Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Quelle: Russland nimmt Verdächtige fest

Ob das wirklich die Schuldigen sind sei mal dahingestellt. Vielleicht wollen sie auch nur einen Fahndungserfolg vortäuschen.
Wenigstens haben die russischen Sicherheitsbehörden mal den Reflex unterdrückt Verdächtige aus Tschetschenien zu präsentieren :D.

Und bezüglich der Angst vor dem Einsatz von Atomwaffen: https://warontherocks.com/2022/10/the-end-of-the-world-is-nigh/

Generell sollte der Website mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, da stehen kluge Debattenbeiträge drauf.
 
Das ist ja nun nichts Neues. Diese Gedankengänge sind ja die Krux bei so etwas wie Nuklearwaffen. Es gibt dabei außer dem Hoffen auf gesunden Menschenverstand keine Lösung.

Das ist ja auch das Dumme an dem von Russland losgetretenen Krieg. Ich weiß dabei auch gar nicht, wie die der irrigen Annahme sein konnten, dass sie diesen Krieg gewinnen können. Vielleicht gab es dafür mal ein Zeitfenster, so um den 24.02.2022 herum. Es war für ein paar Tage offen, um der ukrainischen Führung den Kopf ab zu schlagen. Darin versagten die Russen. Seitdem ist der Krieg eigentlich verloren. Das sollte auch Putin und seinem Kremlingen klar sein.

Stattdessen verheizt man die eigenen Leute, bringt wahllos ukrainische Zivilisten um und droht unverhohlen mit nuklearem Holocaust. Ist es wirklich die Angst für das Versagen vor und um den 24.02.2022 herum das eigene Leben zu verlieren? Und was mich noch viel mehr Interessiert; was denken sich die anderen 150 Mio. Russen im Land dabei? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es deren Naturell ist, für die Ideen einer Elite stoisch den nuklearen Feuertod samt Vernichtung großer wenn nicht gar aller Teile des Planeten hinzunehmen.
 
Und was mich noch viel mehr Interessiert; was denken sich die anderen 150 Mio. Russen im Land dabei? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es deren Naturell ist, für die Ideen einer Elite stoisch den nuklearen Feuertod samt Vernichtung großer wenn nicht gar aller Teile des Planeten hinzunehmen.
Die werden wohl immer noch durch Propaganda manipuliert und/ oder haben Angst auf die Straße zu gehen.
 
Die werden wohl immer noch durch Propaganda manipuliert und/ oder haben Angst auf die Straße zu gehen.
Von dem Gedanken sollte man sich mal schleunigst verabschieden, das die "manipuliert" werden, durch die "Staatsproaganda".

Wir haben nicht mehr 1936, wo es bis auf zensierte Tageszeitungen und 1 oder 2 staatliche Rundfunksender und durch staatliche Stellen produzierte Wochenschau im Kino, keine Möglichkeit gibt sich über Alternativquellen tagesaktuell und zeitnah zu Entwicklungen und über Themen zu informieren.

Und auch in Russland bestand und besteht, seit 1991, trotz aller staatlichen Zensur, zu jeder Zeit immer noch die Möglichkeit sich über Alternativquellen, jenseits dem gequirlten Mist in den staatlichen Medien (Zeitung / TV), besonders seit den letzten Jahren massiv zunehmend, hinterfragend zu informieren.

Wer in Russland daher diesen absurden propagandistischen Irrsinn glaubt und Russlands Krieg in der Ukraine unterstützt, will es auch von sich selbst aus glauben und unterstützen und wird nicht vom Kreml erst dazu "manipuliert", oder "gezwungen" das zu glauben.

Propaganda funktioniert in der Regel nur dann, wenn man der Propaganda auch glauben schenken möchte und sie funktioniert in der Regel immer dann nicht mehr, wenn man die eine Sichtweise kritisch hinterfragt und alternative Quellen / Sichtweisen zu herranzieht, da Propaganda meist sehr billige Narrative bedient und Dinge künstlich konstruiert, die in der Regel keine genauere Überprüfung von Fakten überleben.
 
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Wer in Russland daher diesen absurden propagandistischen Irrsinn glaubt und Russlands Krieg in der Ukraine unterstützt, will es auch von sich selbst aus glauben und unterstützen und wird dazu nicht vom Kreml "manipuliert", oder "gezwungen" das zu glauben.
Dann sind die eigenen Verluste wohl noch nicht hoch genug. Und wirtschaftlich geht es ihnen wohl auch noch nicht so schlecht. Sonst würden sie nämlich erkennen, das dieser Krieg Irrsinn ist.
 
Dann sind die eigenen Verluste wohl noch nicht hoch genug. Und wirtschaftlich geht es ihnen wohl auch noch nicht so schlecht. Sonst würden sie nämlich erkennen, das dieser Krieg Irrsinn ist.
Es ist im Grunde doch irgendwo wie mit jeder Form von Glauben.
Wenn dir jemand erzählt du sollst ein Kondom benutzen, um die hohe Infektion- und Todesrate durch HIV zu senken und du glaubst es sei aber eine Sünde vor Gott, Kondome zu benutzen, stimmen dich davon auch 500.000 HIV-Tote nicht um.

Das gleiche ist es mit dem Ukrainekrieg.
Wenn du glauben möchtest, der Westen würde Russland klein halten und zerstören wollen und dir gehe es deshalb so schlecht und der Krieg sei daher eine gerechtfertigte Notwendigkeit, bringen dich davon auch 60.000 tote russische Soldaten nicht ab.

Der Punkt ab dem Menschen das Ganze beginnen vielleicht mal doch, abseits von dem was sie "glauben", zu hinterfragen ist dabei dann sehr individuell.
Manch einer sagt nach 60.000 Toten, das es reicht, oder sobald die Todeszahlen mal in den eigenen Familien ankommen, andere würden selbst bei 1 Mio. toter Soldaten und drücken des Roten Knopfes noch felsenfest hinter ihrem "Glauben" stehen.

Dadrum, "etwas zu glauben" und dadrauf seine Sichtweise, Entscheidungen und Begründungen aufzubauen ist die Pest unter der die Menschheit seit Jahrtausenden leidet.
Da aus Handlungen im "Glauben", ob religiös, oder allein idiologisch bedingt, zu selten etwas Gutes erwächst.
 
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Dann sind die eigenen Verluste wohl noch nicht hoch genug. Und wirtschaftlich geht es ihnen wohl auch noch nicht so schlecht. Sonst würden sie nämlich erkennen, das dieser Krieg Irrsinn ist.
Die haben wohl verkannt dass sich die Schere der Unterschätzung der Ukrainer und die Überschätzung der eigenen Kräfte noch weiter gespreitzt hat. Die Russen glauben immernoch daran dass sie das Ding rein materiell gewinnen und es scheint dass die Gefahr einer großen Niederlage kein bisschen in Betracht gezogen wird gemessen zB daran wie spät die Teilmobilmachung erfolgte. Vlt sind sie sich wegen anderen tödlichen Waffen sehr sicher Selenskij doch noch an den runden Risch zu bekommen, und die Niederlage im Feld schmerzt zwar hat aber keinen Einfluss aufs Erreichen der Minimalziele ? Wenn ein Sieg aber so unverhältnismäßig ist dass er einer Niederlage gleicht, fragt man sich wozu dieser Krieg aus russ Sicht noch dient wenn nicht reine Rache in Form der Zerstörung der Ukraine, Ergo ist es ab jetzt nur noch Putins Krieg.
 
Wenn ein Sieg aber so unverhältnismäßig ist dass er einer Niederlage gleicht, fragt man sich wozu dieser Krieg aus russ Sicht noch dient wenn nicht reine Rache in Form der Zerstörung der Ukraine, Ergo ist es ab jetzt nur noch Putins Krieg.
Eigentlich war das schon von Anfang an Putins Krieg. Er hat ihn angefangen und er kann ihn beenden.
Aber egal was er noch macht... der Schaden den er bis jetzt angerichtet hat ist nicht mehr rückgängig zu machen.
Und sein Ansehen in der Welt hat massiv gelitten.
 
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Eigentlich was das schon von Anfang an Putins Krieg. Er hat ihn angefangen und er kann ihn beenden.
Aber egal was er noch macht... der Schaden den er bis jetzt angerichtet hat ist nicht mehr rückgängig zu machen.
Und sein Ansehen in der Welt hat massiv gelitten.
Würde ich nicht so sehen. Die Ukraine ist wichtig für Russland und nicht nur für Putin. Zudem war er ja nicht der einzige der anfänglich so siegessicher war. Entweder die Generäle sind fürn Arsch oder sie haben absolut nichts zur Melden in den entgültigen Entscheidungen, und geben nichteinmal dann ein Murks von sich wenn Putin die Armee in den Tod schickt. Sein Regime ist schon eklig gewaltig.

Über sein Ansehen in der Welt macht er sich wohl auch die wenigsten Sorgen, seine Welt ist Russland.
Es ist im Grunde doch irgendwo wie mit jeder Form von Glauben.
Wenn dir jemand erzählt du sollst ein Kondom benutzen, um die hohe Infektion- und Todesrate durch HIV zu senken und du glaubst es sei aber eine Sünde vor Gott, Kondome zu benutzen, stimmen dich davon auch 500.000 HIV-Tote nicht um.

Das gleiche ist es mit dem Ukrainekrieg.
Wenn du glauben möchtest, der Westen würde Russland klein halten und zerstören wollen und dir gehe es deshalb so schlecht und der Krieg sei daher eine gerechtfertigte Notwendigkeit, bringen dich davon auch 60.000 tote russische Soldaten nicht ab.

Der Punkt ab dem Menschen das Ganze beginnen vielleicht mal doch, abseits von dem was sie "glauben", zu hinterfragen ist dabei dann sehr individuell.
Manch einer sagt nach 60.000 Toten, das es reicht, oder sobald die Todeszahlen mal in den eigenen Familien ankommen, andere würden selbst bei 1 Mio. toter Soldaten und drücken des Roten Knopfes noch felsenfest hinter ihrem "Glauben" stehen.

Dadrum, "etwas zu glauben" und dadrauf seine Sichtweise, Entscheidungen und Begründungen aufzubauen ist die Pest unter der die Menschheit seit Jahrtausenden leidet.
Da aus Handlungen im "Glauben", ob religiös, oder allein idiologisch bedingt, zu selten etwas Gutes erwächst.
Es geht eher um Notwendigkeit. Die Ukraine ist eben kein Interessenkonflikt weit weg im Afghanistan, sondern ein Tanz um die Zukunft des eigenen Vorhofs. Ob 60.000, 120.000 oder mehr tote russ Soldaten, in Anbetracht der geostrategischen Relevanz und dem langfristig angelegten Ziel die Hegomonie des Erzfeindes den USA zu beenden sind sie es mehr als wert, so lange das Gleichgewicht tragbar ist versteht sich. Ausserdem kommt hinzu dass die Russen sich aus Menschenverlusten nichts machen und diese großen Opfer in der Geschichte immer wieder hervorbrachten. Über die derzeitigen Verluste denken sie eiskalt: Mehr Tote der Eigenen bedeutet auch weniger Münder zu füttern, weshalb der Verschleiss von Kanonenfutter wie Seperatisten oder zwangseingezogene aus fernen Provinzen, Mitbestandteil russischer Strategie ist. Die Russen schicken Männer wissentlich in den Tod und haben dabei garkeine Scheu, der Tod ist einkalkuliert. Sie sehen Entberliche als nützlich an weil sie kämpfen und weil sie sterben. Das ist russisches Denken.

Ergo die Frage nach dem Glauben stellt sich den Russen nicht weil die nicht so ticken. Primär ordnen sich die Russen ganz primitiv eiskalter Praxis unter und Glaube spielt dort wenig bis garkeine Rolle. Wohl ein Mitgrund dafür wenn nicht der Grund dafür, dass gefühlt mehr Männer fliehen statt Putins Ruf an die Waffe zu folgen. Die wissen ganz genau dass es keinen Unterschied gibt im Kämpfen für Russland und Sterben für Russland. Dieser Faden zieht sich durch die russische Geschichte, von Zarentum bis heute. Es ist eben die bekannte und gefürchtette russische Mentalität über alles zu gehen.
 
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Ausserdem kommt hinzu dass die Russen sich aus Menschenverlusten nichts machen und diese großen Opfer in der Geschichte immer wieder hervorbrachten.
Welche Opfer in der "Geschichte" sollen das sein, abseits der jüngeren Daten von WW1 und WW2 und in beiden Kriegen war es ein aus der Not und damit einhergehenden Notwendigkeit erwachsenes Mittel.
Im Ersten Weltkrieg der Not geboren den Gegner mit schierer Masse überwältigen zu wollen, was aber am Ende bis zu einem gewissen Grad auf alle Kriegsparteien so zutraf, mangels alternativen Mitteln Frontverläufe anders verschoben zu bekommen und im Zweiten Weltkrieg wegen der immensen Verluste beim Material und Produktionskapazitäten (ein nicht unerheblicher Teil der eignen industriellen Kapazität musste auf Grund des schnellen Vorstoßes der Wehrmacht abgebaut und hinter dem Ural wieder aufgebaut werden, in 1941 / 42, die nur mit schierer Masse an Körpern ausgleichbar war.

Das ab 1943 die Verluste hoch lagen lag am Quanitätsansatz bei Material, in ihrer Doktrin, war aber mitnichten mehr, meistens, ein schieres "verheizen" von Soldaten, wie es 41/42 noch passierte.


Über die derzeitigen Verluste denken sie eiskalt: Mehr Tote der Eigenen bedeutet auch weniger Münder zu füttern, weshalb der Verschleiss von Kanonenfutter wie Seperatisten oder zwangseingezogene aus fernen Provinzen, Mitbestandteil russischer Strategie ist.
Sorry, aber da bist du schlicht auf dem verkehrten Weg.
Du glaubst also ein Staat des Demographische Entwicklung bei der Zahl seiner Geburten deutlich am schrumpfen ist hat noch ein Interesse daran seine Bürger bei einem Krieg in vollen Zügen zu verheizen und so die demographische Entwicklung noch zu befeuern?

Wäre dem so, wären die ganzen Reformen der Armee, die Putin seit den 2000er Jahren versucht hat, völlig übeflüssig gewesen, sowie wäre z.B. auch die konzeptionelle Gestaltung beim T-14 Armata, die einem ganz anderen Ansatz folgt, als noch beim T-90 und T-72, nämlich, dem überleben und Schutz der Besatzung einen deutlich höheren Stellenwert beizumessen und die Armee auch allgemein von ihrer sowjetischen Einsatzdoktrin, weg von der menschlichen Welle, hin zu ehr westlichen Standards ausrichten zu wollen, völlig zweckbefreite Versuche gewesen.

Das dies nicht geklappt hat und wir in der Ukraine nun eine maximal schlechte Version der althergebrachten Sowjetdoktrin sehen, hat andere Gründe, als das dies so gewollt war, Stichwort massive Korruption im System, wie alleine 1,5 Mio. nur in Unterlagen existente Uniformen zeigen.

Wie auch immer, diese (gescheiterten) Reformen waren der Versuch der schlechten demographischen Entwicklung in Russland Rechnung zu tragen, das man sich das Prinzip der Masse, statt einem gewissen Maß an Klasse, künftig einfach nicht mehr in Russlands Armee leisten können wird.

Und das man jetzt vor allen die nicht-ethnischen Russen für den Krieg einzieht, ist primär eine rein idiologische Entscheidung, da rassistische Geschichte, das ethnische Russen (also mehr oder weniger alle die um St. Petersburg, Moskau, Wolgograd, mehr oder minder im russischen System Bürger erster Klasse sind und entsprechend auch überproportional in entscheidenen Ämtern hocken, wärend nicht-ethnische Russen, wie u.a. auch Shoigu und Kadyrow, absolute Ausnahmen sind.

Das man da nun die Minderheiten in der Ukraine gezielt verheizt hat daraus folgend den Grund, das die ethnischen Minderheiten in Russland noch relativ gesunde Geburtenzahlen haben (2 bis 3 Kinder pro Familie, im Schnitt), während ehtnische Russen in der Regel gerade mal noch auf 1,5 Kinder pro Familie kommen, in etwa auch das gleiche wie in Deutschland, wo Minderheiten wie türkische / arabische Minderheiten auch noch normale Geburtenraten aufweisen, anders als die "ethnischen Deutschen".

Heißt entsprechend, in Zukunft wird die Zahl ethnischer Minderheiten in Russland den Anteil der Bevölkerung sichtbar anführen, sie also jetzt mit schlechter Ausrüstung in der Ukraine zu verheizen gleicht künstlich verursacht die demographische Entwicklung an und zögert so diesen Punkt nach hinten hinaus, an dem ethnische Russen in Russland ein sichtbare Minderheit sein werden.

Oder anders gesagt, es hat vor allen idiologische Gründe (russischer Rassismus gegenüber Minderheiten) , sowie die der Korruption, woraus dann idiologisch rassistisch motivierte "pragmatische" Entscheidungen entstehen., warum wir das da in der Ukraine sehen, wie wir es sehen.
Aber am Ende bleiben sie in erster Linie idiologisch und somit vom dem was die betroffenen Personen damit "glauben" motiviert und nicht von reinem "Pragmatismus" gelenkt.

*edit* Dieser Demograhpische Aspekt ist übrigens, meiner Meinung nach, durchaus auch "mit" ein Grund, warum Putins diesen Krieg in der Ukraine wollte und ihr ihre Identität als Ukrainer abspricht, es wären im idiologischen Weltbild des Kreml und Putins 42 Mio. "ethnische Russen" mehr gewesen, die man dadurch gewonnen hätte, abzüglich einiger, die man auf Grund ihrer politischen Vergangenheit um die Ecke gebracht hätte, oder in Sibirien im Straflager hätte versauern lassen.
In jeden Fall aber erklärt das auch die russische Obsession, in den bestetzten Gebieten im größeren Stil vor allen ukrainische Kinder nach Russland zu verschleppen und auch in einem gewissen Maß Frauen.
 
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Wir haben nicht mehr 1936, wo es bis auf zensierte Tageszeitungen und 1 oder 2 staatliche Rundfunksender und durch staatliche Stellen produzierte Wochenschau im Kino, keine Möglichkeit gibt sich über Alternativquellen tagesaktuell und zeitnah zu Entwicklungen und über Themen zu informieren.
Für viele Russen sieht es informationstechnisch noch so aus wie 1939, also Stand "Volksempfänger" und Wochenschau. Hauptinformationsquelle sind inländische und staatlich betriebene oder kontrollierte Medien.
Der Anteil der Internetnutzer ist mit ca. 85 Prozent nicht viel kleiner als hierzulande, allerdings ist das das Internet in Russland eigentlich ein Intranet und man braucht schon ein paar grundlegende Fertigkeiten, um sich unabhängig zu informieren. Die Älteren, also die stärkste Basis von Putins Partei, haben diese in der Regel nicht - und hören traditionell noch weniger auf die Jüngeren, als es hierzulande der Fall ist.
Hinzu kommt die Sprachhürde. Unabhängige Quellen in russischer Sprache haben keine besondere Reichweite und man müsste bereits wissen, wonach zu schauen wäre. Unabhängige Quellen in anderen Sprachen sind für viele Russen nicht verständlich.
Dann gibt es ja auch noch so etwas wie Erziehung und Bildung, die darüber entscheiden, wie man sich Informationen zugänglich macht und wie man zugängliche Informationen verarbeitet.

Davon abgesehen haben wir absolut keinerlei gesicherte Daten, wie stark die Zustimmung für bzw. die Ablehnung von irgend etwas tatsächlich sind.
Offizielle russische Angaben kann man in die Tonne treten, externe Umfragen sind nicht möglich. Fragt man stichprobenartig Leute, machen diese dicht oder üben allenfalls sehr verhaltene, verschlüsselte Kritik, weil sie nicht wissen, wer mitschreibt. Die russische Mentalität geht schon immer dahin, mit der eigenen Meinung nicht unbedingt hausieren zu gehen - um so weniger, wenn dies zur Festnahme und neuerdings auch gelegentlich zur Einberufung führt.

Was gäbe es sonst noch, um ein Bild der Stimmung zu bekommen? Versammlungen werden von Knüppelgarden routiniert aufgelöst, bevor sie eine nennenswerte Größe erreichen können und Vordenker sitzen bereits seit langem im Knast oder verschwinden ruckzuck in selbigem. Was außerhalb der großen Städte geschieht, bekommen ausländische Beobachter in der Regel ohnehin wenig bis gar nicht mit.

Und damit Leute ungeachtet dieser Erschwernisse massenhaft auf die Straße gehen, müsste der Leidensdruck in der Breite der Bevölkerung höher sein. Gegen den Krieg kann man auch im Kopf sein (Das Motto: "Schon irgendwie doof, das Ganze, aberm ich trifft's ja nicht ...") und die Führung war schlau genug, erst einmal jene bzw, die Angehörigen jener zu verheizen, die in diesem riesigen Flächenstaat ohnehin keine Stimme haben. Das gilt sogar noch zur großen Teilen für die jetzt Eingezogenen: Wer kann, setzt sich ab, wer selbst das nicht kann, ist ganz unten in den öffentlichen Wahrnehmung.

Es könnte trotzdem sein, dass die Stimmung kippen würde, wenn viele der jetzt Eingezogenen in Plastiksäcken zurückkommen. Aber auch das wird womöglich nicht passieren, weil es bisher eine potemkinsche Mobilmachung ist. Wie viele Leute tatsächlich dem "Ruf des Mutterlandes" gefolgt sind, weiß man nicht und ebenso wenig, ob und wo diese vielleicht irgendwann zu welchem Zweck eingesetzt werden.

Kurz: So verpeilt die russische Führung auch ist, aber wie man die Klaviatur des narod spielt, wissen sie sehr genau.
 
Welche Opfer in der "Geschichte" sollen das sein, abseits der jüngeren Daten von WW1 und WW2 und in beiden Kriegen war es ein aus der Not und damit einhergehenden Notwendigkeit erwachsenes Mittel.
Russland hatte schon immer mehr Opfer zu beklagen als seine Gegner, das ist so ein Trend der sich durch die Geschichte zieht.
Im Ersten Weltkrieg der Not geboren den Gegner mit schierer Masse überwältigen zu wollen, was aber am Ende bis zu einem gewissen Grad auf alle Kriegsparteien so zutraf, mangels alternativen Mitteln Frontverläufe anders verschoben zu bekommen
Öhm Russland hat nicht an der Westfront gekämpft und im Osten war es im großen und ganzen ein Bewegungskrieg.
Fing doch schon mit der Schlacht bei Tannenberg an, die russischen Totalverluste waren 10 mal höher als die Deutschen.
Bei den masurischen Seen Nr.1 doppelt so hoch, bei Nr 2 etwa 3,5 mal.
Der Anteil der Internetnutzer ist mit ca. 85 Prozent nicht viel kleiner als hierzulande, allerdings ist das das Internet in Russland eigentlich ein Intranet und man braucht schon ein paar grundlegende Skills, um sich unabhängig zu informieren.
Nein, das stimmt so nicht. Russland hat keine Great Firewall wie China, Russlands Internet war schon immer freier was dir jeder Gamer leidlich bestätigen kann.
 
Russland hatte schon immer mehr Opfer zu beklagen als seine Gegner, das ist so ein Trend der sich durch die Geschichte zieht.
Das lag aber an der Moral, nicht daran das es Russlands "Ding" war.
Wenn du als Leibeigener / Unfreier in eine Armee gepresst wirst und eigentlich keinen Bock hast dein Leben für den Zaren zu opfern geht es halt nur mit Zwang.
Wie aber bei der aktuellen russischen Armeereform unter Putin, die versucht hat die russische Armee mehr an westliche Standards anzugleichen, gab es das auch immer wieder im Zarenreich, wo man ebenso in gewissen Abständen immer mal wieder versucht hat die eigene Armee mehr an das westliche System anzugleichen.

Den meisten Erfolg hatte man dabei ironischerweise noch im Ersten Weltkrieg, wo die Moral der Soldaten, zumindest Beginn auch besser war, weil die Leibeigenschaft einige Jahre zuvor abgeschaft wurde und die russische Armee in vielen Belangen auf dem Niveau westlicher Standards war, bis auf den Punkt der Kommunikationstechnik und dem starren / alten militärischen Verständnis für Taktik und Strategie, das den neuen Gegebenheit in der Kriegsführung (was aber in der Armee Östereichs, Frankreichs am Anfang mindestens ein ebenso umfassendes Problem war) keine bis kaum Rechnung trug, was auch zu ihrem Genickbruch 1914 führte und dafür sorgte, das die meiste Zeit im Osten mehr Bewegung in der Front war, als im Westen (war meist vor allen dem Informations- / Kommunikationsvorteil der Deutschen und Östereicher zu verdanken).
Allerdings war dieser Bewegungskrieg nicht durchgängig und gab es durchaus zwischendurch auch immer wieder Zeiträume in denen die Front auch im Osten relativ starr wurde.

Wenn man aber insgesamt auf den Verlauf gesehen immer nur Niederlagen einfährt, wie die russische Armee, sinkt halt irgendwann die Moral und fehlt es daheim halt auch an Arbeitern, was die Versorgung langfristig ruiniert, um Felder zu bestellen, etc. und das hat halt irgendwann von russischer Seite zu dieser Kanonenfutter Doktrin geführt, die es so vorher nicht explizit gab und wirklich ein russisches Ding im späten Verlauf vom Ersten Weltkrieg wurde, dort von den Sowjets nach der Machtergreifung übernommen wurde und sich erst ab 1943 etwas, durch die Notwendigkeit moderner Armeeführung im Zweiten Weltkrieg, wieder anpasste.

Nein, das stimmt so nicht. Russland hat keine Great Firewall wie China, Russlands Internet war schon immer freier was dir jeder Gamer leidlich bestätigen kann.

Richtig, das russische Internet war nie im Ansatz so abgeschottet wie das Chinesische, oder Nordkoreanische.
Geblieben wäre daher maximal eine Sprachbarriere, aber selbst die ist in Zeiten von inzwischen oft relativ brauchbaren Google Translate Ergebnissen meist nur ein Scheinhindernis, wenn man wirklich etwas wissen möchte und die Sprache nicht beherrscht.
 
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Na ja, würde die MOAB eher es als Spezialwaffe für ein eingegrenztes Einsatzspektrum bei notwendiger Luftüberlegenheit bezeichnen. (Letzteres, weil das Ding ja nur über ein Frachtflugzeug abgeworfen werden kann)

Sorry, mein Fehler:
Da von einem russischen Einsatz die Rede war, habe ich zwar irgendwie "MOAB" übernommen, aber "FOAB" gedacht. Da ist das "eingegrenzte Einsatzspektrum" dann endgültig auf dem Niveau von "Geschütz, dass auf mehrere Dutzend Kilometer Entfernung hinweg dauerhaft schwerst befestigte Stellungen großen Ausmaßes zerbröseln kann, wenn man zwei Monate Vorbereitung einplant (und ebenfalls absolute Lufthoheit hat)".

Wobei die MOAB auch explizit wegen der abschreckenden Wirkung eines Einsatzes entwickelt wurde (also als Propagandawerkzeug) und die militärische Wirkung von ihrem iirc einzigen Einsatz ist auch diskutabel bis klein gewesen. Es gibt sehr wenig, was das Ding noch kann, was nicht auch Daisycuttern erreichen würden, außer mächtig gewaltig aussehen. (Wobei die in der Hinsicht auch nicht schlecht sind.)


Hähähä... "WESTwall" auf russisch.
Auf die Idee aus WK I/II muss man ja erst mal kommen...

"Befestigte Stellung" ist im Donbass nun wirklich keine ganz neue Idee und soll Gerüchten zu Folge auch in anderen Kriegen der letzten 8 Jahrzehnte vorgekommen sein. Die Frontlinie auch mit mehr als nur Gräben zu befestigen bietet sich dabei an, wenn man so massive Probleme mit feindlichen Aufklärungs- und Pioniertruppen hinter den eigenen Linien hat, wie die Russen.
Die gute Nachricht lautet aber: Offensichtlich hat plant nicht einmal Putin selbst die viel beschworene große Ostoffensive, die seine Fans hier beschwören, sondern hofft sich auf dem jetzigen Territorium einigeln zu können.

Wird bestimmt genauso ein Erfolg wie mit Siegfried, Marginot und Atlantikwall. Aber hey: Unsere Sanktionen scheinen zu wirken. Geistig ist Russland im Mittelalter angekommen, wo man Kriege gegen Burgmauern mit zwangseingezogenen, ihre Ausrüstung selbst organisierenden Bauern geführt hat.


Neu ist daran garnichts, aber aktuell muss man grundsätzliches leider regelmäßig wiederholen weil es nicht weitläufig bekannt ist.

Also zumindest ich komm mir verarscht vor, wenn sehr wohl altbekanntes als ungeheuer wichtige Neuheit verkauft wird. Die Kernschwächen all solcher Panikartikel sind aber auch bei dem hier nicht besser:
- Oben steht noch korrekt, dass niemand vernünftigerweise davon ausgehen kann, von einem Nuklearschlag zu profitieren. Und wird von jemandem ausgegangen, der einen Nutzen darin sieht.
- "Das Regime" wird als monolithische Einheit betrachtet, in der jeder einzelnes Glied nichts weiter als eine sklavisch ergebene Ausführungseinheit von Putins Gehirn ist, ohne eigene Interessen und ohne eigenes Problembewusstsein.
- Es wird vollkommen ignoriert, dass eine Eskalation nicht nur zwischen Kriegsparteien stattfindet, sondern auch Reaktionen von bisherigen Beobachtern nach sich zieht.
- Die direkten negativen Auswirkungen von Atomschlägen in der Nachbarschaft sowie allgemein auf die Moral der russichen Bevölkerung werden ignoriert, so als wären die alle ebenfalls nur weitere willenlose Körperteile des Organismus Putin in dessen Bunker.
- Trotz der Prämisse, dass die eigene Beschreibung der Lage und der daraus resultierenden Entwicklung mega korrekt wäre, fehlen jegliche Vorschläge, was denn eine Alternative wäre.


Wer in Russland daher diesen absurden propagandistischen Irrsinn glaubt und Russlands Krieg in der Ukraine unterstützt, will es auch von sich selbst aus glauben und unterstützen und wird nicht vom Kreml erst dazu "manipuliert", oder "gezwungen" das zu glauben.

Ersteres stimmt, aber letzteres ist kein Widerspruch: Die Mehrheit der Russen wird definitiv von den Kremlmedien manipuliert. Dass sie sich überhaupt auf diese verlassen, ist irgendwann am Beginn einer langen Tradierung auch Schuld der Manipulierten selbst, sodass man bei rein moralischen Überlegungen nicht differenzieren muss. Aber wenn man sich mögiche zukünftige Entwicklungen überlegt macht es einen riesen Unterschied, ob jemand der Linie des Regimes folgt, weil er glühender und voll überzeugter Anhänger ist, oder weil er die letzten 15 Jahre in einer Bubble verbracht hat, in der sämtliche Anlässe für Zweifel von ihm ferngehalten wurden.
 
Leider haben sich wieder weder China noch Indien getraut Kante zu zeigen. Gerade bei letzterem durfte man ja imo durchaus noch Hoffnung haben. (Pakistan dagegen ist als quasi Schuldsklave von China aktuell nicht wirklich in der Position eine eigene Meinung zu haben):
 
Leider haben sich wieder weder China noch Indien getraut Kante zu zeigen.
Nun ja, Indien wird auch nicht, ohne maximal triftigen Grund, da ein nicht unerheblicher Teil ihres militärischen Materials aus der UDSSR / Russland gekauft worden ist, gegen Russland Position beziehen.

Würde Indien sich in der Sache klar gegen Russland positionieren, könnte der Kreml ihnen als Retourkutsche die weitere Lieferung von Ersatzteilen und anderer notwenige Militärtechnik verwehren, sowie künftige Neukäufe russischer Waffen und das kann Indien sich, aus seiner Sicht, nicht leisten, da es sowohl in ständigen Konflikt, bzgl. seiner Grenzen, zu Pakistan, als auch China steht, inkl. immer wieder kleinerer Scharmützel zwischen den Beteiligten und so eine entsprechende russische Retourkutsche Indiens Wehrfähigkeit doch massiv negativ beeinträchtigen würde.

Russland müsste wohl schon Kernwaffen einsetzen, das Indien da eine klare Linie zu Russland ziehen täte.
Ansonsten enthält man sich halt fein und ist damit, bzgl. seiner eigenen Interessen, mehr oder weniger aus dem Schneider, weil es Russlands Handlungen, gegenüber dem Westen, nicht klar billigt, sich aber auch nicht klar gegen sie stellt. ;)
 
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// B R E A K //


Wahnsinn, der Mann.

*edit: von text nach bild gewechselt wie ursprünglich auch angedacht. ^^
 
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