Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Internationale Diplomatie ist ein bisschen mehr als "also in unserer Clubcharta steht ganz eindeutig, dass wir rein defensiv sind, also dürft ihr euch nicht bedroht fühlen oder in der nächsten Hofpause spielen wir nicht mehr mit euch!!!!" Wie ich schon schrieb: auch internationale Politik ist nicht immer rational und es wird weltweit wahrscheinlich hunderttausende Analysten geben, deren Aufgabe es u.a. genau deshalb ist rauszufinden, wie Regierung XYZ so tickt, was Do's & Don't's sind.
Warum du jetzt das langweilige Standardprogramm von wegen "durch nichts zu rechtfertigen" abspulst, keine Ahnung. Ich habe jedenfalls meine explizite Unterstützung der Ukraine deutlich genug kenntlich gemacht, darin stimmen wir ja überein. Deine Betrachtungsweise bzgl. der Hintergründe erscheint mir aber zu eindimensional, formelhaft und von einem formalen Rigorismus durchzogen, der mit der Realität wenig zu tun hat. Aber durchaus passend für den modernen Mediendiskurs, in dem möglichst eindeutig Seite beziehen und "Virtue Signalling" alles zu sein scheint.



Ja, als russische Gegenmaßnahme gegen den Annäherungsprozess der Ukraine an den Westen. Wir erinnern uns: die Aussetzung des Annäherungsprozesses an die EU seitens der damaligen ukrainischen Regierung hat zu den Maidan-Protesten geführt, ab da begann dann auch öffentlich wahrnehmbares zunehmendes Interesse des Westens an der Ukraine, ab dem Zeitpunkt der Proklamation der sog. "Volksrepubliken" und der Krim-Annektion durch Russland begann auch die massive militärische Unterstützung der Ukraine durch u.a. die USA und andere NATO-Staaten. Das ist an sich ja auch völlig legitim bzw. wünschenswert.



An irgendeinem Punkt entwickeln Prozesse Eigendynamiken, die nur noch schwer aufhaltbar sind.



Vielleicht hätte man das tun sollen, damit Russland sich evtl. tatsächlich nicht traut. So, wie es real gelaufen ist, hat Russland offenbar weder ausreichend Schiss vor dem Westen gehabt, noch ein ausreichendes Maß an Gelassenheit ggü. den Raketen auf Kuba einem potentiellen zukünftigen NATO- und EU-Land im Herzen seines selbsterklärten Hinterhof-Interessengebiets an den Tag gelegt.



Und trotzdem versucht man in der Regel nicht, den an paranoider Schizophrenie und gewalttätigem Wahnverhalten leidenden Schulhof-Bully, zu dem man bekanntermaßen auch noch eine leidenschaftliche Erzfeindschaft pflegt, zu reizen. Denn wenn jener Bully sieht, wie du mit seinem Sitznachbarn quatscht und ihm sogar ein T-Shirt mit der Aufschrift "Willkommen im Team! (also vielleicht in ein paar Jahren)" schenkst, dann könnte es unangenehm für den schmächtigen Sitznachbarn werden. Wenn der Bully dann den Sitznachbarn vermöbelt, dann ist es einzig und allein die Verantwortung/Schuld des Bully, keine Frage.

Trotzdem sollte man sich fragen, ob man nicht selbst anders hätte agieren können, um den Sitznachbarn aus der (leider traurig, aber wahr...) Schusslinie zu nehmen. Dazu hätte man entweder robuster oder diplomatisch geschickter auftreten müssen.
Ne sorry, das finde ich jetzt ziemlich dünn.
Es scheint mir so, als ob du mit der Brechstange irgendein Verständnis für Russlands Handeln herbeireden willst.

Zur NATO ist letztlich alles gesagt - da gibt es keine Hidden Agenda oder sonstwas.
Das Thema der NATO Osterweiterung ist ebenfalls durchgekaut. Brauchen wir hier nicht nocheinmal aufrollen, wird ziemlich OT.

Und wenn Du es als langweiliges Standardprogramm empfindest, dass ein Angriffskrieg, klar fomuliert, durch nichts zu rechtfertigen ist und glaubst eine Mehrdimensionalität konstruieren zu müssen, weil es schlauer klingt, dann kann ich Dir nicht helfen.

Manche Dinge muss sollte man mMn einfach klar und unverschwurbelt auf den Punkt bringen!
Dadurch wird keineswegs die reale Komplexität im tatsächlichen (diplomatischen) Ablauf der Ereignisse verneint oder ignoriert.

Nur weil der von dir sinngemäß eingebrachte Psychospinner leicht reizbar und unberechenbar ist, gebe ich nicht klein bei, um jeden Konflikt zu vermeiden.
Was soll das bringen und wohin führt das bitte, wenn die vom Psychospinner willkürlich bestimmten Reizthemen umschifft werden? Damit verhindert man kein Problem, man verschiebt es nur.
Historiker dürften hier Parallelen zur Appeasement Politik der 30er Jahre finden.
Wohin das geführt hat ... man kann es nachlesen.

Ganz im Gegenteil davon bin ich der Überzeugung, dass Russland nur eine einzige Sprache versteht (und jemals verstanden hat): Kompromisslose und mit klaren, glaubwürdigen Konsequenzen unterstrichene Botschaften.

Russland muss sich internationales Vertrauen erstmal gaaaaaaaaaaanz langsam wieder erarbeiten und sollte dabei kleinlaut sein.
Ich denke, Deutschland kann in diesem Thema ganz gut mitreden.
 
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Ne sorry, das finde ich jetzt ziemlich dünn.
Es scheint mir so, als ob du mit der Brechstange irgendein Verständnis für Russlands Handeln herbeireden willst.

Nicht Verständnis. Vorhersehbarkeit.
Und wenn Du es als langweiliges Standardprogramm empfindest, dass ein Angriffskrieg, klar fomuliert, durch nichts zu rechtfertigen ist und glaubst eine Mehrdimensionalität konstruieren zu müssen, weil es schlauer klingt, dann kann ich Dir nicht helfen.

Es ist wieder so putzig. Egal was man sagt, sobald man eine halbe Oktave vom Chor abweicht, muss man sich rechtfertigen. Also zum Beispiel gegen den Vorwurf, irgendwas rechtfertigen zu wollen. =P
Ich bin sogar aus der (Klein-)Partei, in der ich Funktionärsämter auf Landes- und Bundeseben hatte, ausgetreten weil dort tatsächlich versucht wurde, den Angriffskrieg zu rechtfertigen =P

Russlands Angriffskrieg ist verachtenswert und verbrecherisch, aber man hätte es vorhersehen können. Entweder hat „der Westen“ das verkackt, es war ihm egal, oder die Ukraine wollte das Risiko eingehen. Auch wenn ein Verbrechet allein für sein Verbrechen verantwortlich ist, gibt es Seitens des Opfers und der weiteren Zeugen klügere und weniger kluge Handlungsoptionen. Ich habe nicht den Eindruck, dass immer nur erstere gewählt wurden.
Manche Dinge muss sollte man mMn einfach klar und unverschwurbelt auf den Punkt bringen!
Dadurch wird keineswegs die reale Komplexität im tatsächlichen (diplomatischen) Ablauf der Ereignisse verneint oder ignoriert.
Sehe ich weder bei dir noch im medialen Diskurs in der Form, wie du es im Zitat beschreibst.

Nur weil der von dir sinngemäß eingebrachte Psychospinner leicht reizbar und unberechenbar ist, gebe ich nicht klein bei, um jeden Konflikt zu vermeiden.
Was soll das bringen und wohin führt das bitte, wenn die vom Psychospinner willkürlich bestimmten Reizthemen umschifft werden? Damit verhindert man kein Problem, man verschiebt es nur.
Und hier kommt mein Vorwurf des formelhaften Rigorismus zum Tragen. Natürlich klingt ein Prinzip wie „sich niemals aggressiven Despoten beugen!“ oder „Wir lassen uns nicht erpressen!“ toll. Aber was bedeutet es dann in der Praxis, welchen Preis ist man konkret zu zahlen bereit?

Historiker dürften hier Parallelen zur Appeasement Politik der 30er Jahre finden.
Wohin das geführt hat ... man kann es nachlesen.

Das ist ein Todschlagargument, und diese sind - wenn man die kulturelle Gravitas abzieht - meist ziemlich schwach.
 
Russlands Angriffskrieg ist verachtenswert und verbrecherisch, aber man hätte es vorhersehen können. Entweder hat „der Westen“ das verkackt, es war ihm egal, oder die Ukraine wollte das Risiko eingehen. Auch wenn ein Verbrechet allein für sein Verbrechen verantwortlich ist, gibt es Seitens des Opfers und der weiteren Zeugen klügere und weniger kluge Handlungsoptionen. Ich habe nicht den Eindruck, dass immer nur erstere gewählt wurden.
Und welche Handlungsoption wäre hier ganz konkret die klügere Variante gewesen?

Es ist wieder so putzig. Egal was man sagt, sobald man eine halbe Oktave vom Chor abweicht, muss man sich rechtfertigen. Also zum Beispiel gegen den Vorwurf, irgendwas rechtfertigen zu wollen. =P
Naja, Du erzählst mir hier irgendwas von "langweiliges Standardprogramm abspulen" und dass ich "eindimensional" daherkomme, begleitet von nicht weiter belegbaren oder präzisierten diplomatischen Nebentönen die eine Rolle spielen würden.
Welches Bild soll das bitte abgeben, außer das es als Relativierung von klarem Unrecht aufgefasst wird?

Ich lasse jetzt mal weitestgehend unkommentiert, dass Du hier wiederholt auf eine mediale Einstimmigkeit bzw. Meinungskonformität anspielst und "Abweichler" niedergemacht würden.
Ist mir ehrlich gesagt zu hart an "links grün versiffter Mainstream Lügenpresse"

Wer die Augen aufmacht wird sehen, dass unsere Presse- und Medienlandschaft durchaus sehr viele Farben und Facetten kennt und auch unterschiedliche Blickwinkel anspricht. Hier kann jeder seine Meinung (sofern sie keine Hetze ist) kundtun. Nur mit dem möglichen Gegenwind muss man halt auch rechnen/leben.

In Russland dagegen sieht das Ganze etwas anders aus:
 
Vielleicht hätte man das tun sollen, damit Russland sich evtl. tatsächlich nicht traut. So, wie es real gelaufen ist, hat Russland offenbar weder ausreichend Schiss vor dem Westen gehabt, noch ein ausreichendes Maß an Gelassenheit ggü. den Raketen auf Kuba einem potentiellen zukünftigen NATO- und EU-Land im Herzen seines selbsterklärten Hinterhof-Interessengebiets an den Tag gelegt.

Ein Vergleich mit den Raketen auf Kuba hingt da sehr gewaltig. Im übrigen hat auch Russland erreicht eas es wollte, dass die US Raketen aus der Türkei abgezogen werde.
Immer wieder ist ja zu hören, dass Russland Angst vor mit NATO Staaten vor seiner Grenze hat. Für mich eine an den Haaren herbeigezogene Begründung für irgendwas. Eine Atommacht welche Angst vor irgendwem hat leidet an Paranoia. Das war mal anders.
Der Kim kann ganz sicher sehr ruhig und entspannt jeden Abend schlafen gehen.
 
ab dem Zeitpunkt der Proklamation der sog. "Volksrepubliken" und der Krim-Annektion durch Russland begann auch die massive militärische Unterstützung der Ukraine durch u.a. die USA und andere NATO-Staaten.

Auch noch nicht wirklich. Zwar als Reaktion darauf, ja, aber nachdem die russsiche Armee sich einen Teil der Ukraine genommen hat, vergingen noch Monate, bis es ein Bisschen Unterstützung aus dem Westen gab und Jahre, bis von ernsthafter militärischer Hilfe die Reden sein konnte. Wie genau hat diese Entwicklung aus den Jahren 2015-2020 denn deiner Meinung nach den russischen Einmarsch 2014 verursacht? Einsteins Zeitmaschine?

Und trotzdem versucht man in der Regel nicht, den an paranoider Schizophrenie und gewalttätigem Wahnverhalten leidenden Schulhof-Bully, zu dem man bekanntermaßen auch noch eine leidenschaftliche Erzfeindschaft pflegt, zu reizen. Denn wenn jener Bully sieht, wie du mit seinem Sitznachbarn quatscht und ihm sogar ein T-Shirt mit der Aufschrift "Willkommen im Team! (also vielleicht in ein paar Jahren)" schenkst, dann könnte es unangenehm für den schmächtigen Sitznachbarn werden. Wenn der Bully dann den Sitznachbarn vermöbelt, dann ist es einzig und allein die Verantwortung/Schuld des Bully, keine Frage.

Dein Beispiel dreht die handelnden Personen um: Der Sitznachbar kam, nach einigen Klapsen vom Bully und mit großer und keineswegs unberechtiger Angst davor, am nächsten Tag komplett umgebracht zu werden, angekrochen und hat eine Gruppe von netten Typen aus einer höheren Klasse gefragt, ob er in der Pause neben ihnen stehen darf, um sicherer zu sein. Und die haben sich auch noch erst geziert und dann eher halbherzig "Ja gesagt" und beinahe gar nichts getan, bis der Bully am nächsten Tag das Schnappmesser schon halb im Oberschenkel seines Opfers versenkt hatte.
 
Es ist der souveräne Staat Ukraine, der sich -in Gestalt seiner Bevölkerung und seiner demokratisch gewählten Regierung- gegen den russischen Angriffskrieg verteidigt.
Es hat niemand hat das Gegenteil behauptet.

Ein Angriffskrieg, der von Russland grundlos und mit haarsträubenden Begründungen vom Zaun gebrochen wurde.
Weder die Ukraine, noch die NATO, noch irgendein anderes Land haben Russland auch nur in irgendeiner Art und Weise bedroht.
Zu ignorieren oder eher sogar zu verleugnen dass wir uns die letzten 30 Jahre alle Mühe gegeben haben ständig in Richtung der Russen (oder an deren Grenzen) zu zündeln ist bestenfalls einseitig und im schlimmsten Fall naive Dummheit. Fakt ist entgegen mündlicher Versprechen dass es keine NATO Ausdehnung geben würde, war es genau diese NATO die sich in Richtung Russland ausgedehnt hat. Das sowas früher oder später zu einer Eskalation führt war eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Die Unterstützung des Westens mag zwar zu wenig sein, aber sie wird kurz und mittelfristig nicht aufhören.
Die Preisfrage lautet nicht wie lange man bereit ist die Ukraine mit Material zu unterstützen, die Frage lautet wann der Ukraine die Soldaten ausgehen. Und dann was? Erklären wir Russland offiziell den Krieg um die Ukraine zu stützen und riskieren den dritten Weltkrieg?

Und die militärische / wirtschaftliche Situation der Ukraine ist -bis auf Weiteres- nicht derart kritisch, dass ein Zusammenbruch der Ukraine zu befürchten wäre und man als Ultima Ratio einen Waffenstillstand zu russischen Bedingungen annehmen müsste.
Sowohl militärisch wie auch wirtschaftlich hängt die Ukraine vollkommen am Tropf des Westens da braucht sich niemand irgendetwas vorzumachen. Und die bittersüsse Ironie ist selbst wenn die Ukraine diesen Krieg gewinnen "sollte", gehen sie trotzdem als Bauernopfer aus dem Krieg weil man sich bis zum Sankt Nimmerleinstag beim Westen verschuldet hat.

Das hat nichts mit "großen Reden schwingen" zu tun, wenn man auf Seiten des Angegriffenen und des Völkerrechts steht. Auch entsteht dadurch keine Verpflichtung den Stahlhelm aufzuziehen und sich der Ukraine anzuschließen.
Support ist in vielen Formen möglich.
Dieser polemische Satz ist -wie von dir gewohnt- eher intellektuell unterkomplex.
Ich sehe nicht inwiefern irgendeinem Menschen in welchem Krieg auch immer geholfen wäre wenn man in einem Hardwareforum heroische Reden über Opferbereitschaft hält. Als Beobachter (und Kommentator) eines fernen Konfllikts ist man genau das - ein Beobachter und Kommentator. Und von daher mach hier mal bitte auf "wenn wir könnten wie wir wollten" weil am Ende des Tages machst du hinter deinem Bildschirm genau gar nichts.

Wenn DU nicht das Rückgrat hast, dich gegen Aggressoren zur Wehr zu setzen, ist das ganz alleine DEIN persönliches Problem.
Russland ist Aggressor in einem Krieg gegen die Ukraine und genau dafür verurteile ich Russland. Abgesehen davon habe ich weder mit Russland noch mit Russen irgendein Problem.

Und noch was:
ICH habe meinen Wehrdienst (keinen Ersatzdienst) als Bürger in Uniform geleistet seinerzeit und habe mich NICHT gedrückt.
Ich wäre (für mich selbstverständlich) mit Leib und Leben für die Freiheit und Demokratie dieses Landes und u.a. damit auch für Feiglinge und rückgratlose Gesellen eingestanden. Gott sei dank musste ich das nicht. Ich hätte es aber als junger gesunder Mensch getan und würde es heute als etwas älterer Mensch im Rahmen meiner Möglichkeiten/Fähigkeiten auch noch tun! Ich verlange von niemandem etwas, was ich nicht ebenfalls bereits wäre zu tun!
Richtig, du musstest es nicht also warum genau tust du so als hättest du auch nur die geringste Vorstellung davon wie es ist in einem Krieg zu hocken und wie es sich anfühlt andere Menschen zu töten um selbst zu überleben? Lass mal bitte diese Call of Duty Filme.
 
Zu ignorieren oder eher sogar zu verleugnen dass wir uns die letzten 30 Jahre alle Mühe gegeben haben ständig in Richtung der Russen (oder an deren Grenzen) zu zündeln ist bestenfalls einseitig und im schlimmsten Fall naive Dummheit. Fakt ist entgegen mündlicher Versprechen dass es keine NATO Ausdehnung geben würde, war es genau diese NATO die sich in Richtung Russland ausgedehnt hat. Das sowas früher oder später zu einer Eskalation führt war eine selbsterfüllende Prophezeiung.
Langweilig. Das wurde hier ausreichend diskutiert. Scroll etwas zurück und wiederhole nicht irgendwelchen Unsinn.
 
Zu ignorieren oder eher sogar zu verleugnen dass wir uns die letzten 30 Jahre alle Mühe gegeben haben ständig in Richtung der Russen (oder an deren Grenzen) zu zündeln ist bestenfalls einseitig und im schlimmsten Fall naive Dummheit.
Wo hat die Nato denn gezündelt?
In der Ukraine? In Moldau? In Tschetschenien? In Georgien? Ach nee, das waren ja die Russen.
 
Es hat niemand hat das Gegenteil behauptet.
Du scheinst es leider aber intellektuell nicht verarbeiten zu können, um die richtigen Ableitungen daraus zu ziehen.
Das ist der Punkt.

Zu ignorieren oder eher sogar zu verleugnen dass wir uns die letzten 30 Jahre alle Mühe gegeben haben ständig in Richtung der Russen (oder an deren Grenzen) zu zündeln ist bestenfalls einseitig und im schlimmsten Fall naive Dummheit. Fakt ist entgegen mündlicher Versprechen dass es keine NATO Ausdehnung geben würde, war es genau diese NATO die sich in Richtung Russland ausgedehnt hat. Das sowas früher oder später zu einer Eskalation führt war eine selbsterfüllende Prophezeiung.
Bist Du wirklich derart uninformiert oder nur dummdreist?

Die Preisfrage lautet nicht wie lange man bereit ist die Ukraine mit Material zu unterstützen, die Frage lautet wann der Ukraine die Soldaten ausgehen. Und dann was? Erklären wir Russland offiziell den Krieg um die Ukraine zu stützen und riskieren den dritten Weltkrieg?
Du bist -sorry- auch hier leider nicht clever genug: Wenn die Ukraine an einen gewissen Punkt kommt und entscheidet, dass ein Friedensschluss zu (evtl. ungünstigen) Konditionen die beste Option ist, wird die souveräne Ukraine das eigenverantwortlich tun. Niemand wird daraufhin Russland den Krieg erklären.

Sowohl militärisch wie auch wirtschaftlich hängt die Ukraine vollkommen am Tropf des Westens da braucht sich niemand irgendetwas vorzumachen. Und die bittersüsse Ironie ist selbst wenn die Ukraine diesen Krieg gewinnen "sollte", gehen sie trotzdem als Bauernopfer aus dem Krieg weil man sich bis zum Sankt Nimmerleinstag beim Westen verschuldet hat.
Wieviel € / $ sind Freiheit und Unabhängigkeit denn wert?
Ich mache mir um die Dankbarkeit der Ukraine aktuell weniger Sorgen.
Zumal Geben seliger als Nehmen ist, mein wirtschaftlich leicht ignoranter Freund.

Ich sehe nicht inwiefern irgendeinem Menschen in welchem Krieg auch immer geholfen wäre wenn man in einem Hardwareforum heroische Reden über Opferbereitschaft hält. Als Beobachter (und Kommentator) eines fernen Konfllikts ist man genau das - ein Beobachter und Kommentator. Und von daher mach hier mal bitte auf "wenn wir könnten wie wir wollten" weil am Ende des Tages machst du hinter deinem Bildschirm genau gar nichts.
Wenn "Rückgrat zeigen" für dich bereits heroisch ist, bedeutet das für deinen Charakter nichts Gutes, mein charakterlich leicht fragwürdiger Freund.

Russland ist Aggressor in einem Krieg gegen die Ukraine und genau dafür verurteile ich Russland. Abgesehen davon habe ich weder mit Russland noch mit Russen irgendein Problem.
Passt schon, Igor.

Richtig, du musstest es nicht also warum genau tust du so als hättest du auch nur die geringste Vorstellung davon wie es ist in einem Krieg zu hocken und wie es sich anfühlt andere Menschen zu töten um selbst zu überleben? Lass mal bitte diese Call of Duty Filme.
Infantiler Unsinn, aber passt schon, Igor.

Insgesamt muss ich wieder feststellen, dass Diskussionen mit Dir nur auf einem eher niedrigen intellektuellen Niveau stattfinden können, da du erhebliche Wissensdefizite hast, grundlegend falsche Schlussfolgerungen ziehst, dir nahegebrachte Informationen und Fakten bewusst ignorierst und damit eher ein unangenehmer Gesprächspartner bist.
Lassen wir diese Diskussion bitte genau an dieser Stelle enden.

Zitiere mich gerne noch einmal, schwurbel dir irgendwas zurecht, dann hast Du wenigstens das letzte Wort gehabt und deine Genugtuung :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Etwa, dass man klein beigeben und die Ukraine nicht länger unterstützen soll, woraufhin die Ukraine den Abwehrkampf nicht länger fortführen kann?
Ganz hart gesehen? Ja. Eine Verhandlungslösung inkl. Zugeständnisse bei der NATO Ausdehnung hätten diese Tragödie abmildern oder gar ganz verhindern können. Militärische Unterstützung ist ja okay, aber nur zur Stärkung einer Verhandlungslösung, ansonsten bringt das null.
Eine schöne Schablone für ggf. China und weiterführende territoriale Ambitionen des imperalistischen Möchtegern-Zaren.
Ja, die Offensive ist ja so erfolgreich.
Rede euch das einfach weiter ein.
muss das Minimalziel sein, einen russischen (Teil)Erfolg so teuer wie nur irgend möglich zu machen.
Verhandeln. Verhandeln, Verhandeln. Verhandeln. 1000x das tut den Kriegstreibern richtig weh.
 
@Lichtspieler2000
Ja verhandeln, natürlich. Blöd nur das das die beiden die es angeht derzeit kaum interessiert. Der eine sucht seine Nazis und der andere hat ebenfalls maximal Forderungen.
Welche Zugeständnisse sollte es bezüglich der NATO den jetzt geben?
Selbst nach Beginn des Krieges 2014 lag doch als Verhandlungsbasis, das die Ukraine nicht NATO Mitglied wird, auf den Tisch. Die Krim war eigentlich schon abgeschrieben, lediglich mit dem östlichen Teil hätte man sich einigen müssen. Durch den Einmarsch 2023 hat sich gezeigt wem das so nicht gepasst hat und meinte seine Maximalforderung gegen die UN Charta durchzusetzen.

Die Offensive ist in sofern ein Erfolg, dass Russland seine Ziele bisher nicht erreicht hat.
 
Ganz hart gesehen? Ja. Eine Verhandlungslösung inkl. Zugeständnisse bei der NATO Ausdehnung hätten diese Tragödie abmildern oder gar ganz verhindern können. Militärische Unterstützung ist ja okay, aber nur zur Stärkung einer Verhandlungslösung, ansonsten bringt das null.
Nur solange man glaubt, dass damit der Hunger Putins gestillt worden wäre. Den Chamberlain-Fehler wollte man aber kein zweites Mal machen. Ich denke, daran tat man ganz gut.
 
Zugeständnisse bei der NATO Ausdehnung hätten diese Tragödie abmildern oder gar ganz verhindern können.
Nein, das hätte nichts verhindert. Im Gegenteil. Auch sollte man sich einfach mal ein wenig mit der Geschichte Russlands, der Sowjetunion, der DDR und der Nachkriegszeit beschäftigt haben bevor man russische Propaganda nachplappert.

Jedes Land hat eine freie Bündniswahl und dem hat Russland zugestimmt. Und als die Sowjetunion am Ende war und der Westen gesagt hat, dass es keine Natoosterweiterung geben wird, war das auch keine Lüge.

Politisch und wirtschaftlich war das eine völlig andere Situation als sie es heute ist. Die Welt dreht sich eben weiter. Zu dem Zeitpunkt hat Putin in Dresden als KGB Offizier gesessen, Helmut Kohl war Kanzler und ich wurde gerade eingeschult.

Die Nato-Mitgliedsstaaten der ehemaligen Sowjetunion hatten ja auch die Möglichkeit dem russischen Militärbündnis beitreten können. Was glaubst Du, warum sie das nicht getan haben?

Wir können das Szenario ja auch Mal kurz durchdenken. Alles östlich der ehemaligen DDR Grenzen wäre nicht der NATO beigetreten und wir würden die Ukraine nur mit Verhandlungsversuchen unterstützen. Die Konsequenz ist eigentlich ziemlich einfach. Die Ukraine würde nicht mehr existieren und die Nato-Staaten würden jetzt überlegen wie sie Polen unterstützen können.

Diese "wir müssen verhandeln" und dieses "Natoosterweiterung" ist entweder eine sehr naive und kurzsichtige Argumentation weil man sich keine Sekunde mit der Thematik beschäftigt hat oder eine dumme und dreiste Argumentation, weil man versucht das Argument irgendwie am Leben zu halten. Kannst Du dir aussuchen.
 
Diese "wir müssen verhandeln" und dieses "Natoosterweiterung" ist entweder eine sehr naive und kurzsichtige Argumentation weil man sich keine Sekunde mit der Thematik beschäftigt hat oder eine dumme und dreiste Argumentation, weil man versucht das Argument irgendwie am Leben zu halten. Kannst Du dir aussuchen.
Es sind ja auch alle anderen Schuld. Nur nicht der Russe.:schief:
 
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