Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Naja, da habe ich eine andere Erinnerung. Das erste was Russland gemacht hat, als sie die Ukraine angegriffen haben , war, gezielt die ukrainischen Militär-Flughäfen zu bombardieren. Dabei haben sie auch den Großteil der ukrainischen Luftwaffe zerstört. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. ;)
Ja haben sie bombardiert, aber die Ukrainer haben sehr viel ihrer kleinen Luftwaffe gerettet.
 
Unterm Strich bin ich immer noch der Auffassung, dass weitere, sagen wir mal 50-100 Himars Systeme personalschonender, effizienter, kostengünstiger und wirkungsvoller wären, als 20 oder 30 Jabos.

Mit weiteren 100 HIMARS hätte die Ukraine dann locker 20% des globalen Gesamtbestandes. :ugly:

Aber ich denke man muss gar nicht 1:3 rechnen. Schon die doppelte Menge HIMARs, ggf. sogar die gleiche, würde, bei entsprechendem Munitionsnachschub, der Ukraine mehr bringen. (Zumindest solange wir im zweistelligen Bereich bleiben.) Jagdbomber sind toll, um einzelne Verbände eines hochtechnologisierten Gegners in einem weiten Gebiet zu bekämpfen (einschließlich dem des Gegners). Also das, was seit Jahrzehnten die Konzepte eines modernen Krieges dominiert.

In der Ukraine tobt aber ein langegezogener Stellungskrieg der so langsam mehr Ähnlichkeit mit dem ersten denn zweiten Weltkrieg entwickelt. Wenn man da genug (Raketen-)Artillerie hat, um trotz derer weitaus geringeren Mobilität entlang des gesamten Frontverlaufs auf gewisser Tiefe eine Drohkulisse aufzubauen, dann sind die Bedürfnisse nach Möglichkeiten erfüllt. Die überlegenen Fähigkeiten bei der Zielaufklärung spielen bei permanentem Zielkontakt der eigenen Infantrie auch keine große Rolle. Es zählt dann für zusätzliche Waffensysteme im gleichen Gebiet also vor allem Überlebensfähigkeit, Feuerkraft und Ressourcenbedarf. Je nach Einsatzdoktrin und Basis ist Jagdbomber in meist zwei, teilweise sogar in allen drei dieser Aspekte HIMARS unterlegen, solange die Raketen nicht ausgehen.


Keiner weiß genau wie die Hilfen bei Artikel 5 konkret aussehen würden

Doch. Da gibts sowohl recht konkrete militärische Pläne als auch klare vertragliche Verpflichtungen. Die NATO ist ein vollwertiges Verteidigungsbündnis und einen Krieg gegen ein Mitglied zu führen bedeutet im wesentlichen eine Kriegserklärung durch alle anderen Mitglieder. Allenfalls bei kleineren/unklaren Angriffen, wo erstmal diskutiert werden muss, ob überhaupt ein Bündnisfall vorliegt (z.B. Zerstörung eines Innenstadtblocks nebst 5-6 Bürogebäuden mit ein paar tausend Opfern statt eines Angriffskriegs)
Daher ist z.B. die Stärke von Ostseemarinen relativ egal (und vollkommen egal, sobald Schweden und Finnland Mitglied sind), weil man die Badewanne komplett von Land aus kontrollieren kann und es da schlichtweg nicht einmal Häfen außer NATO-Reichweite gäbe, von denen aus jemand angreifen könnte.

Gibt es da nicht im Vorfeld eine Komunikation und der Antrag ist nur reine Formalität ?

Jein. In der Regel werden informelle Absprachen vorausgehen, genau das ist Scholz sein "Austausch mit den Partnern". Die Zusage zum Antrag ist dann nur noch eine Formalität im Sinne von "das hinter verschlossenen Türen geplante formell umsetzen". Aber genau nach so einer förmlichen Erklärung fragst du doch.?! Demnach ist das nicht "nur" eine Formalität, sondern es ist DIE Formalität, die du vermisst. Und die kann es aber eben erst geben, nachdem die vorangehende Formalität "Antrag stellen" erfolgt ist. Solange das nicht geschieht, gibt es nur informelles und somit auch keine klaren Aussagen der Bundesregierung.
(Das wäre übrigens auch nicht im Interesse gewisser Partner. Wenn sich Scholz heute hinstellt und sagt: "Ja, wir würden wirklich gern und sofort Polen genehmigen, 250 Leopard in die Ukraine zu exportieren", hat Duda nämlich ein Problem. Der will schließlich vorerst nur einen Teil der 2A4 loswerden. Die anderen und vor allem die 2A5 braucht Polen ja selbst noch solange, bis im Laufe der Jahre genug Abrams oder K2 eintreffen. Eine diffuse Situation, in der Deutschland zögerlich ist und Polen dann erstmal irgendwann nur den Export von 20-40 Stück beantragt und genehmigt bekommt, ist sicherlich auch der PiS lieber. Denn dann kann sie, ohne klare Anschuldigung zu erheben, beim "wir würden ja gerne mehr machen, aber die Partner machen nicht mit"-Narrativ bleiben.)


Aha, und seine Polenpolitik war natürlich auch zu begrüßen. Bismarck hatte vor Polen endgültig zu germanisieren, poln Sprache u Kultur auf ewig zu vernichten, weil ihm die poln Freiheitsbestrebungen ein Dorn waren.

Ich weiß nicht, wo du mit deinem Offtopic hin willst. Aber die Feststellung, dass es außer "Krieg" noch andere unangenehme Dinge gibt, ist müßig. Sie ändert dennoch nichts an der Sache, dass Bismarcks Politik sich eigentlich eher auf die Vermeidung von Kriegen konzentriert hat. (Nicht weil er Pazifist war, klar. Aber Kriege fressen halt Ressourcen und Preussen war in Übersee beschäftigt genug, hatte gar nicht die Ressourcen um sich im Falle eines Kriegsausbruchs große Gewinne in Europa zu erträumen.)

Ich kenne eine ganz andere Dasrstellung

Ich spreche nicht von der Wahrnehmung respektiven Darstellung in der PiS-zentrierten polnischen Medienlandschaft, ich spreche von Fakten. Und da ist es nun einmal so, dass das russische Gas respektive der Preisnachlass darauf gegenüber z.B. saudischem Erdöl, australischer Kohle oder selbst europäischen Gasfeldern und, wenn man weiter zurückliegende Jahre betrachtet, Atomenergie, lächerlich klein ist im Vergleich zur deutschen Wirtschaftsleistung. Natürlich hat man diesen kleinen Extraprofit gern mitgenommen, aber es würde an der deutschen Wirtschaftsdominanz nicht sonderlich viel ändern, wenn man sich damals anders entschieden hätte.

Man sieht ja, wie relativ gut es uns trotz der extrem abrupten Umstellung dieses Jahr geht, obwohl wir nebenbei auch noch das französische Stromnetz vor dem Kollaps seiner Schrottreaktoren retten. Insbesondere im Vergleich zum Rest der EU steckt die deutsche Wirtschaft diese Krise relativ gut weg, dabei ist Deutschland als Exportnation von den Sanktionen besonders betroffen, erst recht wo es doch ach-so-Russland-affin sein soll, und da oben drauf müsste zusätzlich noch einmal unsere ach-so-extrem-einseitig-auf-den-Segen-Putins bauende Energieversorgung kommen.

Dem ist aber halt nicht so. Die unter rot-grün angekurbelte Umstellung von deutscher Kohle auf russisches Gas war ein kostspieliges Klimaprojekt (vor allem im Vergleich zu den polnischen Dreckschleudern von Kraftwerken) und wurde von Merkel sowieso praktisch wieder gestoppt. Das einzige, was stärker von russischem oder irgend einem anderen Gas abhängig war, ist die deutsche Wärmeversorgung. Die ist aber kein Wirtschaftsfaktor, sondern einfach nur eine Maßnahme zur Luftverbesserung vor allem in Städten. Auch hier kann man Polen wieder gut als Gegenbeispiel nehmen. Deswegen hat bei uns jetzt die Zivilbevölkerung beinahe kalte Füße bekommen, aber es ist nicht die Wirtschaft an einer Abhängigkeit zu Grunde gegangen.

(An der Stelle die Anmerkung, dass russisches Gas durch die Eröffnung von Nord Stream 1 keinen massiv steigenden Anteil an der deutschen Energieversorgung hatte und die Gesamtmengen bis Februar 2022 bequem unter dem blieben, was man auch über bestehende Pipelines hätte importieren können. Nur die Durchleitungsgebühren an u.a. Polen sanken deutlich, nachdem eine Direktverbindung bestand...)

Ihre Methodik mal außen vor, aber fragst du dich nicht wieso eine PiS an die Macht kommt und dann so eine Politik verfolgt ?

Nö. Ich habe mich mal gefragt, wie sowas wie die PiS jemals an die Macht kommen konnte. Aber mit welchen Methoden sie an der Macht bleibt ist ziemlich klar (siehe Orban, nur ein paar Jahre zurück oder Erdogan noch ein paar Jahre mehr) und wieso sie eine nationalistische Politik zur isolierten Förderung Polens (oder zumindest Teilen Polens...) verfolgt kann man ja in ihrem Parteiprogramm nachlesen. Ähnlich wie bei AFD-Forderungen gibt es zwar eine gewisse Diskrepanz, wie sehr die politischen Manöver Wirtschaftsgrößen und dem kleinen Mann auf der Straße zugute kommen, aber ihre Präferenzen in der internationalen Balance gibt die PiS doch ganz öffentlich zu, zellebriert sie sogar. Auch wieso diese anti-EU- auch eine anti-Deutschland-Politik sein muss, geht ja direkt aus meinem Post hervor, da sind keine Frage offen. (Wie dir vielleicht aufgefallen ist, habe ich der Aussage "Merkel versucht, mit Zeit, Gas und Geld Mitteleuropa zu beherrschen" nur in den Punkten "Zeit", "Gas", "Mittel" und "versuchen" widersprochen. Aber nicht bei "Europa beherrschen". Das hat sie in Kooperation mit Frankreich ohne Zweifel gemacht, genau wie vor ihr Schröder und davor ganz stark Kohl. Verkehr, Energie, Chemie, Zölle, Steuern, Landwirtschaft - es gibt sehr viel, was in der EU nach deutscher Peitsche tanzt. Nur wenn mal was für Umwelt-, Bürger-, Flüchtlings- und Klimaschutz getan werden musste, dann sind unseren Vertretern in Brüssel leider, leider, leider, leider, leider immer total machtlos :kotz:)

Eben, allerdings hatte Polen eine andere Augangslage nach 1989, aber vorallem stört mich der Fakt dass nicht erwähnt wenn ein aufstrebender Staat wie Polen der iwann gleichziehen könnte mit europ. Größen, von außen gehindert bzw gelenkt wird. Man will keinen Dritten in Europa, und schon garnicht Polen.

Dem nationalistischen Opfermythos aus dem letzten Satz stimme ich entschieden nicht zu.
Der Rest ist, wie gesagt, banaler Kapitalismus: Sei der Beste, halte deine Konkurrenten klein. Da ist aber auch die polnische Regierung nicht prinzipiell dagegen, im Gegenteil. Sie will nur an die Spitze der Gewinnerseite wechseln und selbst so richtig zulangen, anstatt nur von den Almosen zu profitieren. Kann ich auch nachvollziehen, aber sympathischer als Scholz, Merkel, Schröder oder Kohl sind sie mir dadurch nicht. Und in einigen anderen Aspekten, die endgültig nichts mehr mit Politik für Osteuropa zu tun haben, noch deutlich unsympathischer.


Naja, da habe ich eine andere Erinnerung. Das erste was Russland gemacht hat, als sie die Ukraine angegriffen haben , war, gezielt die ukrainischen Militär-Flughäfen zu bombardieren. Dabei haben sie auch den Großteil der ukrainischen Luftwaffe zerstört. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. ;)

Ich finde es spontan nicht mehr (Vielleicht erinnert sich wer anders?), aber wir hatten hier vor einigen Wochen einen schönen (englischsprachigen) Bericht darüber, dass es eben nicht das erste war. Sondern das zweite, effektiv erst einige Stunden nach Beginn der Angriffe. Dem Bericht zu Folge waren die Ukrainer zu dem Zeitpunkt längst ausgeflogen und haben dann einige Tage von kleineren Behelfsbasen operiert, deren Bedeutung Russland erneut nicht erkannt hat, bevor man die Luftwaffe komplett in die Westukraine verlegt hatte.

Ich weiß nicht, wie verlustreich die Luftkämpfe in dieser Zeit und den folgenden Wochen waren, bis Russland sich wegen der Stinger zurückgezogen hat. Die resultierende, heutige Stärke der ukrainischen Luftwaffe ist wohl geheim und, in Anbetracht der geringen Größe vor dem Krieg, sicherlich nicht groß. Aber sie beträgt auch nicht null, denn an den ersten Tagen hat Russland effektiv wohl wirklich nur die (leeren) Flughäfen bombardiert - und nicht die wertvollen Flugzeuge und Piloten, scheinbar auch nur eingeschränkt die Bodencrews. Insgesamt reicht es zumindest, dass Russland sich keine konventionellen Bombardements traut, sondern nur Marschflugkörpersalven aus großer Entfernung, bei denen niemand das Operationsgebiet der ukrainischen Luftwaffe eindringen muss.
(Fairerweise muss man aber auch sagen, dass Freifallbomben schon zu Sowjetzeiten nur eine kleine Rolle in der Rüstungsplanung stand. Für die aktuellen Tu-95- und Tu-160-Versionen finde ich nicht einmal eine eindeutige Ansage, ob und wenn ja welche Bomben sie überhaupt tragen können. Selbst in Büchern aus den 90ern -Zitat einer historischen Fehlentscheidung: "18 [Tu-160] sind ... auf einem Stützpunkt in der Ukraine ... will sie aber an Russland zurückgeben- wird nur die Raketenbewaffnung namentlich genannt.)
 
(Fairerweise muss man aber auch sagen, dass Freifallbomben schon zu Sowjetzeiten nur eine kleine Rolle in der Rüstungsplanung stand. Für die aktuellen Tu-95- und Tu-160-Versionen finde ich nicht einmal eine eindeutige Ansage, ob und wenn ja welche Bomben sie überhaupt tragen können. Selbst in Büchern aus den 90ern -Zitat einer historischen Fehlentscheidung: "18 [Tu-160] sind ... auf einem Stützpunkt in der Ukraine ... will sie aber an Russland zurückgeben- wird nur die Raketenbewaffnung namentlich genannt.)
Ich bin sicher kein Experte für sowjetische und russische Bomber, weshalb ich es nicht mit Sicherheit sagen kann, aber ich habe jetzt über Suchmaschinen mal mehrere dutzend Bilder und schematische Zeichnungen der Tu-160 und T-95, aus den letzten Jahrzehnten, angeschaut und bei der Tu-95 findet auch wirklich absolut keines auf dem die Tu-95 auch nur einmal Freifallbomben abwerfen würde und was ich so gesehen habe scheint sie auch nicht einmal über interne Bombenschächte, für u.a. Freifallbomben, zu verfügen, was nahe legt das es faktisch nicht vorgesehen ist sie überhaupt zur klassischen Flächenbombadierung (abseits von Kern-Waffen) einsetzen zu können und die Zuladung nur an Aufhängungen unter Flügeln / Rumpf erfolgt, da dies die einzigen Bilder sind, welche man von ihr mit Bewaffnung findet.

Anders bei der Tu-160 welche, neben vorhandenen internen Schächten, auch mit der möglichen Zuladung von bis zu 40t Bombenlast angegeben wird.

Allerdings, wie du schon richtig schreibst, ist klassische strategische Bombadierung, weit im Hinterland, auch nicht unbedingt ein je ein Teil der sowjetischen Doktrin gewesen und wurde auch im Zweiten Weltkrieg nur ein Hand voll solcher Einsätze (primär auf Berlin) geflogen, ehr aus psychologischen und propagandistischen Gründen, als militärischen Nutzen und Besaß die rote Armee auch gar nicht die dafür notwendige Zahl strategischer Bomber und für den notwendigen Geleitschutz Langstreckenfähgien Jagdflugzeuge um, wie die Alliierten, so eine Strategie effektiv fahren zu können und fuhr man in der russischen Doktrin ehr die selbe Strategie wie Deutschland, taktische Bomber und Erdkampfflugzeuge primär zur Unterstützung der Front und Bombadierungen im rückwertigen Raum der gegnerischen Front zu nutzen.

Das änderte sich grundsätzlich auch nicht während des Kalten Krieges, wo die Doktrin zwar um strategische Bombadierung erweitert wurde, allerdings hauptsächlich eben nur um die eigenen Kernwaffen über feindlichen Gebiet abzuwerfen, nicht aber für die konventionelle Bombadierung.
Für das treffen von Zielen, weit im feindlichen Hinterland / sehr weit hinter der Front, sah die Doktrin den Einsatz von Marschflugkörpern und Raketen, auf Ziele mit ausreichender Priorität vor.
 
An denen müsste mittlerweile ein gehöriger Mangel herrschen, während es alte Panzer der Marke "für das, was die Ukraine im Norden hat, ausreichend" noch genug in Depots geben sollte. Nicht in bestem Zustand, aber schneller wieder herrichtbar, als die Ausbildung einer guten Panzerbesatzung braucht.

Was man gesehen hat in den ersten Monaten der Invasion war, dass auch die gepanzerten Kampftruppen keinen guten Ausbildungsstand hatten, wobei man diesen zugute halten muss, wenn man sie sinnlos verbrät, dann ist das ein enormer Nachteil. Das was in den Depots rumgammelt ist nicht wirklich sinnvoll für eine Offensive zu einem Zeitpunkt da die Ukraine über moderne Panzerabwehrwaffen und evtl. bald über moderne westliche Schützenpanzer verfügt.


Aber letztlich ist es auch egal, ob man 30000 Soldaten, die mit 20% Wirksamkeit eingesetzt werden, mit 6000 Soldaten bei 80% Effektivität oder 6000*20% Fahrzeuge mit 1200*80% Fahrzeugen vergleicht: Fakt ist einfach, dass letztere Zahl die geringere Kampfkraft darstellt, auch wenn Russland beim zweiten Anlauf keine Fehler machen würde. Und dieser schwächere Angriff träfe auf eine besser vorbereitete Verteidigung
Das ist ne Milchmädchenrechnung ohne Anspruch darauf in der Realität Gültigkeit zu erlangen. Wenn die Russen auf günstigem Gelände breit mit gepanzerten Gefechtsverbänden angreifen, mit dem was dazugehört (Steilfeuer / CAS), dann sehe ich nicht, wie die Ukraine das 2022 oder jetzt halten will, einfach weil die Ukrainer nicht die dazu notwendigen Systeme haben und wenn dann nicht in ausreichender Anzahl. Was die Ukraine davor bislang gerettet hat ist der Zustand der russischen Armee und der desolate Kriegsplan ebenjener.


Was meinst du mit "richtig kalt"? Der Boden sollte in der nördlichen Ukraine bereits durchgeforen sein, Mobilität also gegeben.
Wetterbericht für Kiew & Prypiat sagt deutliche Plustemperaturen voraus, wenn halbgefrorene Böden tauen und man fährt mit Ketten drüber, dann wird das richtiger Schlamm. Genau was man NICHT haben will.


Temperaturen in Bereichen, die das Material an seine Grenzen bringt, sind in diesen Breiten und in diesem Jahrtausend wirklich sehr unwahrscheinlich und die flexible, aber tendentiell dazwischenliegende Grenze, bei der es dem Personal zu kalt wird...
Es geht um Mobilität. Gefrorene Winterböden sind ein Traum für Kettenfahrzeuge. Das war ja der Knackpunkt 2022. Ich kann bis heute nicht verstehen warum die Russen ihre Manöver in Belarus bei vorteilhaftem Wetter abgehalten haben nur um dann den Angriff voll im Tauwetter & in der Schlammsaison entlang von Straßen durchziehen.


Tendentiell eher als die Russen.
Nicht unbedingt.


Einfach weil sie mitten durchs Land die viel kürzeren Wege haben als die Russen in weitem Bogen drum herum. Die französischen Spähpanzer, die relativ zu einem T-62 fast schon als leichter Panzerjäger zählen, dürften bei guter Planung an beiden Fronten innerhalb eines Tages wechseln können, ohne mehr als eine Treibstoffversorgung für den eigentlichen Sprung zu benötigen. Auf Seiten Russlands wäre ich dagegen überrascht, wenn sie es in einer Woche kampfähig von Bachmut nach Tschernobyl schaffen.
Naja, Ruhezeiten für die Besatzung sollte man nicht ganz vergessen, das sind ~10 Stunden Fahrt. Danach direkt zu kämpfen geht für eine Zeitlang gut, aber wenn man das 2-3 mal macht sind die durch, materiell wie personell. Das ist keine Feuerwehraktion. Entweder man bildet ne Reserve, oder nicht, aber Truppen von der einen Front an die andere zu verlegen ist immer ein Balanceakt. Die Frage ist doch, greift Russland wirklich im Norden an oder nicht und kann die Ukraine es sich erlauben diese Bewertung durchzuführen.
Wenn Russland den Donbass erobern will ist alles was die Ukrainer von dort abziehen, oder eben nicht zur Verstärkung oder Rotation schicken potentiell ein Erfolg für die Russen.
Die Ukraine ist nach wie vor in einer prekären Lage und sollte Russland wirklich, wie derzeit Gerüchte besagen, weitere 500.000 Soldaten einziehen wollen, dann wird das im Frühling nicht besser werden.
 
Die Frage ist doch, greift Russland wirklich im Norden an oder nicht und kann die Ukraine es sich erlauben diese Bewertung durchzuführen.
Bewerten kann sie das immer. Viel wichtiger ist, ob sie es sich leisten kann, von der anderen Front Kräfte abzuziehen.
Weil ich die Befürchtung habe, dass wenn es im Norden ernst wird, nicht genug Soldaten vorhanden sind um den Angriff abzuwehren. Und nochmal werden die Russen nicht so stümperhaft vorgehen. Das sollte auch klar sein.
Wenn Russland den Donbass erobern will ist alles was die Ukrainer von dort abziehen, oder eben nicht zur Verstärkung oder Rotation schicken potentiell ein Erfolg für die Russen.
So sehe ich das auch.
Die Ukraine ist nach wie vor in einer prekären Lage und sollte Russland wirklich, wie derzeit Gerüchte besagen, weitere 500.000 Soldaten einziehen wollen, dann wird das im Frühling nicht besser werden.
Deswegen hatte ich hier schon mal geschrieben: dass ich hoffe, dass die Ukraine noch genug Reservisten zur Verfügung hat. Sonst wird das ein Albtraum.

(Davon abgesehen dass das für viele schon ein Albtraum ist. Wird es vermutlich richtig schlimm.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Keiner weiß genau wie die Hilfen bei Artikel 5 konkret aussehen würden, vorallem nachdem das was jetzt dort steht durch Krieg verschleisst wär, könnten sich die westl Hilfen an Polen und Balten, auf reine Waffenlieferungen beschränken.

Die Amis würden die Russen konventionell in ein paar Tagen überrollen. Es wurde zahlenmäßig quasi nichts geliefert. Die einzigen die jetzt recht blank da stehen sind die Polen und wir (standen wir sowieso schon vorher).
 
Unsere Verteidigungsunlustministerin will wohl zurücktreten,


Man sollte solche Jobs auch an Leute vergeben,
welche zumindest etwas davon verstehen. :D
 
Bitte nicht verzetteln,
das gehört durchaus hier rein.

Wenn ich auf Arbeit so funktionieren würde,
wie die Lambrecht,
dann wäre ich schon längst Hartz-X-Kunde. :D
 
Deswegen hatte ich hier schon mal geschrieben: dass ich hoffe, dass die Ukraine noch genug Reservisten zur Verfügung hat. Sonst wird das ein Albtraum.
Reservisten sind das eine, die Ausrüstung, um sie nicht häufig, wie die russischen Truppen, als "warme Körper" zu benutzen, das andere.
Sicherlich wird die Ukraine es hinbekommen allen eine Waffe in die Hand zu drücken und einen Helm auf den Kopf zu setzen, aber darüber hinaus?

Das was an Material an die Ukraine geliefert wird hat zwar 2022 gegen eine russische Armee genügt, die sich in den ersten Monaten massiv abgekämpft hat und personell ausgeblutet gewesen ist und die Ukraine konnte auch noch auf ihre eigenen Bestände zurückgreifen, aber auch die Ukraine hat die letzten 10 Monate Material verloren und ist in der Not Teile ihres sowjetischen / russischen Materials nur auf Sparflamme benutzen zu können, weil Munition dafür endlich ist und die drei größten Hauptproduzenten dafür (China, Russland, Nordkorea) nicht an die Ukraine liefern.

Hier wurde ja schon von verschiedener Seite letztes Jahr festgestellt, man hätte bei uns die Zeit seit spätestens März / April bereits nutzen müssen, um die eigene Rüstungsproduktion deutlich zu erhöhen, stattdessen war man in der Politik scheinbar so "besoffen von den Erfolgsmeldungen", wie krachend die russische Armee bis September / Oktober einen Rückschlag nach dem anderen hinnehmen musste, das wieder mal niemand es für nötig zu halten schien und meinte mehr russische Quanität würde auch nichts (mehr) ändern.

Allerdings lernt eben auch die russische Armee aus ihren Kämpfen hier und da (zumindest) dazu, sammeln die Soldaten, die nicht sterben, Erfahrung und hat Russland halt beim Material, so alt es auch ist, eben immer noch einen drastischen Quantitätsvorteil und es ist halt am Ende dann auch irgendwann egal, ob da t-62 auf die ukrainischen Stellungen zurollen, oder T-14 Armata, wenn es zuviele t-62 sind brechen halt auch die irgendwann durch, wenn nicht genug eigene Panzer, Munition und Manpads, zur Abwehr da sind, oder es einfach soviele russische Angriffe und feindliche Soldaten sind, das die ukrainische Front alleine durch die Erschöpfung und mangelnde Ruhepausen, der Soldaten, durch die permaneten Angriffe, über Zeit nachgibt.

Am Ende gilt halt Quanität besitzt ab einen gewissen Punkt eigene Qualität und auch Qualität ist ab einer gewissen Gegenwehr wieder auf Quanität der eigenen Qualität angewiesen, letzteres sollte man in der "westlichen Politik" vielleicht auch endlich mal begreifen lernen...
 
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Sicherlich wird die Ukraine es hinbekommen allen eine Waffe in die Hand zu drücken und einen Helm auf den Kopf zu setzen, aber darüber hinaus?
In vielen Ländern werden mittlerweile ungediente Ukrainer ausgebildet und solange die Ukraine die Truppen an der Front noch rotieren kann ist die Lage nicht so kritisch.
wenn es zuviele t-62 sind brechen halt auch die irgendwann durch, wenn nicht genug eigene Panzer, Munition und Manpads, zur Abwehr da sind, oder es einfach soviele russische Angriffe und feindliche Soldaten sind, das die ukrainische Front alleine durch die Erschöpfung und mangelnde Ruhepausen, der Soldaten, durch die permaneten Angriffe, über Zeit nachgibt.
Ach das ist doch die Denke von Ludendorff "Hauen wir einfach ein Loch. Das weitere findet sich."
Nein, sowas bleibt dann nach ein paar Kilometern stecken.

Außerdem sehen wir ja die Produktionsdaten der gefundenen russischen Munition, man verschießt ja zuerst die alte und dann die neue. Jetzt finden wir Munition die keine 3 Monate alt ist, sollte uns schon sagen, dass Russland keinesfalls besser versorgt ist als die Ukraine.
 
In vielen Ländern werden mittlerweile ungediente Ukrainer ausgebildet und solange die Ukraine die Truppen an der Front noch rotieren kann ist die Lage nicht so kritisch.
Passt deren Ausbildung dann zu dem, was sie an der Front vorfinden werden, vor allem zu der Taktik der Ukrainer.

Wie die genaue Rotation an der Front ist, wissen wir ja nicht, es gibt Aussagen das einige Brigaden (92/93) quasi seit Wochen im Einsatz sind. Zum Thema Soledar wurde ein ukrainischer Soldat zitiert bei CNN zitiert, welcher meinte keiner zählt mehr die Leichen und aufgrund der starken Fluktuation kennt man kaum die Gefallenen bei Namen. Also eventuell ist es davon abhängig, wie dringend die Soldaten dort benötigt werden.

Gestern hatte einer aus der internationalen Legion bei Twitter geschrieben, sie hätten wieder um jeden Meter der Stadt gekämpft und es wurden nicht rechtzeitig gegangen, also quasi die selben Fehler wie damals schon und jetzt halten die letzten Meter der Stadt. (leider gibt es den Account jetzt nicht mehr, aber wahrscheinlich hast du es gestern als Zitat gesehen)

Laut dem einen bekannten ukrainischen Reporter (irgendwas mit R) haben zahlreiche Soldaten der 46 Brigade auch noch starke Erfrierungen erlitten, also wie ich schon geahnt habe, nach Soledar hat man zahlreiche besser ausgebildete Soldaten verloren.

Wagner hat über Wochen ihre Köder geschickt und zuletzt sogar ukrainische Uniformen angezogen, dazu bekommen sie wahrscheinlich mittlerweile alles an Material, was sie brauchen, auch wenn sie in der Duma gar nicht erst erwähnt werden.

Bis jetzt westliche Panzer an der Front ankommen und etwas bringen, werden wieder Monate vergehen, in der Zwischenzeit liefert Russland jede Woche ihr Material an die Front und nach Belarus.
Außerdem sehen wir ja die Produktionsdaten der gefundenen russischen Munition, man verschießt ja zuerst die alte und dann die neue. Jetzt finden wir Munition die keine 3 Monate alt ist, sollte uns schon sagen, dass Russland keinesfalls besser versorgt ist als die Ukraine.
Wobei wir uns bei Russland immer fragen müssen, ob die es wirklich so handhaben oder wieder alles Willkür ist. Mit deutscher/westlicher Logik oder Bürokratie darfs du nicht denken. Deren Munition lag doch auch über Jahre einfach am Waldrand, als wäre es Brennholz.

laut der Ukraine, der USA und auch russischen Bloggern scheint es jedoch wirklich weniger zu werden

 
Wie die genaue Rotation an der Front ist, wissen wir ja nicht, es gibt Aussagen das einige Brigaden (92/93) quasi seit Wochen im Einsatz sind.
Nun du musst ja auch nicht direkt ganze Brigaden rausziehen um zu rotieren.

Der Punkt ist, es gibt keine Hinweise darauf, dass Russland einen eventuellen Durchbruch nutzen könnte weil die Reserven nicht vorhanden sind. Wir werden da schlicht und einfach nichts großes zu Gunsten der Russen sehen.
 
Außerdem sehen wir ja die Produktionsdaten der gefundenen russischen Munition, man verschießt ja zuerst die alte und dann die neue. Jetzt finden wir Munition die keine 3 Monate alt ist, sollte uns schon sagen, dass Russland keinesfalls besser versorgt ist als die Ukraine.
Willst du es nicht verstehen, oder verstehst du es wirklich nicht?
Sicherlich kann auch Russland (soweit wir es aktuell sehen können) nicht seinen eigenen Bedarf an Munition vollständig decken und wird sich entsprechend künftig ebenso merklich beim Verbrauch einschränken müssen, aber Russland stellt deshalb trotzdem weiterhin Munition für seine t-72, Grad Raketenwerfer, oder die 2S3, ect. pp. her.

Wenn der Ukraine die Munition für t-72 , 2S3, oder Grad ausgeht kommt da erstmal bei vielen der Systeme nahezu nichts mehr nach, außer was sie an der Front erobern können und wirklich sehr geringe Mengen, die sie, seit etwa Juni 2022 versuchen selbst, als eigene Munitionsproduktion (für Grad und 2S3, ect), aufzubauen.

Ein nicht unerheblicher Teil der ukrainsichen Waffensysteme besteht aber nach wie vor aus sowjetischen / russischen Systemen und für das Allermeiste davon kann keiner der westlichen Partner mehr Munition liefern (selbst die meisten Balkanstaaten haben inzwichen oft schon die letzten 30 Jahre auf andere Systeme, oder eigene Entwicklungen, gewechselt), dort kommt man zudem bereits langsam in Not, auch nur ausreichend Munition für die bisher gelieferten westlichen Artillerie-Systeme in der Menge geliefert zu bekommen, wie sie die Ukraine eigentlich benötigen würde, ganz zu schweigen davon was los wäre wenn die Ukraine dann auch noch die Munition für ihre sowjetischen / russischen Systeme ausgeht und diese sowohl durch westliche Systeme ersetzt werden müssten und man dann für diese noch zusätzlich nochmal mehr Munition bräuchte.

Die Rüstungskonzerne im "Westen" bauen zwar bereits ihre Kapazitäten aus, aber z.B. wird die von Rheinmetall gekaufte Fabrik in Spanien Munition, für u.a. den Gepard, erst ab Mitte 2023 liefern können und auch sonst ist die Kapazität, die notwendig wäre, ohne deutliche staatliche Investitionen, in der Menge die man bräuchte, durch die Konzerne alleine, nicht so schnell umsetzbar, wie es aber die Ukraine bräuchte.

Das alles behindert die ukrainische Armee sowohl in der Defensive, als auch bei der Offensive, weil sie permanent sehr stark abwägen müssen, ob der Verbrauch der Munition den Einsatz rechtfertigt, oder nicht und im Zweifel kann dadurch halt auch schlicht in Situationen eigentlich notwendige Feuerunterstützung fehlen, was ebenso die eigenen Verluste nach oben treibt (schlimmstenfalls).
 
Zuletzt bearbeitet:
Willst du es nicht verstehen, oder verstehst du es wirklich nicht?
Wenn du nicht dauernd am eigentlichen Punkt vorbei argumentieren würdest wäre es deutlich einfacher.

Die Russen sind nicht mehr in der Lage größere Operationen zu führen oder einen eventuellen Durchbruch auszunutzen und weiter vorzustoßen.
Daran ändern auch die Munitionsprobleme der Ukraine nichts.
 
Wetterbericht für Kiew & Prypiat sagt deutliche Plustemperaturen voraus

Ahso, dir geht es also nur um eine nicht-Verschlechterung, nicht um einen etwaigen klimatischen Vorteil gegenüber den letzten Monaten. Das kann ich von den Bedingungen her nachvollziehen, aber nicht so ganz von der militärischen Seite - was sollte Russland in einem kalten Februar erreichen können, was ihnen nicht auch im kalten Dezember möglich war?

Naja, Ruhezeiten für die Besatzung sollte man nicht ganz vergessen, das sind ~10 Stunden Fahrt. Danach direkt zu kämpfen geht für eine Zeitlang gut, aber wenn man das 2-3 mal macht sind die durch, materiell wie personell. Das ist keine Feuerwehraktion. Entweder man bildet ne Reserve, oder nicht, aber Truppen von der einen Front an die andere zu verlegen ist immer ein Balanceakt.

Ich sage nicht, dass es toll wäre. Ich sage nur, dass Verlegungen für die Ukraine weitaus praktikabler sind, als für die Russen und das Putin somit durch einen Wechsel der Front nur verlieren kann.

Die Ukraine ist nach wie vor in einer prekären Lage und sollte Russland wirklich, wie derzeit Gerüchte besagen, weitere 500.000 Soldaten einziehen wollen, dann wird das im Frühling nicht besser werden.

Von den bislang eingezogenen 300000 war 1/3 reines Kanonenfutter, 1/3 hat es bestenfalls geschafft die Truppenrotation aufrecht zu erhalten und ob das verbleibende Drittel, dass wohl tatsächlich sowas wie 3-6 Monate Ausbildung erhalten hat/erhält, in diesem Quartal einen großen Unterschied macht, werden wir abwarten müssen. Bislang zeichnet sich aber kein Umbruch ab. Von daher würde ich wegen einer zweiten Einberufungswelle, die von schlechterem Material ausgehend (die geeigneter qualifizierten, fitteren und kampfbereiteren wurden ja eben schon gezogen) maximal noch einmal so viele Hilfstruppen an die Front bringen kann, auch nicht in Panik verfallen.

Sollte es Putin wieder erwarten doch gelingen, eine echte 500000-Mann-Kampftruppe zusätzlich auf die Beine zu stellen, also ein vielfaches der Ursprungsstreitmacht in Marsch zu setzen, dann hätte die Ukraine aber natürlich ein Problem. Vollkommen unerheblich davon, ob er die im Norden, Nordosten, Osten oder Süden angreifen lässt.
 
Die britische Regierung stellt der Ukraine Kampfpanzer des Typs "Challenger 2" zur Verfügung - wie viele, ist noch nicht klar. Der Schritt erhöht in der Frage von Panzerlieferungen den Druck auf Deutschland.

Großbritannien verstärkt die Unterstützung der Ukraine. Nach einem Gespräch zwischen dem britischen Premierminister Rishi Sunak und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj teilte die Regierung in London mit, dass sie der Ukraine Kampfpanzer der Typs "Challenger 2" und "zusätzliche Artilleriesystemen" zur Verfügung stellen werde.

Wann und wie viele Panzer geliefert werden sollen, wurde in der Mitteilung nicht erwähnt. Nach BBC-Informationen soll es zunächst um etwa zwölf Panzer westlicher Bauart gehen. Andere britischen Medien meldeten ohne Angabe von Quellen, dass zunächst vier "Challenger 2" des britischen Heeres sofort nach Osteuropa geschickt werden sollten und weitere acht in Kürze folgen werden.

Bisher hatte die Ukraine nur Kampfpanzer sowjetischer Produktion aus den Beständen osteuropäischer NATO-Länder erhalten. Polen und Tschechien hatten Panzer vom Typ T-72 an die Ukraine geliefert. Die britischen "Challenger 2" sind die ersten Kampfpanzer westlicher Bauart, die an die Ukraine gehen sollen. Lediglich Großbritannien und der Oman - letzterer in sehr geringer Stückzahl - setzen dieses Modell ein. Die britische Armee verfügt nach eigenen Angaben über etwa 230 "Challenger 2". Möglicherweise sind weitere Kampfpanzer eingelagert oder die Herstellerunternehmen verfügen noch über Reserveeinheiten.

Vor einem Einsatz müssten ukrainische Soldaten für den Kampfpanzer ausgebildet werden. Dazu kommen der Aufbau von Logistik- und Instandsetzungskapazitäten. Dass dies nur von Großbritannien geleistet werden kann, ist dabei ein Nachteil. Auch für den "Leopard 2" müssten ukrainische Soldaten trainiert werden - allerdings könnten viele NATO-Staaten Kampfpanzer, Ersatzteile und Munition zur Verfügung stellen. Auch Ausbilder und Instandsetzungspersonal könnten aus mehreren Ländern kommen.
Quelle: Briten liefern der Ukraine Kampfpanzer

Ich bin mal gespannt wann die anderen Nato-Verbündeten nachziehen.
 
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