa mit Energie versorgen.
Die Folgen für die Umwelt sind dir aber bewusst, oder?

Ich wollte noch anmerken, das die Stromerzeugung durch AKWs die wenigsten Todesopfer pro erzeugtem Strom hat und das auch noch wenn es in Japan zu einem GAU kommt. Wie es aussieht wenn eine solche Wolke nach Tokioziehen würde, kann ich aber auch nicht sagen.
 
und da sag nochmal wer, ich würde lange Posts schreiben und Quotegehäksel praktizieren :)

Ebenso wie viele russische Kriegsschiffe, die Atom getrieben ist.

Das neue Geld, dass ins russiche Militär fließt, geht u.a. auch in die Aufarbeitung der atomaren Altlasten. Das den Japanern angebotene Spezialtankschiff wurde z.B. extra dafür gebaut.
(viel zu tun bleibt trotzdem)

Ich denk mal dass die nur einen winzigen Haufen Abfall produzieren, im Gegensatz zu nem AKW. Aber das reicht eigentlich auch schon.
Warum kommt man auf die Idee einen Reaktor in ein Schiff einzubauen??? Sicherlich wegen der riesigen Reichweite, aber größere Dieseltanks hätten auch gereicht. :wall:
Teurer ist das auch noch.

So wenig ist das gar nicht, vor allem wenn man die verstrahlten Teile mit einrechnet, die eine deutlich geringere Lebensdauer haben, als ein AKW.
Der Grund ist, neben Reichweite und Umgebungsluftunabhängigkeit, auch die konstant hohe Leistung. Ein atomgetriebener Träger hat mal eben eine 30-50% höhere Marschgeschwindigkeit, die könntest du mit konventionellen Anlagen nie erreichen, weil die Tanks größer als der Träger wären.
(trotzdem wäre ein internationales Verbot für nukleargetriebene Militäreinheiten imho wünschenswert. Die Dinger werden eh nur von Nationen gebaut, die zu 95% auf Abschreckung setzen und sie nie in einem Szenario einsetzen, in dem sie die Vorteile benötigen -> man könnte sich auch eine technikstufe gegenseitig abschrecken und so viel Müll vermeiden. Im Gegensatz zu Sprengköpfen besteht auch nicht die Gefahr, dass jemand sowas großes heimlich in Reserve hält)


Wobei ich jetzt keine Ahnung habe, wie oft die Brennstäbe in einem Atom U-Boot getauscht werden müssen. Das gleiche gilt ja auch für Flugzeugträger und sonstige Kriegsschiffe, die Reaktoren haben.

Ich glaube, die meisten werden alle 5-10 Jahre neu bestückt. Die Ein-Weg-Metall-Reaktoren der Alphas waren afaik mit 15 Jahren Laufleistung eine absolute Ausnahme.


Ich glaube nicht das die Wahrscheinlichkeit so hoch liegt. Weswegen habe ich oben beschrieben.

Und unzureichend begründet - aber ich gebe zu, dass ich für meine Sichtweise auch nicht mehr Argumente vorbringen kann, als "100% aller Terroristischen Anschläge mit Passagierflugzeugen". Trotzdem würde mich interessieren, auf wieviel % du die Erfolgschance einschätzt und wieso dieser Wert ein deiner Meinung nach vertretbare Restrisiko ist.

Nachkorrigieren während des direkten Anflugs auf die Kuppel, dürfte durch die Manövrierfähigkeit einer Passagiermaschiene schwierig werden.

Again: In drei von drei Fällen war die Manövrierfähigkeit gut genug, um Ziele zu treffen, deren potentielle Trefferfläche in einer von zwei Dimensionen kleiner war, als ein AKW.

Und was ist mit erneuerbaren Energien?

Das ich ein Befürworte bin, sollte bekannt sein. Das ich da eine Ausnahme bin (zumindest was die Konsequenz angeht) auch.

Rohstoffe aus dem Meer wären auch noch eine Möglichkeit. Wie lange unser Öl noch hält ist hoch umstritten, sich dort auf einige Zahl zu einigen könnte schwer werden. Wir haben sehr, sehr viele Möglichkeiten. Fusionsreaktoren könnte man einsetzen, die Energie von Supervulkanen anzuzapfen wäre eine Möglichkeit die extreme Strommengen bereitstellen würde. Zugegebenermaßen ist das noch mehr als expirementell. Wir Menschen haben schon öfter große Entdeckungen gemacht, als das ich glaube das wir durch ein Energieproblem aussterben bzw. unseren Lebensstandart senken müssten.

Wir haben keine Fusionsreaktoren und werden so schnell auch keine haben, Rohstoffe aus dem Meer sind ohne erhebliche ökologische Folgen ebenso gering nutzbar, wie die bislang eingeschränkt genutzten fossilen Energieträger und "große Entdeckungen", die schlagartig alles änderten, gab es ein bißchen zu selten (genaugenommen fällt mir gar keine ohne Vorläufer ein), als das man sich darauf verlassen könnte. Im übrigen geht es nicht nur um Energie. Die könnten wir, ohne Rücksicht auf anderes, sicherlich produzieren (siehe z.B. AKWs - Thorium geht uns so schnell nicht aus, wenn die Sicherheitsprobleme schneller Brüter und das Müllproblem als zweitrangig gelten), es geht um die gesamte Versorgung der Menschheit mit allem notwendigen. In der Vergangenheit hat man Probleme "gelöst", in dem man auf andere Bereiche ausgewichen ist, aber in den nächsten Jahrzehnten wird es in so ziemlich jeder Kategorie zu einer Überschreitung des maximalen Potentials und zu einem Einbruch kommen, in vielen ggf. zu einem selbst verstärkenden Einbruch.

Hast du dir überlegt, das sich unsere Möglichkeiten zum Bau von Gebäuden stetig fortentwickeln. In 500 Jahren werden wir ganz andere Möglichkeiten haben.

Nö, hab ich nicht. Aber auch wenn ich das nachhole, stelle ich zwischen heutigen und 500 Jahre alten Bauten keine Unterschiede fesst, deren Dimensionen denen des Problems "Atommüll" entsprechen. Selbst wenn ich überdauernde 2000 Jahre alte Bauwerke betrachte, sind die noch zu nah an unserer heutigen Technologie - und das ist schon eine höchst selektive Auswahl, denn die Technik, mit der ein dauerhaftes Atommülllager gebaut wird, sollte nicht im Falle einiger besonders glücklich gelegener Tempel 2000 Jahre ohne große Schäden überdauern, sondern im Worst Case 20000 Jahre ohne Kratzer.

Natürlich sind auch hier die Kosten zur Lagerung noch hoch, aber ich habe ja nie gesagt, das wir nicht aussteigen sollen. Ich habe nur einen extrem schnellen Ausstieg von heute auf morgen in Frage gestellt. Die Kosten für die Lagerung des Atommülls werden nicht die Kosten für einen schnellen Atomausstieg übertreffen.

*grübel* Hatte ich dich aufgefordert, "extrem schnell" zu definieren, oder jemand anderen? Falls nicht, wiederhole ichs an der Stelle: Was ist deiner Meinung nach okay und was zu schnell?

Ergebnisse sind z.B. Studien zur Reaktorsicherheit wie sie hier schon genannt wurden. Diese erhalten ein großes mediales Echo.

So? Wer hat denn davon gesprochen, bevor die Behauptung "AKWs sind nicht so sicher, wie man gemeinhin sagt" durch externe Quellen ("Fukushima") eindrucksvoll belegt wurde?

Weil man bei bewaffneten Terroristen anders reagieren würde, als bei Demonstranten. Ich glaube kaum das die Regierung ersteinmal eine Studie durchführen lassen würde, bevor sie maßnahmen Ergreifen würde. Ein AKW wird außerdem bewacht.

Das wurde es im Falle der eingedrungenen Aktivisten auch. Und sicherlich hat man die nicht mit Waffengewalt gestoppt, was man als Reaktion auf Terroristen ggf. versuchen würde. Aber umgekehrt haben die Demonstraten auch keine Waffengewalt eingesetzt - bei einem paramilitärischen Angriff wird man erstmal gar nicht reagieren. Denn die schießen als erste und im Gegensatz zu einer AKW-Wachmannschaft, die alles außerhalb des Zaunes erstmal als unbedenklichen Zivilist behandeln muss (wenn mans überhaupt bemerkt), können Angreifer sehr wohl Hecken-&Scharfschützen in Stellung bringen.

Die meisten Gebäudezerstörungen durch Terroristen wurden durch Selbstmordattentate verübt, was bei einem AKW schwierig ist.

Es geht nicht um "die meisten", denn die werden mit improvisierten Methoden in verarmten Gegenden ausgeführt. Es geht um ein herausragendes Projekt.

Doch, hier ist z.B. eine Studie dazu und die geht nicht vom Ausstieg von heute auf morgen aus.

1. Die Berechnungen einer ""Studie"", die aus einem SPON-Artikel besteht und mit einer hoffnungslos überzogenen Horrordarstellung beginnt, halte ich für unglaubwürdig
2. 170 Milliarden für einen schnellen Ausstieg sind eine Wiederlegung deiner Aussage, dass ein schneller Ausstieg teuer wäre. Im Vergleich zu z.B. Bankenrettungsmaßnahmen, die man mal eben aus dem Ärmel schüttelt und die keine Zukunftsinvestion, sondern eher ein unverdientes Geschenk darstellen, ist das eher wenig, im Vergleich zur bereits vorhandenen Staatsverschuldung wäre es geradezu lächerlich. (nicht berücksichtigt scheint weiterhin, dass Deutschland noch-führender Anbieter der meisten Technologien ist, d.h. derartige Investitionen würden sich durch einen Wirtschaftsboom teilweise refinanzieren)
3. "170 Milliarden für einen schnellen Ausstieg" sind rein gar kein Argument bezüglich der Aussage, dass ein Weitermachen verdammt teuer ist. Es wird schlichtweg keine Aussage gemacht.

Unabhängig davon das eine RPG wohl kaum die Schuzwand durchschlagen würde, hat selbst eine RPG-16 nur eine maximale Schussreichweite von 800 Metern, diese Distanz wäre wahrscheinlich kurz genug um einen Abschuss noch zu verhindern.

Mit welchen Mitteln?
Ohne Scharfschützen (die es definitiv nicht gibt), ist auf eine Entfernung >300m überhaupt keine Reaktion möglich, selbst wenn man den Angreifer rechtzeitig entdecken würde. Da es in der Umgebung vieler AKWs z.T. gute Versteckmöglichkeiten gibt, bestände die zur Verfügung stehende Zeit aber ohnehin nur in den 1-2 Sekunden, die zwischen Verlassen der Deckung in Schussbereiten Zustand und Abschuss vergehen. Langes Zielen entfällt bei einem Ziel dieser Größe. Beim Einsatz von Waffen mit balistischer Flugbahn wären Eingriffe sogar erst nach dem ersten Schuss möglich. (das ganze weiterhin unter der Vorraussetzung, dass der Angriff nicht mit treffsicheren Schüssen auf das Wachpersonal selbst beginnt/begleitet wird, wovon man in einer Worst-Case-Studie aber ausgehen muss)

Ehrlich gesagt habe ich schon genug Bedenken das Volk bei einfacheren Fragen wie einem Bahnhof zu befragen. Ich möchte nicht das es über Verfassungsfragen entscheidet, da ich nicht Glaube das es die dazu nötige Kompetenz besitzt. Das Bundesverfassungsgericht hat den Wiederaufbau Deutschlands und seiner mittlerweile relativ stabilen Demokratie sehr gut begleitet und entscheidend dazu beigetragen das wir heute ein Land ist, das zumindest im Vergleich zu anderen Ländern, die Bürgerrechte relativ hoch hält.

Juristische Frage gehören sowieso in die Hände der Justiz - dafür ist die nunmal da. Aber Grundsatzfragen zu Zielen und Werten sollte in einer Demokratie eigentlich der mündige Bürger beantworten.
(leider haben wir nicht viele davon...)

Ich nehme mal an das die Zeit reicht

Mit welcher Begründung?
Die Zeit, die man braucht, um entscheidende Elemente zu beschädigen lässt sich nun wirklich in Minuten angeben.

, aber ich denke wenn sie nicht reichen würde, wäre ein Einsatz der SEK auch erfolgreich.

Die Terroristen könnten sie sicherlich erledigen.
Stellt sich die Frage, ob es nötig ist, Leute zu töten, die gerade eigenhändig das AKW, in dem sie sich befinden, in einen GAU getrieben haben.

Wenn bekannt würde, das ein Flugzeug auf ein Fussballstadion zuraßt, würde alleine die Massenpanik wahrscheinlich schon ein paar Hundert Menschen töten.

Wenn öffentlich bekannt wird, dass ein Flugzeug auf ein Fußballstadion zuraßt, dann sind mehrere Stunden vergangen und das Flugzeug längst angekommen. Wenn die Flugsicherung rechtzeitig die Stadionleitung benachrichtigt, kann man die üblichen Pläne für Brandfälle anwenden, ohne den Grund anzugeben. Da die meisten Leute keine mittelbare Gefahr sehen, ist eine Panik (die in Katastrophenfällen ohnehin seltener ist, als von vielen angenommen - Berühmte Problemfälle zeichneten sich immer dadurch aus, dass ein Teil der Leute sich keiner Gefahr bewusst war), eher gering.

Entsprechende Experten ständen wären wahrscheinlich nicht in 10 Minuten beim betroffenen AKW, aber es wäre durchaus möglich, dass sie sich mit Experten die in dieser Zeit am AKW sind absprechen und diese am AKW verfügbaren Experten diese dann ausführen-

Nach einer terroristischen Stürmung gäbe es keine Experten am AKW mehr, es sei denn, du betrachtest Leichen als ausreichend qualifiziert. Und ich wiederhole: Es gäbe ggf. auch keinerlei Kontrollelemente mehr.

Al Qaida kannte man auch schon vor dem 11. September, trotzdem waren sie wohl nicht ganz ungefährlich.

Es ging um aktive Gruppierungen - die Leute, die quanti vor dem 11.9. von Al Kaide kannte, waren am 11.9. keine Bedrohung.

Ich wollte noch anmerken, das die Stromerzeugung durch AKWs die wenigsten Todesopfer pro erzeugtem Strom hat und das auch noch wenn es in Japan zu einem GAU kommt. Wie es aussieht wenn eine solche Wolke nach Tokioziehen würde, kann ich aber auch nicht sagen.

Die Aussage halte ich für riskant, es sei denn, du zählst Tote in Kohlebergwerken mit. Aber selbst da würde ich ein Kopf-an-Kopf erwarten, wenn man nur die für die europäische Stromerzeugung seit Mitte des 20. Jhd. angefallenen Opfer zählt. AKWs töten zwar nicht regelmäßig eine größere Zahl von Menschen, aber andere Kraftwerke auch nicht. Insbesondere Wasserkraft und Solartechnik dürfte so gut wie keine Fälle zu vermelden haben und Tschernobyl muss man erstmal ausgeglichen bekommen.
 
Ich finde es sehr bemerkenswert, daß das Ergebnis bisher bei immerhin 126 Teilnehmern so ausgeglichen ist. Das hätte ich eigentlich nicht erwartet.
 
Nachkorrigieren während des direkten Anflugs auf die Kuppel, dürfte durch die Manövrierfähigkeit einer Passagiermaschiene schwierig werden.

Passagiermaschienen müssen beim Landeanflug wegen Seitenwindes ständig nachkorrigieren. Es ist einfach abwegig zu denken es sei nicht möglich ein Reaktorgebäude zu treffen.


Tagesschau, Frontal 21 und noch 1 oder 2 andere Sendungen. Die Studie wurde vor höchstem einem Jahr (eher weniger) veröffentlicht. Den Weg ins Netzt scheint sie noch nicht gefunden zu haben, sonst hätte ich sie dir liebend gerne verlinkt.

Die Folgen für die Umwelt sind dir aber bewusst, oder?
Alles Kinderkram in Vergleich der Probleme die AKWs schaffen.

Ich wollte noch anmerken, das die Stromerzeugung durch AKWs die wenigsten Todesopfer pro erzeugtem Strom hat und das auch noch wenn es in Japan zu einem GAU kommt. Wie es aussieht wenn eine solche Wolke nach Tokioziehen würde, kann ich aber auch nicht sagen.
Das soll wohl ein Witz sein? :what:
Ohne Tschernobyl und die ganzen anderen kleineren Störfälle hätten wir Weltweit nur einen Bruchteil der Krebsrate und der behindert geborenen Kinder. Mach dich mal schlau was in Gegenden von Osteuropa abgeht, die besonderst schlimm von Tschernobyl betroffen waren.
 
Und unzureichend begründet - aber ich gebe zu, dass ich für meine Sichtweise auch nicht mehr Argumente vorbringen kann, als "100% aller Terroristischen Anschläge mit Passagierflugzeugen". Trotzdem würde mich interessieren, auf wieviel % du die Erfolgschance einschätzt und wieso dieser Wert ein deiner Meinung nach vertretbare Restrisiko ist.
Ich habe nie behauptet das die Kernenergie sicher ist, ich habe lediglich geschrieben das die Risiken bis zum Vollzug eines verantwortungsvollen Ausstiegs vertretbat sind. Ich habe keine dieser Studien durchgeführt und kann dir deswegen auch keine genaue Prozentangabe nennen, denke aber das die Möglichkeit die Kuppel zu treffen bei nahezu perfekter Flugrichtung des Flugzeugs bei etwa 50% liegen würde. Bei einem nicht perfekten, aber für die Situation dennoch guten Flugrichtung des Flugzeugs schätze ich sie auf etwa 25%-30%. Wenn das Flugzeug mit den Fähigkeiten eines durchschnittlichen Piloten auf Kurs gebracht würde, nähme ich eine Wahrscheinlichkeit von etwa 10%-15% an. Bei jeder vom Können eines durchschnittlichen Piloten abweichender Möglichkeit schätze ich sie auf unter 5%.

Again: In drei von drei Fällen war die Manövrierfähigkeit gut genug, um Ziele zu treffen, deren potentielle Trefferfläche in einer von zwei Dimensionen kleiner war, als ein AKW.
Die Twin Towers waren aber auch deutlich höher als eine Reaktorkuppel, einen Kühlturm zu treffen stellte ich mir auch einfacher vor. Das Pentagon wurde im Tiefflug angeflogen und hatte eine sehr froße Fläche. Ich denke auch für einen außergewöhnlich guten Piloten würde es schwer werden die Kuppel eines Kernkraftwerks im Tiefflug anzusteuern, ohne vorher "hängen" zu bleiben.

Wir haben keine Fusionsreaktoren und werden so schnell auch keine haben, Rohstoffe aus dem Meer sind ohne erhebliche ökologische Folgen ebenso gering nutzbar, wie die bislang eingeschränkt genutzten fossilen Energieträger und "große Entdeckungen", die schlagartig alles änderten, gab es ein bißchen zu selten (genaugenommen fällt mir gar keine ohne Vorläufer ein), als das man sich darauf verlassen könnte. Im übrigen geht es nicht nur um Energie. Die könnten wir, ohne Rücksicht auf anderes, sicherlich produzieren (siehe z.B. AKWs - Thorium geht uns so schnell nicht aus, wenn die Sicherheitsprobleme schneller Brüter und das Müllproblem als zweitrangig gelten), es geht um die gesamte Versorgung der Menschheit mit allem notwendigen. In der Vergangenheit hat man Probleme "gelöst", in dem man auf andere Bereiche ausgewichen ist, aber in den nächsten Jahrzehnten wird es in so ziemlich jeder Kategorie zu einer Überschreitung des maximalen Potentials und zu einem Einbruch kommen, in vielen ggf. zu einem selbst verstärkenden Einbruch.
Nenne bitte konkrete Beispiele, ich kann nicht zu jedem Bereich des menschlichen Lebens Alternativen aufzeigen.

Nö, hab ich nicht. Aber auch wenn ich das nachhole, stelle ich zwischen heutigen und 500 Jahre alten Bauten keine Unterschiede fesst, deren Dimensionen denen des Problems "Atommüll" entsprechen. Selbst wenn ich überdauernde 2000 Jahre alte Bauwerke betrachte, sind die noch zu nah an unserer heutigen Technologie - und das ist schon eine höchst selektive Auswahl, denn die Technik, mit der ein dauerhaftes Atommülllager gebaut wird, sollte nicht im Falle einiger besonders glücklich gelegener Tempel 2000 Jahre ohne große Schäden überdauern, sondern im Worst Case 20000 Jahre ohne Kratzer.
Unsere heutige Bunkertechnologie unterscheidet sich extrem von der damaligen, heute können wir uns z.B. gegen alle möglichen Giftstoffe (inklusive nuklearer Strahlung) schützen. Ich nenne dieses Beispiel, da heutige Bunker viele Gemeinsamkeiten in ihrem Anforderungsprogil haben, die identisch oder zumindest ähnlich zu denen eines Endlagers wären. Wir wissen nicht was es in 500 Jahren für Möglichkeiten gibt, die Eigenschaften von Stoffen zu verändern, evtl. stellt sich das Endlagerproblem gar nicht mehr da man Strahlung sozusagen abstellen kann. Mir ist auch klar, das die Endlagerfrage keine angenehme ist, aber wir müssen so oder so eine Lösung finden, wir sind nicht mehr in der Lage darüber zu entscheiden ob wir ein Endlager benötigen oder nicht, wir benötigen eines. Daher nehme ich an, das der Müll der bis zu einem Vollzug der Energiewende noch "hergestellt" wird, auch noch lagern zu können.

*grübel* Hatte ich dich aufgefordert, "extrem schnell" zu definieren, oder jemand anderen? Falls nicht, wiederhole ichs an der Stelle: Was ist deiner Meinung nach okay und was zu schnell?
Ich halte je nach dem Stand der Technik zu diesem Zeitpunkt einen Komplettausstieg aus der Kernkraft 2019-2027 für realistisch. Wenn aktuelle Prognosen stimmen, würde ich zu 2022/2023 tendieren. Mich würde aber auch mal der angepeilte Ausstiegspunkt von dir interessieren.

So? Wer hat denn davon gesprochen, bevor die Behauptung "AKWs sind nicht so sicher, wie man gemeinhin sagt" durch externe Quellen ("Fukushima") eindrucksvoll belegt wurde?
Z.B. die verlinkten Zeitungen wie die Süddeutsche.

Das wurde es im Falle der eingedrungenen Aktivisten auch. Und sicherlich hat man die nicht mit Waffengewalt gestoppt, was man als Reaktion auf Terroristen ggf. versuchen würde. Aber umgekehrt haben die Demonstraten auch keine Waffengewalt eingesetzt - bei einem paramilitärischen Angriff wird man erstmal gar nicht reagieren. Denn die schießen als erste und im Gegensatz zu einer AKW-Wachmannschaft, die alles außerhalb des Zaunes erstmal als unbedenklichen Zivilist behandeln muss (wenn mans überhaupt bemerkt), können Angreifer sehr wohl Hecken-&Scharfschützen in Stellung bringen.
Ich bin auf Grund dessen auch für einen Schutz durch speziell geschulte Polizisten, inklusive Scharfschützen und eine Ausweitung des Sperrzone. Das ändert aber nichts daran, das ich nicht glaube, das so etwas funktionieren könnte, da ich annehme das es den Sicherheitskräften schnell genug gelingen würde einen Abschuss zu verhindern. Wie gesagt kann ich das nicht belegen, da es zu diesem Thema keine ausreichenden Informationen gibt.

Es geht nicht um "die meisten", denn die werden mit improvisierten Methoden in verarmten Gegenden ausgeführt. Es geht um ein herausragendes Projekt.
Auch die Anschläge auf Botschaften, die herausragend waren, wurden mit Autobomben ausgeführt. Natürlich wäre ein Angriff auf ein AKW ein anderes Kaliber, ich wollte damit nur ausdrücken das Terroristen die Erfahrng fehlt. Der 11. September war natürlich Erfahrung, aber wirkliche Routine ist das für diese Organisationen (zum Glück) nicht.

2. 170 Milliarden für einen schnellen Ausstieg sind eine Wiederlegung deiner Aussage, dass ein schneller Ausstieg teuer wäre. Im Vergleich zu z.B. Bankenrettungsmaßnahmen, die man mal eben aus dem Ärmel schüttelt und die keine Zukunftsinvestion, sondern eher ein unverdientes Geschenk darstellen, ist das eher wenig,
Ich weiß nicht ob jede einzelne Rettungsmaßnahme nötig gewesen wäre, aber wir haben eine der größten Krisen der letzten Jahrzente durch eine aktuell beispiellose internationale Zusammenarbeit gelöst. Ich glaube, vielen ist nicht bewusst, das wir am Abgrund standen und nach und nach die Steine wegfielen. Wenn wir damals nicht gehandelt hätten, hätten wir heute ganz andere Probleme als die Atomkraft.

(nicht berücksichtigt scheint weiterhin, dass Deutschland noch-führender Anbieter der meisten Technologien ist, d.h. derartige Investitionen würden sich durch einen Wirtschaftsboom teilweise refinanzieren)
Das ist richtig, aber nur weil etwas nicht so schnell passiert, heißt das nicht das die Forschung gestoppt werden muss.

3. "170 Milliarden für einen schnellen Ausstieg" sind rein gar kein Argument bezüglich der Aussage, dass ein Weitermachen verdammt teuer ist. Es wird schlichtweg keine Aussage gemacht.
Doch, das ist in meinen Augen teuer. Weiterhin wurden die Kosten heute in der FAZ noch deutlich höher eingeschätzt. Ich schau mal ob ich den Artikel wiederfinde.

Ohne Scharfschützen (die es definitiv nicht gibt), ist auf eine Entfernung >300m überhaupt keine Reaktion möglich, selbst wenn man den Angreifer rechtzeitig entdecken würde.
Doch, man kann durchaus reagieren, z.B. mit einem Angriff. Trotzdem befürworte ich Scharfschützen und sehe das Problem.

Da es in der Umgebung vieler AKWs z.T. gute Versteckmöglichkeiten gibt, bestände die zur Verfügung stehende Zeit aber ohnehin nur in den 1-2 Sekunden, die zwischen Verlassen der Deckung in Schussbereiten Zustand und Abschuss vergehen. Langes Zielen entfällt bei einem Ziel dieser Größe.
Ich denke es ist durchaus möglich mit einem Scharfschützen in 1-2 Sekunden ein solches Ziel auszuschalten.

Beim Einsatz von Waffen mit balistischer Flugbahn wären Eingriffe sogar erst nach dem ersten Schuss möglich.
Es gibt keine ballistischen Panzerabwehrraketen die Terroristen zur Verfügung stehen und nicht aufgebaut werden müssen.

(das ganze weiterhin unter der Vorraussetzung, dass der Angriff nicht mit treffsicheren Schüssen auf das Wachpersonal selbst beginnt/begleitet wird, wovon man in einer Worst-Case-Studie aber ausgehen muss)
Ich gehe bei allem was ich schreibe davon aus das die Terroristen auf die Sicherheitsleute schießen, alles andere wäre unrealistisch.

Aber Grundsatzfragen zu Zielen und Werten sollte in einer Demokratie eigentlich der mündige Bürger beantworten.
(leider haben wir nicht viele davon...)
Wie du bereits geschrieben hast gibt es nicht besonders viele mündige Bürger und deswegen bin ich froh darüber das aktuell die Politik über die Ziele entscheidet.

Mit welcher Begründung?
Die Zeit, die man braucht, um entscheidende Elemente zu beschädigen lässt sich nun wirklich in Minuten angeben.
Weil die Zeit um sie wiederherzustellen mit der nötigen Expertise oft auch nur bei Minuten liegt.

Die Terroristen könnten sie sicherlich erledigen.
Stellt sich die Frage, ob es nötig ist, Leute zu töten, die gerade eigenhändig das AKW, in dem sie sich befinden, in einen GAU getrieben haben.
Ja, da sie wahrscheinlich versuchen würden zu verhindern, das man die Lage wieder stabilisiert.

Wenn öffentlich bekannt wird, dass ein Flugzeug auf ein Fußballstadion zuraßt, dann sind mehrere Stunden vergangen und das Flugzeug längst angekommen. Wenn die Flugsicherung rechtzeitig die Stadionleitung benachrichtigt, kann man die üblichen Pläne für Brandfälle anwenden, ohne den Grund anzugeben. Da die meisten Leute keine mittelbare Gefahr sehen, ist eine Panik (die in Katastrophenfällen ohnehin seltener ist, als von vielen angenommen - Berühmte Problemfälle zeichneten sich immer dadurch aus, dass ein Teil der Leute sich keiner Gefahr bewusst war), eher gering.
Die ersten Tweets werden wahrscheinlich etwa 30 Sekunden nach dem Einsturz des Flugzeugs online sein, wenn einer der Beschöftigten der Flugsicherung meint er müsste das unbedingt der Welt mitteilen schon etwa 10 Minuten davor. Ich glaube, das es sehr kompliziert würde, das gesamte Stadion innerhalb von Minuten zu evakuieren.

Nach einer terroristischen Stürmung gäbe es keine Experten am AKW mehr, es sei denn, du betrachtest Leichen als ausreichend qualifiziert. Und ich wiederhole: Es gäbe ggf. auch keinerlei Kontrollelemente mehr.
Dewegen gilt es eine Stürmung zu verhindern, aber ich bin zuversichtlich das innerhalb von 10 Minuten lebende Experten am AKW wären, die zusammen mit Experten mit denen sie per Funk verbunden wären, einen Gau verhindern könnten.

Es ging um aktive Gruppierungen - die Leute, die quanti vor dem 11.9. von Al Kaide kannte, waren am 11.9. keine Bedrohung.

Zitat von wikipedia:
Neun der 19 Entführer müssen durch ein zusätzliches Screening, bevor sie das Flugzeug besteigen. Von keinem ist der Name bekannt, so wurden Khalid Almihdhar und Nawaf Alhazmi auch nicht gesondert gescreent, obwohl beide auf der Terrorist watchlist for international flights stehen. Sechs der neun werden von einem Computerprogramm für eine extra gründliche Prüfung ausgewählt, woraufhin das Gepäck zusätzlich auf Sprengstoffe und versteckte Waffen geprüft wird. Zwei der neun werden wegen Unregelmäßigkeiten in ihren Papieren ausgewählt und einer, weil er keine korrekten Papiere vorweisen kann. Nach der Überprüfung gehen alle Entführer an Bord.
Sie waren sehr wohl bekannt, da man ihren Namen aber nicht kannte wurden sie nicht gesondert geprüft.:ugly:

Die Aussage halte ich für riskant, es sei denn, du zählst Tote in Kohlebergwerken mit. Aber selbst da würde ich ein Kopf-an-Kopf erwarten, wenn man nur die für die europäische Stromerzeugung seit Mitte des 20. Jhd. angefallenen Opfer zählt. AKWs töten zwar nicht regelmäßig eine größere Zahl von Menschen, aber andere Kraftwerke auch nicht. Insbesondere Wasserkraft und Solartechnik dürfte so gut wie keine Fälle zu vermelden haben und Tschernobyl muss man erstmal ausgeglichen bekommen.

Zitat von Wikipedia:
Die Zahl von unfallbedingten Todesfällen pro erzeugter Energiemenge ist für Kernkraft bislang geringer als für andere Arten der Elektrizitätserzeugung. Eine (nicht repräsentative) Beispielrechnung für das schweizerische Kernkraftwerk Mühleberg ergibt 0,02 Todesfälle pro GWJahr. Diese Zahl schließt sowohl unmittelbare als auch latente Todesfälle ein. Zum Vergleich werden die unmittelbaren Todesfälle durch andere Energiequellen im Zeitraum 1969-1996 herangezogen, es handelt sich um 0,1 Todesfälle pro GWJahr für Gasturbinenkraftwerke, 0,3 für Kohlekraftwerke und 0,9 für Wasserkraft.[4]

Unfälle mit Radioaktivitätsaustritt und großen Todeszahlen kamen in der westlichen Hemisphäre in der Vergangenheit nicht vor. So erscheint die Anzahl der sofortigen Todesopfer in OECD-Staaten für die kurze Zeitspanne von 1969 bis 2000 pro Gigawattjahr durch KKWs in einer Statistik des schweizerischen Paul Scherrer Instituts (PSI) für Nuklear- und Reaktorforschung [3] als „Null“. Die genannte PSI-Studie listet im Vergleich in OECD-Ländern bei Kohlekraftwerken 0,13 Todesopfer/GWJahr, bei Wasserkraftwerken 0,004 Todesopfer/GWJahr, im EU15-Raum ebenfalls als „Null“.

Die Studie weist aber darauf hin, dass es bei Atomenergie weniger auf die sofortigen Todesopfer, als vielmehr auf die zahlreicheren Todesfolgen aufgrund von Langzeitschäden (Strahlenkrankheit, Leukämie, sonstige Krebsarten, etc.) ankomme. Die Studie listet für die Todesfälle aufgrund von Langzeitfolgen durch AKWs allein die Katastrophe von Tschernobyl und schätzt diese auf etwa 10.000 bis 100.000 Todesfälle, die bis heute unmittelbar auf die Langzeitfolgen von Tschernobyl zurückzuführen seien, ohne jedoch die Folgen von Harrisburg, Sellafield, Majak oder anderen AKW-Unfällen mit Radioaktivitätsaustritt zu berücksichtigen (s. auch die Liste der Unfälle in kerntechnischen Anlagen, die sich allein mit Fällen von Radioaktivitätsaustritten befasst). Für Wasserkraftwerke in Nicht-OECD-Ländern listet sie 13,77 Todesopfer/GWJahr (der Großteil stammt aus dem Bruch von 62 Staudämmen in China um den Banqiao-Staudamm im Jahr 1975 mit angenommenen 26.000 sofortigen Todesopfern).[5]

Einer Studie zufolge wären im Langzeitdurchschnitt 1,3 Todesfälle pro Jahr zu beklagen, wenn der Bedarf an elektrischer Energie in Deutschland (derzeit etwa 580 Tera-Wattstunden im Jahr) allein durch Kernkraftwerke gedeckt werden würde. Würde er andererseits allein durch Gasturbinenkraftwerke gedeckt, so die Studie, wären es 6,6 Todesfälle pro Jahr, bei Kohlekraftwerken rd. 20 jährlich. Für erneuerbare Energiequellen wäre diese Zahl aufgrund ihrer arbeitsintensiven und dezentralen Struktur noch höher, was jedoch bisher nicht mit statistischen Daten belegt werden kann. Insbesondere nicht tödliche jedoch trotzdem schwerwiegende Erkrankungen ( wie z.B. Schilddrüsenkrebs und Immunschwäche) sowie Schädigungen des Erbgutes und damit in Zusammenhang gebrachten Behinderungen von Neugeborenen sind in dieser Statistik nicht berücksichtigt, da derartige Schädigungen nur schwer mit einem Sterberisiko beschreibbar sind. Derzeit besteht jedoch kaum eine Möglichkeit statistisch verlässliche Zahlen bezüglich der tatsächlichen Langzeitschäden zu erlangen. Denn aufgrund der hohen Halbwertszeiten einiger Stoffe (z.B. Plutonium) sowie fehlender bzw. unvollständige Informationen über zwei der schwerwiegendsten Störfälle in Nuklearanlagen insbesondere in der UdSSR (Majak, Tschernobyl), mit mangelhafter Informationspolitik der damaligen Regierung, bleiben Statistiken mit einem Restrisiko fehlerhafter Daten behaftet. Des weiteren ist anzunehmen, dass die Langzeitfolgen der Atomkatastrophe in Fukushima die Zahlen der potentiellen und tatsächlichen Opfer erhöhen werden.

Die zugrundeliegende Studie (Hirschberg u. a. (1998): Severe accidents in the energy sector) des bereits weiter oben zitierten Paul Scherrer Instituts befasst sich in puncto AKWs (S. 137-182) allerdings hauptsächlich mit den geschätzten anfallenden Kosten für die überhaupt mögliche Schadensbegrenzung bei schlimmstmöglichen fiktiven Unfallszenarien in AKWs mit höchsten Sicherheitsstandards (die in der Studie auch in westlichen Ländern als selten erfüllt bezeichnet werden) und bei maximaler Entfernung von menschlichen Siedlungen, nicht etwa mit einem einzelnen AKW oder den tatsächlichen Auswirkungen einer solchen Katastrophe wie etwa konkreten Todeszahlen oder dem Ausmaß menschlicher wie Umweltschäden; die Ergebnisse lassen sich daher auch so deuten, dass bei AKW-Unfällen trotz erheblicher Belastung und Schädigungen weniger getan werden kann.

Darin nicht berücksichtigt sind Folgen wie Krankheiten, sollte man diese aber berücksichtigen wird man wohl trotzdem nicht die anderen Energien übertreffen, wenn man auch deren gesundheitliche Schäden miteinbezieht.

Passagiermaschienen müssen beim Landeanflug wegen Seitenwindes ständig nachkorrigieren. Es ist einfach abwegig zu denken es sei nicht möglich ein Reaktorgebäude zu treffen.
Passagiermaschienen fliegen beim Landeanflug auch nicht Höchstgeschwindigkeit.

Tagesschau, Frontal 21 und noch 1 oder 2 andere Sendungen. Die Studie wurde vor höchstem einem Jahr (eher weniger) veröffentlicht. Den Weg ins Netzt scheint sie noch nicht gefunden zu haben, sonst hätte ich sie dir liebend gerne verlinkt.
Ok, viel anderes als das zu Glauben oder nicht zu Glauben bleibt mir dann aber auch nicht übrig.

Alles Kinderkram in Vergleich der Probleme die AKWs schaffen.
Ich würde die Auswirkungen die das auf die Fruchtbarkeit der Erde hat nicht unterschätzen.

Das soll wohl ein Witz sein? :what:
Ohne Tschernobyl und die ganzen anderen kleineren Störfälle hätten wir Weltweit nur einen Bruchteil der Krebsrate und der behindert geborenen Kinder. Mach dich mal schlau was in Gegenden von Osteuropa abgeht, die besonderst schlimm von Tschernobyl betroffen waren.
Hat sich mit dem verlinkten Wiki Artikl oben erledigt.
 
Dafür hatten die Deutschen früher den "Schnorchel", übrigens von den Holländern geklaut! ;)

Genau und du denkst, dass ein U-Boot, das so dicht an der Wasseroberfläche nicht entdeckt werden kann? ;)
Das Prinzip eines U-Bootes ist ja unentdeckt in fremde Gewässer zu gelangen und das geht nur, wenn die Wärmesignatur nicht entdeckt wird, das geht mit Schnorchelfahren nicht.

Rohstoffe aus dem Meer wären auch noch eine Möglichkeit.

Schon letztes Jahr vergessen?
Deepwater Horizon von BP im Golf von Mexiko nicht mehr im Blick?. Schlimmer Unfall, lange Öl ausgelaufen, soviel zum Thema Rohstoffe aus dem Meer.
Dann noch im Nigerdelta. Wird gerne mal "vergessen".

Wie lange unser Öl noch hält ist hoch umstritten, sich dort auf einige Zahl zu einigen könnte schwer werden.

Öl wird es immer geben, die Frage ist, wie lange kann man es wirtschaftlich noch födern, bzw. ab welchem Preis ist es sinnlos?

Wir haben sehr, sehr viele Möglichkeiten. Fusionsreaktoren könnte man einsetzen,

Fusionsenergie ist nicht vor 2050, eher 2080 greifbar, was machst du bis dahin, Atomkraftwerke weiter laufen lassen? die sind dann 100 Jahre alt.
Außerdem, wer sagt, dass Fusionsreaktoren sicher sind?
Ohne ein eigenes Atomkraftwerk läuft ein Fusionskraftwerk eh nicht (ist wie mit der Wasserstoffbombe, die geht ohne Atombombe auch nicht) :schief:

die Energie von Supervulkanen anzuzapfen wäre eine Möglichkeit die extreme Strommengen bereitstellen würde.

Hast du dazu eine Theorie, wie man das machen könnte?
Ich nicht und ich bin Ingenieur. :ugly:

Zugegebenermaßen ist das noch mehr als expirementell.

Fusionsenergie ist experimentell, alles andere ist es nicht. Genauso könnte man die Blitze abfangen und die Energie davon speichern.

Wir Menschen haben schon öfter große Entdeckungen gemacht, als das ich glaube das wir durch ein Energieproblem aussterben bzw. unseren Lebensstandart senken müssten.

Senken müssten wir gar nicht, die Menschheit breitet sich einfach zu schnell aus. Guck dir die Kurven an, wie stark die Bevölkerung in den letzten Jahrhunderten angestiegen ist und schau dir die Hochrechnungen an.

Weil man bei bewaffneten Terroristen anders reagieren würde, als bei Demonstranten. Ich glaube kaum das die Regierung ersteinmal eine Studie durchführen lassen würde, bevor sie maßnahmen Ergreifen würde. Ein AKW wird außerdem bewacht. Die meisten Gebäudezerstörungen durch Terroristen wurden durch Selbstmordattentate verübt, was bei einem AKW schwierig ist.

Denkst du echt, dass die Wachmannschaft eines AKWs gegen eine Gruppe von Terroristen eine Chance hat, die logischer Weise über eine größere Feuerkraft verfügen. Auch die nah liegende Polizeistation mit den geschätzten 5 Leuten ist überfordert und bevor eine Spezialeinheit kommen kann (ich rede noch nicht mal von GSG 9), sind die Terroristen längs im Gebäude, haben Geiseln genommen und Sprengladungen gesetzt (versteckte Sprengladungen sind bei ihnen gerne gesehen, das schreckt Eingreiftruppen an, die sich das zweimal überlegen, ob sie weiter angreifen, wenn die erste Gruppe in die Luft geflogen ist).

Das kann man nicht sagen, da die Sicherheitskonzepte eines AKW zum Glück nicht der Öffentlichkeit vorliegen.

Natürlich nicht, aber taktisch gut ausgebildete Leute können sich das ausmalen, wie es aussehen könnte und solche Leute haben Terroristen auch, die greifen natürlich nicht zur Waffe, müssen sie ja auch nicht, dafür gibts das Fußvolk.

Trotzdem befürworte ich grundsätzlich eine stärkere Bewachung von Atomkraftwerken, auch mit Scharfschützen.

Und die sitzen dann jahrelang irgendwo rum bis Routine eintritt und sie unvorsichtig werden?
Das klappt solange, bis sie einen Greenpeaceaktivisten töten, der ein Plakat anbringen will.
(oder einen Spaziergänger erschießen, der seinen Hund im Gebüsch sucht)
(Oder einen Typen abknallt, der gerade mit einem anderen Typen beschäftigt ist ;))

Ich gehe mal davon aus das es Spezialeinheiten denen praktisch jedes belibiege Equipment und beste Trainingsbedingungen zur Verfügung stehen, Terroristen auszuschalten, da diese wohl kaum so gut ausgebildet sind. Sich in einem Kernkraftwerk zu verstecken wie in Afghanistan geht nicht und im Häuserkampf nehmen es auch die meisten "Standartsoldaten" mit Terroristen auf.

Terroristen planen ihren Angriff aber, bzw. er wird geplant. Es reicht, wenn sie einen Posten irgendwo hinstellen, die Gegend mit Sprengfallen abriegeln und den Geiseln Sprengstoffgürtel um den Hals hängen.

Richtig, die einzige Chance zur Rettung der Geiseln wäre dann die Stürmung.

Die Geiseln werden sicher zuerst getötet, wenn es zu einer Erstürmung kommt.

Wenn bekannt würde, das ein Flugzeug auf ein Fussballstadion zuraßt, würde alleine die Massenpanik wahrscheinlich schon ein paar Hundert Menschen töten.

Bis bekannt wird, dass das Flugzeug absichtlich auf das Stadion zufliegt, ist es schon längst eingeschlagen. Hat man ja 9/11 gesehen, auch als das erste Flugzeug schon eingeschlagen war, sah man es immer noch als Unfall an, erst nach dem zweiten Einschlag war es klar, dass es kein Unfall sein.
Die Massenpanik kommt, wenn das Flugzeug im Stadion eingeschlagen ist und die Menschen vom Feuer davon laufen.

Richtig. Ob die Terroristen das Camp nur für ein paar Tage besucht haben, sei jetzt mal dahingestellt. Egal wie sie trainiert haben, sie haben nicht die gleichen Bedienungen wie z.B. die GSG9 pder das SEK.

Richtig, aber mit starker Feuerkraft kannst du eine Menge ausgleichen. Gut ausgebildete SEK Einheiten sind machtlos, wenn sie mit Panzerabwehrraketen beschossen werden.

Das ist aber so als würde ich mein ganzes Leben Fußball mit einem Gummiball trainieren und dann bei Nationalmannschaft auflaufen wollen. Ab einem gewissen Punkt benötigt man Expertise um sich zu steigern und diese haben diese Terroristen nicht.

Die haben sie mit Sicherheit. Es reicht ja, wenn einer der Terroristen mal in West Point war oder sonst wo ausgebildet wurde.

Al Qaida kannte man auch schon vor dem 11. September, trotzdem waren sie wohl nicht ganz ungefährlich.

Immerhin haben sie die USS Cole angegriffen und US Botschaften in Afrika weggebombt.

Ich glaube, die meisten werden alle 5-10 Jahre neu bestückt. Die Ein-Weg-Metall-Reaktoren der Alphas waren afaik mit 15 Jahren Laufleistung eine absolute Ausnahme.

Ich hab mich mal informieren wollen. Es gibt aber keine Zahlen, liegt sicher daran, dass es militärische Bereiche sind und solche Leute rücken nun mal keine genauen Zahlen raus.

Es ging um aktive Gruppierungen - die Leute, die quanti vor dem 11.9. von Al Kaide kannte, waren am 11.9. keine Bedrohung.

Al Quaida schon, doch man hat eben nie damit gerechnet, dass sie so eine Sache durchziehen können, die eben sehr gut geplant und vorbereit werden muss.
Heute weiß man ja, dass man es hätte verhindern können, wenn die Geheimdienste und Polizeibehörden ihr Wissen geteilt hätten.
 
Genau und du denkst, dass ein U-Boot, das so dicht an der Wasseroberfläche nicht entdeckt werden kann?
Das Prinzip eines U-Bootes ist ja unentdeckt in fremde Gewässer zu gelangen und das geht nur, wenn die Wärmesignatur nicht entdeckt wird, das geht mit Schnorchelfahren nicht.

Und du denkst ein U-Boot wird durch die Wärmesignatur entdeckt? :ugly:

Die U-Boote wurden damals durch die Radarsignatur des Schnorchels geordnet nicht durch ihre Wärmesignatur! ;)
 
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