Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Das ist genau das Thema.
Ohne Jelzin und Putin, die ja direkt und indirekt und nachweislich von den Geschäften profitiert haben, wäre die Oligarchenstrukur nicht oder nur im geringeren Umfang entstanden.
Es liegt auf der Hand, das "Nobodys" nur mit Zustimmung von ganz oben ehemals staatliche Betriebe der Energie- und Rohstoffwirtschaft aufkaufen konnten, unbegrenzte Kreditlinien von Russland selbst dafür bekamen, gaaaanz enge kKontakte zum Führungszirkel im Kreml hatten.
Würde mich nicht wundern, wenn der ein oder andere Oligarch gar nur Marionetten von bestimmten Personen im Machtzentrum waren.

Das ist - verkürzt - richtig.
Es gab ja damals noch die UDSSR und Jelzin war der Staatschef der Teilrepublik Russland.
Jelzins Dutzfreund war der damalige Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte, der letztendlich den Rückzugbefehl an die Putschisten gab und die Rädelsführer verhaften lies, nicht Jelzin.
Aber der kam dadurch als starke Mann raus und Gorbi war völlig von seiner Meinung/Handlung abhängig.
Konsequenter Weise gab er seinen Posten auf und die Unabhängigkeitswelle setzte ein.
Gorbi besaß bei den Führern der Teilrepubliken recht hohes Ansehen, Jelzin -äh - weniger...

Und klar, Mangels westlicher Unterstützung und weil alle noch Angst vor eine wieder erstarkten kommunistischen UDSSR hatten, gabs für Gorbi nur Almosen und die Bevölkerung verarmte extrem schnell, nachdem die UDSSR die Jahrzehnte lange und immer währende Grundversorgung einstellen musste.

Als Russe hätte ich genau so reagiert.
Das billige Brot kostete plötzlich das 25fache innerhalb von Tagen, das heil der freien Marktwirtschaft floss zu 99% in eine entstehende Oligarchensippschaft und das geografische riesige Reich zerfiel in völlig unbedeutende Einzelstaaten.

Ich finde es wichtig, die Mechanismen zu kennen, damit man versteht, warum ein kaum erfolgreicher KGB-Agent in der nur mittleren Führungsebene, Putin überhaupt die Chance hatte, Staatsoberhaupt zu werden.

Macht doch einen Thread auf, wo man das ausführlich diskutieren kann?
Ihr vermutet vieles, aber die Wirklichkeit sah anders aus.
 
Aber so läuft das nunmal bei den Kremlingen. Man verdreht alles solange, bis das Opfer zum Täter wird. Das ist ähnlich dumm wie mit dem von den Kremlingen über Jahrzehnte perfektionierten Whataboutism. Da wird auch nicht begriffen, dass es total dumm ist für sich rausnehmen zu dürfen ebenfalls so shice zu sein wie es andere sind.

Und bei dir läuft es so, das jeder Punkt mit " Russland hat angegriffen" beantwortet wird.

Also nehmen wir Russland als Exporteur, fast aller Lebenswichtigen Waren raus, leben mit den Folgen und zerstören uns und andere, ohne die Probleme lösen zu wollen?
Was wird passieren, wenn wir zu den jetzigen Problemen, noch eine Flüchtlingskrise bekommen, weil sie in Afrika nichts zu essen haben?

Alle Sanktionen wirken auf mich, als ob sie vom Kremel befohlen werden, um uns kaputt zu machen und jeder kleine Furz in Moskau, spült ihnen neues Geld in die Kasse, aber klar, die Kremlinge...
Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir Minsk2 und Frieden!
Nicht die " Kremlinge" , womit du mich vielleicht meinst, wollten den Krieg und die Massen an Toten, oder eine zerstörte Ukraine.

Selbst jetzt, wo nicht die kleinste Chance für die Ukraine zu erkennen ist, wird immer noch die Kriegstrommel geschlagen und jeder Tag, macht alles nur Schlimmer.
 
Und bei dir läuft es so, das jeder Punkt mit " Russland hat angegriffen" beantwortet wird.
ja Russland war so dumm und haben gedacht damit könnte man die Probleme lösen und es würde nicht so viel Gegenwind geben
Also nehmen wir Russland als Exporteur, fast aller Lebenswichtigen Waren raus,
aller lebenswichtigen Waren? viele wichtige Rohstoffe ja
eben mit den Folgen und zerstören uns und andere, ohne die Probleme lösen zu wollen?
Was wird passieren, wenn wir zu den jetzigen Problemen, noch eine Flüchtlingskrise bekommen, weil sie in Afrika nichts zu essen haben?
nach deiner Logik, so lange sie noch geklautes Getreide transportieren können und Militär Material mit ihren Schiffen, kann das Problem nicht so groß sein, wie sie es darstellen, die können genug Märkte mit ihrem Getreide bedienen und damit die Gesamtnachfrage reduzieren

Alle Sanktionen wirken auf mich, als ob sie vom Kremel befohlen werden, um uns kaputt zu machen und jeder kleine Furz in Moskau, spült ihnen neues Geld in die Kasse, aber klar, die Kremlinge...
auf Gas gibt es immer noch kein Sanktionen, da macht Russland nur die beleidigte Leberwurst, beim Rohöl verkaufen sie zu welchen Preisen an Indien und Co?

wo siehst du da noch Punkte, bei paar Rohstoffen noch, aber ansonsten
Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir Minsk2 und Frieden!
ihr beide immer mit eurem Minsk Abkommen, das Thema hatten wir auch mehrmals durchgekaut, einfach nur noch lästig
Selbst jetzt, wo nicht die kleinste Chance für die Ukraine zu erkennen ist, wird immer noch die Kriegstrommel geschlagen und jeder Tag, macht alles nur Schlimmer.
Wer rührt den die Kriegstrommel aktuell, das Ziel Russlands ist aktuell auch nicht abzusehen und auch nicht deren Plan, warum sollte die westliche Welt denen eine Chance geben. Man gibt der Ukraine und deren Bevölkerung die Chance, das zu machen, was sie in ausreichender Menge wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und bei dir läuft es so, das jeder Punkt mit " Russland hat angegriffen" beantwortet wird.
Das ist die Ausgangsbasis.
Also nehmen wir Russland als Exporteur, fast aller Lebenswichtigen Waren raus, leben mit den Folgen und zerstören uns und andere, ohne die Probleme lösen zu wollen?
Es steht doch den Russen völlig frei, ihr Zeugs via dem guten Freund China zu verkloppen.
Wer genau hindert sie daran?
Es gibt eine superdupi sibirische Eisenbahn, die schafft das schon.
Was wird passieren, wenn wir zu den jetzigen Problemen, noch eine Flüchtlingskrise bekommen, weil sie in Afrika nichts zu essen haben?
Relativ einfach, die werden direkt nach Russland umgeleitet, denn die haben ja den ganzen ukrainischen Weizen geklaut und haben mehr, als sie jemals verbrauchen können.
Oder ist das große Russland gar nicht in der Lage, ein paar Mio. Flüchtlinge aufzunehmen, wäre ja bedenklich.
Dies schaffen doch alles.
Alle Sanktionen wirken auf mich,
Tjoa, nennt sich Solidarität mit einem überfallenen Land.
War nicht unsere Idee.

Selbst jetzt, wo nicht die kleinste Chance für die Ukraine zu erkennen ist, wird immer noch die Kriegstrommel geschlagen und jeder Tag, macht alles nur Schlimmer.

Ich habe es schon mal recht weit am Anfang geschrieben.
Erinnere dich bei passender Gelegenheit an meine Worte.

Dieser Krieg wird dann zu Ende sein, wenn Russland sich vollständig zurückzieht.
Es wird nie mehr irgend ein Scholz oder Macron an einem langen Tisch um Wahrung des Friedens flehen, der Zug ist einfach abgefahren.
Es mag 2 oder 5 oder 10 Jahr dauern, es ist egal.

Das einzig relevante, was Russland zu bieten hat, sind fossile Bodenschätze und die sind in 10 Jahren irrelevant für den Rest der Welt.

Putin höchstpersönlich wollte revanchistisch und aus gekrängtem Stolz den 2. Kalten Krieg.
Er wird genau so enden wie der erste Kalte Krieg, mit dem wirtschaftlichen und politischen Untergang Russlands.
 
wird immer noch die Kriegstrommel geschlagen und jeder Tag, macht alles nur Schlimmer.
Das nennt man dann wohl schon Realitätsverweigerung, oder?
Um es also noch einmal ganz deutlich zu sagen:
Es gibt genau ein Land, das "die Kriegstrommel schlägt", die Ukraine hingegen verteidigt sich, das ist ein himmelweiter Unterschied.

Und was das Minsker Abkommen und so angeht; das alles ist mit dem 24.2. irrelevant geworden. Es kann nur noch eine Verhandlungslösung geben, die damit beginnt, dass Russland das gesamte ukrainische Territorium verlässt.
 
Wir halten aber keine 2 Jahre durch.
Ich schon.
Und mein Umfeld mit Sicherheit auch.
Wo genau ist das Problem?
Das Gas?
Die relevante Industrie baut schon längst um.
Jene die jammert, ist eh nicht konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt und konnte sich nur über Wasser halten, weil Energie unverschämt billig war.

Bevor das Volk richtig murrt wegen kaltem Winter oder kein Geld für Strom wird der Finanzminister eben mal den Geldhahn aufdrehen müssen, die wollen ja alle im Amt bleiben.

Der Umbau auf regenerativ wird halt nicht in 20 Jahren, sondern in 5 Jahren passieren.

Ja, da werden Arbeitsplätze flöten gehen, nicht zu wenig, aber ebenso wieder neue erschaffen.
Und ja, einige werden leider durch Raster fallen, aber nicht die Mehrheit von 83 Mio..

Wird ein gesellschaftlicher Umbruch und eine Herausforderung sein, so viele wie möglich mitzuziehen.

Es gab aber schon ungleich größere Krisen, wie die Zeiten nach den Weltkriegen oder die Weltwirtschaftskrise.
Das bisschen covid oder jetzt Ukraine ist doch Kleinkinderkram im Vergleich zu echten Krisen.
Wir werden auch diese Minikrise überleben - zumindest die Meisten von uns.
 
Das ist realistisch?

Wie soll das funktionieren und will man die ganze Zeit Krieg führen?
Die Frage ist, wie lange Russland das will, oder richtiger, das kann. Und das ist nun einmal nicht einmal ansatzweise so lange wie mehrere Volkswirtschaften, von denen jede allein selbst in Krisenzeiten noch wenigstens doppelt so stark ist wie Russland.

Wir wollen zwar aus lieber Gewohnheit und Bequemlichkeit nicht unbedingt, aber wir können unsere Wertschöpfungsketten modifizieren, falls erforderlich. Russland jedoch bleibt weiterhin eine große Tankstelle, die mit ihren Tankkunden auch jegliche Einnahmen verliert.
 
Glaubst du ernsthaft, dass dieser Konflikt noch vor diesem Winter beigelegt wird. Wenn die Lichter ausgehen, dann wird es dieses Winter passieren und danach wird es immer unwahrscheinlicher.

Klar geht es im Winter weiter und wenn man sich vorstellt, das dann die Tarnung durch die Vegetation wegfällt, tun mir die Ukrainer noch mehr leid.

Du bist ja auch ganz gut informiert.
Pisky, die Brücken sind scheinbar fast unter Kontrolle, womit sich wieder ein Popasnaya 2.0 abspielen könnte.
Dazu Kodema, in Richtung Bachmut.

Cherson sieht scheinbar ganz finster aus, wenn man liest und sieht was dort passiert.

Wo ist irgendein Lichtblick für die Ukraine?

Weiter kämpfen, bedeutet den Verlust vieler qualifizierter Arbeitskräfte und Militärs. Wie lange benötigt man, um die Lücken wieder zu füllen? Wer soll den Wiederaufbau leisten ?
 
Wenn die Lichter ausgehen, dann wird es dieses Winter passieren und danach wird es immer unwahrscheinlicher.
Genau das! Russland hat nur noch einen Strohhalm, nämlich dass sich Europa aufgrund der Energieengpässe gegenseitig an die Gurgel geht. Eine trügerische Hoffnung, die ich so nicht kommen sehe. Nicht weil ich es nicht so sehen will, sondern weil ich weiß das Europa in der Lage ist sich entsprechend zu koordinieren. Auch die Energiepreise werden sich wieder nach unten anpassen. Aktuell sind die Preise nur so hoch, weil die Gaspreise irre Höhen erreicht haben und die teuerste Energieform nunmal den Strompreis für alle definiert. Das wird aber in wenigen Jahren durchgestanden sein. Dann sind wir endlich los von unserem Gas-Drogen-Dealer Russland!
 
Klar geht es im Winter weiter und wenn man sich vorstellt, das dann die Tarnung durch die Vegetation wegfällt, tun mir die Ukrainer noch mehr leid.
Ich weiß nicht was mir dir ist, aber normal ist das nicht mehr.
Du bist ja auch ganz gut informiert.
Pisky, die Brücken sind scheinbar fast unter Kontrolle, womit sich wieder ein Popasnaya 2.0 abspielen könnte.
Dazu Kodema, in Richtung Bachmut.
Dazu habe ich noch gar nichts gelesen und auch keine Bilder gesehen, wir werden sehen.
Cherson sieht scheinbar ganz finster aus, wenn man liest und sieht was dort passiert.
Ich hab paar zerstörte ukrainische Fahrzeuge gesehen, aber weit weniger als das russische MoD gemeldet hat. Die meisten russischen Blogger/Reporter erzählen auch eine andere Geschichte und sind teilweise eher überrascht davon, wie gut die Ukrainer vorbereitet waren. Arestovych(1) sagt jedoch selber, es wird seine Zeit brauchen und es wird nicht einfach.

mal als Beispiel GREYZONE, welcher Wagner angehört:

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Zuletzt bearbeitet:
Klar, wäre nicht das erste mal, das eine Supermacht (und Russland halten so manche ja nur für eine Regionalmacht) letztlich den Schwanz einziehen muss. Haben wir ja erst letztes Jahr vor Augen geführt bekommen.
Ich verweise da auch wieder auf die Topographie. Die Ukraine ist weder Vietnam, noch Afghanistan.
Dadurch das Russland C4ISR besitzt, ist das im offenen Kampf relativ unwahrscheinlich.

Ich finde es einfach nicht gut, Menschen, Infrastrukturen, Resourccen, ohne jede Chance auf eine Änderung der Situation zu opfern.

Krieg beenden und mit zivilen Ungehorsam arbeiten. Generalstreiks, Demos bei Referenden, Sabotage usw.
Wäre das nicht ein besserer Weg?
Wenn die Bevölkerung das nicht will, dann ist es ihre Entscheidung, eben Demokratisch.
Baut man in der Ukraine eine Staat auf wo alle leben wollen.
Ist in Deutschland so gelaufen, auch wenn es etwas dauert und wer weiß was nach Putin kommt.
 
Wenn man's nicht besser wüsste, könnte man meinen, du hättest keinen Schimmer, wie es in einer Diktatur russischer Machart derzeit aussieht.
Ziviler Ungehorsam, Generalstreik, das ich nicht lache. Und in den besetzen Gebieten hat die Welt ja sehr deutlich vor Augen geführt bekommen, wie Zivilisten für weit geringeren Widerstand, wenn überhaupt, abgeknallt werden.
Die Ukrainer sind sich in ihrem Abwehrkampf so einig wie schon lange nicht mehr, denn sie wissen sehr genau, was auf sie zukommt, wenn die Besatzungsmacht das sagen hat.
Darum bitte, mach dich nicht lächerlich und komm hier mit russischen Demokratiebestrebungen, Pazifismus oder angeblichen Wohltaten ("Der Führer schenkt den Klonen eine Stadt (Mariupol)").
 
Dann gehen aber hier hier Lichter aus. ?
Kommst du dir bei solchen Behauptungen nicht wenigstens ein wenig dumm vor?

Russisches Gas macht derzeit etwas über 10% unserer Stromversorgung aus. Selbst wenn unsere Speicher nicht zu 80% gefüllt wären, müsste man die Stromerzeugung nur um diese 10 Prozent zurückfahren, und zwar per Gesetz zuerst in Industrie und Gewerbe. Das wiederum wäre sicherlich mit wirtschaftlichen Einbußen verbunden, aber die Lichter gehen dadurch garantiert nicht aus.

Und im Laufe des kommenden Jahres wird der Bedarf an russischem Erdgas noch weiter zurückgehen, sowohl auf der Verbrauchs- als auch der Beschaffungsseite. Damit ist das Kapitel abgeschlossen und Russland kann noch mehr Gas abfackeln, das ihnen kein Schwein mehr abnimmt.
 
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