Ausserdem kommt hinzu dass die Russen sich aus Menschenverlusten nichts machen und diese großen Opfer in der Geschichte immer wieder hervorbrachten.
Welche Opfer in der "Geschichte" sollen das sein, abseits der jüngeren Daten von WW1 und WW2 und in beiden Kriegen war es ein aus der Not und damit einhergehenden Notwendigkeit erwachsenes Mittel.
Im Ersten Weltkrieg der Not geboren den Gegner mit schierer Masse überwältigen zu wollen, was aber am Ende bis zu einem gewissen Grad auf alle Kriegsparteien so zutraf, mangels alternativen Mitteln Frontverläufe anders verschoben zu bekommen und im Zweiten Weltkrieg wegen der immensen Verluste beim Material und Produktionskapazitäten (ein nicht unerheblicher Teil der eignen industriellen Kapazität musste auf Grund des schnellen Vorstoßes der Wehrmacht abgebaut und hinter dem Ural wieder aufgebaut werden, in 1941 / 42, die nur mit schierer Masse an Körpern ausgleichbar war.
Das ab 1943 die Verluste hoch lagen lag am Quanitätsansatz bei Material, in ihrer Doktrin, war aber mitnichten mehr, meistens, ein schieres "verheizen" von Soldaten, wie es 41/42 noch passierte.
Über die derzeitigen Verluste denken sie eiskalt: Mehr Tote der Eigenen bedeutet auch weniger Münder zu füttern, weshalb der Verschleiss von Kanonenfutter wie Seperatisten oder zwangseingezogene aus fernen Provinzen, Mitbestandteil russischer Strategie ist.
Sorry, aber da bist du schlicht auf dem verkehrten Weg.
Du glaubst also ein Staat des Demographische Entwicklung bei der Zahl seiner Geburten deutlich am schrumpfen ist hat noch ein Interesse daran seine Bürger bei einem Krieg in vollen Zügen zu verheizen und so die demographische Entwicklung noch zu befeuern?
Wäre dem so, wären die ganzen Reformen der Armee, die Putin seit den 2000er Jahren versucht hat, völlig übeflüssig gewesen, sowie wäre z.B. auch die konzeptionelle Gestaltung beim T-14 Armata, die einem ganz anderen Ansatz folgt, als noch beim T-90 und T-72, nämlich, dem überleben und Schutz der Besatzung einen deutlich höheren Stellenwert beizumessen und die Armee auch allgemein von ihrer sowjetischen Einsatzdoktrin, weg von der menschlichen Welle, hin zu ehr westlichen Standards ausrichten zu wollen, völlig zweckbefreite Versuche gewesen.
Das dies nicht geklappt hat und wir in der Ukraine nun eine maximal schlechte Version der althergebrachten Sowjetdoktrin sehen, hat andere Gründe, als das dies so gewollt war, Stichwort massive Korruption im System, wie alleine 1,5 Mio. nur in Unterlagen existente Uniformen zeigen.
Wie auch immer, diese (gescheiterten) Reformen waren der Versuch der schlechten demographischen Entwicklung in Russland Rechnung zu tragen, das man sich das Prinzip der Masse, statt einem gewissen Maß an Klasse, künftig einfach nicht mehr in Russlands Armee leisten können wird.
Und das man jetzt vor allen die nicht-ethnischen Russen für den Krieg einzieht, ist primär eine rein idiologische Entscheidung, da rassistische Geschichte, das ethnische Russen (also mehr oder weniger alle die um St. Petersburg, Moskau, Wolgograd, mehr oder minder im russischen System Bürger erster Klasse sind und entsprechend auch überproportional in entscheidenen Ämtern hocken, wärend nicht-ethnische Russen, wie u.a. auch Shoigu und Kadyrow, absolute Ausnahmen sind.
Das man da nun die Minderheiten in der Ukraine gezielt verheizt hat daraus folgend den Grund, das die ethnischen Minderheiten in Russland noch relativ gesunde Geburtenzahlen haben (2 bis 3 Kinder pro Familie, im Schnitt), während ehtnische Russen in der Regel gerade mal noch auf 1,5 Kinder pro Familie kommen, in etwa auch das gleiche wie in Deutschland, wo Minderheiten wie türkische / arabische Minderheiten auch noch normale Geburtenraten aufweisen, anders als die "ethnischen Deutschen".
Heißt entsprechend, in Zukunft wird die Zahl ethnischer Minderheiten in Russland den Anteil der Bevölkerung sichtbar anführen, sie also jetzt mit schlechter Ausrüstung in der Ukraine zu verheizen gleicht künstlich verursacht die demographische Entwicklung an und zögert so diesen Punkt nach hinten hinaus, an dem ethnische Russen in Russland ein sichtbare Minderheit sein werden.
Oder anders gesagt, es hat vor allen idiologische Gründe (russischer Rassismus gegenüber Minderheiten) , sowie die der Korruption, woraus dann idiologisch rassistisch motivierte "pragmatische" Entscheidungen entstehen., warum wir das da in der Ukraine sehen, wie wir es sehen.
Aber am Ende bleiben sie in erster Linie idiologisch und somit vom dem was die betroffenen Personen damit "glauben" motiviert und nicht von reinem "Pragmatismus" gelenkt.
*edit* Dieser Demograhpische Aspekt ist übrigens, meiner Meinung nach, durchaus auch "mit" ein Grund, warum Putins diesen Krieg in der Ukraine wollte und ihr ihre Identität als Ukrainer abspricht, es wären im idiologischen Weltbild des Kreml und Putins 42 Mio. "ethnische Russen" mehr gewesen, die man dadurch gewonnen hätte, abzüglich einiger, die man auf Grund ihrer politischen Vergangenheit um die Ecke gebracht hätte, oder in Sibirien im Straflager hätte versauern lassen.
In jeden Fall aber erklärt das auch die russische Obsession, in den bestetzten Gebieten im größeren Stil vor allen ukrainische Kinder nach Russland zu verschleppen und auch in einem gewissen Maß Frauen.