Im Text steht aber auch, dass die Ukraine im Schlamm weiter machen will. Die Russen haben genauso Probleme, Nachschub zu bekommen, wie die Ukrainer Probleme bekommen werden, Nachschub zu den Kämpfenden zu transportieren, Nimmt sich für beide wenig. Artillerie und Drohnen ist der Schlamm egal.
Nein.
Was die Ukraine jetzt macht ist in meinen Augen Unsinn. Abgesehen von den bisherigen Verlusten sitzt man während der Rasputiza und den derzeitigen Fortschritt beibehält, auf offenem Feld, ohne Deckung und wenigen Straßen, die unter der Feuerkontrolle der russischen Truppen liegen.
Die Russen haben statt dessen ihre vorbereiteten Stellungen, gesicherte Nachschubwege Artiüberlegenheit und Luftherrschaft.
Die Ukraine sitzen in Baumreihen ohne Laub und Deckung, oder zerstörten Dörfern und ehemaligen russischen Stellungen und werden mit geführten Bomben, bis 1500kg , aus sicherer Entfernung bombardiert.
Für solche Schlußfolgerungen, benötigt man kein Politikstudium, sondern Logik.
Da könnte man dann auch erkennen das die Russen überhaupt nicht angreifen müssen, oder Geländegewinne benötigen.
Was würde das bringen?
Verlassen ihrer Stellungssysteme, längere Verbindungswege, eventuell, längere Frontlinien, höhere Verluste.
Jetzt wehren sie die Angriffe ab und warten bis die Ressourcen der ukrainischen Seite sich so verringert haben das Angriffe weniger kosten.
Geländeverluste sind dabei eingerechnet.
In der Verteidigung ist der Minitionsverbrauch geringer.
In der Zwischenzeit wird die Rüstungsindustrie weiter ausgebaut und hochgefahren.
Mal ein paar Zitate, welche helfen können die momentane Militärische Strategie zu verstehen.
Es gibt natürlich noch Aspekte im Bereich der Industriellen Mobilisierung und was man heute unter Hybrider Kriegsführung versteht.
Swetschin wurde von Gerassimow als ein Vorbild genannt und er ist der Verfasser der sogenannten Gerassimow Doktrin.
"Svechin stand für das Paradigma einer defensiven Strategie,"
"Und Andrei Kokoshin, einer der derzeit einflussreichsten militärischen Denker, behauptet, dass die [sowjetischen] Verluste [im Zweiten Weltkrieg4] weitaus geringer ausgefallen wären, als sie waren, wenn Swechin 1941 gehört worden wäre."
" verfügte Russland über eine Geographie, die sich zumindest in der Anfangsphase des künftigen Krieges mit dem Westen zum Vorteil Russlands auswirken könnte. Deshalb befürwortete er zumindest zu Beginn des Krieges eine strategische Verteidigungshaltung, damit sie ihr Territorium nutzen, den Feind kommen lassen und dann zurückschlagen konnten. "
„Für jeden Krieg ist es notwendig, eine spezielle strategische Verhaltensweise zu entwickeln. Jeder Krieg ist ein Sonderfall, der die Aufstellung seiner eigenen besonderen Logik und nicht die Anwendung irgendeiner Schablone erfordert.“
"Das war also Gerasimov im Jahr 2013. Später im Jahr 2019 legte er auch eine Art Lippenbekenntnis zu Svechins Idee des Zermürbungskriegs ab, was wiederum zur Theorie der aktiven Verteidigung führte: Man ist flexibel, man kann sich zurückziehen, und dann kann man es mehr in die Offensive gehen."
"Es liegt natürlich eine erhabene Logik in der Tatsache, dass Swechin eine hauptsächlich defensive Strategie für Russland, für die Sowjetunion befürwortete, denn genau daraus hat Clausewitz seine Idee abgeleitet – dass die Defensive viel stärker sei als die Offensive – denn das ist so von Clausewitz wirklich sehr direkt aus seiner eigenen Erfahrung mit Napoleons Feldzug von 1812 [Invasion in Russland] gezogen."
„Heutzutage, mit der technologischen Entwicklung, ist für einen zukünftigen Krieg nicht mehr eine einzige Schlacht entscheidend.“ Wir brauchen also diese operative Kunst, um uns auf eine Reihe von Gefechten innerhalb einer Operation vorzubereiten.“
Professor Gudrun Persson joins Paul and Beatrice as they explore the life and strategic contributions of General Aleksandr Svechin, a pivotal figure in military history.
www.rusi.org
Vielleicht erklärt es einigen hier die militärischen Operationen der Russen bisher.