Das einzige, für das sich die USa derzeit interessieren ist China.
Russland ärgern haben die Amerikaner schon immer gemacht, siehe Afghanistan. Da haben sie sich einen Dreck um die Afghanen gekümmert, sie konnten aber die Russen ärgern und das haben sie gemacht.
Die Ukraine ist da nicht anders. Man braucht keine Soldaten um die Russen zu ärgern und etwas Aufklärung macht die CIA sowieso immer.
In den letzten Jahren hat eher Putin die USA geärgert als umgekehrt, und dass man keine eigenen Soldaten braucht um die russ Armee zu besiegen, wissen wir erst seit dem Ukrainekrieg, ist aber auch nur Stand jetzt und in zehn Jahren kann das wieder anders sein. Der Zustand davor war eine wankende USA die sich vor einem Zweifrontenkrieg im Pacifik und Europa in die Hose machte, und ein Westeuropa das am liebsten einen schnellen und unblutigen russischen Sieg sehen würde, in der Hoffnung auf Verhandlungen und einem Ende der Eskalationskette, um zum Alltag überzugehen. Keiner glaubte ja zu dem Zeitpunkt dass es so gut kommt. Jetzt haben wir etwas komplett anderes, eine recht überraschend-dominante USA und das Ende russ Einflüsse, zumindest der größten, in Europa. Ich glaube aber dass die USA trotzt Furcht vor einem Zweifrontenkrieg, Europa dennoch nciht einfach so aufgeben würde, bzw es zulassen würde sich verdrängen zu lassen. Hier würde sich schon die Frage danach stellen ob die USA ihre Vormachtsstellung in der Welt aufgeben, oder in einen großen Krieg ziehen.
Was jetzt passiert ist, ist ein riesiger Glücksfall für die Staaten und ihre Stellung in Europa. Man will sich nicht ausmalen was für eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses, ein Sieg Putins in der Ukraine, in Europa und der Welt auslösen würde. Die NATO könnte zerbrechen/ihre Glaubwürdigkeit verlieren, China hätte weniger Scheu Taiwan zu erobern, die Pacifik Verbündetten wären eingeschüchtert, genau wie die Europäer. Putin würde vermutlich weiter zündeln.
Naja - weil es klein kompletter Austausch der Machtspitze ist, wenn zwar Putin verschwindet, aber seiner bisherigen Nutznießer den Platz einnimmt?
Das kommt drauf an. Putin hat ja bereits versagt und Russland global in eine sehr schwierige Lage gebracht, und der der nach ihm aufräumen wird, der wird viel zu tuen haben. Ich gehe davon aus dass der Nachfolger schon bemüht darum sein wird auch mit dem Westen die Wogen etwas zu glätten. Sprich da könnte ein eher freundl Gesicht und kein Putin 2.0 den Kreml Tron besteigen. Denn kämpfen oder konkurieren ist für die Russen erstmal nicht drin daher ist ein Kurswechsel naheliegend oder zumindest denkbar, vorallem mit Westeuropa. Frage wie sich dann die USA verhält, die wollen dann auch ein Stück vom Kuchen, und vlt etwas ferner ein Deal gg China oder so ? Finde ich nicht ganz abwägig, weil gänzlich fallen lassen können die USA Russland auch nicht.
Aber: Bei einer hinreichend großen Menge Unzufriedenheit ist es nur eine Frage der Zeit, bis zehn wichtigen Personen in einem Raum klar wird, dass acht andere genauso Denken wie sie selbst und der zehnte keine Chance hat, wenn man sich zusammentut. Wie lange das dauert, dafür habe ich aber zuwenig Einblick in das System Putin. Der Verlust der Kontroller über Krim wäre sicherlich ein ganz starker Hammer, denn ich denke nicht dass Putin eine Niederlage eingestehen wird - aber ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das Militär ab einer gewissen Verlustgrenze das Gefolgsam verweigern wird. Und das ist zwar die statischste, aber kurzfristig auch die am wenigsten durch die anderen Gruppierungen beeinflussbare Gruppe. Wenn die Offiziersränge in breiter Front streiken, dann muss Putin abdanken. Was deutlich früher reichen würde? Abwarten, irgendwann werden wir es sehen.
Bemessen an der Geschichte spielte in Russland bei Machtwechseln immer die Unzufriedenheit des Volkes eine große Rolle. Zuletzt beim Zusammenbruch des Komunismus stellte sich die Armee ja auch auf Seite des Volkes, hatte aber bekanntlich andere Befehle. Jetzt fehlt es, und ich hab das Gefühl dass da paar Olligarchen nicht ausreichen werden. Putin wird mit ihnen wie anderen einzelnen Gruppierungen und Personen schon fertig. Es müsste wirklich breite Streiks der Befehlshaber im Militär geben die dann den Rest mitziehen.
Die anektierten Gebiete sind den USA fast noch egaler als der EU, sonst hätte man Putin nicht acht Jahre gewähren lassen. Den USA geht es allein darum, die militärische Bedrohung durch Russland zu minimieren. Putin hat leider Bewiesen, dass mit einem hinreichend großen Psychopathen an der Spitze auch eine Regionalmacht ein ernstes globales Problem werden kann und gerade die oberste amerikanische Militärführung dürfte ohnehin noch im Kalten Krieg groß geworden sein, hat Russland also fest als Feind einsortiert. Die jetzige Möglichkeit, das gesamte russische Militärpotential nach und nach in einem Abnutzungskrieg aufzureiben ist einfach traumhaft aus deren Perspektive. Zumal sie nach den Rüstungskürzungen der letzten Jahren gigantische Mengen Ausschussmaterial haben, dass für diesen Krieg noch gut genug ist und sowieso weg muss, er ihnen den perfekten Anlass liefert um eine neue, modernste Aufrüstung zu rechtfertigen und so ganz nebenbei auch noch eine Gelegenheit, die seit 70 Jahren im Nähkästchen schlummernden Überlegungen mal praktisch zu testen.
Ich meine dass die Trennung Moskaus langen Arms nach Europa, auch primär war für die Amis. Mit größter Argwohn vefolgte man doch die deutsche Politik ggüber Putin, und man war not amused. Die zusätzliche Schwächung des russ Militärs ist die Kirsche oben drauf. By the way es hätte wirklich anders kommen können, wie nah Sieg und Niederlage doch bei einander liegen können..
Putin hat sich innenpolitisch in eine Lage gebracht, in dem er den Krieg faktisch nur noch gewinnen oder abdanken kann. Zu letzterem ist er nicht bereit. Damit befindet er zwar in einer schwachen Position, aber auch in einer alternativlosen, in dem es für ihn nichts zu verhandeln gibt. Was für Folgen das für sein Land hat, ist ihm dabei egal. Abgesehen davon, dass er seinen eigenen Reden zu Folge sowieso eher in Jahrhunderten denkt und kurzzeitige Übel wie ein paar hunderttausend russische Kriegsopfer und jahrzehntelangen wirtschaftlichen Rückschritt für seine Vision eines Großrusslands dankend in Kauf nimmt, ist er selbst sich einfach noch wichtiger.
War ja auch ne Frage der Zeit bis der Despot ausrutscht. Er spielte ganz schön lange mit dem Feuer und die Welt ließ ihn relativ in Ruhe. Aber er ist eben nicht der Weitsichtige für den ihn viele hielten sondern einfach nur ein Zocker. Über 20 Jahre Macht und König von Russland zu sein bekommen ihn wohl nicht gut. Ein Hoch auf den Hochmut lol
Arme Russen, kommen in ihrem Staat nicht klar dabei ist dort so viel Potential..