News Als man High-End-GPUs noch für 500 Euro kaufen konnte ... - Das sagt das PCGH-Team

Die erste Titan war halt eben die Ursünde. Bis dahin hat man geglaubt, dass Zocker nur bis etwa 500€ gehen, da alles darüber (angefangen bei der GeForce 2 Ultra) immer ein kommerzieller Flop war. Dann hat Nvidia gemerkt, dass es viele Spieler gibtz, die auch 1000€ hinblättern, wenn man ihnen einen entsprechenden Leuistungsabstand bietet. Mit der GTX 980Ti war das höhere Preisgefüge dann fest etabliert.

Als es noch keine 500€ High End Grafikkarten gab, gab's auch noch keine Spielegrafik die eine solche Investition Wert gesesen wäre.

Ansichtssache. Zum einen ist das auch heute eine Frage, wieviel man hinblättern will. Auch mit einer RTX 3060 bekommt man noch alles zum laufen und das meist gut bis sehr gut. Zum anderen: warum solltes es damals weniger wert gewesen sein? Wenn man mit SLI (also das von 3dfx) plötzlich die gute 1024x768er Auflösung freischalten konnte, dann hatte das sogar noch gröére Auswirkungen, als heute die Frage, ob man die 4K nativ berechnet oder ob man dafür den DLSS/FSR Balanced Modus bemühen muß.

Damals war halt eben die 500€ Karte etwa 10% schneller, als die 350€ Karte und schon im nächsten Jahr war die 500€ Karte für noch so schnell, wie dann eine 250€ Karte. Das ist der wichtigere Aspekt.

Hm... Woher kommt dieses 4-5 Jahre sorgenfrei spielen?

Mit einer GTX 1080Ti bekommt man noch immer absolut alles zum laufen und das sogar meist gut bis sehr gut. Dank FSR2 kann man auch noch Monitore mit höherer Auflösung bespielen.

Wenn man natürlich mit dem Anspruch "Always Ultra" rangeht, dann bekommt auch eine RTX 4090 nicht mehr als Full HD hin.

"Alle feiern die Geforce 8800 GTX, obwohl diese fünf Jahre nach Release ansatzweise E-Schrott war"

Würde ich jetzt nicht so sehen. Die GeForce 8800 GTX ist zu einem idealen Zeitpunkt erschienen: zeitgleich mit der PlayStation 3 in Amerika + Japan, ein Jahr nach der Xbox 360. Die CrossGen-Phase wurde im ersten Xbox360-Jahr abgeschlossen und fast alle Neuerscheinungen hatten die Xbox360/PS3-Leistung als Basis.

Nach 5 Jahren war man damit einfach ziemlich am Ende. Damnmmals war der Fortschritt eben noch etwas fortschrittlicher. Mit der GTX 2080 hatte man einen etwa doppelt so schnellen Nachfolger und dann ging die Sache wirklich ab. Kein Vergleich mit früher, wo nach 5 Jahren quasi garnichts mehr neues lief, aber mit einer 8800 GTX war man 2011 nicht mehr wirklich gut unterwegs, im Gegenteil.

Da die 8800 GTX ungefähr doppelt so schnell wie eine Xbox 360 und PS3 war, konnte man natürlich auch bis 2013 für fast alle Multiplattform-Entwicklungen nutzen, da diese auch auf den schwächeren Konsolen noch spielbar bleiben mussten. Mit 768 MB VRAM hatte sie auch 50% mehr als der komplette Speicher der beiden populären Konsolen (512 MB Unified bzw. 256 + 256 MB).

Diese Konsolenvergleiche haben noch nie Sinn ergeben.

Bei Konsolen sind die Spiele eigentlich immer gut optimiert, beim PC nicht. Von daher kannst du die doppelte Leistung schonmal vergessen. Dann gibt es auch immer spezielle PC Spiele, die nochmals höhere Anforderungen haben. Diesen Surung, bei dem eine Graka, dank Konsolen, besonders lange halten soll, gibt es nicht. Das ganze steigt eher kontinuierlich an.

Die GTX 680 kam zu Zeiten der PS4/X-Box One heraus, war schneller und hielt nicht so lange. Die GTX 1080Ti ist bisher eine Legende, in Sachen Haltbarkeit und kam genau zwischen den Konsolengenerationen raus.
 
Das hab ich doch geschrieben. Also in Kurzform: 1080p gar keine Relevanz mehr und stattdessen gibt's oben eine mehr. Für mich war das schon deutlich... dachte ich.

Danke jedenfalls für deinen Hinweis. Ich hab's angepasst.
Stimmt, sehe nur keinen Sinn in 8k Bildschirmen. 8 k als Renderauflösung ja, aber als physische Auflösung Brauch ich nicht.
 
Die GTX 680 kam zu Zeiten der PS4/X-Box One heraus, war schneller und hielt nicht so lange. Die GTX 1080Ti ist bisher eine Legende, in Sachen Haltbarkeit und kam genau zwischen den Konsolengenerationen raus.
Die GTX 680 kam 20 Monate vor PS4 und Xbox One raus... das ist eben ein ganz schlechter Zeitpunkt für Langlebigkeit. GTX 780 (Ti) war auch noch eine Kepler-GPU, die auf der 2012er Architektur basierte.

Ein bis zwei Jahre nach einem Konsolenstart sieht es dann schon deutlich besser bezüglich der Langlebigkeit aus, z. B. die Maxwell-GPU GTX 980 Ti (18 Monate Abstand).
 
Als man High-End-GPUs noch für 500 Euro kaufen konnte ...
... da hängte er auch noch höher.

Ja, da gabs noch Wurstsemmerl um 5 ATS (30 Cent, heute 3,50)
A Krügerl Bier beim Wirten am Eck um 17,- ATS (1,15 Euro, heute 4,50-5,50)
80qm Wohnfläche schöner Altbau Innenstadt um 6.000 ATS (500 Euro heute 2.500,-)

Nur Gras und Pulver blieben Preisstabil.
Und Benzin..? Glaube ich, hab aber ned mal eine Führerschein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Raff hat eigentlich alles gesagt, man muss es auf den Nutzungs Zeitraum umrechnen. Eine 3090 wird 4 Jahre alt und mit dlss & co wird man da noch lange zocken können, auch in 4k. Damals war eine Karte nach 1-2 Jahren ein besserer Briefbeschwerer. Außerdem nicht die GeForce 2 ultra für 1500dm vergessen ;-)
 
Ich komm noch aus der Zeit wo man eine 2D-GPU und eine 3D-GPU kaufen "musste". Weiß zwar die Preise nicht mehr, aber in meinem (Eltern) Rechner war eine Matrox Mystique gekoppelt mit einer Diamond Monster 3D oder wie das (Ding da hieß). Das war dann das höchste der Gefühler bis dann die VoodooII rauskam. Ging damals glaub ich relativ schnell.

Momentan dümpel ich wegen den hohen Preisen noch immer mit der 2080 rum, fällt mir schwer +800-€ für ne GPU auszugeben. Wie Raff sagt, relativiert sich das ja schon etwas mit der Zeit, wo man diese Karte schon besitzt. Aber ich hab auch Prinzipien und möchte nicht jeder größenwahnsinnigen Firma zu viel Geld hinterherwerfen. Es kitzelt zwar seit längerem, eine 4070s zu kaufen, aber bis jetzt hab ich es dann doch noch ohne ausgehalten.

Mal schauen, eventuell gibt es ja mal ein "Schnäppchen" (man ist die hohen Preise ja so langsam gewohnt).
 
Mystique + Voodoo dürften gefühlt 300 + 400 DM gewesen sein – stark davon abhängig, wann man gekauft hat, denn damals fielen die Preise noch schneller. Unterm Strich würde ich 500 bis 650 Euro in heutiger Währung sagen, aber dabei unterschlägt man ein wichtiges Detail: Die Mystique war eine Karte, auf der man schon vor und bis zum erscheinen der Voodoo absolut alles spielen konnte. Für die relativ kurzen 1-2 Jahre Nutzung, die letztere aktuell war, hat man also nur für 300 Euro nachgerüstet. Und das war eben nicht der Preis für "läuft noch mit Interpolation & Co"-Niveau, sondern das war "absolut alles auf Anschlag". Deutlich leichter zu vergleichen sind aber die Preise von Single-Chip-Lösungen, die kurze Zeit später den Markt übernommen haben. Mit einer TNT/TNT2, die man 98/99 für umgerechnet 300 Euro kaufen konnte, war man ein Jahr sehr gut und ein weiteres Jahr mit reduzierten Details dabei. Wenn man heute eine 4090 für 1.800 kauft, bekommt man zwar zwei Jahre sehr gut bis gut, und dann noch einmal zwei Jahre bis man auf mäßig zurückgefallen ist, hat pro Jahr aber trotzdem das dreifache bezahlt.

Crysis war so ausgelegt, dass es selbst Hardware von damals überübermorgen nicht langweilen sollte. Entsprechend weit war auch die Spanne an Optionen. Stells mal auf "niedrig" -- selbst manch Westwall-Bunker war nicht so flach ausgeleuchtet, und die Texturen in Half Life 2 so knackig wie ein Formel-1-Boxenluder im Vergleich . :D Ansonsten war die 8800GT meist fast auf GTX-Niveau -- bloß zum Bruchteil des Preises. Und mit der GTX kam man wie weiter oben erwähnt schon ein paar Jahre hin. Entsprechende Reglerkenntnis vorausgesetzt sowieso. :D

Und ja, bei anderer Marktlage hätte wohl auch ich meine olle GPU längst ausgetauscht. Mittlerweile eher AA- und Indiespieler oder nicht. So ehrlich muss ich sein. :) Denn auch da sind längst nicht alle Spiele massiv genügsam.

Crysis kannte auch noch andere Einstellung als "niedrig" oder "Ultra" – und hat damit sehr gut und fair skaliert. Mich hat zwar der Inhalt nicht angesprochen, aber die Demo sah in 1.600 × 900 und mit mehr Reglern auf "hoch" denn auf "mittel" immer noch besser aus, als alles je Dagewesene. Sie lief mit den Einstellungen aber schon auf meiner 7800 GS spielbar (mittlere 40er). Okay, bei der berühmten Sonnenaufgangs-Sequenz bin ich auch unter 30 Fps gedroppt (was aber eher am Pentium 4 gelegen haben dürfte) und die GS lief mit 660/660, was ihr die Leistung einer 7900 GT gab. Aber das war damals eben auch noch möglich und wir reden von fucking "will it play" Crysis auf einer zu diesem Zeitpunkt bald zwei Jahre alten Downlabel-Grafikkarte für Special-Interest-Aufrüster, die mich (inflationsbereinigt) 360 Euro gekostet hat.

Das wäre heute vielleicht RX-6600-XT-Niveau; wenn man den "dafür hält heute alles doppelt so lang"-Aspekt mit einrechnet auch eine RTX 3070 – die 3080 kostete vor 3,5 Jahren real schon deutlich mehr als Doppelte. Nun habenn wir gerade keinen neuen Titel wie Crysis am Markt, der schon auf "hoch" sowohl bei Hardware-Anforderungen als auch Aussehen alles zuvor Dagewesene @Ultra an die Wand spielt. Aber stellvertretend für meine damaligen Settings reicht es auch erst einmal, besagtes "bestes Dagewesenes" zu nehmen. Ich nominiere Cyberpunk @Pathtracing. Aber vielleicht hat noch jemand eine bessere Idee, was heutige 350-Euro-Grafikkarten oder ältere gut-700-Euro-Modelle locker können sollten, um ihren Preis zu rechtfertigen?

Die erste Titan war halt eben die Ursünde. Bis dahin hat man geglaubt, dass Zocker nur bis etwa 500€ gehen, da alles darüber (angefangen bei der GeForce 2 Ultra) immer ein kommerzieller Flop war. Dann hat Nvidia gemerkt, dass es viele Spieler gibtz, die auch 1000€ hinblättern, wenn man ihnen einen entsprechenden Leuistungsabstand bietet. Mit der GTX 980Ti war das höhere Preisgefüge dann fest etabliert.

Relativ zu den SLI-Lösungen, die zuvor die Spitze des Machbaren darstellten und nach der Titan zunehmend seltener wurden, war die Titan nicht überteuert. Was sich aber, nicht erst seitdem, nur seitdem in deutlich stärkerem Maße, geändert hat: Der Fortschritt. Zuvor fielen Grafikkarten im Laufe der 1,5 Jahre, die eine Generation dauerte, deutlich im Preis und am Ende stand das alte High-End meist auf dem Level der neuen Mittelklasse, die zu vergleichbaren Preise angeboten wurde. Das Karten über UVP verkauft wurden, gab es gar nicht – nicht einmal an Tag 1. Heute dagegen dauern die Generationen 2,5 Jahre, das Leistungsniveau des alten High-End wird erst in der neuen Oberklasse erreicht und die liegt preislich auf halber Strecke zwischen den alten Oberklasse- und High-End-Launchpreisen. Eine Geforce 7300 war deutlich billiger als eine 4200 und schneller als eine 4600. Einer 4050 gegenüber 2060 und 2080 Ti fällt das spürbar schwerer. (Anm. für Spätgeborene: Die 4200 war drittschnellste von sechs Modellen, die kleinere Hälfte des Portfolio hatte als "MX" eigene Nummern.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein teuerster CPU Kauf war im Jahre 2000, da kam der Athlon Thunderbird mit 1200 MHz heraus und dieser kostete zu dieser Zeit stolze ~720 DM. Der CPU DIE war noch in der schönen Keramik eingebettet.:-)
Athlon-Thunderbird-15.jpg
 
bin großer fan von eurem "2cent des Redakteurs-Format", immer interessant und spaßig zu lesen :) ...
nur fakten sind auch lame auf dauer, einfach mal frei schnauze irgendwas behaupten, das einem zu Thema X grade durch den Kopf geht^^
keep it up!

edit: teuerste einzelkomponente ever ist meine noch immer verbaute GTX1080, 2016 für knapp 800€, das top-end Modell von Gainward - dank FSR auch heute noch brauchbar, insofern relativiert sich der stolze Preis dann doch sehr mittlerweile...
 
Tja, alles wird teurer, primär wegen der Inflation, diejenigen die sich die "alten Preise" wünschen werden zwangsweise in die Röhre schauen. Dazu kommt noch die Geldgeilheit von AMD und Nvidia, dank der Pandemie konnten sie sehen was die Leute bereit sind zu zahlen, so ein Experiment wäre normalerweise unmöglich. Es zeigen schon die Quartalszahlen von Nvidia wo die reise hingeht, ein Rekord jagt den nächsten, Spieler sind für sie Finanziell gesehen nur noch nettes Beiwerk. Freut euch schon auf eine RTX5090, die kostet dann (nicht UVP, was sowieso völlig egal ist) mindestens 3000€ ... wenn man Glück hat :schief:
 
@PCGH_Phil
Was ein geiler Beitrag! Darf ich fragen was für Sumpfkraft du im Tee hattest? :daumen:
Da ist die Kreativität auf jeden Fall wieder aus dir heraus gebrochen. Toll.
Nichts Verbotenes. Aber diesbezüglich wollt ich halt auch nicht langweilig sein, mich vor allem nicht selbst langweilen. Da waren einige der letzten Themen teilweise relativ ähnlich (das sind halt "die Community bewegende" Punkte.) Dann kann's schon mal vorkommen, dass ich leicht genervt von endlosen Wiederholungen ein wenig aus der Reihe tanze ;)

Und ich hab basically nur einen kleinen Teil der Wikipedia-Timeline 2012 runtergedichtet, hier und da ein bisschen fachlich ausgeschmückt.^^


1721263541911.png


Gruß,
Phil
 

Anhänge

  • 1721263418907.png
    1721263418907.png
    154,6 KB · Aufrufe: 17
Zuletzt bearbeitet:
@PCGH_Phil
Danke, das wollte ich auch gar nicht anprngern. Du brauchst das gar nicht herunterspielen. Das war ein toller Text, der beim lesen richtig Laune gemacht hat und den ich locker zehn Mal schon weitergeleitet habe. Danke dafür. :nicken:

Edit
Nicht falsch verstehen, die meisten Meinungen der Redakteure fand ich gut und cool geschrieben, aber in dem Fall hat dieser Kommentar eben den Vogel abgeschossen.
 
kann mich noch an meine GTX 285 erinnern die ich für gut 320 Euro gekauft habe 2009. Leider ging die kaputt 2 Jahre später.
 
Um auch mal 'ne positive Entwicklung zu bringen:

- Das Spieleangebot war insgesamt nie breiter.
- Für die wenigsten Highlights braucht man ergo überhaupt aktuelle Hardware Tendenz: steigend. Nicht nur wegen immer längerer Produktionszyklen samt weniger Studios, die noch High-End-Grafikbrecher entwickeln. Bei wiederum stabil sinkenden Risiken wegen der steigenden Produktionskosten. Aber auch. :D Spiele wie BG3, Elden Ring oder demnächst hoffentlich Kingdom Come 2 sind Big Budget Ausnahmen, weil sie Ausnahmen sind. Aber absolut nicht die Norm. Die Norm sind die Bethesda-Titel, die es schon für Pentium 4 mit mehr Spieltiefe gab. Horizon: Forbidden Hirnaktivität. Und natürlich der Rest vom Franchise-Fließband-Schützenfest.

Der sich mittlerweile eine Dekade oder länger gönnt, bis der nächste TItel erscheint (GTA, TES, Witcher...) Kein Wunder, dass die Empörung regelmäßig durch die Decke geht: Trotz teurer Hardware ist auch hier der Return on Spielerinvestment stabil gesunken -- nicht nur am PC. Und die Fallhöhe viel größer, wenn der ewig erwartete Titel mal wieder nicht die über Ewigkeiten aufgebauten Erwartungen erfüllt. Bzw. gar nicht mehr für die gekaufte Konsole erscheint, sondern ihren Nachnachfolger.

Von daher formuliere ich mal um: "Als man noch halbwegs aktuelle Hardware brauchte, um mitspielen zu können..." ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Also relativ zu damals sehe ich heute zwar sehr viel Breite, aber was sollen denn diese "Highlights" sein? Gut, die letzten beiden Jahre hatten Baldurs Gate 3 und Elden Ring. Aber Witcher 3 ist von 2015, da kommt bald die 10th Anniversary Edition (Und dann spiel ich’s endlich nochmal mit Add-Ons durch. Versprochen!), GTA V ist von 2013. Da war ich noch nicht mal bei PCGH-angestellt und heute bin ich der dritt-dienstälteste Redakteur. Ich will jetzt als seriöser Journalist nicht mit dem Finger auf Negativbeispiele zeigen. Aber wenn man an überteuerter Hardware nicht pleite geht, weil die seitdem erschienene Software nicht einmal eine Erwähnung geschweige denn eine Aufrüstung wert ist, dann sendet das keine positive Botschaft zur Hardware-Lage.

Mal so zum Vergleich: Creatures. Privateer 2. C & C Red Alert. Schleichfahrt.
Nein, dass ist nicht der Versuch, sämtliche bahnbrechenden und/oder bis heute legendären Spiele der Mitt-90er aufzulisten. Sondern das sind die Cover-Stories Dezember 1996. Heute ist man froh, wenn im ganzen Jahr ein einzelner Hochkaräter dieses Formats erscheint – damals war es einfach der letzte Monat eines Jahres, das neben Zork Nemesis, Wing Commander IV, der Vervollständigung von Tie Fighter und mtf*ng Quake die wohl grandioseste Serie von Fortsetzungen überhaupt gesehen hatte: Siedler, Discworld, Grand Prix und Civilization brachten alle ihre großartigen zweiten Teile raus. Mag sein, dass einige damals ihren kompletten PC alle zwei Jahre ausgetauscht haben (ich habe das Diskettenlaufwerk bis heute!), aber das waren dann weniger als 100 DM je erschienen Spiel dieses Kalibers und, nach Aussortierung der Genres die man nicht mag, vielleicht 200 DM pro gespieltem AAAaaa-ultraplus. Kleinkram zwischendurch nicht mitgezählt. Wenn ich in diesem Verhältnis seit 2014 Hardware-Budget angespart hätte, dann wären jetzt 75 Euro in der Kasse (Witcher 3. Baldur’s Gate 3 verdient definitiv eine Erwähnung, aber ich werde mit Partys irgendwie nicht warm.) Das reicht für einen halben NH-D15 G2.
 
Zurück