Die Frage ist halt, wo kauf ich als Land zukünftig lieber ein, bei einem Unternehmen, welches in Serie produziert inklusive Ersatzteilversorgung oder bei einem Unternehmen, welches Einzelfertigung betreibt und Ersatzteile auch nur teuer liefern kann. Entsprechend sinken auch die Absatzmengen des Unternehmens, wodurch die Preise pro Stück nochmal steigen wird, was die die Produkte nochmal unattraktiver macht.
Welches andere Unternehmen soll das sein? Auch die USA hatten die M1-Produktion jahrelang komplett geschlossen. Nach Wiedereröffnung für Refits hatten sie 2016 eine Kapazität für genau einen pro Monat. Russland hat seit 2014 vermutlich weniger als 100 Armata Prototypen (Kampfpanzer, Schützenpanzer und Artillerieausführung zusammen) hergestellt. Korea kommt im gleichen Zeitraum immerhin auf 260 K2, aber das ist auch nur rund einer pro Woche, Japan produziert den 10 nicht einmal halb so schnell.
Egal wo du auf der Welt hinschaust: Nachdem die Massenbestellungen aus den 80ern ausgeliefert waren (was teilweise bis zur Jahrtausendwende dauerte) hatte niemand mehr Bedarf, im Gegenteil in zunehmend friedlicheren Zeiten haben viele Große Armeen bestände abgebaut und gebraucht verkauft. Für so einen Nischenmarkt lohnt sich keine Serienproduktion.
Vielleicht ändert sich das im Zuge des Ukrainekriegs, wenn noch mehr Länder 100 Milliarden zum Fenster rauswerfen, aber nüchtern betrachtet ist der tatsächliche Bedarf an Panzern nach der deutlichen Schwächung des russischen Militärs in den meisten (Nachbar-)Ländern ja sogar gesunken

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Man stelle sich nur mal vor, die russische Armee wäre konventionell stärker
Ich glaube wenn die russische Armee konventionell stärker wäre, dann wäre das nicht jahrelang unbemerkt geblieben und die gesamte Entwicklung der Rüstung und Rüstungsindustrie im NATO-Raum wäre anders verlaufen.
Dem ist aber halt nicht so. Das gesamte russische Offensivpotential wurde gestoppt, ohne dass sich auch nur ein einziges NATO-Fahr- oder Flugzeug in Bewegung setzen musste, nur unter Einsatz motivierter Ukrainer und NATO-Infanteriewaffen-Reserven. Und so wie es aussieht könnte man Russland sogar weit in die Defensive drängen, nur unter Einsatz des von der NATO bereits ausgemusterten Schrotts.
Gerüchteweise gibt es schon einige Bestellungen von osteuropäischen Ländern.
Das deutsch-französische Inselding ("KNDS") soll erst 2035 kommen - und da ist sogar was von den 100 Milliarden für reserviert. Ich hoffe ja mal stark dass die Bundeswehr in der Lage ist, das dynamisch so zu switchen dass man den weit weit früher kommdenden Panther stattdessen bestellt. Aber ich habe keine großen Hoffnungen weil dynamisch das Gegenteil von deutscher Bürokratie ist.
Erstmal Preise und Qualitäten abwarten. Rheinmetall hat 100 Milliarden gewittert und noch lange kein serienreifes Produkt, während wir mit unserem aktuellen Leopard-Kontingent eigentlich wortwörtlich ganz gut gerüstet sind,
wenn die Dinger mal alle einsatzbereit wären. Das hinzubekommen wäre wohl Priorität 1 und viel billiger als Neuanschaffungen, die ohne grundsätzliche Überarbeitung der Bundeswehrbeschaffung und -logistik dann ja doch nur wieder in der Halle vor sich hinrosten.
Und beim derzeitigen Reformtempo der Bundeswehr wird es wohl eher bis 2053 dauern, ehe man die strukturellen Probleme gelöst hat, da kann man also auch bis 2035 warten, ehe man über Leo-Nachfolger entscheidet.
So ein BTR würde schon gut in meinen Vorgarten passen, dann würde vlt auch endlich die Nachbarin nicht mehr den ganzen Tag dummes Zeug labern, durch die Fenster und die Nase sieht das Ding irgendwie drollig aus
Definitiv Harmloser als ein X7.