Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Die Frauen der Opfer und aktiver Soldaten beginnen langsam zu protestieren. Das hat schon den Afghanistaneinsatz der Russen beendet, als die "Omas mit Kochtöpfen" auf die Straße gingen. Mal sehen, ob sich Putin traut, die Frauen von Gefallenen einzusperren.
Das war unter Gorbi, oder so.
Putin ist aber ein Typ und keine Partei, die was zusammen halten will.
Putin sind die Omas völlig egal.
 
Die Frauen der Opfer und aktiver Soldaten beginnen langsam zu protestieren. Das hat schon den Afghanistaneinsatz der Russen beendet, als die "Omas mit Kochtöpfen" auf die Straße gingen. Mal sehen, ob sich Putin traut, die Frauen von Gefallenen einzusperren.

Der Afghanistan Feldzug der Russen von 1979-1989 wurde, so wie ich das verstanden habe, aber durch die wirtschaftliche/politische Situation der Sowjetunion (bzw. letztlich der neuen pragmatischen, dem Westen zugewandten Politik von Gorbatschow) sowie der zum Nachteil der SU veränderten militärischen Lage (vor allem westl. Stinger Raketen) beendet. Eher nicht durch demonstrierende Bevölkerung. Insgesamt war die Situation eine gänzlich andere.

Ich kann mir gegenwärtig leider nicht vorstellen, dass es Demonstrationen geeigneten Umfangs in Russland geben wird, die den Krieg in der Ukraine beenden könnten.
Auch ist ja die Schmach des damaligen ("vermeidbaren") Untergangs der SU und die daraus resultierende gefühlte Herabwürdigung mit die Hauptursache für den aktuellen Revisionismus.

Meiner Meinung nach benötigt Russland für einen nachhaltigen, demokratischen Neuanfang ein großes reinigendes Gewitter.
Ein Gewitter, welches ähnlich dem Deutschen Reich 1945 Russland metaphorisch in Trümmern sieht und der Bevölkerung eindrucksvoll vor Augen hält, was der falsche Weg ist. Lernen durch Schmerz ist halt immer noch am effektivsten.
Ich sehe aber nicht, dass die Russen dieses reinigende Gewitter irgendwie selber herbeiführen können oder wollen.
Dafür fehlen mMn viele Voraussetzungen wie z.B. etablierte und gelebte demokratische Strukturen, die von einer breiten Bevölkerung getragen werden können (es gibt einfach keinen "Fallback" in Russland).

Wenn also der nötige Druck nicht von innen kommt, kann er nur von außen kommen.
Und Druck von außen müsste wohl deutlich über Sanktionen hinausgehen und hieße in letzter Konsequenz dann Krieg gegen Russland, was aus bekannten Gründen illusorisch ist. Das will ja auch niemand, der bei Verstand ist (auch wenn es hier bekannte User gibt, die einem genau das in den Mund legen wollen werden).

Ich bin da ehrlich gesagt einigermaßen ratlos und habe wenig Hoffnungen, dass sich in Russland etwas großartig ändert.
Putin und die Kremlclique halten das russische Volk ja auch nicht unbedingt in Geiselhaft, sondern sind am Ende des Tages nur Symptome des Problems.

Vor diesem Hintergrund erscheint es mir logisch, dass es nur recht und billig ist, die Ukraine (so denn sie ernsthaft gewillt ist, nachhaltige Reformen durchzuführen, um sich langfristig dem Westen anzuschließen) mit dem auszustatten, was es braucht um den Russen eine krachende Niederlage zu bescheren. Die Russen aus dem Land zu zwingen und auf die internationale Bank der Loser und Geächteten zu setzen wäre eine krachende Niederlage.
Russland soll sich eine solche blutige Nase holen, dass es mind. 2 Jahrzehnte braucht, um sich davon zu berappeln.
Vielleicht werden die Russen in der Zwischenzeit dann ja schlauer und begreifen, dass Kooperation doch besser ist als Konfrontation.
 
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Der Afghanistan Feldzug der Russen von 1979-1989 wurde, so wie ich das verstanden habe, aber durch die wirtschaftliche/politische Situation der Sowjetunion (bzw. letztlich der neuen pragmatischen, dem Westen zugewandten Politik von Gorbatschow) sowie der zum Nachteil der SU veränderten militärischen Lage (vor allem westl. Stinger Raketen) beendet. Eher nicht durch demonstrierende Bevölkerung. Insgesamt war die Situation eine gänzlich andere.
Es war ein Teil. Deine genannten Gründe waren natürlich auch wesentlich. Aber es gingen damals hunderttausende mit Kochtöpfen auf die Straße. Darum ging Putin dieses mal auch mit extremer Härte gegen jeden einzelnen vor, der auf die Straße ging. Darum ist es meiner Meinung auch verboten, überhaupt von Krieg zu reden,

Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt und ahne für die ersten Demonstranten nichts gutes. Der Vergleich damals zu heute ist darum sehr wichtig, um Ansätze zu sehen, wie man den Krieg heute beenden könnte. Mich haben die Bilder der riesigen Demonstration in Russland damals beeindruckt. Solange "Der Russe" aber mitzieht und voller Stolz "Z" aufs Auto schreibt, sehe ich da schwarz.

Meiner Meinung nach benötigt Russland für einen nachhaltigen, demokratischen Neuanfang ein großes reinigendes Gewitter.
Ein Gewitter, welches ähnlich dem Deutschen Reich 1945 Russland metaphorisch in Trümmern sieht und der Bevölkerung eindrucksvoll vor Augen hält, was der falsche Weg ist. Lernen durch Schmerz.
Wenn ich sehe, wie überall Demokratien angegriffen werden und zu zerbrechen drohen, aktuell z.B. in Argentinien, bin ich vor allem und zuerst daran interessiert, dass wir es in der EU schaffen Faschisten und Autokraten außen vor zu halten. Die russische Seele werde ich nie verstehen und was sie bewegt und was nicht.

Das erste Ziel ist eine stabile Demokratie in der Ukraine. Die muss erhalten blieben.

Nachtrag:
Bezüglich Russland ist das hier spannend. Die werden den Krieg bis zum bitteren Ende durchziehen.
 
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Ich kann mir gegenwärtig leider nicht vorstellen, dass es Demonstrationen geeigneten Umfangs in Russland geben wird, die den Krieg in der Ukraine beenden könnten.
Auch ist ja die Schmach des damaligen ("vermeidbaren") Untergangs der SU und die daraus resultierende gefühlte Herabwürdigung mit die Hauptursache für den aktuellen Revisionismus.

Meiner Meinung nach benötigt Russland für einen nachhaltigen, demokratischen Neuanfang ein großes reinigendes Gewitter.
Ein Gewitter, welches ähnlich dem Deutschen Reich 1945 Russland metaphorisch in Trümmern sieht und der Bevölkerung eindrucksvoll vor Augen hält, was der falsche Weg ist. Lernen durch Schmerz ist halt immer noch am effektivsten.
Ich sehe aber nicht, dass die Russen dieses reinigende Gewitter irgendwie selber herbeiführen können oder wollen.
Dafür fehlen mMn viele Voraussetzungen wie z.B. etablierte und gelebte demokratische Strukturen, die von einer breiten Bevölkerung getragen werden können (es gibt einfach keinen "Fallback" in Russland).
Es ist möglich, dass Dynamiken entstehen, welche man noch nicht vorraussagen kann.
Ich erinnere nur mal an die Revolte von Wagner. Auch wenn sie nur kurz war.
Die hatte vorher niemand auf dem Schirm.
Wenn also der nötige Druck nicht von innen kommt, kann er nur von außen kommen.
Und Druck von außen müsste wohl deutlich über Sanktionen hinausgehen und hieße in letzter Konsequenz dann Krieg gegen Russland, was aus bekannten Gründen illusorisch ist. Das will ja auch niemand, der bei Verstand ist (auch wenn es hier bekannte User gibt, die einem genau das in den Mund legen wollen werden).
Ja das ist eher unwahrscheinlich.
Ich bin da ehrlich gesagt einigermaßen ratlos und habe wenig Hoffnungen, dass sich in Russland etwas großartig ändert.
Putin und die Kremlclique halten das russische Volk ja auch nicht unbedingt in Geiselhaft, sondern sind am Ende des Tages nur Symptome des Problems.
Vielleicht fällt er ja doch noch einen Attentat zum Opfer? Oder wird schwer krank. Wer weiß. :ka:
 
Es ist möglich, dass Dynamiken entstehen, welche man noch nicht vorraussagen kann.
Ich erinnere nur mal an die Revolte von Wagner. Auch wenn sie nur kurz war.
Die hatte vorher niemand auf dem Schirm.
:ka:
Der hat aber nicht gegen den Krieg und gegen Putin revoltiert, sondern genau das Gegenteil vor gehabt. Er wollte den Verteidigungsminister stürzen und die vermuteten bösen Kräfte hinter Putin.

Der Krieg kann nur beendet werden, wenn Millionen Russen auf die Strasse gehen. Und danach sieht es nicht aus. Russland ist für den Westen verloren. Die Ukraine müssen wir schützen, offen ist für mich, was mit Weißrussland passiert. Russland ist zu schwach, um es zu schützen, sollte es dort von innen losgehen.

Könnte aber auch der Auftakt zur Dolchstosslegende 2.0 sein :huh:
Auch das ist möglich, ja, das ist nicht unplausible
 
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Der Krieg kann nur beendet werden, wenn Millionen Russen auf die Strasse gehen. Und danach sieht es nicht aus. Russland ist für den Westen verloren. Die Ukraine müssen wir schützen, offen ist für mich, was mit Weißrussland passiert. Russland ist zu schwach, um es zu schützen, sollte es dort von innen losgehen.
Und wenn es in Weißrussland losgehen würde, könnte es auch nach Russland "überschwappen".

Wenn die Russen sehen das ihr "Brudervolk" die Schnauze voll hat.
 
Und wenn es in Weißrussland losgehen würde, könnte es auch nach Russland "überschwappen".

Wenn die Russen sehen das ihr "Brudervolk" die Schnauze voll hat.
War doch schon ein Jahr vor Krieg. Die Russen waren bereit auszuhelfen und einzumarwchieren um die Aufstände niederzuschlagen, aber die weissrussischen Truppen machten bereits ganze Arbeit. Irgendwie sind die Menschen dort die den Wandel wollen allein und zu schwach, das Regime ist einfach die stärkste Kraft dort und daran ändert sich auch nichts.
 
Salve,

hier ein sehr aktueller und guter Artikel der TAZ, er bringt vieles auf den Punkt:

Und wir reden hier von der TAZ, also alles andere als ein transatlantisches "Hausblatt"!.
Es ist übrigens auch kein Kommentar oder Meinung, sondern ein ganz normaler Artikel der TAZ (politischen Redaktion)!

An dem Artikel kann man auch recht gut sehen, wie weit "Linke" gespalten sind, der Artikel steht genau 180° konträr zur Meinung der Wagenknecht "Ansammlung" und auch immer noch sehr konträr zur "Meinung" der Partei Die Linke.

Es ist schon erstaunlich, das der jounalistische "Rückhalt" für die rechten und linken Kapitulationspolitiker, nur noch so etwas wie Junge Freiheit, Compact (rechts), Berliner Zeitung (Innhaber ein ehemaliger Stasimann) und "Die Emma" sind.
 
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Jetzt pickst Du dir aber einen kleinen Teil heraus, der letztlich auf das aktuelle Thema überleitet.
Ich kenn euch doch...
Solche "kleinen Teile" enden dann teilweise in der Steinzeit oder auf dem Mars :slap:

Also gebe ich lieber initial einen kleinen Hinweis, bevor dann 1-2 Tage später eine große Aufräumaktion stattfinden muss =)
 
13:47 Uhr

Japan sagt der Ukraine Unterstützung zu

Japan sagt der Ukraine seine Unterstützung zu. "Japan ist entschlossen, seine Unterstützung fortzusetzen, um Frieden in der Ukraine wieder herzustellen", sagt die japanische Außenministerin Yoko Kamikawa bei einem vorab nicht angekündigten in Kiew.

Er habe Japan über den Bedarf nach Kampfjets und insbesondere Flugabwehrsysteme informiert, sagt der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba.
Auch das Ferne Japan unterstützt die Ukraine. Wie die Hilfen genau aussehen weiß ich allerdings nicht.
 
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