Mir ging es um diese Aussage, die ergibt bei Chiplets überhaupt keinen Sinn
AMD hat so wenig Ausschuss, dass sie nicht mal 4 Kerner Zen 3 anbieten und die 4 Kerner Zen 2 sind seit ewigkeiten nicht zu kaufen. Der Ausschuss der 4 Kerner ermöglichen würde geht wohl nahe Null.
Es spielt für AMD keine Rolle, ob man 1, 2, 4, 6, 8, 12 oder 16 gute Chiplets hernimmt
Wie viel Ausschuss sie hier haben ist unklar, absehbar wird das aber natürlicherweise wenig sein, denn beim 4-Kerner sind 50 % abgeschaltet. Würde das regulär nennenswert vorkommen, wäre der Yield sehr schlecht und dem widerspricht schon TSMC bzgl. den sporadisch mitgeteilten Werten zum N7. AMD mag die CPUs aber dennoch nicht, weil das für sie extrem teuer ist; eine Billig-CPU im teueren Chiplet/MCM-Design mit anteilig teuerem 7nm-Prozess.
Wenn es um die Verwertung von tatsächlich umfangreich defekten Dies geht, wird AMD das vermutlich schon alleine über bspw. den Epyc 7343 und 7313 vollständig umsetzen können, die nicht nur 4-Kern-CCDs verwenden, sondern auch noch relativ langsam takten, d. h. man kann annehmen, das bereits diese beiden Milan's ausreichen würden, um diesen "echten" Ausschuss sinnvoll zu verwerten und diese CPUs werden dennoch für 1000 - 1500 US$ verkauft. Da wird man vorerst ohne echten Druck wenig Lust haben diese CCDs billig zu verramschen und dafür auch noch in ein teueres Package stecken zu müssen. Zumal man für ein echtes Serienvolumen vielfach auch noch funktionierende Cores zwnagsweise abschalten müsste, was die Effizenz noch zusätzlich senken würde.
Beispielsweise Intel ist in dem Segment relativ gut aufgestellt und auf LGA1200 liegen die Retailpreise hier bei etwa 95 - 153 €, d. h. AMD muss den Preis für derartige CPUs entsprechend niedrig ansetzen. *)
*) Beispielsweise Intel fertig in dem Segment vermutlich mit Comet Lake erneut angepasste 4-Kern-Dies, die man für Rocket Lake noch einmal als Refresh neu aufgelegt hat, d. h. vergleichsweise wenig Chipfläche (etwa gerade mal so groß wie der IOD von Zen) bei hohem Yield und dann noch im kostengünstigen In-house-14nm-Prozess. Da wird die Marge für Intel zweifellos deutlich anders aussehen.
AMDs Problem ist hier, dass egal wie sie es machen, die kleinkernigen CPUs für sie relativ teuer sind. Das Chiplet-Design ist hier generell teuer, aber auch bei der monolithischen APU hat man ein vergleichbares Problem, da man auch hier nur ein einziges 8-Kern-Die hat, d. h. man müsste typischerweise viel zwangsabschalten, was man ebenso zu vermeiden suchen wird, also kommen entsprechende Produkte erst recht spät, da man hier lange teildefekte Dies sammelt, weil man natürlich nicht unnötig funktionierende CCDs runterstrippen und quasi verramschen möchte (und wie schon erklärt ist es im Falle des Epyc in Abhängigkeit der Packaging-Kosten auch vermutlich für AMD lukrativer diese CCDs als Epyc anstatt als Volks-Ryzen zu verkaufen; das lässt sich relativ leicht überschlagen; da der Verkaufspreis hier relativ geseheen deutlich höher liegt, verdient AMD trotz dem nochmals komplexeren Packaging und dem deutlich größeren sIOD an den Epyc's dennoch deutlich mehr).