@shJACKit :
Werfe nicht alle Leute in einen Topf.
Jene die eine langlebige CPU wollten, sind bei Zen1 bestens bedient. Jene die zu einem 1600(X) oder 1700(X) griffen, haben klar ein potenziell nachhaltigeres System als jene, die zum damaligen direkten Konkurrenten in Form eines "altgedienten" 4-Kerners griffen.
Nur weil das so ist, ist es weder verboten, dass einige, wie viele Intel-Fans ja auch, jeden noch so kleinen Schritt mitgehen wollen, noch ein Beweis, dass angeblich etwas mit den CPUs nicht gut wäre.
Der 6700K ist schliesslich auch nicht schlecht, obwohl nicht wenige auf den nur marginal flotteren 7700K wechselten.
Andere planten von Anfang an erst auf eine günstige CPU der ersten ZenGen zu setzen, um sie dann durch eine weitaus stärkere Version einer späteren Gen auszutauschen.
Und hier ist ein Enthusiasten-Forum. Warum dürfen hier Intel-Enthusiasten massenhaft für noch so kleine Schrittchen viel Geld aus dem Fenster werfen, sich dafür feiern lassen, aber AMD-Enthusiasten nicht?
An deinen Aussagen ist alles richtig, bloß eine Frage beantwortest du nicht:
Warum ist es nachhaltiger einen Prozessor zu kaufen, nehmen wir konkret den 1700x, der seine Stärken zu einem späteren Zeitpunkt ausspielt, als den direkten Konkurrenten, nehmen wir den 7700k, der seine Stärken sofort und zu jeder Sekunde der Anwendung ausspielt.
Es ist doch völlig egal was wer macht. Mir geht es um die Unterstellung, der Kauf des 1700x währe nachhaltiger gewesen, was ich hier abermals stark anzweifeln möchte.
Bzgl. Enthusiasten im Hardware Forum:
Die Leute, die vor ca. 18 Monaten hier von Nachhaltigkeit geschrieben haben, waren die gleichen "Enthusiasten".
"Ich verstehe dein Problem nicht. Natürlich ist ein 1700 wesentlich nachhaltiger als ein 7700K. Zum damaligen Zeitpunkt war der 1700 einfach ein Steal. 8 Kerne mit SMT mit ähnlicher IPC und das für unglaubliche 360 Euro, während Intels 6900K 1100 Euro als High-End CPU fordert?"
Nein, du verstehst es scheinbar nicht.
Der 1700 oder 1700x war zu keinem Zeitpunkt nachhaltiger, weil damals schon klar war dass dann wenn er seine Stärken ausspielen kann, nämlich 8c/16t in täglichen Anwendungen auszunutzen, bereits wesentlich leistungsstärkere Prozessoren am Markt sein werden.
Wenn du in 6 Monaten direkt wechseln wirst:
Dann hast du dir 25-30% fehlende Prozessor-Leistung durch zusätzliche Cores erkauft, die keine Anwendung fanden.
Wenn du den Prozessor für 4-5 Jahre nutzt, wird das Ding zu schwach sein, um GPU-Upgrades im High-End Bereich rechtfertigen zu können.
Der 7700k wird dagegen andere Schwächen haben. Aber du verstehst den Begriff der Nachhaltigkeit nicht, wenn du glaubst, es sei nachhaltiger eine CPU zu kaufen, die zum Ende ihres Lebens die Stärken ausspielen kann, während du 4-5 Jahre auf 25-30% Leistung verzichtest.
2 Jahre seit Zen1 sind bald rum, und noch gibt es immer noch nicht den Funken einer Andeutung, dass 4c/8t 7700k zum limitierenden Faktor eines Systems im normalen Gebrauch (Gaming, Office, etc.) werden würde. 2 Jahre, in denen jeder Vorgang in deiner CPU 25-30% langsamer verarbeitet wurde.
Semi-prof. und prof. Anwendung wie z. B. Streamer natürlich völlig außen vor, die im Dauerbetrieb die Kerne brauchen.
Es ist wie mit einer Wand zu reden:
25-30% Mehrleistung 3-4 Jahre lang zu verschenken, um dann in 3-4 Jahren irgendwann vereinzelt den Vorteil durch Anwendungen nutzen zu können, die mehr Kerne brauchen, wenn die CPU dann sowieso kurz vor der Auswechslung steht, ist nicht nachhaltig.
Ich glaube das ist zu hoch, was?
Und der 1800x war nicht der Bezugspunkt des 7700k, es war der 1700x. Als der 1800er im niedrigen Preissegment angekommen ist, gab es glaub schon fast den 8700k und zudem standen die Mehrkosten des 1800er in keinem Bezug zum Leistungsgewinn von ca. 100 Mhz.