AMD Carrizo: Hinweise auf 28-nm-Prozess bei Excavator-Mikroarchitektur

Was hat das mit Win9 zu tun? O.o


Übrigens wärs nicht das 1. mal, dass AMD trotz größerer Fertigung Intel "zersägt": FX-60 vs Pentium XE 955

@Locuza
Dass sie sich wiederholen wird ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Ist dein Vertrauen in Intel so groß, dass du sie für technologisch unüberholbar ansiehst? (Soll nicht negativ gemeint sein, ich weiß, dass Intel momentan schnelle und qualitativ hochwertige Produkte abliefert)
 
Zuletzt bearbeitet:
Uh die Vergangenheit wird sich aber nicht wiederholen.
Es ist unmöglich.
Intels Architektur hat keine offensichtlichen Schwächen wie der Pentium 4 damals.
Intel hat ein massives R&D Budget und du siehst die ganzen extremen Vorteile auf Intels Seiten.
Ihre Architektur ist Top, ihre Fertigung ist Top, ihr Money ist Top.
Was bisher nicht Top ist, sind die GPUs und die Treiber, aber Intel holt da rasant auf.
Intel mangelt es halt an nichts ihre Ziele zu erreichen.

AMD hat unter keinem logischen Aspekt die Chance, einen Intel wieder zu "zersägen".
Was für AMD das gut wäre, wenn man die Differenz sukzessive abbauen könnte und näher an Intel heran kommt, sodass man immer häufiger mit guten Preisen eine alternative für mehr Produkte darstellen kann.
Wobei das AMD aus meiner Sicht her schon hier und da erreicht hat, dennoch aber in kaum einem Produkt gefunden werden kann.
Ich habe ja eh keine Ahnung, aber mir würde sich die Empfehlung aufdrängen beim OEM-Channel mal Hand anzupacken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Differenz im Rendermarkt (Multicoremarkt) kann abgebaut werden, dazu: Klick
Zur Singlecoreleistung kann ich kaum Angaben machen, ist nicht mein Markt und ist nicht mein Thema, wenn aber der aktuelle Fertigungsprozess wirklich Bulk ist, ist der in der News angekündigte möglicherweise wieder SOI, und SOI resultiert ja bekanntlich in höheren Taktraten -> Mehr Leistung pro Kern.
Zitate aus meinem vorher verlinkten Wikipediaartikel zum Thema SOI:

"Ein weiterer Vorteil der SOI-Technik ist eine geringere Empfindlichkeit gegenüber ionisierender Strahlung."
"Im Gegensatz zu gewöhnlichen Transistoren, die direkt auf dem Silizium-Wafer gefertigt werden, haben die Transistoren auf einer Isolatorschicht eine geringere elektrische Kapazität, so dass die bis zum Schalten benötigten Ladungen verringert werden. Durch die so verringerten Schaltzeiten werden höhere Taktraten ermöglicht. Gleichzeitig wird so die Leistungsaufnahme verringert, wodurch sich auch eine geringere Verlustleistung ergibt, was beispielsweise einen Betrieb mit schwächerer und damit leiserer Kühlung möglich macht."

Und ein Teil der Befehlssätze die nachgereicht werden sind zur Beschleunigung der Gleitkommaberechnungen, das ist ja AMDs aktuelles Hauptproblem.

2. AMD versucht bereits die ganze Zeit in OEMRechner zu kommen, den Eindruck habe ich zumindest nach der Vorstellung von Lisa Su auf der CES gehabt, und viele andere Videos von AMD scheinen das gleiche Ziel zu haben.
 
Nope, 28GFA ist auch wieder Bulk.
Steht in einem Profil von einem Ex AMD Mitarbeiter.
SOI Prozesse sehe ich als erledigt an.
IBM ist denke ich der einzige der noch in Zukunft darauf setzt.
FD-SOI kann man meiner Hinsicht nach auch vergessen.

AVX2 ist sicherlich kein aktuelles Hauptproblem, außer du siehst es aus einer Zukunftsperspektive.
AMD hat FMA3 seit Piledriver und AVX1 seit Bulldozer.
Die FPU hat einfach keinen großen Durchsatz.
AVX bringt "Bulli" kein Speed-Up, da seine FMA-Pipes 128-Bit breit sind und ohne FMA gibt es nur ein ADD oder MUL.
Steamroller hat noch einen FPU-Port gestrichen, womit man hier sogar etwas abgebaut hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich sollten sie es integrieren, mit der Zeit kommt Software, aber das ist ja nicht gerade ein Hauptproblem oder kennst du mehr als eine Handvoll Software welche AVX2 verwendet?
Bei AVX1 habe ich etwas mehr Hoffnung und hier bietet Excavator doppelten Durchsatz, da jede FMA-Pipe auf 256-Bit vergrößert wird.
Excavator hat dann natürlich auch einen schönen Befehlssatz.
FMA3, AVX1 und AVX2.
Aber primär profitieren würde er von den breiteren Pipes.
 
Die er ja bekommt, sofern ich gerade nicht massiv auf dem Schlauch stehe. Wenn ich das tue dann bitte verbal schubsen ;)

Edit:
Ahh ok, na dann ist uns hiermit glaube ich der Diskussionsstoff ausgegangen :D (war mir übrigens eine große Freude)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe es vielleicht zu eng gelesen.
Meine Aussage war nur, dass AVX2 nicht AMDs Hauptproblem ist, also dieser fehlende Befehlssatz, sondern das die FPU nur 128-Bit Pipes hat und ohne FMA3 auch die Hälfte vom theoretischen Durchsatz einbüßt.
Tut Haswell ohne FMA3 natürlich auch.
Excavator verdoppelt die Breite, also auf 256-Bit, also hat man hier automatisch doppelten Durchsatz bei AVX1.
AVX2 ist natürlich auch ein gutes Goodie.

Aber man wird dann sehen müssen, wie viel praktische Leistung am Ende auf die Waage kommt.
 
pipip bringt es sehr gut auf den Punkt.:daumen:

Sorry - irgendwie sehe ich den Punkt nicht. Ist er hinter der Textwand voll Anekdoten und themenfremden Abschweifungen versteckt?


Mhh dann müssen jahrelang abertausende Kunden AMD Produkte kaufen, damit es direkte Entwicklungs- und Marktauswirkungen hat.
Klingt realistisch? Hell no.

Und selbst wenn es realitisch wäre:
Wie sollte es für uns Spieler einen Vorteil bringen, auf einmal massenhaft Leute eine Architektur kaufen, die nachweislich eher schlecht für unsere Zwecke geeignet ist? Wenn sich Bulldozer besser verkauft hätte, hätte wir nicht schneller was besseres bekommen, sondern schneller mehr Bulldozer.

Aber AMD ist im OEM-Handel kaum vertreten und da stelle ich mir die Frage warum.

Historisch waren es Qualitätsprobleme (schon seit längerem nicht mehr von AMD selbst, aber lange Zeit bei den Via und Sis-Chipsätzen, die einfach nicht DAU-sicher waren), mittlerweile dürfte es nur noch Marketing sein. Intel arbeitet seit locker zwei Jahrzehnten daran, den eigenen Namen als Marke aufzubauen, die für Qualität und Leistung steht - und es sie waren erfolgreich damit. >90% der Kunden haben null Ahnung von der Technik, aber sie "wissen", dass Intel gut ist - und fragen aktiv danach. Es gibt zwar immer wieder Hersteller, die es mit AMD versuchen, aber es nützt nichts. (Prominentestes Beispiel dürfte Dell bleiben, die merkwürdigerweise mitten in der ominösen "Intel besticht alle, so dass niemand AMD kauft"-Zeit, ihren Intel-Exklusivvertrag gekündigt und 30-40% AMD-Systeme ins Angebot aufgenommen. Nur um den Anteil binnen eines Jahres wieder auf geschätzt 20% zurückzufahren und heute vermutlich <10%, weil niemand gekauft hat.) Die Leute "wollen" nicht "AMD". Sie wollen vielleicht "billig" oder "günstig" (was nicht das gleiche ist) - aber da sie meist gar nicht in der Lage sind, die Produkte zu beurteilen, kann man ihnen (fälschlicherweise) auch Intel-Rechner als solche verkaufen. Und die gleichen Intel-Rechner kann man eben auch der nicht unerheblichen "ich will Intel"-Zielgruppe andrehen.


Ich kenn da Geschichten.. ...geht n Freund von mir in den Laden, findet n Laptop mit nem A8, der Verkäufer siehts, fragt ihn, was er damit machen will (er antwortet zocken), fängt der Verkäufer das schwafeln an "Bloß nicht kaufen, viel zu langsam usw usf", und hält ihm nen kleinstPentium unter die Nase, welcher über nen Fuffi mehr kostet. Ist wahrscheinlich ein Extremfall, aber in abgeschwächter Form findet das glaube ich ziemlich oft statt.

Sicherlich. Hat aber nichts mit Intel und AMD zu tun. Das kannst du in jedem Elektronikmarkt mit so ziemlich jedem Produkt beobachten - egal ob CPU, Monitor oder Kühlschrank. Die Leute, die da arbeiten sind eben nicht Berater, sondern Verkäufer. Ihr Ziel ist es, dass der Kunde möglichst viel Geld ausgibt. Und da ist es (solange der Kunde keine Wünsche äußert) herzlich egal, welche Eigenschaften oder Hersteller das 50 € teurere Produkt hat. Solange der Kunde keine Nachteile spürt (und 95% der Nutzer würden beim Surfen nicht mal einen Atom als störend bemerken) geht es nur darum, dass er was möglichst teureres bzw. etwas mit möglichst großer Gewinnspanne wählt.

@Locuza
Ich glaube nicht, dass das der ganze Grund ist, die haben seit dem sie schlecht vertreten sind glaube ich schon jeden Marketingchef mindestens 1 mal ausgewechselt, haben auch mal fast die ganze Marketingbelegschaft auf ein mal entlassen.
Dinge wie Gaming Evolved, Never Settle, HSA und Mantle sollten Marketingtechnisch eigentlich nicht ihre Wirkung verfehlt haben. Ich glaub jedem hier sind spontan mindestens 3 davon ein Begriff.

Jedem hier.
Jetzt sprech mal 10 Personen an einer Bushaltestelle an und schreibe auf, wieviele davon auch nur einen dieser Begriffe kennen. Und dann frage mal nach "Intel inside". DAS ist Marketing. Nicht Mantle oder gar HSA - das sind Techniken. Never Settle sind Goodies, von denen potentielle Käufer aber erst etwas merken, wenn sie das Produkt bereits genau betrachten - aktive Nachfrage generiert das genausowenige, wie Gaming evolved, das ebenfalls primär im Hintergrund abläuft. Selbst TWIMtBP ist presenter, wird im OEM-Geschäft aber trotzdem keinerlei verkaufsfördernden Effekt haben. Die Mehrheit der Leute kauft nun einmal "einen Computer". Keine Grafikkarte Leistungsklasse XYZ mit Feature ABC und Dreingabe alpha/beta/gamma.
Da hilft es dann auch nichts, wenn man Marketingchefs austauscht, wenn die neuen nichts besser machen (können). Intel-Werbung sieht man im Fernsehen, in Print-Medien, auf Webseiten, in Katalogen,... . Wenn man Intel-Marketing-Begriffe wie Netbook oder Ultrabook mitzählt, dann sogar in der Tagesschau.
Wo sieht man AMD Werbung? Allenfalls mal in Youtube-Videos, die auf Hardware-Seiten verlinkt werden, deren Leser sowieso so alle Bescheid wissen, sich aber genau deswegen kaum durch Werbung beeinflussen lassen.


Also die Rennspielreihe Dirt nutzt auf jeden Fall AVX.
Bei Anwendungen/Multi-Media sieht es vielleicht deutlich besser aus.
Aber im Internet findet man wohl leider keine gut dokumentierte Seite dazu.

Transcoder und Packprogramme sind normalerweise recht schnell in der Implemnetierung neuer Standards, aber alles andere dauert. Du nennst ja selbst AVX (1), dass es schon lange gibt - ehe AVX2 eine große Rolle spielt, wird Zeit vergehen.


Man könnte bei Excavator allerdings über die High-Density-Tools aus der GPU-Abteilung spekulieren.
So wäre es praktisch irgendwo ein shrink.

CPU-Architekturen lassen sich nicht so gut verdichten, wie repetitive GPU-Designs und stärke optimierte Entwicklungstools sind i.d.R. an einen bestimmten Prozess gekoppelt. Die Erfahrungen von TSMC werden bei GF-Fertigung nur wenig wert sein.

Ich denke mit den APUs wird es erst ab 20nm etwas werden und HMC/HBM.
Ohne kleine Fertigungsstrukturen und hohe Bandbreiten sind APUs bis zu einer gewissen Grenze uninteressant, jedenfalls für Gamer.

Für (uns) Gamer dürften sie auch noch länger uninteressant bleiben. Wir wollen ja alleine für die GPU schon 150-200 W verbraten und 4 GB RAM auf dem gleichen Bauteil unterbringen - sowas passt nicht in eine Plattform, die billig und einfach genug für einen 100 € Office-PC sein soll.

AMD könnte einzig den Spieß umdrehen: Die kleinen APUs billig in Massen bei GF fertigen und die TSMC-Kapazitäten mit Chips auslasten, bei denen mehr Leistung auch benötigt wird. Aber das würde umgekehrt bedeuten, dass die eigentlich recht gelunge Raubkatzenreihe nicht mehr die nötige Effizienz hat, um sich im Low-End-Notebookmarkt mit Celeron und Pentium zu duellieren. Und dieser Markt ist größer, als der für Oberklasse-Dekstop-CPUs.


Damit dürfte man hoffen, dass AMD hierbei neue Stromsparmodi, wie in etwa die meines Wissens fehlenden C6/C7 Power States, erstmals integrieren wird. Damit würde der (Idle)verbrauch noch weiter sinken, und Funktionen wie zusätzliche C States würden dann mit Sicherheit auch in Excavator landen. Dass würde auch die angekündigten "65W TDP" erklären.

Die Thermal Design Power betrifft die maximal zu erwartende Verlustleistung und kann somit nicht durch Stromsparmodi gesenkt werden.


(Was gut fürs Marketing wäre, die meisten Leute setzen TDP und Stromverbrauch ja noch gleich, und der 4670K/4770K hat nen TDP von 84W, da gäbe es einen Werbeeffekt)

Die "meisten Leute" fragen zurück, ob man "TDP" essen kann.
Und Übertakter haben sich schon immer jenseits spezifizierter Werte bewegt. Das ist quasi schon Bestandteil des Namens...


Übrigens wärs nicht das 1. mal, dass AMD trotz größerer Fertigung Intel "zersägt": FX-60 vs Pentium XE 955

Wenn du für Intel nicht das zweitgrößte, sondern ebenfalls das Topmodell der Generation nimmst, wäre es ~Gleichstand (je nach Anwendungsgebiet):
Test: Intel Pentium Extreme Edition 965 (Seite 19) - ComputerBase

Allerdings mit einer Architektur, die hier meilenweit von ihren Designzielen vor sich hinvegetiert. Netburst für mittlere Taktraten bei akzeptablem Stromverbrauch zu verwenden war in etwas so passend, wie Bulldozer mit Starcraft zu benchen. Den ursprünglichen Plänen zu Folge wäre an dieser Stelle der originale Nehalem mit vermutlich >8 GHz (und vermutlich >500 W) gegen den FX 60 angetreten. Das hätte somit eine ähnliche "nette Technik, aber welcher Endnutzer braucht das?"-Reaktion hervorgerufen, wie heute ein 16-Kern-Opteron, der in irgendwelchen Serveranwendungen ganz gut abschneidet.

Was Intel konnte, wenn sie mit dem gleichen Prozess etwas fertigen, was den Ansprüchen der Nutzer entspricht, haben sie ein paar Monate später mit Conroe gezeigt.

@Locuza
Dass sie sich wiederholen wird ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Ist dein Vertrauen in Intel so groß, dass du sie für technologisch unüberholbar ansiehst? (Soll nicht negativ gemeint sein, ich weiß, dass Intel momentan schnelle und qualitativ hochwertige Produkte abliefert)

Unüberholbar ist niemand. Aber AMD ist noch nicht einmal im Windschatten, geschweige denn das ein Blinker gesetzt wäre. Der Rückstand im oberen Desktop-Segment ist heute größer, als der von Intel zu Netburst-Zeiten. (auch wenn es dank GPU-Limitierung seltener auffällt)
Aber Intel hatte selbst zur hochphase der Athlon 64 x2 die weiter entwickelte Fertigung, die solidere Plattform und vor allen Dingen die exzellenten Pentium M und Core Solo. Mit entsprechenden Platinen kam auch damals das beste (wenn auch sehr teure) Desktop-System von Intel - und alle haben sich gefragt, wieso Intel nicht einfach von Hause aus Dekstopprodukte auf dieser Plattform anbietet. Mit den Core2 haben sie dann schlichtweg genau das gemacht.
AMD hat ein derartiges Produkt, dass sie nur adaptieren müssten, schlichtweg nicht. Die befinden sich in einer ähnlichen Leistungs-Situation, wie ATI Ende der 90er: Mit RageII gegen 3dfx Banshee.
Nur das ATI einen enormen OEM-Marktanteil hatte und somit das nötige Geld, um etwas neues zu entwicklen. Das hat AMD nicht.
Und ATI brauchte über ein halbes Jahrzehnt, um aufzuschließen. Hat AMD diese Zeit?
Und den Durchbruch brachte ATI schließlich die der Flop-Hattrick aus Voodoo4/5 Verzögerung, CineFX-Architektur und Dx9a 24-Bit Spezifikation. Wird Intel genauso patzen und sich M$ auf AMDs Seite stellen?

Das ganze ist zumindest unwahrscheinlich. Wesentlich naheliegender wäre, dass AMD sich ganz am Anfang einer sehr langen Aufholphase befindet, die man die meiste Zeit in kleinen Nischen verbringt.


Nope, 28GFA ist auch wieder Bulk.
Steht in einem Profil von einem Ex AMD Mitarbeiter.
SOI Prozesse sehe ich als erledigt an.
IBM ist denke ich der einzige der noch in Zukunft darauf setzt.
FD-SOI kann man meiner Hinsicht nach auch vergessen.

Hat GF überhaupt noch SOI-Prozesse angekündigt? Eigentlich wollten sie die ja schon in 32 nm aufgeben.
 
Und selbst wenn es realitisch wäre:
Wie sollte es für uns Spieler einen Vorteil bringen, auf einmal massenhaft Leute eine Architektur kaufen, die nachweislich eher schlecht für unsere Zwecke geeignet ist? Wenn sich Bulldozer besser verkauft hätte, hätte wir nicht schneller was besseres bekommen, sondern schneller mehr Bulldozer.
Nein, das funktioniert so:
Wir kaufen jahrelang Bulldozer --> spült Geld in die Kasse von AMD ---> AMD verbessert den Bulldozer von Gen zu Gen immer stärker, deutlich mehr als es jetzt der Fall ist ---> >8 Cores erreichen 40% Marktanteil --> Entwickler programmieren deswegen stark multithreaded --> Die Architektur setzt ihr "theoretisches" Performancepotential um ---> Intel muss ständig gegen einen abertausend großen und treuen Fanboy Käuferknödel kämpfen --> Preisschlacht --> Win für uns alle.

Sie wollen vielleicht "billig" oder "günstig" (was nicht das gleiche ist) - aber da sie meist gar nicht in der Lage sind, die Produkte zu beurteilen, kann man ihnen (fälschlicherweise) auch Intel-Rechner als solche verkaufen. Und die gleichen Intel-Rechner kann man eben auch der nicht unerheblichen "ich will Intel"-Zielgruppe andrehen.
Selbst wenn viele Intel Inside in ihr Hirn gebrannt haben, kann ich mir schwer vorstellen, dass man nicht wenigstens zufällig oder hier und da eine gewisse Prozentzahl an Käufen durch günstige Angebote generieren kann.
Ich meine die ganzen notebooks, über 90% Intel. Da gibt es praktisch kein AMD, der Name existiert fast nicht.
Die Zahl kann sich aus meiner Perspektive nicht mit dem decken, was Käufer "bewusst" kaufen wollen oder nicht kaufen wollen.
Wieder das Beispiel Nvidia, da gibt es ja auch keine Kampagne wie bei Intel und die finden deutlich häufiger ihren Platz.

CPU-Architekturen lassen sich nicht so gut verdichten, wie repetitive GPU-Designs und stärke optimierte Entwicklungstools sind i.d.R. an einen bestimmten Prozess gekoppelt. Die Erfahrungen von TSMC werden bei GF-Fertigung nur wenig wert sein.
Mal davon abgesehen, wie sehr das wirklich zutrifft:
http://www.expreview.com/topic/img/...creen Shot 2012-08-28 at 4.38.31 PM_575px.png

Spielraum scheint man zu haben, wohl wieder zulasten der Frequenzen, aber was solls.
Die Erfahrungen muss man ja "nur" portieren, allgemeine Erkenntnisse kann man immerhin übertragen und AMD hat auch schon 3 unterschiedliche iGPU Masken bei GloFo gefertigt.
Erfahrungswerte sind da.

AMD könnte einzig den Spieß umdrehen: Die kleinen APUs billig in Massen bei GF fertigen und die TSMC-Kapazitäten mit Chips auslasten, bei denen mehr Leistung auch benötigt wird. Aber das würde umgekehrt bedeuten, dass die eigentlich recht gelunge Raubkatzenreihe nicht mehr die nötige Effizienz hat, um sich im Low-End-Notebookmarkt mit Celeron und Pentium zu duellieren. Und dieser Markt ist größer, als der für Oberklasse-Dekstop-CPUs.
Die Katzen gibt es doch sowieso nicht im oberen Bereich.
An sich bräuchte AMD ja "nur" 1-2 Module mehr und eine 3-5 mal so fette iGPU mit ausreichend Bandbreite um viele glücklich zu machen.
Wäre dann natürlich eine >400mm² Maske und AMD müsste damit auch für andere Märkte noch attraktiv bleiben.

Hat GF überhaupt noch SOI-Prozesse angekündigt? Eigentlich wollten sie die ja schon in 32 nm aufgeben.
Haben sie ja auch im Prinzip.
PD-SOI Prozesse gibt es keine mehr und FD-SOI verwendet Gate-First, auch die weiteren node-steps davon.
Also herrlich unattraktiv, wenn die restlichen Prozesse Gate-Last verwenden.
Mir ist auch kein Kunde bekannt, welcher FD-SOI überhaupt in Erwägung zieht.
Aber ich habe mich nie damit befasst.
 
Nein, das funktioniert so:
Wir kaufen jahrelang Bulldozer --> spült Geld in die Kasse von AMD ---> AMD verbessert den Bulldozer von Gen zu Gen immer stärker, deutlich mehr als es jetzt der Fall ist ---> >8 Cores erreichen 40% Marktanteil --> Entwickler programmieren deswegen stark multithreaded --> Die Architektur setzt ihr "theoretisches" Performancepotential um ---> Intel muss ständig gegen einen abertausend großen und treuen Fanboy Käuferknödel kämpfen --> Preisschlacht --> Win für uns alle.

Intel verkauft seit 2008 CPUs mit 8 logischen Kernen, die x360 hat 6 logische Kerne, die PS3 führt 7 Threads parallel aus - glaubst du wirklich, die mangelnde Parallelisierung aktueller Software liegt an der mangelnden Verbreitung von Octa-Thread-Hardware?
Gezielte Bulldozer-Optimierung betrifft vor allen Dingen die winzigen Caches und die modularisierten FP-Einheiten.

Selbst wenn viele Intel Inside in ihr Hirn gebrannt haben, kann ich mir schwer vorstellen, dass man nicht wenigstens zufällig oder hier und da eine gewisse Prozentzahl an Käufen durch günstige Angebote generieren kann.

Kann man - macht man. Soweit, wie es halt möglich, mit einer 5-15 $ billigeren CPU (und die meisten AMD-Produkte liegen eben bei <100 $, wo die Preisunterschiede klein werden) einen kompletten PC deutlich billiger zu machen - insbesondere wenn man auch noch mit geringen verkauften Stückzahlen rechnen muss, weil man eben nur die extrem Pfennigfuchser adressiert.

Ich meine die ganzen notebooks, über 90% Intel. Da gibt es praktisch kein AMD, der Name existiert fast nicht.
Die Zahl kann sich aus meiner Perspektive nicht mit dem decken, was Käufer "bewusst" kaufen wollen oder nicht kaufen wollen.

Bei Notebooks hast du zusätzlich die geringere Effizienz. Wenn man wirklich etwas gleichwertiges anbieten wollte, bräuchte das AMD-Gerät einen größeren, teureren Akku. Um dessen Größe zu kompensieren, braucht es ein aufwendigeres, kompakteres Mainboard-Layout. Um das höhere Gewicht zu kompensieren braucht es höherwertigere, stabilere Materilien für das Gehäuse.
Unterm Strich ist ein AMD-Gerät mit identischen technischen Eigenschaften dann gar nicht mehr billiger, denn die CPU hat ohnehin keinen großen Anteil am Endpreis. Punkten kann AMD nur bei Produkten, bei denen der Preis das einzige Argument ist - aber die meisten Leute achten halt doch auf ein paar Produkteigenschaften (bzw. darauf, was der Verkäufer über diese erzählt). Siehe obiges Beispiel mit dem 50 € teureren Vorschlag: Vermutlich hätte der Verkäufer auch ein gleich teures Produkt mit Intel-CPU anbieten können. Aber er wusste, dass er gute Chancen hat, seinen Umsatz um 50 € zu steigern, wenn er suggerieren kann, dass dafür auch mehr geboten wird. Bei Käufen, bei denen der Name tatsächlich keine Rolle spielt, haben es die mobilen Angebote von AMD dann aufgrund ihrer Technik etwas schwerer und in Sachen Preis-/Leistung nicht überlegen, sondern gleichwertig.

Ausgenommen hiervon ist lediglich die IGP. Mit der könnte AMD eigentlich richtig punkten - wenn sie denn mal konsequent Marketing betreiben würden. Aber statt dessen sieht man immer noch Angebote, die Kapital daraus schlagen, dass in den letzten 10 Jahren viele Käufer verinnerlicht haben, dass "nur dedizierte GPUs gut sein können".

Wieder das Beispiel Nvidia, da gibt es ja auch keine Kampagne wie bei Intel und die finden deutlich häufiger ihren Platz.

Bei Nvidia weiß ich auch nicht genau, woher die ihren besseren Ruf und die größere Beliebtheit bei OEMs haben. Ich tippe auf drei Effekte:
- es dauert ewig, bis ein DAU einen Markennamen verinnerlicht (wie gesagt, Intel inside läuft seit dem letzten Jahrtausend). "AMD"-GPUs gibt es erst seit relativ kurzer Zeit, die Verbindung zu ATI haben viele potentielle Käufer nicht verinnerlicht.
- Selbst in etwas technikaffineren Kreisen (z.B. hier im Forum) hält sich hartnäckig die These, Nvidia hätte zuverlässigere Treiber. Lässt sich zwar objektiv nicht solide begründen - aber in einem Verkaufsgespräch gibt es keine Diskussion zwischen 20 selbst ernannten Experten, sondern da gibt es den Kunden und seine Wünsche. Und solange die keine schlechte Marge versprechen (was bei AMD vs. Nvidia kein Thema sein sollte), widerspricht der Verkäufer nicht.
- gute Erfahrungen: die abgespeckten TNT2, die GF4mx und die IGP-Chipsätze der So775- und AM2-Zeit waren (aus objektiven Gründen) bei den OEMs SEHR beliebt. Letztere wurden selbst von Apple flächendeckend eignesetzt. Einige Nutzer werden bei dem bleiben wollen, was sie kennen.

Spielraum scheint man zu haben, wohl wieder zulasten der Frequenzen, aber was solls.
Die Erfahrungen muss man ja "nur" portieren, allgemeine Erkenntnisse kann man immerhin übertragen und AMD hat auch schon 3 unterschiedliche iGPU Masken bei GloFo gefertigt.
Erfahrungswerte sind da.

Optimierungsmöglichkeiten gibt es immer (ob sich die Arbeitszeit lohnt, ist eine schwierigere Frage) und sie werden auch, nach Möglichkeiten, genutzt. Aber es ging ja um die Anwendung von Tools aus dem GPU-Bereich. Und da muss man leider sagen: Nein, AMD hat nicht einen riesen Haufen Potential ungenutzt rumliegen und muss nur mit dem Finger schnipsen.
 
Bei Nvidia weiß ich auch nicht genau, woher die ihren besseren Ruf und die größere Beliebtheit bei OEMs haben. Ich tippe auf drei Effekte:
- es dauert ewig, bis ein DAU einen Markennamen verinnerlicht (wie gesagt, Intel inside läuft seit dem letzten Jahrtausend). "AMD"-GPUs gibt es erst seit relativ kurzer Zeit, die Verbindung zu ATI haben viele potentielle Käufer nicht verinnerlicht.
- Selbst in etwas technikaffineren Kreisen (z.B. hier im Forum) hält sich hartnäckig die These, Nvidia hätte zuverlässigere Treiber. Lässt sich zwar objektiv nicht solide begründen - aber in einem Verkaufsgespräch gibt es keine Diskussion zwischen 20 selbst ernannten Experten, sondern da gibt es den Kunden und seine Wünsche. Und solange die keine schlechte Marge versprechen (was bei AMD vs. Nvidia kein Thema sein sollte), widerspricht der Verkäufer nicht.
- gute Erfahrungen: die abgespeckten TNT2, die GF4mx und die IGP-Chipsätze der So775- und AM2-Zeit waren (aus objektiven Gründen) bei den OEMs SEHR beliebt. Letztere wurden selbst von Apple flächendeckend eignesetzt. Einige Nutzer werden bei dem bleiben wollen, was sie kennen.

Es ist übrigens historisch bedingt, sowie dem Marketing "geschuldet": AMD hat letzteres kaum, Nvidia sehr wohl, neben Werbung ganz generell, auch TWIMTBP usw. Programme.
Historisch, damit ist die Treibergeschichte gemeint: Denn historisch waren die bei Nvidia schon besser, das kam erst um ca 2006+ (VISTA und später, XP zum teil auch später noch sehr problematisch, habe bis heute Probleme) wo AMD Treiber gleichwertiger wurden. Bis dahin waren viele AMD DAU Kunden, also die Kunden die von der Stange kauften oft mit Problemchen und Beschwerden beim Händler. Wir haben zigtausende solcher Anfragen gehabt und dann hatte man damals 3 Möglichkeiten:
Treiber aktualisieren (können manche Kunden nicht, aber es hat damals auch nicht selten zu massiven Problemen geführt (Bluescreens, Hardware wird nicht mehr erkannt usw)
Problemlösung suchen falls Treiber aktuell.
GPU austauschen (Nvidia)

All diese Dinge kosten Geld, weil die Arbeitszeit ja teuer ist. Hängt man das dem Kunden um, ist er frustriert und kommt evtl nicht mehr (er ist eh schon frustriert mit sowas anzukommen). Also kommt der Hersteller/Verkäufer/Supportleister mit persönlichen Ressourcen dafür auf.
Nvidia machte damals viel weniger oft Probleme, war also viel günstiger in der Betreuung und viele haben später nie wieder den Schritt zurück zu ATI/AMD gemacht.

Wie gesagt Nvidia Geforce kennen auch viel mehr Leute als AMD Radeons. Dein Intel oder AMD, wer kennt was- Test, wird von mir relativ oft gemacht, und viele kennen einfach kein AMD :(
 
Es ist übrigens historisch bedingt, sowie dem Marketing "geschuldet": AMD hat letzteres kaum, Nvidia sehr wohl, neben Werbung ganz generell, auch TWIMTBP usw. Programme.
Historisch, damit ist die Treibergeschichte gemeint: Denn historisch waren die bei Nvidia schon besser, das kam erst um ca 2006+ (VISTA und später, XP zum teil auch später noch sehr problematisch, habe bis heute Probleme) wo AMD Treiber gleichwertiger wurden. Bis dahin waren viele AMD DAU Kunden, also die Kunden die von der Stange kauften oft mit Problemchen und Beschwerden beim Händler. Wir haben zigtausende solcher Anfragen gehabt und dann hatte man damals 3 Möglichkeiten:
Treiber aktualisieren (können manche Kunden nicht, aber es hat damals auch nicht selten zu massiven Problemen geführt (Bluescreens, Hardware wird nicht mehr erkannt usw)
Problemlösung suchen falls Treiber aktuell.
GPU austauschen (Nvidia)

All diese Dinge kosten Geld, weil die Arbeitszeit ja teuer ist. Hängt man das dem Kunden um, ist er frustriert und kommt evtl nicht mehr (er ist eh schon frustriert mit sowas anzukommen). Also kommt der Hersteller/Verkäufer/Supportleister mit persönlichen Ressourcen dafür auf.
Nvidia machte damals viel weniger oft Probleme, war also viel günstiger in der Betreuung und viele haben später nie wieder den Schritt zurück zu ATI/AMD gemacht.

Wie gesagt Nvidia Geforce kennen auch viel mehr Leute als AMD Radeons. Dein Intel oder AMD, wer kennt was- Test, wird von mir relativ oft gemacht, und viele kennen einfach kein AMD :(

Der Test hat sich sogar bei meinem Vater bestätigt. AMD kannte er nicht wirklich, die Frage nach Intel erwiderte er mit "Jo, kennt man doch - Intel Inside".

Man erkennt, dass die Bekanntheit eines Herstellers eben direkt mit dessen Marketing zusammenhängt - während Intel stets brav für seine Pentium II/III/IV-CPUs warb und mit dem P4 noch auf Marketingzug der hohen Taktraten bestimmte, muteten AMD-Commercials - kaum ausgestrahlt - schon immer meist sehr trashig an:

AMD 3DNow! commercial - YouTube
AMD Radeon Graphics Presents: The Fixer - YouTube
AMD Athlon Commercial - YouTube
 
Der Test hat sich sogar bei meinem Vater bestätigt. AMD kannte er nicht wirklich, die Frage nach Intel erwiderte er mit "Jo, kennt man doch - Intel Inside".

Man erkennt, dass die Bekanntheit eines Herstellers eben direkt mit dessen Marketing zusammenhängt - während Intel stets brav für seine Pentium II/III/IV-CPUs warb und mit dem P4 noch auf Marketingzug der hohen Taktraten bestimmte, muteten AMD-Commercials - kaum ausgestrahlt - schon immer meist sehr trashig an:

AMD 3DNow! commercial - YouTube
AMD Radeon Graphics Presents: The Fixer - YouTube
AMD Athlon Commercial - YouTube
Ja eben, selbst Erwachsene bzw Eltern der Digital Generation kennen Intel.
Ich mache den Test seit Jahren mit meinen Schülern & Studenten, ich hab mal aufgehört zu zählen wieviel Prozent was kennen (AMD, Intel,Nvidia...), oder wer glaubt welche Firma was erfunden hat (Apple vs Microsoft, Sony vs Nintendo usw), aber es sind stets ungefähr gleich viel.
 
Intel verkauft seit 2008 CPUs mit 8 logischen Kernen, die x360 hat 6 logische Kerne, die PS3 führt 7 Threads parallel aus - glaubst du wirklich, die mangelnde Parallelisierung aktueller Software liegt an der mangelnden Verbreitung von Octa-Thread-Hardware?
Gezielte Bulldozer-Optimierung betrifft vor allen Dingen die winzigen Caches und die modularisierten FP-Einheiten.
Steam zeigt wie wenig physische Cores die Leute tatsächlich haben.
Aber ich glaube natürlich nicht daran, dass es nur an mangelnder Hardware liegt, wieso die Parallelisierung so schwer fällt.
Die Hoffnung bei den Leuten besteht aber, dass CMT wesentlich besser skaliert als SMT.

Kann man - macht man. Soweit, wie es halt möglich, mit einer 5-15 $ billigeren CPU (und die meisten AMD-Produkte liegen eben bei <100 $, wo die Preisunterschiede klein werden) einen kompletten PC deutlich billiger zu machen - insbesondere wenn man auch noch mit geringen verkauften Stückzahlen rechnen muss, weil man eben nur die extrem Pfennigfuchser adressiert.
Früher hat es besser geklappt.

Bei Notebooks hast du zusätzlich die geringere Effizienz. Wenn man wirklich etwas gleichwertiges anbieten wollte, bräuchte das AMD-Gerät einen größeren, teureren Akku. Um dessen Größe zu kompensieren, braucht es ein aufwendigeres, kompakteres Mainboard-Layout. Um das höhere Gewicht zu kompensieren braucht es höherwertigere, stabilere Materilien für das Gehäuse.
Für so simpel halte ich die ganze Situation nicht. Kabini ist effizient und es gibt nur Schrott Lösungen damit und nicht nur bei Kabini, bei AMD Produkten allgemein.
Als wäre es ein Contest, wer baut den größten Unsinn zusammen.
Da wird ein kleiner Kabini @ 1-1,5 Ghz mit 17 Zoll/1080p zusammengestellt.
Wenn AMDs Perf/Watt okay ist und es "nur" an der absoluten Performance scheitert, was man durch billige Preise kompensieren kann, gibt es dennoch nichts was irgendwie balanced zusammengestellt ist.

Immerhin in Indien hatte man Ende 2012 über 20% Marktanteil, irgendwo auf der Welt scheint es zu funktionieren.

Bei Nvidia weiß ich auch nicht genau, woher die ihren besseren Ruf und die größere Beliebtheit bei OEMs haben.
Ich finde es teilweise schon frappierend und da ich jedenfalls keine Ahnung habe was sich hinter dem Vorhang abspielt, kann ich auch nur raten, aber ich würde AMD es dringend empfehlen da irgendetwas zu machen.
Im Notfall arbeitet man vielleicht sogar direkt mit Partnern zusammen, Nvidia versucht das auch.
Wenn keiner die Produkte umsetzen möchte, irgendwie selbst Hand anlegen.

Optimierungsmöglichkeiten gibt es immer (ob sich die Arbeitszeit lohnt, ist eine schwierigere Frage) und sie werden auch, nach Möglichkeiten, genutzt. Aber es ging ja um die Anwendung von Tools aus dem GPU-Bereich. Und da muss man leider sagen: Nein, AMD hat nicht einen riesen Haufen Potential ungenutzt rumliegen und muss nur mit dem Finger schnipsen.
Und was hat man da mit der Bulldozer FPU präsentiert?
AMD schnippst da sicher nicht und zack ist das ganze Design 15-30% kompakter, irgendwo wird man Kompromisse machen müssen und nachjustieren, aber die Möglichkeit besteht offensichtlich, solange die PR nicht vollkommen lügt.
 
Enttäuscht bin ich auch über die Roadmap dieser News.
AMD hatte 2011 noch das versprochen:

Mittelfristig verspricht AMD zudem jedes Jahr neue Rechenkerne aus der Bulldozer-Architektur, welche auch jedes Jahr 10 bis 15 Prozent mehr Performance pro Watt bringen sollen:....
News des 12. Oktober 2011 | 3DCenter.org

Und jetzt Jahre später soll Vishera von 2012-2015 aushalten.
Also kann man erst in 2 Jahren mit etwas Neuem rechnen, 5 Jahre nach dem Statement von AMD.
Für eine schnelllebige Branche wie die IT ist das eine Ewigkeit.
Deswegen kann ich auch keinen weiteren Versprechungen von AMD mehr glauben.
 
Falls etwas neues herauskommt...
Seine Core Roadmap hat man immerhin dennoch vollzogen, auch wenn Steamroller und Excavator ein Jahr spät dran sind.
 
Und 3dfx hat 10 Jahre Garantie versprochen und ging dann Pleite ;)
Aber ich glaube durchaus, dass neue Fxens kommen werden, wie irgendwo am Anfang mal von mir geschrieben. Die neuen Warsaw's sind zwar in 1. Linie nur ein neues Stepping, aber immerhin ist der TDP bei anscheinend gleicher Leistung um 16 Watt gesunken (Was in 86% des Stromverbrauchs resultieren würde, aber machen wir mal 90-93 draus). Und n neues Stepping kostet nix. Und wenn der Nachfolger von Warsaw rauskommt werden mit Glück auch wieder n paar DIEs vom Band fallen ;)
 
Und wann kommt der Nachfolger von Warsaw?
2015 anscheinend nicht.
Also 2016? Mit welcher Architektur und Plattform?
Nobody knows, was uns 2016 überhaupt erwartet.
 
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