Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Du, das dürfte bei 400 bis maximal 2000 angreifenden Ukrainern wohl überschaubar bleiben, was da abgezogen wird und nicht nennenswert ins Gewicht fallen.
Ich bin nicht vor Ort und mag das nicht beurteilen. Aber ein Bataillon was da operiert kann da schon für einiges an Verwirrung sorgen.
Insbesondere unter den Zivilisten welche sich wundern warum auf einmal ukrainische Soldaten im Vorgarten stehen. Das entspricht ja nicht zwingend der russischen Presse zur Spezialoperation.
 
also wozu da in der aktuellen angespannten Siutation ukrainische Truppen binden, die gerade in der Ostukraine dringender gebraucht werden würden?
Das strategische Ziel das gerüchteweise sogar erreicht wurde, ist die Erdgasstation Sudscha einzunehmen und dadurch die verbliebenen Erdgaslieferungen nach Europa (ja, die gibts immer noch!) abdrehen zu können - oder auch nen netten Killswitch zu platzieren falls man wieder verdrängt wird.

Wir reden da von 42 Millionen Kubikmetern Gas täglich.

So ganz blöd wie du es darstellst sind die Ukrainer also nicht, das war kein "sinnloser Ausflug" sondern eine gezielte Attacke auf die gegnerische Infrastruktur.


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(Quelle: Reuters)
 
Zuletzt bearbeitet:
So ganz blöd wie du es darstellst sind die Ukrainer also nicht, das war kein "sinnloser Ausflug" sondern eine gezielte Attacke auf die gegnerische Infrastruktur.
Als "blöd" habe ich die Ukrainer sicher nicht bezeichnet, nur die Aktion sehr fragwürdig genannt und wollte man die Erdgasstation einfach nur ausschalten ist die Frage ob das nicht auch mit Artillerie, oder einem Drohnenangriff genauso möglich gewesen wäre.

Schließlich ist Sudscha nur ca 13km von der Grenze entfernt, das könnte man selbst mit Artillerie noch sehr bequem erreichen.
Aber das müssen und werden am Ende andere im Nachgang bewerten.
 
Andreas, abwarten inwiefern das bei Kursk ein Angriff wird, laut Bloggern wurde dort noch nichts unter Feuer genommen sondern lediglich einmarschiert, Stand gestern.

Bilder von heute zeigen Schäden an Häusern, die zumindest intensiveren Einsatz von automatischen Waffen und teilweise von Explosivstoffen zeigen. Ausmaß ist komplett unklar, aber dass es gar keine Widerwehr gab, stimmt wohl nicht und leider reichen schon sehr wenige Ausnahmen, damit Russland Nachrichtensendungen mit "ukrainischer Zerstörung" an eindeutig zivilen Wohnhäusern füllen kann. Das ist eine verdammt schlüpfrige Ebene, auf der man dann tanzt, denn man kann nicht "ein Bisschen böse" sein und die Unterstützung für die Ukraine beruht darauf, dass sie durchgängig "gut" ist.


Du, das dürfte bei 400 bis maximal 2000 angreifenden Ukrainern wohl überschaubar bleiben, was da abgezogen wird und nicht nennenswert ins Gewicht fallen.

Gerade wenn eine so vergleichsweise kleine und wohl überwiegend zu Fuß operierende, also leicht versteckbare Truppe binnen 36 Stunden 25 km und mehrere Gemeinden weit vorstoßen kann, macht das für Russland sogar einen sehr großen Unterschied. Die haben nämlich x-fach bewiesen, dass sie nicht in der Lage sind, schnell auf sowas zu reagieren. Das heißt sie sind jetzt umgekehrt gezwungen, entlang ihrer gesamten, recht langen Grenze genug Truppen bereitzuhalten, um solche Vorstöße zu stoppen. Da bedeutet locker Faktor 10 bis Faktor 20 mal so viel, wenn die Ukrainer ihren Vorstoß ohne große Verluste wieder abgebrochen bekommen. So werden 1000 Kämpfer zu einer Armee-in-being, auf die der Gegner genauso viel Ressourcen verwenden muss, wie gegen eine 20000 Mann starke Truppe, die tatsächlich angreift.

Und die sozial-psychologische Wirkung sollte man auch nicht unterschätzen. Putin kontrolliert die TV- und Printmedien, aber in sozialen Netzwerken patroulliern seine Schergen nur und isolieren nach außen. In dem Moment, in dem hunderte Russen Material von vor ihrer eigenen Haustür posten, kriegt er das nicht mehr zeitnah unter Kontrolle, dass spricht sich rum.


Das strategische Ziel das gerüchteweise sogar erreicht wurde, ist die Erdgasstation Sudscha einzunehmen und dadurch die verbliebenen Erdgaslieferungen nach Europa (ja, die gibts immer noch!) abdrehen zu können - oder auch nen netten Killswitch zu platzieren falls man wieder verdrängt wird.

Wir reden da von 42 Millionen Kubikmetern Gas täglich.

Gas, das DURCH DIE UKRAINE fließt. Wieso sollte man viel Aufwand die Pumpstation erobern, wenn man einfach die Leitung kappen könnte?
Will die Ukraine aber nicht, weil sie damit wichtige EU-Partner gegen sich aufbringen würde. Und zumindest 2022 hat sie iirc auch noch Durchleitungsgebühren kassiert bzw. einen entsprechenden Anteil des Gases selbst genutzt, umgekehrt sind diese Durchleitungen mit ziemlicher Sicherheit der Grund dafür, dass Russland das über weite Strecken überirdisch verlaufende und für die Wärmeversorgung der Ukrainer überlebensweichtige Gasnetz nicht gezielt unter Feuer nimmt.
 
Gas, das DURCH DIE UKRAINE fließt. Wieso sollte man viel Aufwand die Pumpstation erobern, wenn man einfach die Leitung kappen könnte?
Ich habe keinerlei Ahnung darüber wie diese Messtation/Einleitestation/Verteilstation (?) da funktioniert oder was man wenn man die Kontrolle darüber hätte alles anrichten könnte, also auf russischer Seite.
Der Grund warum ich überhaupt auf das Thema kam war ein spontan steigernder EU Gaskontraktpreis dessen ungewöhnliche Zahl in meiner Börsenapp fett hervorgehoben war^^

Ich unterstelle den Ukrainern einfach mal, dass wenn diese Station Ziel des Angriffes war und man so viele Kräfte einsetzt um die einzunehmen, die Optionen die sich daraus ergeben besser sind als ein reines kappen der Leitungen was man auch im eigenen Land könnte. :ka:
 
Ich unterstelle den Ukrainern einfach mal, dass wenn diese Station Ziel des Angriffes war und man so viele Kräfte einsetzt um die einzunehmen, die Optionen die sich daraus ergeben besser sind als ein reines kappen der Leitungen was man auch im eigenen Land könnte. :ka:
Und was soll das bringen, das hast du immer noch nicht gesagt?
Ist ja nicht so als würde die Pipeline nicht sowieso im Anschluss durch die Ukraine verlaufen.

Will man also nur den Gashahn zudrehen kann man das auch von ukrainischen Gebiet aus und muss dazu nicht Verluste an Matieral und Personal in Russland generieren, das zur Verteidigung auch an anderer Stelle genutzt werden kann.
 
Und was soll das bringen, das hast du immer noch nicht gesagt?
Warum muss ich dass denn sagen können oder wissen? Politikthreads haben irgendwie ne kuriuose Diskussionskultur.

Soll ich mir irgendwas ausdenken?
Verhandlungspositionen stärken? Militärische Präsenz aufrechterhalten weil man auf ner Bombe sitzt? Gazprom hacken am eigenen verbundenen Terminal der Station? Was weiß ich :ka:

Ich sagte nur sie werden das nicht aus Spaß gemacht haben.
 
@Nightslaver Viel bla bla dafür dass du nix weißt und nur spekulierst. Sorry. Laut dir sind die Befehlshabenden der Ukraine also quasi blöd und verheizen Leute sinnlos. Aus Prestigegründen.

Sorry. Glaub ich nicht.
 
Warum muss ich dass denn sagen können oder wissen? Politikthreads haben irgendwie ne kuriuose Diskussionskultur.

Soll ich mir irgendwas ausdenken?
Verhandlungspositionen stärken? Militärische Präsenz aufrechterhalten weil man auf ner Bombe sitzt? Gazprom hacken am eigenen verbundenen Terminal der Station? Was weiß ich :ka:

Ich sagte nur sie werden das nicht aus Spaß gemacht haben.

Letztere Zeile kann man wohl stehen lassen. Aber wenn es für das davor keinerlei Argumente gibt, wäre es wohl naheliegender, dass sie das Gebiet vollkommen unabhängig von der Infrastruktur als taktisch oder strategisch vorteilhaft/lohnend für einen Angriff erachtet haben. Nicht alles in der Welt dreht sich um Gas und Öl. Manchmal kann ein Hügel wertvoller sein. Oder einfach die Tatsache, dass in dem Gebiet weniger Russen waren und/oder die Zufahrtswege für Verstärkung etwas länger.
 
Ich sagte nur sie werden das nicht aus Spaß gemacht haben.
Was ich auch nirgends behauptet habe (nur ein Vollidiot würde meinen man trifft im Krieg irgend eine Entscheidung rein aus "Spaß"), sondern nur das die möglichen Gründe, soweit ich sie sehen kann, nicht besonders sinnvoll sein könnten (Kosten / Nutzen in keinem guten Verhältnis stehen).
Sorry. Glaub ich nicht.
Glaub was du willst, meinethalber auch das man auf ukrainischer Seite unfehlbar in seinen Entscheidungen ist, ist mir ehrlich gesagt ziemlich gleich. Auch die Ukrainer haben schon in der Vergangenheit schlechte Entscheidungen getroffen und werden solche auch weiterhin hin und wieder treffen.

Das absolut nichts was nur "Mother Russia" exklusiv wäre.

Jetzt Kursk anzugreifen halte ich persönlich jedenfalls für eine (weil ich halt nach allen Überlegungen aktuell keinen lohnenden Mehrwert in der Aktion sehe), kann jeder anders sehen, oder sich auch sonst gerne bei irgend einem Thema, worüber auch immer, selbst belügen (wenn man das für zielführend hält).
 
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Glaub was du willst, meinethalber auch das man auf ukrainischer Seite unfehlbar in seinen Entscheidungen ist, ist mir ehrlich gesagt ziemlich gleich. Auch die Ukrainer haben schon in der Vergangenheit schlechte Entscheidungen getroffen und werden solche auch weiterhin hin und wieder treffen.
Es kommt m.A nach noch etwas anderes hinzu.
Syrskyj steht unter Druck auch Selensky. Seit Syrskyj Oberbefehlshaber ist, hat sich die Front für die normalsterblichen Beobachter/normalen Ukrainer offensichtlich verschlechtert.
Auch wenn die Offensive letzten Sommer unter Saluschnyj kein wirklicher Erfolg war, gab es unter ihm keine wirklichen Rückzüge, außer Bachmut.
Saluschnyj musste gehen, weil er schon seit letzten Sommer immer wieder Rekrutierungen angemahnt hatte, die jetzt schlussendlich Syrskyj und Selensky doch durchführen mussten.
Er ist nach allem was man hört äußerst beliebt bei den Ukrainern und vor allen dingen der Armee, seit Syrskyj gibt es mehr Rückschritte als Fortschritte, es kann also auch politische Gründe geben, weil Saluschnyjs Schatten immer noch "anwesend" ist, was allerdings ein schlechter Ratgeber wäre.
Das ist natürlich nur Sperulation meinerseits!
 
Wenn der Krieg zurück kommt ist es eine Provokation. Na sieh einer an.

Zitat:
Russlands Präsident Wladimir Putin warf Kiew eine "groß angelegte Provokation" vor. Die Ukraine feuere "wahllos, mit Waffen verschiedener Art, auf zivile Gebäude, Wohnhäuser und Krankenwagen", sagte er bei einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit Regierungsmitgliedern. Er wolle sich mit den Chefs seiner Sicherheitsdienste über eine Reaktion beraten. Der Vize-Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, drohte mit einer Ausweitung der Invasion in der Ukraine. Der russische Militäreinsatz dürfe sich nicht mehr nur darauf beschränken, die Gebiete in der Ukraine zu sichern, die Russland als sein Gebiet betrachte, sagt der Ex-Präsident. Vielmehr sollten die Streitkräfte in Richtung der Städte Odessa, Charkiw, Dnipro, Mykolajiw, Kiew und darüber hinaus drängen. Der Vormarsch werde erst dann eingestellt, wenn es Russland für vorteilhaft halte.
Quelle Tagesschau


Bilder von heute zeigen Schäden an Häusern, die zumindest intensiveren Einsatz von automatischen Waffen und teilweise von Explosivstoffen zeigen. Ausmaß ist komplett unklar, aber dass es gar keine Widerwehr gab, stimmt wohl nicht und leider reichen schon sehr wenige Ausnahmen, damit Russland Nachrichtensendungen mit "ukrainischer Zerstörung" an eindeutig zivilen Wohnhäusern füllen kann. Das ist eine verdammt schlüpfrige Ebene, auf der man dann tanzt, denn man kann nicht "ein Bisschen böse" sein und die Unterstützung für die Ukraine beruht darauf, dass sie durchgängig "gut" ist.
Im Krieg ist niemand durchgängig gut.
Nun sind diejenigen welche ja immer davon gesprochen haben, dass die Ukraine um weiteres Leid zu vermeiden die Waffen niederlegen sollen ja nicht mehr anwesend. Russland könnte auch aufhören zu verteidigen und somit in der Region unnötiges Leid vermeiden.
 
Ich habe keinerlei Ahnung darüber wie diese Messtation/Einleitestation/Verteilstation (?) da funktioniert oder was man wenn man die Kontrolle darüber hätte alles anrichten könnte, also auf russischer Seite.
Der Grund warum ich überhaupt auf das Thema kam war ein spontan steigernder EU Gaskontraktpreis dessen ungewöhnliche Zahl in meiner Börsenapp fett hervorgehoben war^^

Ich unterstelle den Ukrainern einfach mal, dass wenn diese Station Ziel des Angriffes war und man so viele Kräfte einsetzt um die einzunehmen, die Optionen die sich daraus ergeben besser sind als ein reines kappen der Leitungen was man auch im eigenen Land könnte. :ka:
So viele Kräfte scheinen es ja gar nicht zu sein, die die Grenze überschritten haben.
Es sollen ca. 1000-2000 Soldaten (Kampftruppen inkl. Aufklärungseinheiten) sein, also etwa 1 Brigade.
2 weitere Brigaden sollen auf ukrainischer Seite in Reserve/Bereitschaft gehalten werden, die ggf. Durchbrüche ausnutzen könnten oder Flankendeckung leisten könnten. Aber auch diese Zahlen sind nicht verifizierbar.
Erscheint mir aber logisch, da größere Truppenansammlungen der jew. Gegenseite durch Drohnenaufklärung & Co. zeitnah bekannt werden durch Drohnenaufklärung & Co.
Man spekuliert auch in die Richtung, dass die Truppen, die die Ukraine ohenhin zur Grenzsicherung einsetzen muss, gar nicht anderen Frontabschnitten zur Verfügung stünden und somit keine Ressourcen "wegnehmen" würden und somit für derartige Operationen einsetzbar sind.

Letztlich sind wir zur Zeit über die Zielsetzung(en) dieser Operation aber weiterhin im Unklaren.

Die Besetzung der Gasstation dürfte -wenn überhaupt- eher ein untergeordnetes Ziel sein.
Wenn es darum ginge, die Gaszufuhr abzuschneiden, dann hat man ja bekanntermaßen durch den Leitungsverlauf effektivere, weil ressourcenschonendere Ansätze.
Die Kontrolle der Gasstation bietet m.E. keine erkennbaren Vorteile, da die Kontrolle der Station ja auch mit entspr. Aufwand gesichert und gehalten werden muss.

Es gibt mMn wesentlich attraktivere Ziele, die mit dem überraschenden Vorstoß erreicht werden könnten:
  • Unterbrechung der Bahnlinie nach Belgorod
    (südliche Verorgungsroute für russische Truppen in der Region Charkow)
  • Gebietsbesetzung für evtl. Verhandlungen
    (Austausch gg. russisch besetztes Gebiet)
  • Bindung russischer Kräfte zur Entlastung der bedrohten Front im Donbass
  • Störung des russischen Hinterlandes (Nachschub, Logistik, siehe Bahnlinie)
  • Verunsicherung der russischen Bevölkerung
  • Ablenkung von der aktuellen russischen Erfolgsserie im Donbass
    evtl. grundsätzlich ein Ablenkungsangriff für Operationen an anderer Stelle?!
  • Zerschlagung/Störung einer russischen Angriffsvorbereitung im Raum Sumy
Mein erster Gedanke war, dass hier Territorium besetzt wird, dass man gegen das russisch besetzte Gebiet bei Charkow "tauscht", um dort wieder Ressourcen für den Donbass zu bekommen.

Bilder von heute zeigen Schäden an Häusern, die zumindest intensiveren Einsatz von automatischen Waffen und teilweise von Explosivstoffen zeigen. Ausmaß ist komplett unklar, aber dass es gar keine Widerwehr gab, stimmt wohl nicht und leider reichen schon sehr wenige Ausnahmen, damit Russland Nachrichtensendungen mit "ukrainischer Zerstörung" an eindeutig zivilen Wohnhäusern füllen kann. Das ist eine verdammt schlüpfrige Ebene, auf der man dann tanzt, denn man kann nicht "ein Bisschen böse" sein und die Unterstützung für die Ukraine beruht darauf, dass sie durchgängig "gut" ist.
Die Bilder von vermeintlich zerstörter ziviler Infrastruktur zeigt Russland im Zweifel auch nach ukrainischen Drohnenangriffen, um zu behaupten, dass vorwiegend zivile Ziele angegriffen würden - siehe zuletzt das medienwirksame Ausschlachten der nur "halb abgefangenen" ATACMS über dem Badestrand auf der Krim.
Bei den aktuellen Bildern ist überhaupt nicht klar, was sie wann und wo zeigen. Da bin ich sehr skeptisch.

Russland versucht so oder so, völlig unabhängig von ukrainischen Aktionen, sein Narrativ und seine Propaganda voranzutreiben.
Das ist kein Maßstab, nachdem ich mich als ukrainischer Befehlshaber richten würde.

Gerade wenn eine so vergleichsweise kleine und wohl überwiegend zu Fuß operierende, also leicht versteckbare Truppe binnen 36 Stunden 25 km und mehrere Gemeinden weit vorstoßen kann, macht das für Russland sogar einen sehr großen Unterschied. Die haben nämlich x-fach bewiesen, dass sie nicht in der Lage sind, schnell auf sowas zu reagieren. Das heißt sie sind jetzt umgekehrt gezwungen, entlang ihrer gesamten, recht langen Grenze genug Truppen bereitzuhalten, um solche Vorstöße zu stoppen. Da bedeutet locker Faktor 10 bis Faktor 20 mal so viel, wenn die Ukrainer ihren Vorstoß ohne große Verluste wieder abgebrochen bekommen. So werden 1000 Kämpfer zu einer Armee-in-being, auf die der Gegner genauso viel Ressourcen verwenden muss, wie gegen eine 20000 Mann starke Truppe, die tatsächlich angreift.

Und die sozial-psychologische Wirkung sollte man auch nicht unterschätzen. Putin kontrolliert die TV- und Printmedien, aber in sozialen Netzwerken patroulliern seine Schergen nur und isolieren nach außen. In dem Moment, in dem hunderte Russen Material von vor ihrer eigenen Haustür posten, kriegt er das nicht mehr zeitnah unter Kontrolle, dass spricht sich rum.
Ich denke auch, dass diese Gründe wahrscheinlicher sind, als die Eroberung einer Pumpstation.
 
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Bei all dem verständlichen Hohn und Spott, sollte man aber die Kirche auch im Dorf lassen.
Russland hat nach wie vor die besseren Karten, sprich Siegchancen, in diesem Konflikt.

Man darf zudem nicht vergessen, dass Russland sein riesiges Territorium niemals vollumfänglich schützen kann.
Weder zu Luft, noch auf dem Land.

Es bleibt abzuwarten, wie diese Operation nun weiterläuft, oder ob es "nur" ein weiteres "Krynky" wird, dessen militärischer Wert angezweifelt werden darf.
 
Bei all dem verständlichen Hohn und Spott, sollte man aber die Kirche auch im Dorf lassen.
Hab ich, sonst hätte ich das gepostet:
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Bilder von heute zeigen Schäden an Häusern, die zumindest intensiveren Einsatz von automatischen Waffen und teilweise von Explosivstoffen zeigen. Ausmaß ist komplett unklar, aber dass es gar keine Widerwehr gab, stimmt wohl nicht und leider reichen schon sehr wenige Ausnahmen, damit Russland Nachrichtensendungen mit "ukrainischer Zerstörung" an eindeutig zivilen Wohnhäusern füllen kann. Das ist eine verdammt schlüpfrige Ebene, auf der man dann tanzt, denn man kann nicht "ein Bisschen böse" sein und die Unterstützung für die Ukraine beruht darauf, dass sie durchgängig "gut" ist
Es ist doch so dass dieser Krieg auch ein Testlabor für unsere Kriegsführung ist. Findest du nicht dass auch das erhöhen der Eskalation dazu gehört ? Wir beobachten die Russen wie sie seit Jahren die zuvor geraubte Krim jetzt verteidigen, wir sahen wie sie fliehen, wir sahen wie sie Prigoszins Söldner ( eine Schmach) bis vor Moskau passieren ließen, jetzt sehen wir die Reaktion Russlands auf Kursk. Ich bin dafür dass die Ukraine auch verstößt auf russ Gebiet, einfach um zu sehen wie Moskau darauf reagiert. Wir sollten genau hinschauen meine ich, um unter Umständen zu wissen wie weit wir gehen können in einem möglichen Folgekrieg.
 
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