Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Ich habe direkt die UN-Definition eines Angriffskrieges wiedergegeben:
http://www.un.org/Depts/german/gv-early/ar3314_neu.pdf

Das diese auf die Aktionen Russlands zutreffen, ist zwar meine (auch schon mehrfach geäußerte) Meinung, aber an dieser Stelle habe ich das so nicht einmal gesagt. Da du offensichtlich Russlands verhalten in der Definition wiedererkannt hast, sind wir uns wohl daran einig, dass meine Meinung so falsch nicht ist und ich muss scheinbar keine strittigen Details im Rahmen dieser Diskussion weiter erleutern. Ganz abgesehen davon, dass die UN-Vollversammlung höchst selbst den gleichen Beschluss gefasst hat und eine höhere Institution als diejenigen, die es geschaffen haben, gibt es für das Völkerrecht wohl nicht. (=> Beschwerden bitte an die UN :P )

Der Mangel einer rechtskräftigen Verurteilung ist dafür übrigens unerheblich. Zumal es schlichtweg keine Institution gäbe, die dies könnte.

1. Die Vollversammlung der UNO hat einen Beschluss gefasst. Der hat allerdings keine Rechtskraft.

2. Es gäbe eine internationale Institutionen die das Vorgehen Russlands rechtskräftig verurteilen könnte. Der Sicherheitsrat der UN (Das her er in der Vergangenheit z.b. bei der Besetzung Nordzyperns getan, es gäbe also sogar einen Präzdenzfall).

D.h. die Behauptung Russlands Vorgehen auf der Krim wäre Völkerrechtsbruch, ist bisher eine (negative) Behauptung, für die es (bisher) keinen Beweis gibt. Auch in unserem Rechtssystem gilt immernoch in dubio pro reo. Die richtige Schreibweise wäre also Russlands Vorgehen auf der Krim ist mutmaßlich Völkerrechtsbruch.
 
1. Genau das habe ich geschrieben.

2. Der Sicherheitsrat ist weder eine juristische Institanz, die Verstöße gegen irgendwelche Rechte beurteilt, noch ist er eine Gesamtvertretung der internationalen Gemeinschaft, die derartige Regeln schaffen und umgekehrt beurteilen könnte. Und bindende Resolutionen kann er gegen die Veto-Mächte nun einmal auch nicht verhängen.


3. Das es keine Beweise gibt, folgt nicht aus 1. und 2., nur dass es kein Gericht gibt, dass etwaige Beweise in Augenschein genommen hat oder dies auch nur könnte. Was es gibt, ist die Beobachtung von Militärbewegungen auf der Krim (bestätigt auch durch russische Staatsmedien), das Eingeständnis des russischen Präsidenten, dass es seine Truppen sind und diverse Abkommen, denen zu Folge die Grenze zwischen Russland und Ukaine jenseits der Krim verläuft, wonach sich besagte Militärmanöver auf ukrainischem Territorium abspielten.
Der Rest folgt zwingend aus der Anwendung oben verlinkten Textes, wie auch das höchste Gremium der UN (der Sicherheitsrat ist nur ein von der UN-Gemeinschaft mit bestimmten Aufgaben beauftragtes Organ - auch wenn er dadurch mehr Vollmachten von den Staaten zugesprochen erhält) bestätigt hat.

Welchen dieser Aspekte zweifelst du an?
 
Ich tippe/vermute mal, dass das dann keinen interessieren würde.

Ich denke, dass das Thema, ob die Krim nun annektiert wurde oder nicht, noch in Jahren nicht abschließend geklärt sein wird und sich dann Völkerrechtler noch immer darüber streiten.
Es gibt so viele Punkte und Aspekte, die in eine Entscheidung, was nun wirklich richtig ist oder nicht, miteinfließen, wie das Selbstbestimmungsrecht der Völker, die Schutzverantwortung, das Völkerrecht und ihre unterschiedliche Auslegung, wer war zu diesem Zeitpunkt die legitime Regierung in der Ukraine, etc, und warum gewisse Maßstäbe in anderen vergleichbaren Fällen als Begründung genügten, für die Krim aber nicht gelten würden oder dürfen.
Hinzu kommt, dass Russland bei diesem UN-Beschluss
http://de.wikipedia.org/wiki/Krim schrieb:
...dem Westen seinerseits "wirtschaftlichen Druck und Erpressung zahlreicher Staaten" bei der Abstimmung vorgeworfen.....[SUP][31] [/SUP]
hatte.
Einfach nur abtun, kann man diesen Vorwurf nicht, wenn man weiß, dass die USA (Biden) schon damit prahlte, dass sie Europa zu Sanktionen gegenüber Russland gezwungen hätten.

Obama-Vize blamiert Merkel: USA haben EU zu Sanktionen gegen Russland gezwungen | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN
Schutzverantwortung – Wikipedia
Krim – Wikipedia
Selbstbestimmungsrecht der Völker – Wikipedia
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, dass das Thema, ob die Krim nun annektiert wurde oder nicht, noch in Jahren nicht abschließend geklärt sein wird und sich dann Völkerrechtler noch immer darüber streiten.

Das glaube ich allerdings nicht. Auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen, der absolut größte Teil der Menschheit, der sich überhaupt mit der Thematik befasst, ist sich über dieses Thema ziemlich einig.
 
Das alles was in der Ukraine stattfindet ist doch der Wahnsinn. Ich glaube auch nicht das die Russen sich an die Waffenruhe halten werden.
Erstrecht nicht mit jemanden wie Putin an der Spitze. Der Typ ist Machtgeil und träumt anscheinend von einer neuen Sovietunion.
Bevor er aufgeben würde, glaube ich eher das er uns vielleicht sogar angreifen würde. Ich finde es aber trotzdem gut das sich Francois Hollande und
Angela Merkel mit ihm getroffen haben, auch wenn sie vielleicht sehr naiv sind, ihm auch nur ein Wort zu glauben.
Lösungen gibt es in der aktuellen Lage ja kaum, jedenfalls keine mit der sich Putin einfach zufrieden geben würde.
Zielführende Lösungen sehen für mich auf jedenfalls anders aus. Bleibt abzuwarten wie Lange wir uns das noch bieten lassen.
Eines Tages, wird auf jedenfall wenn es so weitergeht Putin mal was anderes als nur Sanktionen zu spüren bekommen müssen, ich denke auf anderem
Wege wird er wahrscheinlich nicht zur Vernunft kommen. Bis dahin sollten wir uns aber nicht von ihm in einen Krieg ziehen lassen bevor wir alle
Optionen erschöpft haben.
Fragt sich nur angesichts der Lage, wie man dann wirkungsvoll agieren könnte. Ein Krieg mit Russland kann ja auch nicht in unserem Sinne sein.
Alles andere als einfach die Lage, vor allem für die Ukrainer selbst. Die Spuren die der Krieg jetzt im Volk hinterlassen hat wird man wohl nur auf
Lange sicht in den Griff bekommen. Ich finde aber auch das die Amerikaner sich ein bischen in zurückhaltung üben sollten, um nicht mehr aggressionen zu schüren,
Steinmeier macht in dieser Hinsicht wohl einen sehr guten Job, soweit ich das beurteilen kann.
Es wäre wohl recht nachteilig gewesen, wenn nicht er sondern Guido Westerwelle noch Aussenminister in dieser Lage wäre. Dieser wirkte doch sehr
Fehl am Platz.
Lawrow dagegen wirkt doch sehr Wirr, zumindest wenn man sich die Auschnitte aus München so anschaut. Er hat offensichtlich
auch den Bezug zur Realität verloren und zurecht spott für seine Fantasien geerntet. Ob er einfach betrunken war oder wirklich
glaubt was er da von sich gegeben hat ?
Nachdem ich hier einiges durchgelesen habe, frage ich mich aber auch wie sich hier manche so derart manipulieren lassen können, die Krim Anektion
und das Aggressive Vorgehen der Russen nicht als solches zu erkennen. Muss Russland erst in Berlin stehen bis euch klar wird wer der Aggressor ist ?
Kann es sein das diese Personen unter Verfolgungswahn leiden ? Anders kann ich das nicht erklären.
Es werden die nächsten Tage aber wohl auch recht deutlich zeigen wer hier wen angreift, sobald Putin seine Finger nicht still halten kann.
 
1. Genau das habe ich geschrieben.

Du hättest deutlicher machen können, dass eine Resolution der Vollversammlung der UN nicht den selben Stellenwert hat, wie eine Resolution des Sicherheitsrates.

2. Der Sicherheitsrat ist weder eine juristische Institanz, die Verstöße gegen irgendwelche Rechte beurteilt, noch ist er eine Gesamtvertretung der internationalen Gemeinschaft, die derartige Regeln schaffen und umgekehrt beurteilen könnte. Und bindende Resolutionen kann er gegen die Veto-Mächte nun einmal auch nicht verhängen.

Sonst bliebe nur noch der Internationale Strafgerichtshof, aber der kann noch nicht über Verbrechen der Aggression verhandeln. Würde auch nicht viel bringen, weil Russland die Änderung zum römischen Statut zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert hat (so wie übrigens die USA :D).

Tja das man keine bindende Resolutionen gegen Veto-Mächte fassen kann, ist ein Fehler des gesamten UN-Systems. Aus dem selben Grund kann man auch das Vorgehen der USA nicht verurteilen. Dieser Fehler des gesamten Systems sollte aber nicht einseitig zu lasten Russlands gehen oder?

3. Das es keine Beweise gibt, folgt nicht aus 1. und 2., nur dass es kein Gericht gibt, dass etwaige Beweise in Augenschein genommen hat oder dies auch nur könnte. Was es gibt, ist die Beobachtung von Militärbewegungen auf der Krim (bestätigt auch durch russische Staatsmedien), das Eingeständnis des russischen Präsidenten, dass es seine Truppen sind und diverse Abkommen, denen zu Folge die Grenze zwischen Russland und Ukaine jenseits der Krim verläuft, wonach sich besagte Militärmanöver auf ukrainischem Territorium abspielten.

Was aber nichts daran ändert, dass nach offizieller Darstellung sich die Krim für Unabhängig erklärt hat und sich im Anschluss an die russische Föderation angeschlossen hat. Das ist kein Völkerrechtsbruch, sondern das Selbstbestimmungsrecht der Völker.

Grenzen können sich auch ändern, dass sollten wir als Deutsche doch am besten wissen.

Der Rest folgt zwingend aus der Anwendung oben verlinkten Textes, wie auch das höchste Gremium der UN (der Sicherheitsrat ist nur ein von der UN-Gemeinschaft mit bestimmten Aufgaben beauftragtes Organ - auch wenn er dadurch mehr Vollmachten von den Staaten zugesprochen erhält) bestätigt hat.

Welchen dieser Aspekte zweifelst du an?

Was ich anzweifele, ist den Völkerrechtsbruch Russlands, der hier von vielen als Faktum dargestellt wird.

Das glaube ich allerdings nicht. Auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen, der absolut größte Teil der Menschheit, der sich überhaupt mit der Thematik befasst, ist sich über dieses Thema ziemlich einig.

Im Mittelalter war der absolut größte Teil der Menschheit felsenfest überzeugt, dass die Erde ein Scheibe im Mittelpunkt des Universums war.

Die Wahrheit ist nicht demokratisch feststellbar ;)


Das alles was in der Ukraine stattfindet ist doch der Wahnsinn. Ich glaube auch nicht das die Russen sich an die Waffenruhe halten werden.
Erstrecht nicht mit jemanden wie Putin an der Spitze. Der Typ ist Machtgeil und träumt anscheinend von einer neuen Sovietunion.
Bevor er aufgeben würde, glaube ich eher das er uns vielleicht sogar angreifen würde. Ich finde es aber trotzdem gut das sich Francois Hollande und
Angela Merkel mit ihm getroffen haben, auch wenn sie vielleicht sehr naiv sind, ihm auch nur ein Wort zu glauben.
Lösungen gibt es in der aktuellen Lage ja kaum, jedenfalls keine mit der sich Putin einfach zufrieden geben würde.
Zielführende Lösungen sehen für mich auf jedenfalls anders aus. Bleibt abzuwarten wie Lange wir uns das noch bieten lassen.
Eines Tages, wird auf jedenfall wenn es so weitergeht Putin mal was anderes als nur Sanktionen zu spüren bekommen müssen, ich denke auf anderem
Wege wird er wahrscheinlich nicht zur Vernunft kommen. Bis dahin sollten wir uns aber nicht von ihm in einen Krieg ziehen lassen bevor wir alle
Optionen erschöpft haben.
Fragt sich nur angesichts der Lage, wie man dann wirkungsvoll agieren könnte. Ein Krieg mit Russland kann ja auch nicht in unserem Sinne sein.
Alles andere als einfach die Lage, vor allem für die Ukrainer selbst. Die Spuren die der Krieg jetzt im Volk hinterlassen hat wird man wohl nur auf
Lange sicht in den Griff bekommen. Ich finde aber auch das die Amerikaner sich ein bischen in zurückhaltung üben sollten, um nicht mehr aggressionen zu schüren,
Steinmeier macht in dieser Hinsicht wohl einen sehr guten Job, soweit ich das beurteilen kann.
Es wäre wohl recht nachteilig gewesen, wenn nicht er sondern Guido Westerwelle noch Aussenminister in dieser Lage wäre. Dieser wirkte doch sehr
Fehl am Platz.
Lawrow dagegen wirkt doch sehr Wirr, zumindest wenn man sich die Auschnitte aus München so anschaut. Er hat offensichtlich
auch den Bezug zur Realität verloren und zurecht spott für seine Fantasien geerntet. Ob er einfach betrunken war oder wirklich
glaubt was er da von sich gegeben hat ?
Nachdem ich hier einiges durchgelesen habe, frage ich mich aber auch wie sich hier manche so derart manipulieren lassen können, die Krim Anektion
und das Aggressive Vorgehen der Russen nicht als solches zu erkennen. Muss Russland erst in Berlin stehen bis euch klar wird wer der Aggressor ist ?
Kann es sein das diese Personen unter Verfolgungswahn leiden ? Anders kann ich das nicht erklären.
Es werden die nächsten Tage aber wohl auch recht deutlich zeigen wer hier wen angreift, sobald Putin seine Finger nicht still halten kann.

Jaja, die Russen wollen wieder den ganzen Kontinent überrollen. Besser wir starten mal wieder einen "Präventivkrieg".

Wo habe ich so etwas schon mal gelesen? Es will mir einfach nicht einfallen ;)
 
Das glaube ich allerdings nicht. Auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen, der absolut größte Teil der Menschheit, der sich überhaupt mit der Thematik befasst, ist sich über dieses Thema ziemlich einig.

Das Juristen sich über den Begriff "Annektion" noch etwas länger streiten, könnte ich mir durchaus vorstellen. Traditionell beinhaltet eine Annektion die Eingliederung mit militärischen Mitteln. Im Falle der Krim erfolgte die Eingliederung als solche dagegen auf diplomatischem Wege. Da könnten Paragraphenreiter also durchaus einen Unterschied machen zwischen einer militärischen Eroberung (=Annektion) und militärischer Außerkraftsetzung der militärischen Ordnung, militärischer Vertreibung des Gegners, militärischer Einsetzung einer Oligarchie und anschließender "Verhandlungen" mit dieser Oligarchie mit dem Ergebnis einer Angliederung.
Die einzelnen Elemente sind zwar genau die Gleichung (Verletzung des Hoheitsrechte, Sieg über die gegnerischen Truppen, Übernahme der Kontrolle, Unterdrückung gegnerischer Kräfte und Angliederung, alles unter Militärgewalt), so dass man imho weder moralisch noch in Bezug auf internationale Reaktionen einen Unterschied machen muss - aber es könnte ein geänderter Wortlaut für die Bezeichnung nötig sein. Die UN hat, obwohl nahezu alle Regierungen unisono von einer Annektion sprechen, nur den Angriffskrieg/die Besetzung als solche verurteilt. (Was natürlich auch daran liegen kann, dass sie umgekehrt die Annektion selbst nicht akzeptiert hat und wohl so schnell auch nicht akzeptieren wird - und somit gar nichts dazu sagen kann)


Du hättest deutlicher machen können, dass eine Resolution der Vollversammlung der UN nicht den selben Stellenwert hat, wie eine Resolution des Sicherheitsrates.

Können schon, aber es ist weder für meine Aussage, dass eine rechtlich bindende Verurteilung unmöglich ist, noch für meine Aussage, dass eine rechtliche (und moralische) Beurteilung von höchstmöglicher Instanz mit eindeutigem Ergebnis stattgefunden hat, von Bedeutung.

Sonst bliebe nur noch der Internationale Strafgerichtshof, aber der kann noch nicht über Verbrechen der Aggression verhandeln. Würde auch nicht viel bringen, weil Russland die Änderung zum römischen Statut zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert hat (so wie übrigens die USA :D).

Again: Wie ich bereits sagte...
Eine rechtlich wirksame Verurteilung Russlands ist unmöglich, weil es kein gegenüber Russland handlungsfähiges Gremium gibt. Da "unverurteilt" der einzig überhaupt mögliche Zustand ist, lassen sich daraus aber keinerlei Schlussfolgerungen mehr ableiten.

Dieser Fehler des gesamten Systems sollte aber nicht einseitig zu lasten Russlands gehen oder?

Mir wäre nicht aufgefallen, dass Russland unter diesem Fehler leidet. Ganz im Gegenteil, Russland ist, neben USA und China (imho sogar vor diesen, aber das hängt stark von der subjektiven Gewichtung einzelner Fälle ab) die Nation, die am stärksten von den herrschenden Verhältnissen profitiert. Das macht das Handeln Russlands aber kein Bisschen besser.

Was aber nichts daran ändert, dass nach offizieller Darstellung sich die Krim für Unabhängig erklärt hat und sich im Anschluss an die russische Föderation angeschlossen hat. Das ist kein Völkerrechtsbruch, sondern das Selbstbestimmungsrecht der Völker.

Bleib doch mal beim Thema: Russisches Militär auf der ukrainischen Krim. Putins Soldaten wurden lange vor dem Anschluss und iirc sogar vor der Unabhängigkeitserklärung auf der Krim aktiv (definitiv vor einer Einladung durch die selbsternannten Machthaber, denn eine solche wurde nie ausgesprochen). Vollkommen unabhängig davon, dass ein paar wenige, selbst ernannte Machthaber eines selbst ausgerufenen Staates danach einen Anschluss erklärt haben (was nicht das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes, sondern die Diktatur einer kleinen Gruppe ist), fand zuvor also eine Verletzung des ukrainischen Staatsgebietes statt => Aggression im Sinne obig verlinkter UN-Definition => Bruch der UN-Definition des Völkerrechtes durch Russland.
Den damaligen Machthabern auf der Krim wird meines Wissens nach auch gar kein Bruch des Völkerrechts vorgeworfen, sondern nur Bruch ukrainischen Rechts. (Gibts dazu eigentlich ukrainische Urteile/wurde ein Verfahren eingeleitet?)

Grenzen können sich auch ändern, dass sollten wir als Deutsche doch am besten wissen.

Gutschein für 5 Godwins? :ugly:

Was ich anzweifele, ist den Völkerrechtsbruch Russlands,

Ich wiederhole: Welches Glied obiger Kausalkette zweifelst du an? Ich habe ausführlich und (imho) logisch dargelegt, warum das Eindringen russischer Truppen in ukrainisches Territorium einen Völkerrechtsbruch darstellt. Jetzt ist es an deiner Stelle dieser Argumentation entweder zuzustimmen oder auf die Stelle zu deuten, die deiner Meinung nach fehlerhaft ist.
Die vorgebrachten Argumente schlicht zu ignorieren und die alte These zu wiederholen zeugt, mit Verlaub, nicht gerade von Interesse an einer Diskussion.

Im Mittelalter war der absolut größte Teil der Menschheit felsenfest überzeugt, dass die Erde ein Scheibe im Mittelpunkt des Universums war.

Die Wahrheit ist nicht demokratisch feststellbar ;)

Die erste Aussage ist übrigens mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch, auch außerhalb der Gelehrtenstuben war das ptolemäische Weltbild mit kugeliger Erde vorherrschend oder es war den Leuten schlichtweg egal. Darstellungen der Erde als Scheibe scheinen fast komplett aus diffamierenden, falschen Retrospektiven späterer Zeitalter zu stammen.

Und "die Wahrheit" ist zwar nicht demokratisch feststellebar, aber die rechtliche Beurteilung derselben prinzipiell schon (praktisch nicht, da müssten zuviele befragt werden). Zumindest seitdem Gesetze nicht mehr gottgegeben sind, stellen sie schlichtweg einen Konsens der Gesamtheit dar. Und wer könnte repräsentativer über deren Auslegung entscheiden, als eben diese Gesamtheit?


Jaja, die Russen wollen wieder den ganzen Kontinent überrollen. Besser wir starten mal wieder einen "Präventivkrieg".

Wo habe ich so etwas schon mal gelesen? Es will mir einfach nicht einfallen ;)

Georgien? :P
 
Again: Wie ich bereits sagte...
Eine rechtlich wirksame Verurteilung Russlands ist unmöglich, weil es kein gegenüber Russland handlungsfähiges Gremium gibt. Da "unverurteilt" der einzig überhaupt mögliche Zustand ist, lassen sich daraus aber keinerlei Schlussfolgerungen mehr ableiten.

Und deshalb, ist es falsch Russland den Bruch des Völkerrechts vorzuwerfen. Ich kann auch nicht ungestraft jemand einen "Mörder" nennen, solange diese Person nicht wirksam verurteilt worden ist. Nennt sich Verleumdung. Ist in nahezu jeder Rechtsordnung auch eine Straftat.

Du hast mich da doch selber darauf hingewiesen, bei den Vorgängen auf dem Maidan. Ich darf ja meine Meinung zu den "Demonstranten" mit Hinweis auf genau diese Regel, nicht äußern.

Mir wäre nicht aufgefallen, dass Russland unter diesem Fehler leidet. Ganz im Gegenteil, Russland ist, neben USA und China (imho sogar vor diesen, aber das hängt stark von der subjektiven Gewichtung einzelner Fälle ab) die Nation, die am stärksten von den herrschenden Verhältnissen profitiert. Das macht das Handeln Russlands aber kein Bisschen besser.

Russland wurde für seinen angeblichen Bruch des Völkerrechts aus der G8 geworfen und mit Sanktionen bestraft.

Warum wird das eigentlich nihct mit den anderen Veto-Mächte gemacht? Jede einzelne Veto-Macht hat in der Vergangenheit das Völkerrecht mit Füßen getreten. Warum wird hier an Russland ein Exempel statuiert?



Bleib doch mal beim Thema: Russisches Militär auf der ukrainischen Krim. Putins Soldaten wurden lange vor dem Anschluss und iirc sogar vor der Unabhängigkeitserklärung auf der Krim aktiv (definitiv vor einer Einladung durch die selbsternannten Machthaber, denn eine solche wurde nie ausgesprochen). Vollkommen unabhängig davon, dass ein paar wenige, selbst ernannte Machthaber eines selbst ausgerufenen Staates danach einen Anschluss erklärt haben (was nicht das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes, sondern die Diktatur einer kleinen Gruppe ist), fand zuvor also eine Verletzung des ukrainischen Staatsgebietes statt => Aggression im Sinne obig verlinkter UN-Definition => Bruch der UN-Definition des Völkerrechtes durch Russland.
Den damaligen Machthabern auf der Krim wird meines Wissens nach auch gar kein Bruch des Völkerrechts vorgeworfen, sondern nur Bruch ukrainischen Rechts. (Gibts dazu eigentlich ukrainische Urteile/wurde ein Verfahren eingeleitet?)

1. Russische Streitkräfte dürfen sich auf der Krim bewegen, auch außerhalb des Stützpunktes, siehe den Vertrag der das regelt.

Genau so wie wir den amerikanischen, britischen und auch französischen Streitkräften erlauben auf unserem Staatsgebiet, sich zu bewegen.

2. Nach deiner Logik, wäre dann ja auch die Unabhängigkeitserklärung der Amerikaner vom britischen Empire eine Verletzung des Völkerrechts.

Das Parlament (also die legitime Vertretung der Krimbewohner) hat sich für Unabhängig erklärt. Das hat mit einer Diktatur nichts zu tun. Danach wurden die Bewohner (obwohl das Parlament das nicht mal tun müsste) gefragt, ob sich die Krim der russischen Föderation anschließen will. Das wurde bejaht.



Gutschein für 5 Godwins? :ugly:

Ich meinte die Grenze der ehemaligen DDR. Da hat das Parlament auch den "Anschluss" zur BRD beschlossen. Grenzen sind nicht endgültig.



Ich wiederhole: Welches Glied obiger Kausalkette zweifelst du an? Ich habe ausführlich und (imho) logisch dargelegt, warum das Eindringen russischer Truppen in ukrainisches Territorium einen Völkerrechtsbruch darstellt. Jetzt ist es an deiner Stelle dieser Argumentation entweder zuzustimmen oder auf die Stelle zu deuten, die deiner Meinung nach fehlerhaft ist.
Die vorgebrachten Argumente schlicht zu ignorieren und die alte These zu wiederholen zeugt, mit Verlaub, nicht gerade von Interesse an einer Diskussion.

A) Russische Streitkräfte dürften sich auf der Krim aufhalten und bewegen, regelte der Vertrag. B) Der gewählte Präsident in Kiew wurde nicht demokratische per Wahl seines Amtes enthoben. Die Absetzung durch das Parlament hatte weder die notwendige Mehrheit, noch ist das Verfahren, dass das Parlament durchgeführt hat, in der ukrainischen Verfassung vorgesehen.


C) Daraufhin hat das (gewählte) Parlament auf der Krim verkündet, der nicht gewählten Regierung in Kiew nicht zu folgen und hat sich für unabhängig erklärt. D) Die nun unabhängige Krim hat seine Bevölkerung gefragt, ob man zur russischen Föderation gehören will. Diese wurde bejaht. E) Russland wird mit Sanktionen belegt und aus der G8 geworfen. Vorwurf: Bruch des Völkerrechts.

Der User Kaaruzo fragt, warum wird an Russland ein Exempel statuiert? Antwort der Moderation: Das ist Off-Topic :D

Die erste Aussage ist übrigens mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch, auch außerhalb der Gelehrtenstuben war das ptolemäische Weltbild mit kugeliger Erde vorherrschend oder es war den Leuten schlichtweg egal. Darstellungen der Erde als Scheibe scheinen fast komplett aus diffamierenden, falschen Retrospektiven späterer Zeitalter zu stammen.

Ahja, deshalb hat die Inquistion das auch entsprechend durchgesetzt? Klingt legitim.


Es ist ja nicht so, als ob Georgien diesen Konflikt angefangen hätte ;) aber das ist ein Thema für einen andern Thread.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass Russland für seine Vorgehen in der Ukraine unverhältnismäßig bestraft wird. Ein Vorgang der in der Vergangenheit keiner anderen Groß- oder UN-Vetomacht passiert ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hoffe die ukrainische Regierung bekommt richtig auf den Sack. Die Waffenruhe wurde schon wieder gebrochen.

Auf einer Art habe ich Mitleid mit den Menschen die damit absolut nichts zu tun haben, aber auf der anderen Seite wünsche ich mir dass die ukrainische Regierung mächtig eine auf den Deckel bekommt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich kann es den Ukrainern nicht verdenken, dass sie die Waffenruhe nicht wollen sondern eine einige Ukraine.
 
Ich hoffe die ukrainische Regierung bekommt richtig auf den Sack. Die Waffenruhe wurde schon wieder gebrochen.

Auf einer Art habe ich Mitleid mit den Menschen die damit absolut nichts zu tun haben, aber auf der anderen Seite wünsche ich mir dass die ukrainische Regierung mächtig eine auf den Deckel bekommt.

das problem ist das die regierung dafür auch nur bedingt etwas kann wenn ein teil der bevölkerung diese waffenruhe einfach ignoriert.
das andere problem wiederrum ist die entwaffnung der rechtsextremen das dürfte 1. nicht einfach werden (ich glaube nicht das die freiwillig aufhören) 2. fehlen Kiew dann wieder leute wenn der kampf weitergeht was die regierung wahrscheinlich vermeiden möchten.
 
das problem ist das die regierung dafür auch nur bedingt etwas kann wenn ein teil der bevölkerung diese waffenruhe einfach ignoriert.
das andere problem wiederrum ist die entwaffnung der rechtsextremen das dürfte 1. nicht einfach werden (ich glaube nicht das die freiwillig aufhören) 2. fehlen Kiew dann wieder leute wenn der kampf weitergeht was die regierung wahrscheinlich vermeiden möchten.

Auch wenn Kiev die Möglichkeit zur Entwaffnung besagter Gruppen hätte, würde Sie es höchstwahrscheinlich nicht tun. Da nur über diese, die Annäherung zum Westen stattfinden kann. Auch diejenigen die da angeblich nicht "Rechts" sein wollen in der Regierung sind heimliche Sympathisanten oder Unterstützer. Den jeder dort weiß das es ohne die "Rechten Kräfte" kein Maidan gegeben hätte.

Man muss nur mal den Vorsitzenden der rechten Partei da hören (der im übrigen auch gegen uns Deutsche hetzt), da weiß man sofort an wen man da geraten ist. Erstaunlich nur das unsere Regierung diese Leute auch noch mit Geld unterstützt.:nene:
 
Und deshalb, ist es falsch Russland den Bruch des Völkerrechts vorzuwerfen. Ich kann auch nicht ungestraft jemand einen "Mörder" nennen, solange diese Person nicht wirksam verurteilt worden ist. Nennt sich Verleumdung. Ist in nahezu jeder Rechtsordnung auch eine Straftat.

Hmmm... - unbegründet kannst das nicht. Unverurteilt afaik schon, Boulevardblätter nutzen den Ausdruck regelmäßig ungestraft im Umfeld von Tötungsdelikten, bevor ein Urteil gefallen ist. Aber nur gegenüber den Tätern selbst. Etwas anderes ist es, wenn man die Bezeichnung nutzt, ohne dass die Belege für eine Tat vorliegen.

Du hast mich da doch selber darauf hingewiesen, bei den Vorgängen auf dem Maidan. Ich darf ja meine Meinung zu den "Demonstranten" mit Hinweis auf genau diese Regel, nicht äußern.

Bitte Unterscheiden:
Deine Aussagen über "die Demonstranten" beschuldigen ettliche tausend Einzelpersonen. Ich denke nicht, dass du zu jeder einzelnen dieser Person Quellen vorliegen hast, die für diese Person die von dir geäußerten Anschuldigungen belegen? Mit ziemlicher Sicherheit hast du (oder irgendwer anders) nicht einmal eine abschließende Liste der Demonstrationsteilnehmer. Ohne Quellen zu den einzelnen Personen würdest du aber Unterstellungen gegenüber Personen äußern, über die du rein gar nichts weißt. Derartige diffamierende Verallgemeinerungen sind hier unerwünscht. (Die Gewalttäter, die auf dem Maidan aktiv waren, als solche zu Bezeichnen, ist dagegen vollkommen legitim. Der -mangels Informationen kaum differnzierbare- Knackpunkt ist, wer und wieviele das waren.)
Im Falle der Krim sieht die Situation anders aus. Es gibt mit Russland genau einen Akteur. Die Quellenlage ist mittlerweile recht gut - es gibt ein Geständnis des Staatschefs. Damit ist weitestgehend klar, wer was wann gemacht hat - nicht einmal du scheinst meine Ausführungen anzuzweifeln. Und natürlich kann man im Rahmen einer Diskussion das Geschehene mit entsprechenden Normen abgleichen.
Ebenso erlaubt sollte es übrigens sein, die UN als politische Instanz zu dem Thema zu zitieren.


Russland wurde für seinen angeblichen Bruch des Völkerrechts aus der G8 geworfen und mit Sanktionen bestraft.

Warum wird das eigentlich nihct mit den anderen Veto-Mächte gemacht? Jede einzelne Veto-Macht hat in der Vergangenheit das Völkerrecht mit Füßen getreten. Warum wird hier an Russland ein Exempel statuiert?

Exempel? Für wen?
Warum in der Vergangenheit gewisse Völkerrechtsverstöße ungeahndet blieben wäre, wie mehrfach gesagt, jeweils ein Thema für einen eigenen Thread. Im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass die Reaktionen der EU und der USA auf Russlands Handeln derzeit weniger etwas mit dem Völkerrecht als solchen zu tun haben und auf die schädigende Wirkung für den befreundeten Staat Ukraine im speziellen sowie mit dem allgemeinen Bruch des Budapester Memorandums im weiteren zurückgehen. Russland hat internationale Vereinbarungen einseitig und in sehr radikaler Form aufgekündigt - die Gegenparteien kündigen ihrerseits Vereinbarungen z.B. zur Reisefreiheit und dem Warenverkehr.

Andere Nationen, die zwar sehr wohl das Völkerrecht hochhalten und Russlands Vorgehen als Verstoß dagegen klassifiziert haben, aber keine weiteren Abkommen mit Russland hatten, die gebrochen wurden, haben dagegen keine Sanktionen verhängt. Umgekehrt wurden Russlands Militäreinsätze in Georgien 2008 von den heutigen Sanktionionierern genauso verurteilt, wie Russlands jetziges Vorgehen auf der Krim - aber es gab keine Sanktionen, möglicherweise weil die Bindungen von USA und EU an Georgien weitaus schwächer sind und Russland keine multilateralen Abkommen zum Thema gebrochen hat, weil es schlicht keine gab.

1. Russische Streitkräfte dürfen sich auf der Krim bewegen, auch außerhalb des Stützpunktes, siehe den Vertrag der das regelt.

Genau so wie wir den amerikanischen, britischen und auch französischen Streitkräften erlauben auf unserem Staatsgebiet, sich zu bewegen.

Weder amerikanische noch britische noch französische noch russische Truppen haben das Recht, auf fremden Territorium Straßensperren zu errichten, die Arbeit staatlicher Institutionen zu verhindern oder gar Militärgerät zu beschlagnahmen und auf Soldaten zu schießen. Genau das haben Putins "grüne Männchen" aber gemacht. Sie haben sich nicht einfach auf der Krim zu/von ihren Stützpunkten bewegt, sondern sie waren militärisch im Einsatz.

2. Nach deiner Logik, wäre dann ja auch die Unabhängigkeitserklärung der Amerikaner vom britischen Empire eine Verletzung des Völkerrechts.

?? Wo bitte schön beschäftige ich mich mit einer der amerikanischen Unabhängigkeit vergleichbaren Situation und dem Völkerrecht??

Ein Völkerrechtsbruch auf der Krim lag in dem Moment vor, in dem russische Truppen auf der Krim militärisch eingesetzt wurden. Es wäre mir nicht bekannt, dass ein anderer Staat in die britisch-nordamerikanischen Kolonien einmarschiert wäre. (Ziemlich sicher bin ich mir, dass die Anwesenheit fremder Truppen keine größere Rolle für die Unabhängigkeitserklärung spielte. Es wurden nicht erst die britischen Truppen durch eine dritte Macht neutralisiert und dann die Unabhängigkeit erklärt, sondern es gab einen Unabhängigkeitskrieg zwischen Kolonisten und Mutterland. Ohne Beteiligung einer weiteren Macht, also eines Aggressors, kann nun einmal kein Angriffskrieg/keine Aggressionshandlung im Sinne der UN/Völkerrecht, wie auf der Krim, vorliegen.)



Das Parlament (also die legitime Vertretung der Krimbewohner) hat sich für Unabhängig erklärt. Das hat mit einer Diktatur nichts zu tun. Danach wurden die Bewohner (obwohl das Parlament das nicht mal tun müsste) gefragt, ob sich die Krim der russischen Föderation anschließen will. Das wurde bejaht.

Die gewählte Regionalverwaltung der ukrainischen Krim war überhaupt nicht zu einer Unabhängigkeitserklärung berechtigt oder hat diese im letzten Wahlkampf auch nur mehrheitlich vertreten. Dementsprechend war sie dazu nicht demokratisch legitimiert. International anerkannte Wahlen gab es in der autonomen Republik Krim nie - aus bekannten, hier thematisierten und meiner Erinnerung nach nicht wiederlegten Gründen.


Ich meinte die Grenze der ehemaligen DDR. Da hat das Parlament auch den "Anschluss" zur BRD beschlossen. Grenzen sind nicht endgültig.

Das sicherlich nicht. Aber Grenzverschiebungen durch Militäreinsatz sind abzulehnen. Wenn ich nicht irre hatte man das, trotz z.T. erheblicher Spannnungen, in Europa auch für fast 60 Jahre geschafft (sieht man mal von der Schaffung komplett neuer Grenzen im Zuge des Jugoslawien-Zerfalls ab), bis Russland wieder damit angefangen hat...


A) Russische Streitkräfte dürften sich auf der Krim aufhalten und bewegen, regelte der Vertrag.

Aber sie dürfen dort nicht gegen den ukrainischen Staat eingesetzt werden.

B) Der gewählte Präsident in Kiew wurde nicht demokratische per Wahl seines Amtes enthoben. Die Absetzung durch das Parlament hatte weder die notwendige Mehrheit, noch ist das Verfahren, dass das Parlament durchgeführt hat, in der ukrainischen Verfassung vorgesehen.
Die damit nicht legitime neue Regierung in Kiew, hat als einen der ersten Schritte russisches als Amtssprache abgesetzt.

Alles kein Bestandteil der Kausalkette. Und letzteres ist sogar eine falsche Unterstellung, wenn ich mich recht erinnere.

Ahja, deshalb hat die Inquistion das auch entsprechend durchgesetzt? Klingt legitim.

Ich bin kein Historiker und das Thema ist weit offtopic, aber nach allem, was ich auch selbst zu der Sache finden konnte, hat die Inquisition das eben nicht durchgesetzt, auch wenn dies später behauptet wurde. Für Leute, die Medien gerne kritisch betrachten, könnten sich weitere Recherchen zu diesem Abgeschlossenen Beispiel einer "Lügenpresse" vielleicht lohnen...
 
@ruyvan_macaran: Manchmal ist weniger mehr:D

Ein Frage hätte ich an dich: Wo bitte haben Russische Soldaten auf der Krim jemanden beschossen, als diese annektiert wurde?

Zitat: "die Arbeit staatlicher Institutionen zu verhindern oder gar Militärgerät zu beschlagnahmen und auf Soldaten zu schießen."
 
De facto ist doch jetzt ein Teil der Ukraine an Russland abgetreten worden.

Egal was jetzt dieses Minsk II Abkommen besagt.

Selbst freie Wahlen werden daran nix ändern.

Jetzt geht es im Endeffekt nur darum,

dass beide Seiten ohne Gesichtsverlust,

aus dieser K..... rauskommen. Die Ukraine an sich,

spielt da keine Rolle mehr.
 
De facto ist doch jetzt ein Teil der Ukraine an Russland abgetreten worden.

Egal was jetzt dieses Minsk II Abkommen besagt.

Selbst freie Wahlen werden daran nix ändern.

Jetzt geht es im Endeffekt nur darum,

dass beide Seiten ohne Gesichtsverlust,

aus dieser K..... rauskommen. Die Ukraine an sich,

spielt da keine Rolle mehr.

Die Ukraine hat sich selbst ans Bein gepis**. Die wollten sich an den Westen annähern und haben dabei sich von den USA Honig ums Maul schmieren lassen. Da Russland immer wieder von den USA verarscht worden ist ("Es wird keine Ausweitung des NATO-Raumes mehr geben"), denkt sich Putin jetzt: "Jetzt ist Feierabend, wir haben den vor 25 Jahren die Souveränität geschenkt und zum Dank muss man sich von Timoschenko/Konsorten beleidigen lassen."

Ohne den Zerfall der Sowjet-Union hätte es überhaupt keine Ukraine gegeben.
 
Nö, die Ukraine war immer schon ein Spielball im europäischen Machtpoker.;)

Die Frage ist nur, wer hat das am cleversten ausgenutzt.;)

Die andere Frage wäre dann, ohne den Zerfall der UdSSR , hätten wir immer noch den kalten Krieg. ;)
 
zum Thema Fullquote siehe Forenregeln
Quelle: https://de.informnapalm.org/top-10-...er-ukraine-nach-materialien-von-informnapalm/
der artikel wurde unter anderem von jürgen roth auf facebook gepostet. jürgen roth ist der top jornalist wenn es um wirtschaftskriminalität geht sowohl in russland wie auch deutschland.


es wäre schön wenn der artikel auch stehen bleibt und nicht gelöscht wird wie vorher. zensur ist ja immer so toll, ne!?. der jenige "super-intelligenz-mod" kann sich auch melden wenn er was löscht. und wenn manche artikel nicht direkt mit dem thema ukraine zu tun haben dann gehören sie dennoch indirekt aus geostrategischer politik doch dazu. nur so bekommt man ein bild vom ganzen.
ich muss nicht immer alles in eigener sprache niederschreiben. die artikel sprechen für sich und die leute die hier mitlesen können sich ihr eigenes bild machen. sonst fragt jeder nach direkt nach "beweise" und woher ich meine "erkenntnisse" habe.
 
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