Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Etwas was einen sehr nahe geht und wieder den Schrecken dieses fürchterlichen Krieges zeigt:

Weit entfernt von der Frontlinie im Donbass, im westukrainischen Winnyzja, sind am Donnerstagvormittag russische Raketen eingeschlagen und haben mindestens 23 Menschen getötet, darunter drei Kinder. Eines davon war die vierjährige Lisa. Ein Video von kurz vor ihrem Tod wird derzeit verstärkt in den sozialen Medien geteilt. Auch das ukrainische Verteidigungsministerium lud es hoch und bestätigte den Tod des Mädchens.

Lisas Mutter hatte das Video am Donnerstagmorgen gepostet. Darin ist zu sehen, wie das Mädchen in heller Kleidung und Jeansjacke ihren Kinderwagen schiebt.

Auf Fotos nach dem Raketenangriff liegt der gleiche schwarzpinke Kinderwagen auf dem Boden, auf dem Stoff sind Blutspuren zu sehen. Lisas Mutter wurde bei dem Angriff nach Angaben des Verteidigungsministeriums schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Wie es ihr aktuell geht, ist unklar.

Lisa und ihre Mutter waren offenbar auf dem zu einer logopädischen Behandlung, wie das Video nahelegt. Das Mädchen hatte das Downsyndrom. Die Mutter teilte vor dem Angriff in den sozialen Medien regelmäßig Fotos ihrer Tochter. Sie gab Einblicke in das Leben ihres »kleinen Engels« und reflektierte über verschiedene Themen, darunter den gesellschaftlichen Umgang mit dem Downsyndrom. Die neuesten Fotos des Instagram-Accounts zeigen Mutter und Tochter in lila Kleidern in einem Lavendelfeld.
Quelle: Die letzten Minuten im Leben der vierjährigen Lisa

Für Putin ist das bestimmt nur ein "Kollateralschaden". :(
 
Jede Kugel im Lauf ist zumindest weniger Klimaschädlich als ne Kugel, die ausn Lauf gekommen ist.^^
Bei mir ist z.B. die Zielscheibe so ziemlich dad sicherste Objekt im Umkreis von180° vorm Lauf.?
Nicht jeder Soldat steht mit der Waffe im Feld - es braucht auch Köche,Techniker,Lageristen usw....alles was ein Militär zum fungtionieren braucht - da ist auch für dich was dabei^^
 
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... schönes wochenende.

Eine kleine Gegenrede dazu @Jahtari

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offenbar hat auch er in die falsche richtung gedacht:

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17:20 Uhr

Medwedew: NATO und die Ukraine konstante Bedrohung


Die NATO und die Ukraine bleiben nach den Worten des Vizechefs des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, eine dauerhafte Bedrohung für Russland. Solange die NATO und die Ukraine die 2014 annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim nicht als Teil Russlands anerkennen würden, sei das eine Gefahr für das Land, sagte der frühere Präsident bei einem Treffen mit Veteranen in Wolgograd. "Wenn irgendein anderer Staat glaubt, sei es die Ukraine oder seien es die Staaten der NATO, dass die Krim nicht russisch ist, dann ist das für uns eine systematische Bedrohung", sagte er.

Medwedew sagte, dass die NATO-Staaten über Atomwaffen verfügten, die gegen Russland gerichtet seien. Wenn an der Spitze der Ukraine wieder "ein verrückter Nationalist oder irgendeine schwache ausführende Figur steht", dann sei das ein Risiko, dass der Konflikt eskaliere.
Putin ist auch so ein verrückter Nationalist.

15:47 Uhr

Armeechef: Schlechte Gesundheit Putins ist "Wunschdenken"


Spekulationen über einen schlechten Gesundheitszustand des russischen Präsidenten Wladimir Putin sind nach Einschätzung des britischen Generalstabschefs Tony Radakin Wunschdenken. "Einige der Kommentare, dass es ihm nicht gut geht oder dass ihn sicherlich jemand ermorden oder ausschalten wird, sind meiner Ansicht nach Wunschdenken", sagte Radakin dem Sender BBC. Als professionelle Militärs sähen er und seine Kollegen "ein relativ stabiles Regime in Russland". Kreml-Chef Putin habe es geschafft, "jede Opposition zu unterdrücken", sagte Radakin. "Niemand an der Spitze hat die Motivation, Präsident Putin herauszufordern."

Über den Ukraine-Krieg sagte der Generalstabschef, dass Russlands Bodentruppen nach Rückschlägen in der Ukraine nun womöglich eine geringere Bedrohung darstellen könnten. Aber Russland sei "weiterhin eine Atommacht", sagte Radakin. Das Land habe überdies "Cyber-Fähigkeiten, Weltraum-Fähigkeiten und spezielle Unter-Wasser-Programme". Diese Programme könnten die Unterwasserkabel bedrohen, über die Daten über die Kontinente hinweg transportiert werden, sagte der Generalstabschef. Der nächste Premierminister Großbritanniens müsse sich bewusst darüber sein, dass Russland derzeit die "größte Gefahr" für das Vereinigte Königreich sei und auf Jahrzehnte hinaus eine Herausforderung bleiben werde.
Das die auch Unterwasserkabel kappen könnten, da hatte ich noch gar nicht dran gedacht.

11:38 Uhr

Russland droht wegen Putin-Karikatur mit Klage


Die russische Botschaft in der Schweiz hat einen offenen Brief an den Chefredakteur der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ), Eric Gujer, veröffentlicht und darin mit einer Klage gedroht. Auslöser für die Beschwerde der Botschaft ist "die Veröffentlichung der beleidigenden Karikatur vom Präsidenten der Russischen Föderation" in einem Artikel vom 9. Juli. In dem Artikel hatte die "NZZ" über die "Macht der Memes im Ukraine-Krieg" berichtet und auf der Titelseite zwei solcher Memes abgedruckt.

Das eine Bild zeigt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als "Captain Ukraine" in Anspielung an die Comic-Heldenfigur Captain America. Das andere Bild zeigt Wladimir Putin mit einer roten Clownsnase und Regenbogenfarben im Gesicht. "Wir sind äusserst empört über die Veröffentlichung der beleidigenden Karikatur", heißt es in dem Brief. Vor allem die Regenbogenfarben, ein Zeichen der LGBTIQ-Bewegung, sind der Botschaft offenbar ein Dorn im Auge. Putin sei ein "ein tiefgläubiger orthodoxer Mann" und "kein Anhänger von der LGBT-Gemeinschaft". Der russische Präsident setze sich für die "Bewahrung traditioneller christlicher Werte in der russischen Gesellschaft ein".
Der Arme. Tut mir richtig leid.
 
Putin ist auch so ein verrückter Nationalist.
Eigentlich spricht doch Medwedew doch von sicher selber oder, wenn er von schwacher Marionette spricht. Russland schürt also wieder Angst vor den Probleme, die sie selber massiv haben.

Mit der Ansprache wollen sie sowieso nur Angst schüren, damit die USA nicht die Raketen mit 300km Reichweite liefern.

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Das die auch Unterwasserkabel kappen könnten, da hatte ich noch gar nicht dran gedacht.
Es gibt so viele Möglichkeiten unser aktuelles Leben aus den Fugen zu schmeißen. Nur wenn die Russen zu solchen Mitteln greifen, dann haben wir wohl andere Probleme, als Ausfälle beim Internet.

Was das Thema Gesundheitszustand angeht, ich gehe davon aus, er hat schon einen Nachfolger ausgewählt und die Duma sitzt weiterhin voller "Monster", da würde sich also nicht viel ändern, selbst wenn es ihn zeitnahe dahinraffen würden. Das er irgendwas in Richtung Parkinson hat, würde ich aber schon vermuten.
Der Arme. Tut mir richtig leid.
eigentlich irrelevant
 
Das die auch Unterwasserkabel kappen könnten, da hatte ich noch gar nicht dran gedacht.
Davon ausgehend, dass es um das Seekabel Marea zwischen den USA und Europa geht: Deren Betreiber sind US-Unternehmen, somit wäre eine Unterbrechung ein direkter Angriff auf die Telekommunikationsstrukturen der Vereinigten Staaten. Das wiederum wäre völkerrechtlich gesehen ein kriegerischer Akt und würde somit Artikel 5 des Nordatlantikvertrages auslösen - immer vorausgesetzt, man kann die russische Täterschaft beweisen bzw. plausibel darlegen.
 
Eine andere Möglichkeit das Internet zu stören wäre, falsche Routen per BGP bekanntzugeben. Auch dadurch lässt sich einiges stören, mindestens bei den Providern, die mit russichen peeren. Dazu kommt, dass meines Wissens (müsste jetzt nachgucken) einer der Anycast-Instanzen der root-DNS-Server in Moskau steht. Gibt der falsche Antworten, lässt sich die Namensauflösung stören, auch wenn es nicht alle Queries betrifft (weil eben nicht alle zu dem gehen).
 
Das Internet wurde doch grade aus der Idee entwickelt diese Angriffe zu überstehen.
Nein, nicht wirklich, denn man muss bestimmten Stellen vertrauen, die DNS-Server sind z.B. sowas. Daher funktioniert auch die DNS-Zensur durch die Provider in Deutschland. Da ist seitens der Clients weder DNSSEC noch DNS over TLS implementiert. Und wer die DNS-Root-Server (oder auch nur einer der Anycast-Instanzen davon) kontrolliert, kann eben allen Anfragern falsche Antworten liefern. Diese halten die dann für echt. Das Internet ist als weltweites Kommunikationsnetz ausgelegt, bei dem Kooperation und nicht Zerstörung im Vordergrund stehen.
 
Man sollte auch nicht vergessen das die USA immer noch 50+ Jagd U-Boote im aktiven Dienst haben, da wird sich schon das ein oder andere, um den aktiven Schutz der Kommunkiationskanäle auf dem Meeresgrund kümmern.
Darüber hinaus gibt es auch immer noch das SOSUS Warnnetz, man ist also im Bilde, was so im Atlantik an unfreundlichen Tauchkörpern so rumschwimmt.
 
Das Internet ist als weltweites Kommunikationsnetz ausgelegt, bei dem Kooperation und nicht Zerstörung im Vordergrund stehen.
Aber das Internet ist doch so dezentral organisiert, dass man es nicht mehr komplett abschalten kann.

Man sollte auch nicht vergessen das die USA immer noch 50+ Jagd U-Boote im aktiven Dienst haben, da wird sich schon das ein oder andere, um den aktiven Schutz der Kommunkiationskanäle auf dem Meeresgrund kümmern.
Darüber hinaus gibt es auch immer noch das SOSUS Warnnetz, man ist also im Bilde, was so im Atlantik an unfreundlichen Tauchkörpern so rumschwimmt.
Das vermute ich auch.
 
Aber das Internet ist doch so dezentral organisiert, dass man es nicht mehr komplett abschalten kann.
Ja, aber man kann Teile dessen stören. Wenn du jetzt als Provider mit nem russischen Provider peerst und der dir falsche Netze per BGP bekannt gibt, dann gehst du davon aus, dass du die über den routen kannst. Dann kann der den Kram aber z.B. auch verwerfen und du hast zu den Netzen keinen Zugang mehr. Oder er schickt gefälschte Antworten auf TCP/UDP-Pakete. Man kann nicht alles komplett stören, aber Teile, und das wird schon mega eklig.
 
Davon ausgehend, dass es um das Seekabel Marea zwischen den USA und Europa geht: Deren Betreiber sind US-Unternehmen, somit wäre eine Unterbrechung ein direkter Angriff auf die Telekommunikationsstrukturen der Vereinigten Staaten. Das wiederum wäre völkerrechtlich gesehen ein kriegerischer Akt und würde somit Artikel 5 des Nordatlantikvertrages auslösen - immer vorausgesetzt, man kann die russische Täterschaft beweisen bzw. plausibel darlegen.

Letzteres ist der Punkt: Man gibt sich zwar Mühe, die U-Boote der Russen rund um die Uhr zu tracken, aber ist die Überwachung noch so lückenlos wie zu Zeiten des kalten Krieges? Und was ist mit (scheinbar) zivilen Überwassereinheiten? Es sind schon so oft Unterseekabel beschädigt wurde, ohne dass der schuldige ausgemacht werden konnte und für ein Land, dass sowieso die Isolation von internationaler Kommunikation will, sind Unterseekabel naheliegende Ziele.

Mal ganz abgesehen davon, dass es zwischen Europa und Asien so gut wie keine gibt - und die Überlandkabel alle durch Russland und den verbündeten Iran müssen.
 
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Chefs von Geheimdienst und Generalstaatsanwaltschaft entlassen. Aus diesen Behörden seien mehr als 60 Mitarbeiter in den russisch besetzten Gebieten geblieben und kollaborierten mit dem Feind, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache.

Das Präsidialamt in Kiew veröffentlichte Erlasse, mit denen der Leiter des Inlandsgeheimdienstes SBU, Iwan Bakanow, und Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa ihrer Ämter enthoben wurden.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar gegen den russischen Angriffskrieg. Selenskyj hat in der Zeit so gut wie keine Personalwechsel vorgenommen.

Er nannte nun Zahlen zu den Überläufern: Es gebe insgesamt 651 Strafverfahren gegen Mitarbeiter von Staatsanwaltschaft und anderen Strafverfolgungsbehörden wegen Hochverrats und Kollaboration mit russischen Diensten. In 198 Fällen seien Betroffene informiert worden, dass sie unter Verdacht stehen.
Quelle: Selenskyj entlässt Sicherheitschef und Generalstaatsanwältin wegen Russland-Kollaboration

Allerdings frage ich mich ob die das in den besetzten Gebieten freiwillig tun? Oder ob ihnen (mit dem Leben) gedroht wird? Letzteres vermute ich eher.
 
Zuletzt bearbeitet:
Quelle: Selenskyj entlässt Sicherheitschef und Generalstaatsanwältin wegen Russland-Kollaboration

Allerdings frage ich mich ob die das in den besetzten Gebieten freiwillig tun? Oder ob ihnen gedroht wird? Letzteres vermute ich eher.
Aber auch dann wäre die Entlassung pro forma der richtige Schritt, weil es die Legitimation beendet und außerdem Druck von den Leuten nimmt. Sie können dann aufgrund entzogener Befugnisse den WiIlen der Besatzer nicht mehr im selben Maße erfüllen.

Letzteres ist der Punkt: Man gibt sich zwar Mühe, die U-Boote der Russen rund um die Uhr zu tracken, aber ist die Überwachung noch so lückenlos wie zu Zeiten des kalten Krieges? Und was ist mit (scheinbar) zivilen Überwassereinheiten? Es sind schon so oft Unterseekabel beschädigt wurde, ohne dass der schuldige ausgemacht werden konnte und für ein Land, dass sowieso die Isolation von internationaler Kommunikation will, sind Unterseekabel naheliegende Ziele.
Guter Punkt. Die Überwachung hat sich seit dem Kalten Krieg nicht wesentlich geändert, was die physischen Kapazitäten angeht und sind stellenweise sogar besser geworden, weil die elektronischen Verarbeitungsmöglichkeiten gestiegen sind, die Sinn in die gewaltigen Mengen gesammelten Daten bringen. Nur hilft das tatsächlich nichts, wenn beispielsweise das, was Schleppnetzfischer auch schon versehentlich hinbekommen haben, einfach mit Vorsatz wiederholt wird.

Allerdings unterliegen solche Vorfälle nicht unbedingt einer Strafgerichtsbarkeit mit lückenloser Beweispflicht. Vor der UN oder eben der der NATO genügt bereits der begründete Verdacht - zumal von einer Kappung der Seekabel ja nicht nur die Widersacher Russlands betroffen wären. Somit wäre die Bereitschaft für eine Resolution sehr hoch, was Russland natürlich weiß.
 
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Es geht doch nicht darum, dass die Chefs kollaboriert haben sondern ein paar von deren Untergebenen?
 
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