Nightslaver
PCGH-Community-Veteran(in)
die russen/stalin haben die ukrainer durch den hungertod 1932/33 ziemlich dezimiert. später andere völker ebenfalls nahezu ausgelöscht und zwangsumgesiedelt.
Die Sovjetunion war mehr als nur die Herrschaft Stalins, die man auch um sich von seinen Handlungen, die denen Hitlers nur in wenigen Aspekten nachstanden, abzugrenzen treffend als Stalinismus bezeichnet.

Das Bild der Sovjetunion also nur auf Stalins Herrschaft degradieren zu wollen ist mindestens genauso verblendet und eine Brillensicht wie die USA als Oberteufel unter den Teufeln zu bezeichnen.
putin nannte den zerfall der sovjet union die größte geopolitische katastrophe des zwanzigsten jahrunderts. auch heute ist russland ein imperium und macht krieg wo es nur geht.
Geopolitisch ist der Wegfall der Sovjetunion auch bis zu einem gewissen Punkt eine Katastrophe gewesen da es auf geopolitischer Ebene faktisch rund 20 Jahre lang kein halbwegs gleichwertiges Gegengewicht mehr zu den USA gab.
Kann man etwa mit dem römischen Reich nach dem Wegfall seiner größten Gegenspieler vergleichen. Hast du zu einer "Supermacht" keine ausgleichende Kraft mehr artet deren handeln oft aus.

Im Fall von Rom hat das zu einer Eroberung halb Europas und des Mittelmeerraums geführt.
Im Fall der USA zur uneingeschrenkten Durchsetzung und wirtschaftlichen Druckpolitik gegenüber kleineren Staaten, eine Alternative für wirtschaftliche Bindungen, um an gewisse Produkte zu kommen, wie während des kalten Krieges mit der UDSSR auf der anderen Seite, gibt es im Grunde nicht mehr.
Auch wenn während des kalten Krieges durch die ständige Gefahr eines atomarne Krieges und das dumme Idiologiegedenke auf beiden Seiten die Welt nicht grade eine bessere als heute war, war es für kleine "unmündige" Staaten doch eine Zeit mit mehr Möglichkeiten und alternativen Möglichkeiten an wichtige Güter zu kommen und nicht das Ziel wirtschaftlichen Zwangs zu werden.
aber die jenige mit ihrer russland/putinbrille sehen nichgt alles außer das die usa der satan höchstpersönlich ist.
Beide Lager nehmen sich da nicht viel, weder die die Putin bis aufs Messer verteidigen, noch die die die Politik der USA als "alternativlos" hinstellen.
Wie immer liegt die Realität am Ende in der Mitte, beide Seiten sind keine Heiligen und beide Seiten sind auch keine bösen Oberteufel, aber beide Seiten sind kritisierbar und sicher keine Beispiele für einen vernünftigen poltischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kurs auf nationaler und internationaler Ebene.
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