Eine sichere Versorgung ist das trotzdem noch nicht. Wir haben Glück das der Winter bisher relativ mild war und die Speicher voll sind.
Welcher Winter, bei 10°C zu Weinachten und angekündigten 16°C zu Silvester, neben Regen?
Also entweder haben wir Herbst, oder April, aber Winter sicher nicht.
@Sparanus:
Doch natürlich geht das, hat seine Nachteile, aber auch Vorteile. Beobachte vergangene Kriege.
Möglich ist es sicher, aber die Nachteile, ab einer bestimmten Streckenlänge, überwiegen oft ganz klar die Vorteile, gegenüber einer Logistik mit Zügen / Schiffen & Einschränkungen auch Flugzeug (die umschlagbare Masse, sowie Aufwand Personal, im Verhältnis zur dafür genutzten und notwendigen Infrastruktur / Straßen)
Da ist es recht egal ob man sich dafür den Russlandfeldzug '41 / '42 anschaut, wo auch die Problematik bestand das nicht genug Güter über die Bahn transportiert werden konnten (Spurbreiteproblematik in Russland) und LKWs einfach im Schlamm versanken.
Oder den Afrikafeldzug von Rommel nimmt, der zeigte wie verwundbar / leichte Ziele die Nachschubkolonen, aus LKWs, von Hafen in Lybien bis Truppen in El Alamein, gegenüber Angriffen aus der Luft sind, wenn man keine Lufthoheit hat.
Oder die Logistik der Alliierten in Frankreich, bis zur Eroberung von Antwerpen, nimmt.
Wo ein Großteil der Logistik mit LKW, von Cherbourg, bis Eroberung Antwerpen, durchgeführt werden musste und auf den letzten Kilometern, Richtung Antwerpen, bereits ans Limit kam, weil der Ausbau der Straßen die fahrbare Frequenz der Fahrzeuge anfing zu limitierten.
Oder sich die erste Hälfte des Korea-Krieges anguckt, in welchen die amerikanische Logistik, im Norden Koreas (zu wenig Züge, zerstörte Gleisstrecken, geringer Gleisausbau allgemein), nicht mehr hinterher kam, fast nur noch über LKWs den Bedarf zu decken.
Eine ähnliche Straßenproblematik wie in Frankreich '44, nur mit noch schlechteren Straßenausbau, was auch mit ein Grund war, warum es den Chinesen gelang die US-Streitkräfte so schnell zu einem kompletten Rückzug, bis zurück zum 38. Breitengrad, zu zwingen.
Gegenüber diesen Beispielen waren einige der wenigen male, wo eine nahezu reine Logistik über LKWs, in einem umfassenderen relativ gesehen modernen militärischen Konflikt, so halbwegs gut funktionierte, selbst über mehrere hunderte Kilometer (Burmastraße 1154km) Strecke, zum einen der alliierte Nachschub über die angesprochene Burmastraße (allerdings nicht dauerhaft extrem frequentiert und nur Teilversorgung), nach China, im Japanisch-Chinesischen Krieg '39-'45 und während des Vietnamkriegs, auf Seiten Nord-Vietnams / Vietkong, über den Ho-Chi-Minh-Pfad (auch nur Teilversorgung, da gerade die Versorgung mit Nahrung oft lokal erfolgen konnte und ein Großteil des Transports nur "relativ" leichte Waffen, Munition und Bekleidung betraff).
Entpsprechend daraus ergibt sich aus militärischer Sicht, so es möglich ist, auch heute noch, ist die streckentechnisch möglichst maximal mögliche Überbrückung, per Zug / Schiff & mit Einschränkungen Flugzeug, immer noch, nach wie vor, die präferierte logistische Lösung und das man die Strecke, für den Transport, nur mit LKWs, weiterhin so gering wie machbar hält.
Was man gerade im Ukrainekrieg auch wieder beobachten kann (sowohl auf Seiten der Ukraine, wie Russland).
Wobei es aber besonders der russischen Seite da nicht an den Zügen mangelt, sondern vor allen der Logistik davor und danach.
Allem vorran was ein effizientes und schnelles auf-, um- und abladen betrifft.