Naja, das sind alles keine Maximalforderungen mehr, sondern teilweise blanke Utopie die du dazu gedichtet hast.
Das ist keine Utopie, dass ist schlichtweg was nötig ist um den Schaden wieder gut zu machen, den Russland angerichtet hat und um eine Wiederholung zu verhindern. Es ist kein Jota mehr als nötig ist, um zu dem Sicherheits- und Lebensniveau zurückzukehren, das die Ukraine (und der Rest der Welt) vor 2014 hatte/zu haben dachte. Alles, was hinter diesen Maximalforderungen zurück bleibt bedeutet letztlich, dass man einen Teil von Putings Untaten durchgehen lässt.
Das mag sein. Dennoch absolut unrealistisch.
"Unrealistisch sein" ist eine typische Eigenschaft von Maximalforderungen. Wäre das Maximale realistisch, bräuchte man es ja nicht zu fordern, sondern würde es sich einfach nehmen.
Für mich sind die Maximalforderungen eher die Rückeroberung oder Rückgabe der von ihr geraubten Gebiete.
Selbst da ist nicht sicher das sie die alle zurück bekommt.
Man muß mal auf dem Teppich bleiben.
Eine "Rückeroberung" ist gar keine Forderung, sondern etwas, das gegen den Willen der Gegenseite durchgesetzt wird. Und nur einen Teil der geraubten Gebiete zurückzugeben wäre nichts weiter als ein Teilsieg des russischen Imperialismus. Wenn du das schon als "Maximalforderung" bezeichnest, dann würde ich gerne mal Wissen, wo du wohnst. Um dir die Hälfte deines Eigentums zu klauen und mich dann reuhmütig dazu verurteilen zu lassen, ein Viertel davon zurückzugeben und nur den Rest zu behalten, um mit ihm ein schönes Leben zu führen.
Oder gilt. wenn es um deine eigenen Interessen geht, für dich auf einmal ein anderer Maßstab? Einer, der den vollen Ausgleich und darüber hinaus eine Strafe für die Täter beinhaltet, welche du der Ukraine als "Utopie" absprichst?
Nur kommt es dann erst gar nicht zu Verhandlungen.
Nö, das ist eigentlich kein Grund. Aber andere scheinen es ähnlich zu sehen und deswegen gibt es aktuell keine Verhandlungen mit Putin, weil der nicht von seinen vollkommen inakzeptablen Maximalforderungen abweichen möchte.