Die Bedingungen müssen aber überall zutreffen.
Auf der Krim durfte jeder wählen. Es waren lokale Wahlen der Krim, nicht nationale der ganzen Ukraine.
Zu den Soldaten: Es wurde nicht geschossen und keiner wurde verletzt. Krieg war es nicht. Noch nicht einmal ein Aufstand. Es wurde eher ein Gefühl der Autorität geschaffen.
"Ausländisches Militär schafft im Rahmen einer Wahl Autorität" - ich denke, dass kann man so stehen lassen.
Aber ich denke nicht, dass ich mit dir je einer Meinung über die Bewertung der Krimkrise sein werde, wenn du allen ernstes diese Lupenreine Beschreibung von Diktatur und Unterdrückung als Beispiel für Demokratie ins Feld führst.
Zum momentan Regierenden:
Gar keiner. Das ist ja das blöde daran. Meiner Meinung ist es keine offizielle Regierung in Kiew und auch keine offizielle in der Ostukraine.
Und wer ist deiner Meinung nach (und warum) am ehesten in der Lage, demokratische Wahlen zwecks Findung einer neuen Regierung durchzuführen?
Bei den Aussagen von Poroschenko entsteht jedoch ein Paradox. Einerseits sagte er bei den Wahlen, dass die widerständischen Gebiete nicht zur Ukraine zählen und ihre Stimmen sowieso nicht gelten, da es ALLE Widerstandskämpfer und Terroristen sind.
Andererseits sagt er dann, dass die Gebiete nicht so einfach beansprucht werden dürfen, da sie zur Ukraine gehören.
Ja was´n nun?
Ich weiß nicht, auf was für Aussagen du dich beziehst (kennst du zufällig Putinverstehers & Schlumpfis "die Medien", in denen immer allerlei absurdes Zeug kommt?), aber meiner Erinnerung nach hat die Wahlkommission festgehalten, dass die Wahlen in den derzeit nicht sicheren Landesteilen nachgeholt werden, sobald dies möglich ist
=> sobald Kontrolle und Einfluss besteht, wird diese (oder eine andere) auch demokratisch legitimiert werden.
Ich weiß nicht, ob ich ein sicheres Gefühl habe, wenn Soldaten ohne Hoheitsabzeichen -- könnten auch Milizen sein -- vor und in den Wahllokalen stehen und durch ihre Haltung klar machen, was gewählt werden soll.
Konnte man überhaupt wählen? War auf dem Wahlzettel die Möglichkeit aufgeführt, gegen die Abspaltung zu stimmen oder konnte man nur dafür stimmen?
Die Abspaltung wurde nie zur Wahl gestellt. War rechtlich im vorraus auch gar nicht möglich, da die Befugnisse des Parlaments gar nicht soweit reichten. Die einzig demokratisch legitime Möglichkeit, die Bevölkerung zur Abspaltung zu befragen, wäre erst indirekt in den regulären Parlamentswahlen 2015 gegeben gewesen - in dem eine Partei mit entsprechendem Program die absolute Mehrheit geholt hätte.
Da wäre aber vermutlich ein ähnliches Ergebnis bei raus gekommen, wie in der
2010er Wahl: 3 von 100 Sitzen.
(Zum Vergleich: Selbst die ukrainischen Nationalisten, die auf der Krim nun wirklich nichts zu melden haben, kamen auf 2 von 100.)
Erst nachdem das Parlament hinter verschlossen Türen und unter Anwesenheit bewaffneter russischer Truppen im Parlamentssahl abstimmte, ergab sich eine "demokratische Mehrheit" für den Anführer dieser Partei - der Rest ist Geschichte...
Andererseits finde ich das die Ukrainer selber ja noch viel weiter gegangen sind mit dem Verbannen allen Russischen aus den Medien (gab nen Post dazu vor 2-3 Seiten).
Kann da irgendwie "vor 2-3 Seiten" keine brauchbare Quelle zu finden. Vielleicht könntest du diese nachlegen?
Ist eine ziemlich heftige Behauptung, die du hier aufstellst.
Du jammerst oft nach Quellen bei im Grunde selbstverständlichen und allseits bekannten Dingen. Aber wie wärs mal mit selber suchen ?
Wenn du hier irgend einen Punkt als Argument aufführen möchtest, dann solltest du höchstselbst in der Lage sein dafür Quellen liefern zu können. Ansonsten verweise ich auf die Forenregeln, Stichworte Unterstellung (=unbelegte Behauptungen negativen Inhaltes) und Offtopic-Spam (=verlangen, dass die eigene Meinung zum Thema erhoben wird, obwohl man sie nicht im geringsten mit der Realität in Bezug bringt)
Es waren schon einige Ukrainische Truppen & Verbände auf der Krim unterwegs, bis sie von Russlands Truppen "rausbegleitet" wurden.
SCHOCK! Ernsthaft? Es waren tatsächlich ukrainische Truppen unterwegs? In der Ukraine?? Wow. Na ein Glück, das Russland da eingegriffen hat. Am Ende hätten die noch so etwas wie ukrainische Souveränität proklamiert...
Eher hat Russland (unfreiwillig) den Promoter gegeben, dadurch das sie sich wie offene Hose benehmen, dass noch mehr Staaten der Nato und/oder der EU, die ja gleichzeitig auch ein Defensivbündnis ist, beitreten (wollen).
Die EU ist zwar eine Wertegemeinschaft, aber kein Defensivbüdnis. Ich weiß nicht einmal, ob sie einen formellen Nichtangriffspakt beinhaltet, da sie ja auf bestehende gute Beziehungen aufbaut, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es keinen Passus zu gegenseitiger militärischer Unterstützung gibt.
Die Ukraine ist geopolitisch für die USA immens wichtig.
Hättest du die Güte, dieser Behauptung ein paar Argumente und Quellen folgen zu lassen?
Ich hatte irgendwie den Eindruck, dass die Ukraine für die USA ziemlich uninteressant war, zumindest im Zeitraum von der Unterzeichnung des Budapester Memorandums bis zu dessen Bruch durch Russland. (Und seitdem scheinen sich die USA auch nur für Russen in der Ukraine zu interessieren, während das Land selbst ihnen weiterhin ziemlich schnurz ist.)