Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Das ist wieder nur halb richtig. Es gäbe politische Wege, dafür müssten aber die Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehört z.b. auch Einigkeit in der EU / NATO über das gemeinsame Vorgehen, damit man auch ne Basis für Verhandlungen hat und keine fragmentierte Interessensbekundung jedes Mitgliedslandes.

Ich sachs erneut, das was du so feierst, die Verweigerung Deutschlands Waffen zu liefern, ist mit Grund für diese Fragmentierung und torpediert politische Lösungen, einfach weil Russland nicht drauf angewiesen ist auf diese einzugehen. Der Westen macht sich selbst schwach und verschlechtert damit seine Ausgangsposition gegenüber Russland zum Nachteil der Ukraine.

Und dazu kommt, die Forderungen Russlands würde eine aktuelle Ukrainische Regierung niemals akzeptieren.



Das ist das ehrlichste Statement überhaupt. Ist die Ukraine Teil der EU / der NATO? Nein? Also besteht keine vertragliche Verpflichtung von irgendwem. Der Westen hat ein Interesse daran der Ukraine zu helfen, in einem Maße, das für den Westen nicht nachteilig ist.

Unehrlich ist, das unehrlich zu finden, gleichzeitig aber militärische Hilfe für die Ukraine anzuprangern.
Die Ukraine hat das Recht in der NATO zu sein, es hat das Recht seine Staatsgrenzen unversehrt zu sehen und sein Territorium unangetastet, der Anspruch auf die Krim & den Donbass IST unstrittig. Das ist alles nicht diskutabel. Nur, eine Absicht sich dem Westen zuzuwenden ist keine Garantie vom Westen geschützt zu werden (zurecht), man siehe nur Georgien 2008.
Ich finde es nicht ehrlich zu sagen: "Hier habt ihr einige alte Kanonen der NVA, wir unterstützen zu 100% euer Recht in der NATO zu sein und die Krim zurück zu bekommen, aber viel Glück wenn die Russen kommen."

Und den Russen sagt man. "Es ist nicht okay in der Ukraine ein zu marschieren, aber wenn ihr das doch macht, dann verhängen wir nur Wirtschaftsanktionen und nur solche, die uns selber nicht wehtun."

Würde man sich wirklich hinstellen und konsequent Sanktionen androhen (auch wenn wir Deutschen dann frieren werden und die Energie sehr teuer wird) und dann relevant Waffen an die Ukraine liefern, könnte ich damit umgehen, denn dann würde man für Freiheit und Demokratie ernsthaft einstehen und nicht nur Gesten liefern.

Solange es aber nur Gesten und Lippenbekenntnisse sind, finde ich es besser darauf zu verzichten, denn den Preis zahlen am Ende wahrscheinlich die Ukrainer.
 
Meine Aussage war:


Wie du davon auf Guantanamo kommst erschließt sich mir nicht. Ich steh dazu, deine Posts hier sind russische Propaganda, gepaart mit Unwissen und absichtlichen Fehlinformationen. Dass du nicht in der Lage bist einfache Sätze zu lesen & den Kontext zu verstehen und dann mit irgendwelchem US Blaming Unfug antwortest, dafür kann ich dann leider nix.
Die Lubjanka war ein KGB-Gefängnis. Woher soll ich wissen, daß du nicht weißt, wovon du sprichst?
 
Und den Russen sagt man. "Es ist nicht okay in der Ukraine ein zu marschieren, aber wenn ihr das doch macht, dann verhängen wir nur Wirtschaftsanktionen und nur solche, die uns selber nicht wehtun."
Willkommen im Völkerrecht und dem Versuch eine Atommacht in ihre Schranken zu verweisen. Wir könnten Ihnen ja auch ne 4 in Sport geben, vllt hilft das.

Würde man sich wirklich hinstellen und konsequent Sanktionen androhen (auch wenn wir Deutschen dann frieren werden und die Energie sehr teuer wird) und dann relevant Waffen an die Ukraine liefern, könnte ich damit umgehen, denn dann würde man für Freiheit und Demokratie ernsthaft einstehen und nicht nur Gesten liefern.
Das ist durchaus richtig, wir müssten deutlich konsequenter auftreten und nicht immer nur den einfachsten Ausweg suchen. Denn genau dieses ständige lavieren hat uns überhaupt erst an diese Stelle gebracht an der wir grade stehen. Das mit dem Frieren ist übertrieben, Russland kann das Spielchen auch nicht ewig mitmachen, die russische Wirtschaft ist jetzt nicht das, was man ein Weltwunder nennen würde.


Die Lubjanka war ein KGB-Gefängnis. Woher soll ich wissen, daß du nicht weißt, wovon du sprichst?

KGB Zentrale & Gefängnis... Zeig doch wenigstens mal in irgendeiner Form Kenntnis von der Materie...
Aber klar, man kann das KGB HQ auch ausschließlich auf den Aspekt reduzieren, dass dort auch Menschen in Haft saßen und den kompletten Rest einfach ignorieren..

@Don-71
Die Debatte, grade in Finnland zeigt, wie sehr Russland sich selbst schadet mit dem Verhalten. Wenn Finnland einen Antrag stellt, würde ich davon ausgehen, dass dieser bewilligt würde. Klar, Finnland hat eine riesen Grenze zu Russland aber das Baltikum hat auch eine direkte Grenze zur Russischen Föderation.
Der Trend, in westlichen Bündnissen Schutz vor Russland zu suchen hält weiter an, das ist eindeutig.
 
Zuletzt bearbeitet:
KGB Zentrale & Gefängnis... Zeig doch wenigstens mal in irgendeiner Form Kenntnis von der Materie...
Aber klar, man kann das KGB HQ auch ausschließlich auf den Aspekt reduzieren, dass dort auch Menschen in Haft saßen und den kompletten Rest einfach ignorieren..
Dann gammel ich eben in der Lukjanka rum und du bei einem der über 50 US-Geheimdienste. Für jeden Staat einen :)
 
Könntest du mir mal bitte erklären, welchen wirklichen Nutzen die EU von dem Assoziierungsabkommen mit der Ukraine haben wollte oder sollte, wenn es ausschließlich um schnöde Machtpolitik geht?
Der Ukraine wurde dieses Abkommen auf eigenen Wunsch angeboten, weil die Ukraine ein souveräner Staat in Europa ist, das haben selbst die Russen vertraglich unterzeichnet!
Weder machtpolitisch noch finanziell hat die EU wirkliche Vorteile bei einem Assoziierungsabkommen mit der Ukraine, genauso wie bei den Beitrittskandidaten auf dem Balkan, insoweit müssen ja doch solche Fakten wie Verträge und Satzungen also RECHT, so etwas wie eine Rolle spielen!
Du darfst nicht vergessen das due Ukraine und Russland enge wirtschaftliche Verknüpfungen hatten und gerade der militärische Bereich eine große Rolle spielte. Sämtliche Hubschraubertriebwerke, Schiffsmotoren, Turbinen, Panzermotoren wurden dort produziert. Selbst nach China wurden Panzermotoren geliefert. Dazu war man mit Antonow an der Entwicklung eines neuen Militärtransporters beteiligt.
Man sollte bei "Machtpolitik" alle Faktoren einpreisen und das die EU völlig unabhängig von den USA agiert, ist sicher nicht glaubhaft, wenn man Länder wie Großbritannien, damals in der EU, sieht.
Sicher hat auch keiner geglaubt das die Krim so schnell die Seiten wechselt.
Im Prinzip wäre es ein Coup geworden, der Russland empfindlich, durch den Verlust der Marinebasis, massiv geschwächt hätte.
Man darf auch nicht vergessen das sich die NATO schon vorher fleißig ausgedehnt hat.

Wirtschaftlich gesehen besitzt die Ukraine die fruchtbarsten Schwarzerdeböden, die jetzt an Großunternehmen aus dem Ausland verhökern werden und eine gut ausgebildete Bevölkerung, die jetzt als Billiglöhner unsere Arbeitsmärkte verstärken.
Früher war die Ukraine das industrielle Herz der Sowjetunion und jetzt? Antonow ist tot und An-124 und 225 sind Relikte der Sowjetunion und das Wissen verschwindet.
Motor Sitch, wollten die Chinesen übernehmen, aber ist am Druck aus den USA gescheitert.

Im Moment stellt sich die Frage wert von der Krise profitiert ? Russland braucht kein marodes Land am Hals. Das was sie früher von der Ukraine bekamen, bauen sie jetzt selber und Rohstoffe und gerade Ackerböden besitzen sie im steigenden Maße.
Sie brauchen eigentlich nur noch warten bis die Ukraine völlig am Boden ist und vielleicht wieder umschwenkt, wie nach Juschtschenko.

Die EU hat davon auch keine Vorteile. Gerade Deutschland nicht, was durch niedrige Energiepreise wettbewerbsfähig ist. Dazu geht einiges im Handel mit Russland.

Der einzige der profitiert sind die USA.
Wir werden das teure Flüssiggas kaufen, was sonst nicht wettbewerbsfähig ist und mit Fraking aus dem Boden gepresst wird. Gleichzeitig werden wir einen sehr Kalten Krieg wieder erhalten.

Wir Europäer sollten selbstbewusst unsere Interessen vertreten und zB darauf dringen das Minsk 2 durchgesetzt wird, nur da fehlt der Wille.
Warum soll die Ukraine nicht als neutraler Staat, als Verbindungsglied im Handel fungieren ? Davon hätte sie mehr.
Meine Prognose ist langfristig auch eine Wiederannäherung, bzw ein Zerfall der Ukraine. Es gibt Gebiete mit Rumänischen, Polnischen und ungarischen Bevölkerungsgruppen und die sind mit der Politik gegenüber nationalen Minderheiten nicht glücklich und einige streben auch den Anschluß an ihre ursprünglichen Herkunftsländer an.
Sollte die Ukraine versuchen in die Ostukraine vorzurücken, wird sich dieser Vorgang beschleunigen.
Deshalb denke ich nicht das die Lieferung von Waffen eine Hilfe ist, um gegen die russische Armee anzukommen.
 
Ähhh nein...

Wo willst du denn bitte in Noworossijsk ~20.000 Soldaten & Matrosen samt Angehörigen unterbringen... Zumal dort kaum Fläche für neue Hafenanlagen zur Verfügung steht bei der Topographie um die Stadt herum. Ein Ausbau der Stadt ist einfach nicht möglich.

Es geht ja auch nicht nur um Hafenanlagen. Munitionsbunker, Lagerhallen, der ganze Logistikkram. Sewastopol ist über Jahrzehnte zu dem gewachsen was es heute ist, das verlegt man nicht "mal eben so".

Gerade Munitionsbunker wären das leichteste, da Tunnel in reichlich vorhandenen Bergen die beste Umsetzung sind. Transportlogistik ist eben schon da; verglichen mit dem zivilen Massengut-Durchsatz von Noworssijsk ist der Warenbedarf einer Militärbasis klein und für Treibstoffe sitzt man da praktisch an der Quelle. Uferfronten für weitere Kaianlagen gibt es am Westufer der Bucht noch reichlich, alterantiv könnte man mit überschaubaren Kosten die bestehenden Verkehrswege an das Südöstliche Ufer ausbauen und in Kabadrinka neu anfangen. Für Unterkünfte nicht kasernierten Personals bietet sich das auf alle Fälle an, dank der beim Militär recht klar geregelten Arbeitsanfangs- und Endzeiten wäre ein 20-Minuten-Fährshuttle direkt zur Basis leicht eingerichtet. Alternativ zeigt Google Earth westlich der Bucht noch reichlich Ackerflächen, die umgewidmet werden können. (Nicht, dass ich solche Großbauvorhaben allgemein gutheißen würde, aber es gibt Übel, die weitaus kleiner sind, als der Einmarsch in andere Staaten.)

Rein ethisch könnte man auch einfach sagen: Einfach alle Bewohner aus der Stadt zu schmeißen und den Hafen zu beschlagnahmen wäre eine weniger drastische Maßnahme als das, was Ukrainern auf der Krim wiederfahren ist. Aber politisch gibt es natürlich Menschen, die etwas zählen (Russen) und Menschen, die für Putin wertlos sind (Ukrainer).


Da hilft es einen Blick ins Wahlprogramm von denen damals zu werfen zu werfen. https://www.boell.de/sites/default/...kationen/1998_Wahlprogramm_Bundestagswahl.pdf

"Selbstbestimmung", "Umbau", "gestiegene Beiträge", "flexible Erwerbserläufe", "Grundsicherung" - das sind die Schlagworte, die auf den 2 (von 154!) Seiten zu den sozialen Sicherungssystemen lese, ehe es mit Frauenrechten und Selbstbestimmung von Jugendlichen weitergeht. Die einzige klare Forderung, die in dem Abschnitt nicht 100% Agenda 2010 ist, ist die Aufhebung der Bemessungsgrenzen vulgo die Forderung nach einem höheren Finanzierungsanteil durch angestellte Gutverdiener. Das ist aber der kleine Bauteil in der kleine Wahlprogrammnische des kleinen Koalitionspartners, dessen Nicht-Umsetzung wohl kaum den Status "Verräterpartei" rechtfertigt.

Zumal ich das bei den initialen HartzIV-Reformen sowieso für diskustabel halte. Unter Schröder wurden zwar zum Teil hohe Bezüge für längerfristig Arbeitslose gekappt, aber sonst in erster Linie die Bürokratie massiv entschlackt, was sowohl Kosten eingespart als auch viele Lücken im Sicherungsnetz geschlossen hat. Gleichzeitig wurden relativ viele Förderungsmaßnahmen geschaffen und der erstmal niedrig (relativ zu den damaligen Preisen aber nicht ZU niedrig) angesetzte Hilfssatz für eine zeitnahe Revision vorgesehen ... die dann unter Schwarz-Rot und Schwarz-Gelb kam, eher einer weiteren Senkung entsprach, mit der Streichung der höherwertigen Fördermaßnahmen und einer Profitorientierung der restlichen endete. Als HartIV richtig eklig wurde, haben die Grünen schon nicht mehr mitgekocht und als die Grundsteine dafür gelegt wurden, war sie noch ganz offiziell eine elitäre Ökopartei. Ich bereuhe es jedenfalls bis heute nicht, ihnen damals meine Stimme gegeben zu haben, trotz späteren HartIV-Genusses.

Eines muss man dir hoch anrechnen: Du machst wenigstens, im Gegensatz zu so manch anderen, die es versuchen mit reichlich von Reagan signierten "Verteidigung der freien Welt und westlicher Werte"-Heckscheibenaufklebern zu übertünschen, keinen Hehl daraus um was geht.

Bis zum "der" stimmt es ja, über das "freie" kann man dann streiten uns spätestens beim "Werte" muss man halt mal vom hohen Ross runterkommen und einsehen, dass man aus einem System kommt, dass auch reichlich Dreck am Stecken hat. Aber soviel Selbstkritik fällt vielen schwer. Kritisches Denken in politischen Fragen ist im Westen nach meiner Erfahrung sogar noch seltener als im Osten, wo die meisten gute Gründe hatte, staatlicher Indoktrination einen Vogel zu zeigen. Es hilft aber natürlich auch nicht, entsprechende Themen immer als Whataboutism vorzubringen.


Man kann sich ausdenken, daß man in der Türkei über die Preise und Unterhaltskosten vorher im Bilde war.

Selbst in den USA sind mittlerweile viele zu dem Schluss gekommen, dass Projekt in weiten Teilen ein Fehlschlag war, mit dem man nur fortfährt, weil jetzt langsam das Licht am Ende des Tunnels greifbar ist. Die Türkei rechtzeitig ausgestiegen, bevor man nur noch darüber diskutieren konnte, wieviel Geld man dem bereits verlorenen hinterwerfen muss, um wenigstens irgendwas zu bekommen. Das sie dazu "gezwungen" wurden, war zwar ein harter Schlag gegen Erdogans Ehre, aber militärisch von mäßiger Bedeutung und wirtschaftlich fast schon ein Segen. Die Türkei könnte sich selbst die Abnahme der sechs bestellten F-35 heute überhaupt nicht leisten und für eine militärische Relevanz hätte sie weitere Bestellungen und Produktionsaufträge in deutlich größerer Höhe nachschieben müssen. Und wenn sie ihr Geld statt in Ausbau und Modernisierung der F-16-Flotte (aus heimischer Produktion => auch noch Wirtschaftsförderung) in die Entwicklungsbeteiligung an der F-35 (in den USA => Devisenverlust) gesteckt hätte, stünde sie heute sogar deutlich schwächer dar.

Der einhergehende Wechsel von Patriot auf S-400 dürfte finanziell auch kurzfristig von Vorteil gewesen sein, denn für Putin wäre der Auftrag selbst bei 0 $ pro Stück ein Erfolg gewesen und umgekehrt sind die US-Wirtschafts-förder-Preise von US-Waffensystemen auch bei der Raketenabwehr tendentiell viel höher als im Rest der Welt ohne dass man dafür automatisch sehr viel mehr bekommen würde. Da die realen Bedrohungen für die Türkei aus Masse-statt-Klasse-Staaten wir Iran, Irak und Syrien kommen, nützen ihnen wenige Exemplare der neuesten, besten Technik auch allgemein weniger als viele Exemplare der zweitbesten, immer noch guten, zum gleichen Preis.
(Was an der Stelle keine Wertung von S-400 gegenüber Patriot sein soll, die kann ich nicht gut genug beurteilen)


Natürlich ist es nicht richtig, aber der Westen hat seine Interessen in den letzten 30 Jahren auch sehr skrupellos mit militärischen Mitteln durchgesetzt. Es wäre dumm zu glauben, dass andere Nationen das dann nicht machen.

Es ist dumm zu glauben, dass der Irak in einem Thread über die Ukraine ontopic wäre.


Mal ne Frage, warum sollten die Russen die marode Ukraine erobern wollen?
Welchen Zweck hätte das und wo wäre der Profit?

In erster Linie reine Machtdemonstration. Und das nicht einmal durch Eroberung, 2014/2015 boten sich im Donbass viel bessere Gelegenheiten, aber beim "haben wollen" ging Putin nur um das Prestigesymbol (und Feriengebiet) Krim und nicht um ein weiteres abgerockte Ex-Sowjetindustriegebiet. Von denen hat Russland mehr als genug. Was ihm fehlt ist Macht außerhalb Russlands. Durch Zermürbungspolitik gegenüber der Ukraine klarzustellen dass es nur zwei Sorten von Nachbarstaaten gibt, nämlich Vasallen und gescheiterte, sendet eine klare Botschaft in den Kaukasus, nach Zentralasien und selbst nach Belarus. Gleichzeitig kann Putin so NATO, EU und USA vorführen und gegenüber denen hat er nunmal einen Minderwertigkeitskomplex.


Du darfst nicht vergessen das due Ukraine und Russland enge wirtschaftliche Verknüpfungen hatten und gerade der militärische Bereich eine große Rolle spielte. Sämtliche Hubschraubertriebwerke, Schiffsmotoren, Turbinen, Panzermotoren wurden dort produziert. Selbst nach China wurden Panzermotoren geliefert. Dazu war man mit Antonow an der Entwicklung eines neuen Militärtransporters beteiligt.

Ja, vor 40-50 Jahrenn war das so. Und in den 90ern wäre es eine wertvolle Grundlage gewesen. Aber schon in den 80ern war man, wie der gesamte Ostblock, technolgisch zurückgefallen und die Ukraine hatte kein Geld, um das Tempo in den 90ern anzuziehen. Heute gibt es nur noch sehr wenig lohnenswertes zu holen und Russland hat umgekehrt seit der Jahrtausendwende die entstandenen Lücken geflickt. Auch die An-124-102 müsste kurz vor Beginn der Produktion in Russland stehen, man braucht die ukrainischen Werke nicht mehr. (Ganz abgesehen davon, dass strategische Lufttransporte für Russland eine viel geringere Bedeutung als für die NATO haben, weil man alle wirklich wichtigen Einsatzgebiete wortwörtlich mit der Bahn erreichen kann.)

Wirtschaftlich gesehen besitzt die Ukraine die fruchtbarsten Schwarzerdeböden,

Seit wann ist die ukrainische Schwarzerde fruchtbarer als die viel größeren russischen Gebiete direkt nebenan?
Und in welchem Jahrhundert leben wir, dass Weizen als Grund für Kriege ausreicht?

Warum soll die Ukraine nicht als neutraler Staat, als Verbindungsglied im Handel fungieren ? Davon hätte sie mehr.

Wie gut "Bindeglieder" zwischen Wirtschaftsgemeinschaften funktionieren und was die davon haben, kann man an Nordirland sehen. Als kleines Land zwischen riesigen Gemeinschaften muss man sich entweder was verdammt exklusives einfallen lassen, Hilfe von Dritten bekommen oder sich einem von beiden annähern - oder zu Grunde gehen. Auf letzteres legt es offensichtlich Putin an. Er will eine Pufferzone, in der praktisch frei agieren kann, wenn es sein muss, für die er aber sonst keine Verantwortung trägt.
 
Was ein Unsinn, sie können damit nicht leben, wenn einer nicht weiß wo er hingehört, ein masives Problem der Deutschen seit der Reichsgründung 1871, das "erst" mit dem verlorenen WWII und der Westbindung gelöst wurde.
Stimmt so nicht.
Die Reichsgründung 1871 hat erstmal eigentlich vor allen nur in Frankreich für großen Unmut und Besorgnis gesorgt.
Was auch wenig verwunderlich ist, zum einen weil der Krieg 1870/71 den Franzosen gezeigt hat das ein vereintes Deutschland militärisch für Frankreich ein äußerst gefährlicher Gegner ist, zum anderen weil man natürlich auch wusste das es wirtschaftlich sehr stark wäre und natürlich auch weil man sich bewusst war das es die französische Außenpolitik in Mitteleuropa zu ungunsten Frankreichs beeinflussen wird.

Kurz um, es hat es hat auf ganzer Linie Franrkeichs quasi Vormachtsstellung auf dem west- / mitteleuropäischen Festland massiv angegriffen und bedroht.

In England hatte man hingegen erstmal grundsätzlich weniger Probleme mit der Reichsgründung, zwar war man auch da wegen der dadurch künftig erwachsenden wirtschaftlichen Konkurenz etwas besorgt, sah sich aber noch nicht außenpolitisch / militärisch dadurch herrausgefordert.

Das selbe gilt für Russland, das dadurch seine Interessen (die zu der Zeit vor allen auf dem Balkan und in Asien lagen, was ehr Östereich-Ungarn zum Konkurenten machte) erstmal nicht angegriffen, oder bedroht sah, auch weil das Deutsche Reich sich in Folge der Reichsgründung in seiner Außenpolitik ehr nach Westen und Übersee orientierte und der Osten keine große politische Bedeutung besaß.

Dann kommt natürlich auch noch der Umstand dazu das zu dieser Zeit die Beziehungen zwischen England, Preußen und Russland allgemein relativ gut waren.
Das hatte zum einen natürlich gewisse geschichtliche Ursachen, wie das der Krieg gegen Napoleon erst ein paar Jahrzehnte her war und man dort verbündet gewesen ist, zum anderen das man in den Gesprächen nach Napoleons Niederlage die europäischen Interessens- und Einflusssphären abgesteckt und weitestgehend aufgeteilt hatte, so das es in Europa die nächsten Jahrzehnte, nur begrenzt außenpolitische Reibungspunkte zwischen den drei Staaten gab.

Und nicht zuletzt war es auch Bismarcks schlauer Bündnis- und Außenpolitik nach 1870/71 zu verdanken, das man das Deutsche Reich in England und Russland nicht als Bedrohung erachtete, da er die Bündnisse so ausrichtete das sie möglichst Frankreich isolierten und gegen selbiges gerichtet waren, sowie es auch schaffte bei der Kolonialpolitik Englands Sorgen zu beschwichtigen.
Leider nur besaß halt Wilhem II. nicht die selbe Weitsicht und das selbe Geschick und machte ab / in den 1890er Jahren vieles der Außenpolitischen Arbeit von Bismarck zunichte und löste mit seinen Entscheidungen (z.B. dem Flottenwettrüsten mit England) erst den Argwohn und die Sorge aus, wodurch man das Deutsche Reich dann zunehmend als Konkurenten und Bedrohung wahrnahm.

Unbestreitbar, dass es Familien gab, die massiv vom Nationalsozialismus profitiert haben, das ist Konsens.
Ebenso gibts halt auch Firmen wie Krupp, die seit dem 19. Jahrhundert hier rumdümpeln (die haben auch von den Nazis profitiert, jedes Unternehmen das ab 1933 in DEU existiert hat hat entweder auf eine Art und Weise profitiert oder massive Nachteile erlitten), aber Firmen wie Krupp waren reich und mächtig bevor Hitler überhaupt an Machtergreifung gedacht hat.
Aber auch Firmen wie Krupp haben massiv mit den Folgen des Versailler Vertrag nach 1918 zu kämpfen gehabt, da es ihnen ihr profitabelstes und oft auch Hauptgeschäftsfeld (Rüstungsgüter zu produzieren) entweder komplett verbott (wie bei Krupp), oder zumindest massiv einschränkte:

Kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges arbeiteten 81.000 Menschen für den gesamten Konzern.
...
Nach Kriegsende wurde die Waffenproduktion durch den Vertrag von Versailles untersagt. Krupp stand in der nun herrschenden Wirtschaftskrise vor dem Konkurs. Von nun an versuchte man das Geschäft unter anderem mit der Herstellung von Lastwagen, Lokomotiven und Baggern auszugleichen. Am 6. Dezember 1919 wurde die erste Lokomotive der im Westen der Gussstahlfabrik gelegenen Lokomotiv- und Waggonbaufabrik Krupp ausgeliefert. Im gleichen Jahr wurden die Gebäude zur Fertigung von zivilen Lastkraftwagen und Omnibussen östlich der heutigen Husmannshofstraße errichtet. Die Fried. Krupp Motoren- und Kraftwagenfabriken (kurz: KRAWA) waren zeitweise eines der größten deutschen Lkw-Hersteller.[6]

Die Beschäftigtenzahlen sanken 1926 auf 25.000 in Essen arbeitende Personen, konzernweit waren es etwa doppelt so viele. Das waren die Folgen einer einsetzenden Modernisierung und weitreichenden Rationalisierung durch die Firmenleitung. Es kam zu Schließungen unrentabler Bereiche und damit zu Entlassungen.
Das war ja auch einer der Gründe warum solche Firmen so willig waren Hitler zu unterstützen, er stellte diesen gebeutelten Firmen in Aussicht wieder große Umsätze und Gewinne zu machen.

Richtig, aber unumgänglich und am Ende auch korrekt. Die Entnazifizierung Deutschlands war richtig, wenngleich unvollständig, aber Irak 2003 hat gezeigt was passiert, wenn man zu sehr darauf bedacht ist, Angehörige des alten Regimes aus Ämtern zu verdrängen.
Der Vergleich hinkt aber gewaltig.
Im Irak wurde eine komplette Volksgruppe (Sunniten) nach dem Fall des Saddam-Regiems von der Regierungsbeteiligung ausgeschlossen, das ist schon etwas sehr anderes als hätte man in Deutschland nach 45 nur sämtliche Anhänger des politischen Nationalsozialismus von sämtlichen Ämtern ausgeschlossen und hätte sicherlich nicht zu vergleichbaren Folgen wie im Irak geführt (z.B. das die Sunniten mit dem IS gemeinsame Sache gemacht haben).

Deutschlands Wiederaufbau in gesellschaftlicher & wirtschaftlicher Hinsicht hat davon profitiert, dass man nach dem Zweiten Weltkrieg nicht alles und jeden zur Rechenschaft gezogen hat.
Vielleicht die ersten Jahre etwas, aber hauptsächlich hat man im Westsektor vor allen davon profitiert das man, anders als nach dem Ersten Weltkrieg, der BRD keine absurden Reperationsleistungen in genauso absurd kurzen Zahlungszeiträumen auferlegt hatte und auch anders als im Ostsektor nicht 2/3 der Industrie und Infrastruktur demontiert und Richtung Osten geschafft hat, zusätzlich zu hohen zu leistenden Reperationszahlungen an die SU durch die DDR.

Wie gesagt, ich würd dennoch ne Trennlinie zur organisierten Kriminalität die zu Konzernlenkern wurde ziehen.
Ach echt, da würde mich die Begründung ja doch mal brennend interessieren.
Was unterscheidet einen organisierten Kriminellen den genau von einer Konzernführungskraft, die direkt, oder Lobbyarbeit, schmiert / besticht, Steuern hinterzieht / umgeht, oder ggf. Finanzberichte frisiert, durch Geld auf Kosten der Allgemeinheit politische Entscheidungen, Gesetze und Verordnungen zu Gunsten des Konzerns verhindert, oder für den Konzern positiver umschreiben lässt, ect. pp?

Vllt kommst du auch von selbst drauf, dass jeglicher militärischer Schiffverkehr durch die Dardanellen von der Türkei unterbunden werden kann und die sind nun mal NATO Mitglied.

Sie sind nur genau deswegen und weil sie während des Kalten Krieges mal eine direkte Grenze zur SU bildeten, überhaupt in der NATO, noch in der NATO.
Weil der strategische Wert des Bosporus für die NATO einfach imens ist, verwehrt es im Zweifel Russland doch vollständig den Zugang zum Mittelmeer, gibt einemselbst "uneingeschrenkten" Zugang ins Schwarze Meer und das wärend es wesentlich leichter zu verteidigen ist, als an irgend einer anderen Stelle im Mittelmeer.

Nutzung von Tartus != Verlegung der Schwarzmeerflotte. Das sollte selbst Dir einleuchten. Russland wird seine Flotte, samt aller Soldaten, samt aller Angehörigen NICHT in ein derart instabiles Umfeld verlegen nur um zig Milliarden und Jahre an Arbeit zu investieren nur um Sewastopol dafür aufzugeben.
Russland würde selbst wenn Syrien die Stabilität in Persona wäre seine Schwarzmeerflotte nicht nach Tartus verlegen, da man im Ernstfall keinerlei gesicherte Versorgung mehr gewehrleisten könnte, sobald die Türkei den Bosporus dicht macht und auch über Land kann ja keine gesicherte Versorgung gewehrleistet werden, da Syrien keine direkte Grenze zu Russland besitzt.
Ganz zu schweigen davon das sie, wäre sie in Tartus stationiert und der Bosporus dicht, ihre wichtigste Aufgabe, im Schwarzen Meer Russlands Seegrenze zu schützen und im Ernstfall offensive Operationen zu unterstützen, gar nicht mehr erfüllen könnte.
Es würde also nur jemand mit einer völligen Meise unter solchen Vorraussetzungen eine seiner wichtigsten Flotten dort so völlig exponiert stationieren. ;)

Ich meine natürlich haben das Königreich und Russland im letzten Jahrzehnt eine ziemliche Vorgeschichte, aber das ein Außenministerium solche Informationen in der momentanen Lage an die Öffentlichkeit bringt, ohne stichhaltige Quellen, kann ich auch nicht wirklich glauben.
Glauben ist immer eine schlechte Vorraussetzung, aber das einzige was ich im Zweifel "glaube" ist wenn es zu irgendwas mehrere voneinander unabhängige Quellen gibt, die keine gleichen / gemeinsamen Interessen verfolgen, ansonsten kann es, gerade bei staatlichen Akteuren aus jeder Richtung, auch immer noch im Zweifel ein Propaganda move sein.

Gegen Napoleon wurden noch keine Eisenbahngleise abgerissen (wobei die Sowjets in der Hinsicht auch nicht annähernd so gründlich waren, wie die Nazis ein 1-2 Jahre später).
In der SU hatte 41/42 ja scheinbar auch niemand die Idee dafür, wie die Deutschen, einen "Schienenwolf" zu benutzen, erst der hat es ja überhaupt so effizient ermöglich die Gleise abzureißen.

Aber gescheitert sind Hitler und Napoleon trotzdem am gleichen Feind: Der Geographie. Beide haben nicht ansatzweise kapiert, wie verdammt groß Russland wirklich ist und was für enorme Truppenstärken und noch viel enormere Transportkapazitäten man bräuchte, um die resultierenden Frontlängen zuverlässig zu versorgen und das eingenommene Hinterland flächig zu sichern. Auf dem Höhepunkt des Krieges konnte die Wehrmacht rund 4 Millionen Soldaten für die Ostfront aufbringen. Selbst wenn die ohne Toten das gesamte westliche Viertel der Sowjetunion erobert hätten, hätte danach weniger als ein Soldat pro km² zur Verfügung gestanden, um das eroberte Land gegen Guerillaaktivitäten zu sichern. Und da ist noch kein einziger Nazi für die Sicherung der verbleibenden Front eingerechnet.
Ich denke da liegst du falsch, die Nazis haben das im Gegensatz zu Napoleon durchaus erkannt / in ihre Pläne einkalkuliert und genau aus solchen Gründen sahen sie auch vor einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung im Osten mittelfristig zu vernichten / umzubringen.

Allerdings sahen die Pläne halt auch vor das man 1941 bereits gewonnen hätte Moskau, Leningrad und Stalingrad erobert wären, nicht aber das man 1942 und danach immer noch Krieg führen würde und nicht unerhebliche Mengen an Personal im Hinterland dafür aufwenden müsste um weit über 20.000km Schienen, für die Versorgung der Front, vor Partisanen zu schützen.

Das mit dem Frieren ist übertrieben, Russland kann das Spielchen auch nicht ewig mitmachen, die russische Wirtschaft ist jetzt nicht das, was man ein Weltwunder nennen würde.

So übertrieben ist das nicht, wir haben bei vollen Gasspeichern (100% Füllstand) im besten Fall Gasreserven für knapp 1 Monat Heizperiode und der Gasspeicher war das letzte mal um 2019 rum relativ voll (bei ca. 89% Füllstand), seitdem kam er kaum mal über die 70% Füllung.
Würden die 50% Gaslieferung aus Russland wegfallen würden bei einem entsprechend kalten Winter also bereits nach spätestens 2-3 Wochen Millionen Haushalte in Deutschland ohne Heizung dasitzen (Fernwärme über Gas) und frieren und es dürfte wohl unzweifelhaft ein Fakt sein das man im Winter schneller erfriert als in Russland Menschen wegen eine crashenden Wirtschaft verhungern werden. ;)

Vor allen auch vor dem Hintergrund wenn man zu den Millionen ehr Einkommensschwachen Haushalten in Deutschland zählt, die dann nicht einfach für so einige Euros mehr Stromkosten im Monat einen elektrischen Heizkörper an die Steckdose kabeln können, oder in dieser Situation dann sogar noch den "Luxus" besitzen einen alten Holzofen in der Wohnung ihr eigen nennen zu dürfen, den man mit etwas Holz / Kohle befeuern kann.

Aber ja, Menschen mit guten Einkommen werden also entsprechend sicherlich nicht erfrieren, also solche kleinen "Mittelständler" wie ein Herr Merz, oder Frau Baerbock und Herr Scholz, da kann man dann natürlich auch sehr leicht mal "Härte" demonstrieren! :P
 
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Aha, Putins Hofberichterstatter. Dann muss das ja zutreffen.
Berichterstattung, die im Rahmen selbstauferlegter Objektivität stattfindet, hat objektiv zu sein. D.H. ein Bericht über die Aussage von Präsident so und so ist völlig neutral. Das Verschweigen der Aussage ist die eigentliche Propaganda. Auf die fallen aber nur Schwachköpfe rein, denn was wollen die Russen mit so vielen Soldaten, wenn es in der Ukraine nur eine Friedenstaube mit Hitlerbart gibt?


Selbst in den USA sind mittlerweile viele zu dem Schluss gekommen, dass Projekt in weiten Teilen ein Fehlschlag war, mit dem man nur fortfährt, weil jetzt langsam das Licht am Ende des Tunnels greifbar ist. Die Türkei rechtzeitig ausgestiegen, bevor man nur noch darüber diskutieren konnte, wieviel Geld man dem bereits verlorenen hinterwerfen muss, um wenigstens irgendwas zu bekommen. Das sie dazu "gezwungen" wurden, war zwar ein harter Schlag gegen Erdogans Ehre, aber militärisch von mäßiger Bedeutung und wirtschaftlich fast schon ein Segen. Die Türkei könnte sich selbst die Abnahme der sechs bestellten F-35 heute überhaupt nicht leisten und für eine militärische Relevanz hätte sie weitere Bestellungen und Produktionsaufträge in deutlich größerer Höhe nachschieben müssen. Und wenn sie ihr Geld statt in Ausbau und Modernisierung der F-16-Flotte (aus heimischer Produktion => auch noch Wirtschaftsförderung) in die Entwicklungsbeteiligung an der F-35 (in den USA => Devisenverlust) gesteckt hätte, stünde sie heute sogar deutlich schwächer dar.

Der einhergehende Wechsel von Patriot auf S-400 dürfte finanziell auch kurzfristig von Vorteil gewesen sein, denn für Putin wäre der Auftrag selbst bei 0 $ pro Stück ein Erfolg gewesen und umgekehrt sind die US-Wirtschafts-förder-Preise von US-Waffensystemen auch bei der Raketenabwehr tendentiell viel höher als im Rest der Welt ohne dass man dafür automatisch sehr viel mehr bekommen würde. Da die realen Bedrohungen für die Türkei aus Masse-statt-Klasse-Staaten wir Iran, Irak und Syrien kommen, nützen ihnen wenige Exemplare der neuesten, besten Technik auch allgemein weniger als viele Exemplare der zweitbesten, immer noch guten, zum gleichen Preis.
(Was an der Stelle keine Wertung von S-400 gegenüber Patriot sein soll, die kann ich nicht gut genug beurteilen)
Die F-35 habe ich lange Zeit als Fehlschlag betrachtet aber die anhaltende Entwicklung hat sie recht erschwinglich gemacht. Die F-35 macht mit einem Kontingent von 6 Stück allerdings 0 Sinn. Nur in goßen Stückzahlen, die ja auch kommen werden, macht sie Sinn. Das liegt daran, daß sie nicht nur die F-16, F-18 oder was weiß ich ersetzen soll, sondern alle. Sie ist Jäger (auch Luftüberlegenheit und Abfang), Bomber, CAS-Lieferer, Stealth und für Flugzeugträger geeignet, allerdings in einer anderen Version. Sie mag in ihren vielen Rollen nicht so effektiv sein, wie die spezialisierten Flugzeuge, wie etwa die A-10 für CAS, aber ihre große Anzahl wird das mehr als ausgleichen. Die Unterhaltskosten im Vergleich zur A-10 sind zwar sehr hoch, aber da es nur noch die F-35 geben wird, sorgt die große Anzahl auch wieder dafür, daß sie wieder sinken.
Die uralten Patriots sind kein Vergleich zur S-400, die im Westen und Osten gleichermaßen als bestes Flugabwehrsystem gilt. Gepaart mit Panzir ist die S-400 nicht bloß extrem effektiv gegen Flugzeuge, Marschflugkörper usw, sondern auch gut vor Angriffen geschützt. Und die Türkei bekommt sie nicht umsonst, sondern zahlt sie ab.
 
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Doch das stimmt!
Weil es von Anfang an so von Bismarck angelgt war und weil es gar nicht anders ging.
Deine Analyse bzgl. Frankreich ist zwar richtig, aber es war Bismarck und auch den Süeddeutschen Ländern von Anfang an klar, das Ö-U der natürliche Bündnispartner wird, alleine aus tausend Jahren, kultureller, wirtschaftlicher und religiöser Verbundenheit. Deshalb hat Bismarck auch seine Beziehung zum Kaiser Wilhelm I aufs Spiel gesetz und eben nicht Wien erobert. Das Kaiserreich war eben keine rein Preußische Veranstaltung.
Das ganze wurde auch beim Berliner Kongress 1878 dann manifestiert und der wirtschaftliche Aufschwung funktionierte eben auch dank des Ö-U (riesigen) Binnenmarktes. Ö-U war der wichtigste Handelspartner des Kaiserreiches und es war nur eine Frage der Zeit, wann man deshalb mit Russland eher Probleme bekommen würde, eben als Bündnispartner von Ö-U.
Bei Bismarck funktionierte das noch auf professioneller Ebene (Rückversicherungsvertrag), bei Willie II wurde es dann eher unprofessionell.

Handelsbilanz von 1913, bitte im Link nach unten skrollen.
Bitte berücksichtigen, das zu dieser Zeit hauptsächlich Nahrungsmittel, Rohstoffe für Nahrungsmittel importiert wurden. exportiert wurden Fertigwaren.

Die Geschichte "Deutschlands" (Heiliges römisches Reich) liegt halt nicht im Westen, sondern eher in Osten und Süden.
 
Doch das stimmt!
Weil es von Anfang an so von Bismarck angelgt war und weil es gar nicht anders ging.
Deine Analyse bzgl. Frankreich ist zwar richtig, aber es war Bismarck und auch den Süeddeutschen Ländern von Anfang an klar, das Ö-U der natürliche Bündnispartner wird, alleine aus tausend Jahren, kultureller, wirtschaftlicher und religiöser Verbundenheit. Deshalb hat Bismarck auch seine Beziehung zum Kaiser Wilhelm I aufs Spiel gesetz und eben nicht Wien erobert. Das Kaiserreich war eben keine rein Preußische Veranstaltung.
Natürlich wollte Bismarck auch nicht Ö-U vollständig vor dem Kopf stoßen, auch mit Aussicht auf künftige Bündnisse und wirtschaftliche Interessen.

Frage der Zeit, wann man deshalb mit Russland eher Probleme bekommen würde, eben als Bündnispartner von Ö-U.
Dem Bismarck aber wieder klug entgegenwirkte, als das 3-Kaiserbündnis 1887 dann nicht mehr verlängert wurde:

Bismarck wollte daher mit dem am 18. Juni 1887 mit dem Zarenreich geheim vereinbarten Neutralitätsabkommen einen möglichen Zweifrontenkrieg Deutschlands gegen Russland und Frankreich verhindern. In der Hauptsache regelte dieser so genannte Rückversicherungsvertrag die Neutralität Deutschlands bei einem Angriff von Österreich-Ungarn auf Russland und im Gegenzug dessen Neutralität im Falle eines französischen Angriffs auf Deutschland.
Zugleich sicherte Bismarck deutsche Unterstützung für den russischen Wunsch nach einer Kontrolle der Meerengen zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer zu.
...
Vor allem aber entwickelte der 1888 inthronisierte Kaiser Wilhelm II. in autokratischer Selbstüberschätzung kein Gespür für Bismarcks sorgsam geknüpftes Bündnissystem. Er setzte die trotz aller wirtschaftspolitischen Spannungen noch immer vergleichsweise guten außenpolitischen Beziehungen zu Russland leichtfertig aufs Spiel. Einige Tage nach der Entlassung Bismarcks 1890 wurde der Rückversicherungsvertrag auf Betreiben Wilhelms II. nicht verlängert. Die Risse im europäischen Bündnissystem waren nicht mehr zu übersehen.


Handelsbilanz von 1913, bitte im Link nach unten skrollen.
Bitte berücksichtigen, das zu dieser Zeit hauptsächlich Nahrungsmittel, Rohstoffe für Nahrungsmittel importiert wurden. exportiert wurden Fertigwaren.

Die Geschichte "Deutschlands" (Heiliges römisches Reich) liegt halt nicht im Westen, sondern eher in Osten und Süden.

Ich sprach da auch nicht von wirtschaftlicher Orientierung sondern außenpolitischer Orientierung. Nach 1871 orientierte sich das Reich vor allen, bedingt durch die Kolonien, aber auch bei der Erschließung von Absatzmärkten für seine Erzeugnisse, Richtung Westen und eben nicht nach Osten.
Da hast du mich schlicht missverstanden. ;)
 
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Der Vergleich hinkt aber gewaltig.
Im Irak wurde eine komplette Volksgruppe (Sunniten) nach dem Fall des Saddam-Regiems von der Regierungsbeteiligung ausgeschlossen, das ist schon etwas sehr anderes als hätte man in Deutschland nach 45 nur sämtliche Anhänger des politischen Nationalsozialismus von sämtlichen Ämtern ausgeschlossen und hätte sicherlich nicht zu vergleichbaren Folgen wie im Irak geführt (z.B. das die Sunniten mit dem IS gemeinsame Sache gemacht haben).
Sorry, aber erzähle doch bitte die Wahrheit und keine Lügen!
Niemand wurde ausgeschlossen, sondern die sunitische Minderheit hat demokratische Wahlen verloren und als Rache, dass die Suniten jahrzehntelang alle Schiiten unterdrückt und wirklich durch Gewalt an jeglischer politischer und wirtschaftlicher ausgeschlossen haben, kamm dann die Abrechnung, allerdings gestützt auf freie Wahlen.
Deine Propaganda ist echt schrecklich und man kann an oben genannten Punkt auch Kritik üben, aber man sollte die Fakten auch richtig darlegen und nicht einfach Lügen!
Ach echt, da würde mich die Begründung ja doch mal brennend interessieren.
Was unterscheidet einen organisierten Kriminellen den genau von einer Konzernführungskraft, die direkt, oder Lobbyarbeit, schmiert / besticht, Steuern hinterzieht / umgeht, oder ggf. Finanzberichte frisiert, durch Geld auf Kosten der Allgemeinheit politische Entscheidungen, Gesetze und Verordnungen zu Gunsten des Konzerns verhindert, oder für den Konzern positiver umschreiben lässt, ect. pp?
Du lebst hier in einem Rechsstaat, falls dir das nicht klar sein sollte!
Oligarchen und Kriminelle bewegen sich außerhalb des Rechtsstaates oder finden Strukturen ohne Rechtsstaat vor, wie z.B in Russland.
Dem Bismarck aber wieder klug entgegenwirkte, als das 3-Kaiserbündnis 1887 dann nicht mehr verlängert wurde:

Bismarck wollte daher mit dem am 18. Juni 1887 mit dem Zarenreich geheim vereinbarten Neutralitätsabkommen einen möglichen Zweifrontenkrieg Deutschlands gegen Russland und Frankreich verhindern. In der Hauptsache regelte dieser so genannte Rückversicherungsvertrag die Neutralität Deutschlands bei einem Angriff von Österreich-Ungarn auf Russland und im Gegenzug dessen Neutralität im Falle eines französischen Angriffs auf Deutschland.
Zugleich sicherte Bismarck deutsche Unterstützung für den russischen Wunsch nach einer Kontrolle der Meerengen zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer zu.
...
Vor allem aber entwickelte der 1888 inthronisierte Kaiser Wilhelm II. in autokratischer Selbstüberschätzung kein Gespür für Bismarcks sorgsam geknüpftes Bündnissystem. Er setzte die trotz aller wirtschaftspolitischen Spannungen noch immer vergleichsweise guten außenpolitischen Beziehungen zu Russland leichtfertig aufs Spiel. Einige Tage nach der Entlassung Bismarcks 1890 wurde der Rückversicherungsvertrag auf Betreiben Wilhelms II. nicht verlängert. Die Risse im europäischen Bündnissystem waren nicht mehr zu übersehen.

Bei Bismarck funktionierte das noch auf professioneller Ebene (Rückversicherungsvertrag), bei Willie II wurde es dann eher unprofessionell.
Wo ist jetzt der Unterschied?

Trotzdem bin ich nach Studium sehr vieler Bücher davon überzeugt, das es schlussendlich auf das gleiche hinausgelaufen wäre.
Willi II und Deutschland, haben um die Jahrhundertwende gerade zu bei GB um einen Bündnisvertrag gebettelt, man entschied sich aus Kolonionalen Gründen 1902 für Japan. Auch die Gründung der Triple Ente (erst Entente dann Triple Entente) war in GB hauptsächlich durch Koloniale Überlegungen getrieben und erst im wirklichen Nachrang, Deutschland einzukreisen. Ziel von GB war es und das haben sie auch hervgorragend erreicht, Russlands Aufmerksamkeit und hegemoniales Streben vom Osten nach dem Westen (Europa Dardanellen) umzuleiten. Spätestens hier hätte auch Bismarck wohl versagt. Mit der Triple Entente war klar, auf was es hinauslaufen wird, weil Deutschland nicht tatenlos zu sieht, dass die Russen mit Ö-U machen was sie wollen.
Außerdem sind dann 1907 und der vollständigen Einkreisung aus deutscher Sicht, beim Großen Generalstab in Berlin vollständig die Sicherungen durchgebrannt, was man aber eben auch teilweise nachvollziehen kann.
 
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Sorry, aber erzähle doch bitte die Wahrheit und keine Lügen!
Niemand wurde ausgeschlossen, sondern die sunitische Minderheit hat demokratische Wahlen verloren und als Rache, dass die Suniten jahrzehntelang alle Schiiten unterdrückt und wirklich durch Gewalt an jeglischer politischer und wirtschaftlicher ausgeschlossen haben, kamm dann die Abrechnung, allerdings gestützt auf freie Wahlen.
Deine Propaganda ist echt schrecklich und man kann an oben genannten Punkt auch Kritik üben, aber man sollte die Fakten auch richtig darlegen und nicht einfach Lügen!

Sorry, aber ich habe wirklich keine Lust mehr auf den immer selben dummen Quark von dir (Lügen, Propaganda, bla bla)....

Will jemand anderes diesem hysterischen "Esel" vielleicht mal erklären warum Regierungsbeteiligung eben nicht nur heißt an einer direkt gewählten Regierung beteiligt zu sein, bzw. mehr als das ist, ich habe aktuell ehrlich keine Lust mehr auf ihn...
 
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Sorry, aber ich habe keine Lust mehr auf den immer selben Quark von ihm (Lügen, Propaganda, bla bla)....

Will jemand anderes diesem hysterischen "Esel" vielleicht mal erklären warum Regierungsbeteiligung nicht nur heißt an einer direkten Regierung beteiligt zu sein, ich hab ehrlich keine Lust mehr auf ihn...
Du kannst halt nicht mit den Fakten umgehen, sondern musst sie dir immer mit Lügen zurecht biegen! Halte dich doch einfach mal an die Fakten!
Der Ausschluss der Suniten fand gestützt auf demokratische Wahlen statt (kann man Kritik drann üben), aber er fand nicht nach deiner Ausdrucksweise, willkürlich und durch Gewalt statt, wie bei den Schiiten, durch die Suniten.
Es tut mir leid mein Weltbild wird immer noch durch Fakten bestimmt und nicht durch Ideologie und Verschwörunstheorien!
 
Sorry, aber erzähle doch bitte die Wahrheit und keine Lügen!
Niemand wurde ausgeschlossen, sondern die sunitische Minderheit hat demokratische Wahlen verloren und als Rache, dass die Suniten jahrzehntelang alle Schiiten unterdrückt und wirklich durch Gewalt an jeglischer politischer und wirtschaftlicher ausgeschlossen haben, kamm dann die Abrechnung, allerdings gestützt auf freie Wahlen.
Deine Propaganda ist echt schrecklich und man kann an oben genannten Punkt auch Kritik üben, aber man sollte die Fakten auch richtig darlegen und nicht einfach Lügen!

Du lebst hier in einem Rechsstaat, falls dir das nicht klar sein sollte!
Oligarchen und Kriminelle bewegen sich außerhalb des Rechtsstaates oder finden Strukturen ohne Rechtsstaat vor, wie z.B in Russland.
Was ist bei dir denn ein Oligarch?
Gibt es keine Reichen, die Politik in ihrem Sinne beeinflussen? Frau Mohn und Friedel Springer fallen mir da ein.
Die USA ist im Prinzip doch auch auch eine Oligarchie?


Im Irak wurde die Baaht Partei verboten und sämtliche Strukturen im Sicherheitsbereicv zerschlagen.
Klar das die keine Chancen bei Wahlen hatten, aber deshalb Militär und Polizei auflösen und der Anarchie Platz geben?
Dazu die Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausspielen, ist aber eher Absicht gewesen. Sollten sie sich doch gegenseitig zerfleischen .
Interessant wie man mit den Kurden umgeht. Die Kurdischen Gebiete im Irak und Syrien, gehören zu den jeweiligen Ländern, aber werden unterstützt i ihrem Bestreben.
Könnte man nicht gleiche Maßstäbe in der Ostukraine anlegen, vom Westen her?
Die Krim wie das Kosovo vehandeln?

Schon doof wenn man keine einheitlichen Kriterien anlegt?
 
Du kannst halt nicht mit den Fakten umgehen, sondern musst sie dir nicht immer mit Lügen zurecht biegen! Halte dich doch einfach mal an die Fakten!
Der Ausschluss der Suniten fand gestützt auf demokratische Wahlen statt (kann man Kritik drann üben), aber er fand nicht nach deiner Ausdrucksweise, willkürlich und durch Gewalt statt, wie bei den Schiiten, durch die Suniten.
Es tut mir leid mein Weltbild wird immer noch durch Fakten bestimmt und nicht durch Ideologie und Verschwörunstheorien!
Nein dein Weltbild besteht aud dummen rumragen ohne darüber nachzudenken was andere schreiben, tut mir ja leid, ist aber so!

@Tschetan:
Im Irak wurde die Baaht Partei verboten und sämtliche Strukturen im Sicherheitsbereicv zerschlagen.
Klar das die keine Chancen bei Wahlen hatten, aber deshalb Militär und Polizei auflösen und der Anarchie Platz geben?

Nicht mal nur, bzw. unbedingt, das, die Sunniten wurden systematisch von den Shiiten, aus Rache, aus allen Behördenpositionen rausgeworfen.
Kann man das nach Jahrzehnten der Unterdrückung verstehen?
Ja!
Ist es für einen Friedens- und Versönungsprozess im Land hilfreich?
Nein!
Ist des "demokratisch legitimiert?
Nur in Don-Rage-Lügen-stielzchens Fantasie... :schief:
 
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