... Russland ... erzwingt einen "Getreide-Deal"
Könnest du bitte für diese Aussage ein Quelle liefern? Die allgemein bekannten Darstellungen der UN dazu lauten ganz anders. Danke.
Opera-Link inkl. Übersetzung
Since Russia’s invasion of Ukraine began, exports of grain from Ukraine, as well as food and fertilizers from Russia, have been significantly hit. The disruption in supplies pushed soaring prices even higher and contributed to a global food crisis. The Black Sea Grain Initiative, brokered by the...
news-un-org.translate.goog
Ich kann da keinen Widerspruch erkennen? Russland laesst Getreideausfuhren aus der Ukraine auf dem Seeweg nicht etwa aus Barmherzigkeit zu - sondern um den Preis, dass gegen Russland gerichtete Ausfuhrbeschraenkungen (a. k. a. Sanktionen) gelockert werden. Dafuer brauchst Du eine Quelle - ernsthaft?
Bittesehr. Ich uebersetze das mal ganz ohne Opera:
entweder duerfen wir selbst wieder Getreide verkaufen oder wir hindern die Ukraine daran.
Bitte entschuldige, aber deine Ausführungen zum Getreidedeal decken sich nicht mit der offiziellen Aussage der UN und auch die von dir angegebene Quelle gibt leider nur die halbe Wahrheit wieder.
Einleitung:
Der
"Getreidedeal" umfasst alle Getreidearten, verwandten Lebensmitteln und Düngemitteln, einschließlich Ammoniak. Zum Zweck einer sauberen Abgrenzung möchte ich mich ausschließlich auf Weizen konzentrieren.
Wie alles begann:
"
Russland ist der weltweit größte Exporteur von Weizen und macht mehr als 18 Prozent der internationalen Exporte aus. Laut dem Observatory of Economic Complexity ( OEC ) exportierten Russland und die Ukraine im Jahr 2019 zusammen mehr als ein Viertel (25,4 Prozent) des weltweiten Weizens."
Bereits vor dem russischen Angriffskrieg herrschte eine bedeutende Hungersnot auf der Welt. Die am stärksten betroffenen Länder wurden u.a. von Russland und der Ukraine beliefert.
Russland ist nicht nur der größte Weizen-Exporteur der Welt, sondern auch die Nation, welche die Hauptlast bei der Versorgung der am meisten von Hunger betroffenen Länder auf der Welt trägt.
Mit dem Krieg in der Ukraine und den daraufhin verhängten Sanktionen gegen Russland durch westliche Länder verschärfte sich diese Situation weiter. Die Ukraine konnte ihre Seehäfen auf Grund von "
erheblichen Gefahren etwa durch Minen und möglichen Beschuss" nicht verlassen. Die
westliche Sanktionen gegenüber Russland richteten sich zwar nicht explizit gegen russische Lebensmittel und Düngemittel, erschweren aber die Lieferungen, da sie sich auf Finanzen, Logistik und Versicherungen auswirken.
Herr Selenskyj und der Westen warfen Russland vor "
Afrika in dem Konflikt als Geisel zu nehmen." Weiter wurde ausgeführt, dass "In den ukrainischen Häfen stecken derzeit
Millionen Tonnen Getreide fest, die insbesondere für Afrika bestimmt sind."
Der "Getreidedeal":
Der "
Getreidedeal" wurde am 22. Juli 2022 in Istanbul von der Russischen Föderation, Türkei, der Ukraine und den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Durch diese Initiative wurde ein Mechanismus für den sicheren Transport von Getreide, verwandten Lebensmitteln und Düngemitteln, einschließlich Ammoniak, aus bestimmten Häfen der Ukraine geschaffen. Der Zweck der Initiative ist es, zur Vermeidung des weltweiten Hungers beizutragen, die globale Ernährungsunsicherheit zu verringern und anzugehen und die Sicherheit von Handelsschiffen zu gewährleisten, die Getreide und Lebensmittel liefern. Ein Teil der im Rahmen der Initiative exportierten Lebensmittel wird in Länder mit Ernährungsunsicherheit gehen.
Soweit der Inhalt vom UN-FAQ. Nun wird es aber komisch. Die
russische TASS berichtet zum "Getreidedeal" inhaltlich identisch zum UN-Dokument, jedoch gibt es einen Zusatz:
"Das Getreideexportabkommen mit der Ukraine sieht fortgesetzte Bemühungen zur Erleichterung des Exports russischer Lebensmittel, Düngemittel und Düngemittelrohstoffe vor, sagte ein hochrangiger UN-Beamter.
„Das Dokument enthält eine Bestimmung, die unsere (UN-TASS-Anmerkung) Bemühungen bestätigt, den Export von Lebensmitteln, Düngemitteln und Rohstoffen für die Herstellung von Düngemitteln aus der Russischen Föderation zu erleichtern“, sagte die Quelle. Ihm zufolge wird die UN mit Privatunternehmen und Mitgliedsländern der Weltorganisation zusammenarbeiten, um die Situation rund um den Export von Lebensmitteln und Düngemitteln aus Russland zu klären.
"Wir wollen, dass diese Ausnahmen von Sanktionen wirklich funktionieren. Es gibt mehrere Gründe, warum diese Komplexitäten und Probleme bestehen. Zu den Lösungen gehören unter anderem der Dialog mit dem Privatsektor und den Mitgliedsländern, geeignete Signale dafür. Wir begrüßen dies als Schlüssel dazu die Vereinigten Staaten und die Europäische Union in dieser Angelegenheit zu klären", sagte er."
Die
Forderung von UN-Generalsekretär António Guterres stützt die Version der Russen - "Nach den ersten Getreidelieferungen aus der Ukraine hat UN-Generalsekretär António Guterres auch einen ungehinderten Zugang russischer Agrarprodukte und Düngemittel zu den Weltmärkten gefordert." schreibt der Stern am 20.08.2022.
Wer hat bisher wie von Deal profitiert?:
Ich persönlich empfinde das Ergebnis sehr ernüchternd.
Spanien, Türkei, China, Italien und Holland haben bisher jeweils zwischen ca. 1.8Mio und ca. 700t Tonnen über den Deal erhalten. Bisher wurden 10.3Mio Tonnen verschifft. Hauptsächlich wurde geliefert wurde Mais und Getreide.
Wer hat wieviel Tonnen Weizen des lebensnotwendigen Weizen erhalten?
Die Millionen Tonnen Getreide zur Linderung der Hungersnot insbesondere in Afrika - vgl. oben, - des Herrn Selenskyj findet man leider nicht. Denn über 70% der Lieferungen waren Mais, Rapserzeugnisse, Sonnenblumenöl und nicht näher spezifizierte Waren.
Hat Russland einen "Getreidedeal" erzwungen?
Die Quellen sagen ganz klar - nein - Russland hat den Getreidedeal nicht erzwungen. Russland ist genau wie die Ukraine ein Teil des Deals und spielt bei der Eindämmung der Hungersnot eine bei weitem größere Rolle als die Ukraine. Jedoch scheint es so, dass die Vereinbarungen mit Bezug auf die behindernden Sanktionen - vgl. Forderung der UN - vom Westen noch nicht umgesetzt worden sind. Deshalb muss es Russland thematisieren - „Wir werden den Export von ukrainischem Getreide unterstützen, gehen aber davon aus, dass alle Beschränkungen für den Export von russischem Getreide aufgehoben werden“, so Putin gegenüber der Agentur
Interfax.
@JePe: das ist deine Quelle. Schaue mal bitte was du daraus gemacht hast. Richtig, eine falsche Aussage, denn die Presse titelte was anderes als du. Und der Beitrag gibt was anders her.