Im Irak könnte man sie zwar einsetzen, aber da Isis keinerlei Lufteinheiten hat und afaik nicht einmal nenneswerte Luftabwehrkapazitäten, braucht man die teuren Dinger (und den langen Anflug aus Europa) da nicht. Kleinere Jagdbomber sind auch aufgrund der flexibleren Zielauswahl das sinnvollere Waffensystem.
Nö, die B2-Verlegung würde ich schon als ein "ihr seid übrigens nicht die einzigen, die ein Vierteljahrhundert nach Ende des Kalten Krieges noch Manöver an Grenzen abhalten können"-Signal werten. Aber eben ein symbolisches, ein "uns ist die Sache wichtig". Kein militärisches, denn zum einen würde man nie wegen so einer Kleinigkeit wie die Ukraine einen offenen Krieg führen, zum anderen sind B2 dafür weder von großer militärischer Bedeutung - noch ist ihre Verlegung etwas, dass man langfristig vorbereiten müsste. Die könnten Ziele im Osten der Ukraine auch ohne größere Vorbereitung von nordamerikanischen Stützpunkten erreichen und sie könnten binnen <12 h die Basis wechseln, wenn das denn für irgendetwas erforderlich wäre.
Ähnlich wie bei dem Auftauchen russischer Truppen "zum Schutze der Bevölkerung vor Faschisten" auf der Krim, das derart schnell und ohne irgendwelche Hinweise auf faschistische Aktivitäten geschah, dass es aus Sicherheitsgründen ganz offensichtlich (noch lange) nicht nötig war, gilt also auch bei der B2-Verlegung: Es gibt kein "für", die Verlegung selbst ist ihr Zweck. In dem Fall zum Glück keine Besetzung fremden Territoriums, sondern ein politischer Symbolakt.
(Bedenklich wäre es dagegen, wenn sich ein paar Abrams-lastige Divisionen einschiffen würden.)
Hat eigentlich irgendjemand mitbekommen, ob Russland seine Tu-95 und Tu-160 Patroulien ausgedehnt hat?
In der Vergangenheit hat Putin da ja schon bei kleineren (oder gar keinen) Anlässen mehrmals die Muskeln spielen lassen.
(auch wenn das
Ergebnis irgendwie eher musealen den propagandistischen Wert hat

)