Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Das russische Außenministerium hat ein Einreiseverbot für den britischen Premierminister Boris Johnson erlassen. Auch Außenministerin Liz Truss, Verteidigungsminister Ben Wallace und zehn weitere britische Politiker dürften nicht mehr nach Russland einreisen, teilt das Ministerium weiter mit. In Kürze würden weitere Personen auf die Liste gesetzt.

Hintergrund der Maßnahme sei "das beispiellose unfreundliche Vorgehen der britischen Regierung, insbesondere die Verhängung von Sanktionen gegen hochrangige russische Vertreter".
Quelle: Einreiseverbot für Johnson

Das ist aber auch ein Rüpel. :lol:
 
In der Sonntagsrede von der Zeitenwende 27.02.2022 wurden 100 Milliarden Sondervermögen plus 2% des BIP schon ab diesem Jahr für den laufnden Haushalt angekündigt
Das mit 100 Milliarden plus 2 Prozent wurde so verstanden wurde aber nicht so gemeint.
Bis jetzt ist alles nur heiße Luft! Und Mützenich und Konsorten sabotieren schon hinter den Kulissen wo sie nur können.
Merz sieht das Sondervermögen aber auch kritisch und ganz ehrlich wenn ein paar Abgeordnete der SPD quer schießen wird die Union das nutzen um der Ampel eins auszuwischen anstatt das auf den Weg zu bringen, hat man ja bei der Impfpflicht gesehen. Es ist ja nicht so, dass die Union und ihre Wähler dagegen waren, nein sie waren dafür und trotzdem hat man das ganze benutzt um die Ampel blöd dastehen zu lassen.
Kann man ja machen als Opposition, aber das absolut destruktiv.
 
Das mit 100 Milliarden plus 2 Prozent wurde so verstanden wurde aber nicht so gemeint.
Verarschen kann ich mich auch alleine!
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17:30-18:30 glasklarer kann man es gar nicht sagen!
Es wurde so gemeint und es wird jetzt versucht auf Grund von Mützenich, Stegner, Kühnert und Konsorten zurück zu rudern
 
Ist natürlich ein umstrittenes Thema, aber ich sehe da auch gute Punkte drin, wenn es den russischen Familien ordentlich mitgeteilt wird und sie vlt sogar einen Beweis bzw. Gewissheit bekommen.

Im Zuge der "Übungen" wurden wohl auch ein paar Leute (Reservisten) in den Einsatz geschickt, die hätten noch gar nicht geschickt werden dürfen. Da wussten die Familien ja nicht einmal bescheid, dass die überhaupt einem Risiko ausgesetzt wurden. Ebenfalls verweigern die Russen den Angehörigen, die Entschädigung bei Tod, wenn es keine Beweise über den Tod des Soldaten gibt.

Eine weiterer guter Punkt aus der Sicht der Ukraine ist, wenn sie wirklich die Angehörigen in den kleinen armen Städten erreichen, überlegen die sich vlt nochmal, ob sie ihre wenigen jungen Männern freiwillig dahin schicken bzw. ob die sich dort überhaupt verpflichten. Ist dann natürlich eine schwierige Entscheidung, zwischen einem Sold deutlich über dem üblichem Einkommen und gegenüber dem hohen Risiko, zukünftig ohne Söhne auskommen zu müssen. Dies kann man natürlich, dann wirklich psychologische Kriegsführung nennen.

Es schwebte zuletzt die Aussage im Raum, die Ukraine hätte aktuell über 7000 Leichen von russischen Soldaten in Kühltransportern, ich halte das jedoch für stark übertrieben.
 
In den Augen der Russen haben sie es schon, sie "haben deren Sprache verboten, sie haben 13000 Frauen und Kinder getötet und in Odessa wurden einfach über 40 Leute lebendig verbrannt. "

"Aktuell betreiben sie Angriffe auf dem Land der Russen und die vermeidlich unabhängigen Regierungen , obwohl es ja keinen Krieg gibt. "

In dem Abschnitt meines Wortwechsels mit Behemoth ging es um Diplomatie/außenpoliisches Standing; genauer um die Frage was Russland Vorgehen über die Sicherheit anderer Staaten aussagt. Und das lässt sich knapp zusammenfassen als "was auch immer Putin der Ukraine antut, kann jederzeit jedem anderen Staat wiederfahren, der sich nicht aus Moskau fremdregieren lässt." Inkl. Atomwaffen, sollte es soweit kommen.

Innenpolitisch sieht die Sache anders aus, da hat Putins Propaganda der Ukraine einen Sonderstatus gegeben, der jetzt die Möglichkeiten der Regierung zur Kursänderung begrenzt. Aber auch dieser Zustand wurde eben willkürlich und ohne passende externe Anlässe geschaffen, das gleiche Muster könnte sich jederzeit für jede andere Nation wiederholen. Die einzige Möglichkeit, für den Rest der Welt sicher zu sein:
Kein Putin.

Der Rest der Welt sieht die USA und sein Verbündetet als keinen bessere Partei oder heißt einfach China.

Die USA und ihre Verbündeten haben zwar auch ein Problem mit antikapitalistischen Regierungen, starten aber immerhin nicht persönlich einen Angriffskrieg. Erst recht keinen nuklearen. Aber selbst wenn man die durchaus bestehende Gefahr geheimdientlicher Anschläge, Aufrüstung Krimineller, Anstachelung von Nachbarstaaten oder Eskalation von Bürgerkriegen mit imperialistischen Angriffskriegen und versuchtem Völkermord gleichsetzen möchte: Dass man vor B) auch Angst hat, bedeutet nicht, dass man Freund des mindestens genauso gefährlichen A) ist.

Und bis auf wenige Ausnahmen haben die Staaten weltweit auch gar kein inneres Interesse, die USA zu triggern. Für Nordkorea, Iran und vielleicht noch Venezuela, Kuba und Vietnam ist ein willkürlich einmarschierender Putin vielleicht nur eine weitere Gefahr von einer Sorte, wie es sie ohnehin schon gibt. Aber für alle anderen ist Russland die einzige Bedrohung dieser Größenordnung.


Wenn du es schon wusstest....

Er hat zitiert, was für mich auch zweifelsfrei an seiner Argumentation und der Formatierung erkennbar war, um die innenpolitische Situation in Russland darzustellen...


Mit der Ernennung zwei neuer Republiken in der Ostukraine einen Tag vor dem Einmarsch, schaffte Putin klare Tatsachen. Die Ostukraine ist das Minimalziel.

Selbst wenn er Donezk und Luhansk vollständig erobert, glaube ich nicht, dass er das den Russen als "Sieg" verkaufen und danach Frieden schließen kann. In der langjährigen Propaganda wurden die Seperatistengebiete ja bereits als eigenständige Akteure dargestellt und synonym mit den ukrainischen Oblasten verwendet. Es ging bei dem ""Spezialeinsatz"" nicht darum, ""Besatzungstruppen"" von beanspruchten Gebiet zu vertreiben (denn das hätte ja impliziert, dass die Separatisten Gebiete beanspruchen, in denen sie überhaupt nichts zu melden haben, weil die Bevölkerungsmehrheit ukrainisch ist), sondern immer nur darum, sie vor ""Eroberung"" durch die bösen ""Nazis"" zu schützen, in dem letztere komplett vernicht. Oder zumindest ihr Militär restlos schlägt.

Wenn man genau das aber eben nicht macht, sondern im Gegenteil Frieden mit ihnen schließt, dann ist das kein "Sieg", sondern Einknicken vor dem erklärten Feind. Daran ändert es auch nichts, wenn man die Grenze der kontrollierten Gebiete ein paar km nach Westen verschieben können sollte, weil man den russischen Zuschauern dann erst einmal erklären müsste, dass man zuvor ja nur eine winzige Ecke in Grenznähe kontrolliert hatte = "die Ukraine" eigentlich die ganze Zeit ukrainisch war und man da niemandem zur Hilfe gekommen ist, sondern einen Angriffskrieg vom Zaun gebrochen hat. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die russischen Medien die vorübergehenden Gebietsgewinne der ersten Kriegswoche durchaus medial ausgeschlachtet haben. Die taktische Neugruppierung aka den offensichtlichen Rückzug in die jetzigen Positionen festzuschreiben würde also bereits das Versagen der eigenen Streitkräfte wiederspiegeln.

Meiner Meinung nach muss Putin mindestens den gesamten Osten bis an an den Dnejpr erobern, ehe er von einem "Sieg" sprechen kann und selbst für die Überführung eines sich lange hinziehenden Krieges in einen Waffenstillstand mit humanitärer Begründung ("Minsk 3") müsste die Hälfte diese Gebiets fest in russischer Hand sein und die Ukraine klare Zugeständnisse hinsichtlich Rüstung und Bündnispolitik machen. Alles, was unter diesem Anspruch zurückbleibt, ist eine Niederlage für Putin, die er nicht schönreden kann. Und von seiner jetzigen Position aus kann er nicht einmal einen Bruchteil dieses Niveaus fordern.

Gestern las ich dass massive Bombardierungen aus der Luft nach dem 9. Mai befehligt werden könnten, als ob wenn er die Ukraine nicht mehr an Russland binden kann, er sie dann dem Erdboden gleich macht.

Befehlen kann er die jederzeit und die Bodenstreitkräfte praktizieren seit einigen Wochen verbrannte Erde: Was gar nicht oder nicht auf absehbare Zeit unter Kontrolle gebracht wird, wird vernichtet.

Ob und wann größere Luftschläge in der West und zentralen Ukraine folgen, muss sich zeigen. Ich sehe keinen konkreten Anlass bis zum 9.5. zu warten, denn Ergebnisse müsste man wenn denn bis dahin vorweisen, und vermisse Angriffe auf wichtige Infrastruktur seit bald einem Monat. Was auch immer die russische Armee von solchen Entscheidungen abhält - hoffen wir, dass es hält.

(Vielleicht ist die Luftverteidigung der Ukraine gegen hochfliegende Ziele doch schon deutlich besser, als wir wissen?)

Seit wann brauchen die Russen einen Anlass ?

Genau das ist mein Punkt. BIS vor 7 Wochen brauchten die Russen konkrete, nachweisbare Aggressionen aus dem Zielgebiet, ehe sie einmarschiert sind. Keine angemessenen, keinen unzweifelhaften, teils sogar fingierte. Aber zumindest irgendwelche. Wer bei sich zu Hause nicht gerade eine gewählte kommunistische Regierung zu stürzen versuchte oder bereits russische Truppen unter UN-Mandat zur Absicherung alter Bürgerkriegsfrontlinien im Land hatte, der war keiner akuten Bedrohung ausgesetzt, sondern musste erst einmal von sich aus einen Fehler machen.
Seit 7 Wochen ist das anders. Jetzt konnten sich maximal noch Staaten sicher fühlen, die Russland zumindest lokal konventionell-militärisch überlegen sind. Was aufgrund der kontinentalen Ausrichtung der russischen Armee mit sehr eingeschränkten Möglichkeiten für globale Truppenbewegungen recht einfach ist.
Wenn Putin aber auch noch nuklear eskaliert, dann könnte sich nur noch sicher fühlen, wer einen funktionierenden Verteidigungsmechanismus gegen das komplette russische Atomarsenal hat. Denn das hat uneingeschränkte globale Reichweite und genug Feuerkraft um jeden einzelnen Staat dieser Welt zu pulverisieren, in den meisten Fällen sogar mehrere gleichzeitig. Aber so ein Verteidigungssystem hat niemand. (Israel und ggf. die USA hätten die nötige Technik, aber keine Stationierung oder auch nur Stationierungsmöglichkeit in nötigem Umfange.)

Diese Herleitung hinkt gewaltig

Sehe ich anders, sonst hätte ich es nicht geschrieben. Und deine nicht-Argumentation trägt auch keine gegenteiligen Infos bei.

Und das Schicksal könnte eben nicht jeden anderen Staat der Welt sondern wenn schon dann jeden ehem. GUS Staat betreffen, der in der Interessenssphäre Russlands liegt und sich erfolgreich emanzipiert so wie die Ukraine im Moment.

Die ehemalige GUS-Zugehörigkeit der Ukraine spielte im Vorfeld des Angriffskrieges keine Rolle und die erklärte Interessensphäre Russlands reicht in Europa mindestens bis an die Elbe, in Zentralasien bis an den indischen Ozean und umfasst mittlerweile große Teile Nordafrikas. Ohne dass es spezifische äußere Anlässe für die Aufstellung der russischen Ansprüche gab, Erweiterungen auf jeden beliebigen anderen Staat der Welt sind also jederzeit möglich. Möchte man wirklich vergangene Geschichte ausgraben, wären z.B. Kuba und Venezuela einschließlich Putins "ich hab Angst vor allem in 1500 km Umkreis"-Radius naheliegende Kandidaten. Oder "hat mal wirtschaftlich mit den USA zusammengerarbeitet".

Die Warscheinlichkeit eines Atomangriffs auf Japan zB mit der Ukraine zu vergleichen, ist,...

...eine logische Folgerung aus dem Kurilenkonflikt. Jedenfalls dann, wenn "macht nicht alles, was Putin sagt" ein hinreichender Anlass für einen atomaren Angriffskrieg durch Russland ist, denn Japan macht da ganz bestimmt nicht, was Putin sagt.

die Ukraine ist eine sehr spezielle Situation.

Die Ukraine war bis 2014 ein Staat wie jeder andere auch. Ihre "spezielle Situation" wurde von Russland gezielt herbeigeführt, aus einer willkürlichen Ausgangslage. Das kann man auch mit jedem anderen Staat der Welt machen und die bestehenden technischen Einschränkungen für konventionelle Militäroperationen auf angrenzende Nachbarn von zumindest Russland-Verbündeten gilt für die atomare Streitkräfte nicht. Die sind global präsent.

Hmm, im Umkehrschluss sollte ich also so wie du einfach ne Rosabrille anziehen die es mir erleichtert darauf zu vertrauen dass alles ja schon gut wird.

Ich habe keine Ahnung, wie man auf die Idee kommen könnte, ich würde eine Brille welcher Farbe auch immer tragen. Aber ich bin hier auch nicht Thema, Russlands Verhalten schon. Wenn du selbst der Meinung bist, darüber nichts zu Wissen, dann halte es halt mit Nuhr.


Die Amis haben schon immer auf die Erfüllung des 2% Rüstungsziels hingewiesen. Welches Deutschland nicht immer eingehalten hat. Sie haben sich damit schwer getan. Jetzt gucken sich alle um und wundern sich das ihre Pazifisten-Traumblase zerplatzt ist.

Deutschland investiert in seine konventionelle Armee ähnlich viel, wie Russland. Dass das wegen der größeren Wirtschaftskraft Deutschland keine 2% ergibt, stimmt, hat aber wenig mit der fehlenden Kampfkraft der Bundeswehr zu tun. Von der ist zu erwarten, dass sie auch mit 10% wenig auf die Beine stellen würde.

Übrigens würde ich umgekehrt auch die Rüstungsausgaben der USA nicht überbewerten und schon gar nicht deren darauf aufbauende Forderungen akzeptieren bzw. wenn dann mit gleicher Münze heimzahlen. Also erstmal die Budgets aber auch Ausgaben für Küstenwache, Katastrophenschutz, Forschung an Luft- und Raumfahrt, anderen Verkehrsmitteln, Elektronik nebst Software, Kommunikation, Ozeanographie,... und sämtliche Subventionen für auch Rüstungsgüter herstellende Betriebe ins Budget des Verteidigungsministers verschieben. Dann ist der nämlich auch ganz schnell über 2%, ohne einen Cent mehr für die Streitkräfte auszugeben.

Aber dazu gibt es ja bestehende Extrathreads, das hat nur bedingt etwas mit der Ukraine zu tun.
 
17:30-18:30 glasklarer kann man es gar nicht sagen!
Es wurde so gemeint und es wird jetzt versucht auf Grund von Mützenich, Stegner, Kühnert und Konsorten zurück zu rudern
Doch kann man und wenn du mir nicht glaubst dann frag doch mal den Bundesfinanzminister was er am selben Abend noch dem ZDF gesagt hat, ab 3:30.
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17:30-18:30 glasklarer kann man es gar nicht sagen!
Es wurde so gemeint und es wird jetzt versucht auf Grund von Mützenich, Stegner, Kühnert und Konsorten zurück zu rudern
und 19:12 heißt es "bis 2024". also bitte nicht selektiv etwas herausnehmen und sich darüber aufregen. ;)
 
Die 2024 beziehen sich auf die Natovereinbarung, von 2% sie mind. bis dhin zu erreichen, ich habe nichts selektiv herausgenommen.
und wie @Sparanus mit dem video richtig angefügt hat, gehören die 100 milliarden laut lindner mit zu dem 2%-ziel - sie werden also quasi angerechnet.

dass die 100 milliarden nicht gleich von heute auf morgen zur verfügen stehen und ausgegeben werden, sollte auch klar sein. da gerade mal 1 1/2 monate danach die regierung so zu kritisieren finde ich gelinde gesagt ziemlich fehl am platz und wenig hilfreich.
 
Wie ich solche Headlines liebe: Kiew wieder unter Beschuss - Selenskyj: 3.000 tote Soldaten

Damit wird doch suggeriert das die Soldaten kürzlich durch Luftschläge getötet wurden.

Dann aber im Artikel:

Nach seinen Angaben wurden in den ersten sieben Wochen Krieg 2.500 bis 3.000 ukrainische Soldaten getötet - die bislang höchsten Angaben zu Verlusten in den eigenen Reihen.
Wird es relativiert. Haben die ÖR jetzt schon Bildlevel erreicht?

Es ist zwar (trotzdem) schade um die Soldaten aber so kann man auch Panik schüren.
 
Selbst wenn er Donezk und Luhansk vollständig erobert, glaube ich nicht, dass er das den Russen als "Sieg" verkaufen und danach Frieden schließen kann. In der langjährigen Propaganda wurden die Seperatistengebiete ja bereits als eigenständige Akteure dargestellt und synonym mit den ukrainischen Oblasten verwendet. Es ging bei dem ""Spezialeinsatz"" nicht darum, ""Besatzungstruppen"" von beanspruchten Gebiet zu vertreiben (denn das hätte ja impliziert, dass die Separatisten Gebiete beanspruchen, in denen sie überhaupt nichts zu melden haben, weil die Bevölkerungsmehrheit ukrainisch ist), sondern immer nur darum, sie vor ""Eroberung"" durch die bösen ""Nazis"" zu schützen, in dem letztere komplett vernicht. Oder zumindest ihr Militär restlos schlägt.
Putin erfand Vorwände um diesen Krieg zu beginnen der daheim nichteinmal als einer gilt, ebenso wird er Siege erfinden die keine sind. Bei einer Vergrößerung seines Reichs durch ukrainisches annektiertes Territorium wird die russische Propaganda kein Problem haben dies als medialen Gewinn über die Ukraine zu verkaufen, und eine Mehrheit der Russen wird das schlucken. Die Bombardements ukrainischer Städte werden als russische Lektion deklariert, und ein mögliches Absehen einer vollständigen Vernichtung oder Invasion der Ukraine, als russische Weitsicht und Friedenswille verkauft um diesen Krieg nicht zu einem größeren Konflikt ausarten zu lassen (eine Niederlage im Westen mit Schleifchen, ist dann keine Niederlage) Ungefähr so plump und einfach könnte eine Rechtfertigung des Kremls ggüber dem russischen Volk aussehen (was heisst übhaupt Rechtfertigung lol), so oder so braucht es dazu nicht viel gemessen an zB Anzahl russischen PKWs mit einem Z Symbol. Die Ukraine wurde dort 8 Jahre lang so demonisiert dass Hass sich weit verbreitet und gefruchtet hat.

Meiner Meinung nach muss Putin mindestens den gesamten Osten bis an an den Dnejpr erobern, ehe er von einem "Sieg" sprechen kann und selbst für die Überführung eines sich lange hinziehenden Krieges in einen Waffenstillstand mit humanitärer Begründung ("Minsk 3") müsste die Hälfte diese Gebiets fest in russischer Hand sein und die Ukraine klare Zugeständnisse hinsichtlich Rüstung und Bündnispolitik machen. Alles, was unter diesem Anspruch zurückbleibt, ist eine Niederlage für Putin, die er nicht schönreden kann. Und von seiner jetzigen Position aus kann er nicht einmal einen Bruchteil dieses Niveaus fordern.
Und hoffentlich bleibt er auch in dieser schlechten Position. Allerdings ist es noch zu früh für uns die Sigerfahnen rauszuholen. Nur weil die Russen mit ihrer veraltetten 200.000 Mannarmee Kiew nicht auf die Knie zwangen bedeutet es ja nicht dass sie von ihren Plänen im Osten abrücken. Mehr oder weniger beginnt der echte Krieg erst jetzt mit der Großoffensive, und einer russischen Armee welche sich auf lange Monate mit Gefechten einstellt. Es wird sehr warscheinlich anders als bisher.

Andererseits ist Putins schlechte Position auch sehr schlecht für Kiew. Wieviel bleibt von ukrainsichen Städten abseits des Osten denn noch übrig nach Monaten unter russischen Bombardierungen ? Ich glaube auch dass er bis zu Dniepr vorstoßen will/muss, und dass er alles dran setzen wird und ohne dieses Ziel sein Militär nicht abrückt komme was wolle. Die perfide Kriegsführung wird vermutlich so aussehen dass bei ausbleibendem Erfolg, westl u zentrale ukrainische Städte tatsächlich dem Erdboden gleich gemacht werden könnten, um Kiew in die Initiative zu zwingen auf russ Forderungen einzugehen, oder schlicht Putins kranke Rache ala wenn nicht ich dann niemand. Inwiefern die Russen das bewerkstelligen können hängt weitestgehend von unseren Waffenlieferungen ab. Aber, und das halte ich für wichtig, auch hier könnte ein kritischer Punkt erreicht werden, denn um so größer das Gemetzel, um so größer auch der interne Druck in unseren Reihen um keine Partei in diesem sinnlosen Krieg mehr zu beziehen. Das ist garnicht abwegig und wäre nicht zum ernsten mal, wir werden sehen.

Ob und wann größere Luftschläge in der West und zentralen Ukraine folgen, muss sich zeigen. Ich sehe keinen konkreten Anlass bis zum 9.5. zu warten, denn Ergebnisse müsste man wenn denn bis dahin vorweisen, und vermisse Angriffe auf wichtige Infrastruktur seit bald einem Monat. Was auch immer die russische Armee von solchen Entscheidungen abhält - hoffen wir, dass es hält.
Ich las dazu bereits zwei ausl. Artikel in den letzten zwei Tagen, es hänge jetzt vom Erfolg der russ Armee ab in den kommenden Wochen. Aber nach gesunder Logik was bleibt denn Putin anderes übrig ? Wir wissen dass er nicht aufhört also besinnt sich unser Spektrum seiner Möglichkeiten nicht auf das "ob" Putin weitere Schritte durchführt sondern "wie". Zu was die Russen fähig sind dürften mitlerweise auch die Geschichts-Unbelesenen mitbekommen haben. Einsicht Putins, ist so ausgeschlossen wie ein 6er im Lotto mit Superzahl. Eine Niederlage ist aus russ Sicht so absolut ausgeschlossen dass ich den Einsatz von startegischen Waffen als eine späte Option unter bestimmten Bedinungen, für sehr wohl warscheinlich halte und da bin ich bei weitem nicht alleine. Das ist eben Russland und nicht irgendein Bananistan. Und die Ukraine ist nicht Syrien, sondern wird vom Kreml als abtrünniges Gebiet aufgefasst wie damals Tschetschenien. Die Russen lassen das kathegorisch nicht zu weil ihre Politik ihnen nichteinmal eine Wahl erlaubt.

(Vielleicht ist die Luftverteidigung der Ukraine gegen hochfliegende Ziele doch schon deutlich besser, als wir wissen?)
Wenn sie es nicht ist, sollte sie an den runden Tisch und ich glaube das würde sie auch tuen (hoffe ich). Die Verteidigungslage ist ansonsten zu sinnlos. Auch die die kämpfen wollen sollten ab gewissen Punkt vor dem sinnlosen Sterben verschont werden. Ich meine die Ukraine ist im Wesentlichen allein und da darf die bedingslose Verteidigung nicht die einzige Option sein, aber unbedingt eine Karte zum Ausspielen bei Verhandlungen. Um so mehr Großstädte sich halten, um so besser die Position Kiews am runden Tisch. Ich bin mir ziemlich sicher dass dieser Konflikt falls er doch diplomatisch gelöst werden könnte, warscheinlich komplett ohne den Westen als Anwalt gelöst werden würde den Putin mitlerweile wohl komplett aus seiner Einflusszone ausschließen wird. Ala sie hatten ihre Chance jetzt machen wir Frieden mit Waffen. Naja die Ukraine ist verdammt allein, bis zu welchem kritischen Punkt sollte sie denn dMn kämpfen ?


Die ehemalige GUS-Zugehörigkeit der Ukraine spielte im Vorfeld des Angriffskrieges keine Rolle und die erklärte Interessensphäre Russlands reicht in Europa mindestens bis an die Elbe, in Zentralasien bis an den indischen Ozean und umfasst mittlerweile große Teile Nordafrikas. Ohne dass es spezifische äußere Anlässe für die Aufstellung der russischen Ansprüche gab, Erweiterungen auf jeden beliebigen anderen Staat der Welt sind also jederzeit möglich. Möchte man wirklich vergangene Geschichte ausgraben, wären z.B. Kuba und Venezuela einschließlich Putins "ich hab Angst vor allem in 1500 km Umkreis"-Radius naheliegende Kandidaten. Oder "hat mal wirtschaftlich mit den USA zusammengerarbeitet".
My Gosh..
Die direkte russ Einflusszone geht keineswegs bis zur Elbe, nichtmal bis zu Oder, ja nichteinmal bis zur Weichsel. Das war einmal und kommt nicht mehr wieder.
Russland umspannt seine Nachbarn aus überwiegend wirtschaftl Gründen indem es ihre Entwicklung hämmt. Die Russen sind ein riesiges Reich und ihre Reichtümer liegen verstreut auseinander über Distanzen wo der halbe europ Kintinent reinpassen würde. Sie sehen wie andere Nachbarstaaten sie entwicklungstechnisch überholen und sie haben Schiss davor abgehängt zu werden und vorallem eine Kluft zum Westen zu haben die iwann zu groß ist. Hier geht es um Kohle, Money, Zukunft, einfach um verdammt Vieles was den Kreml dazu zwingt sich so zu agressiv zu verhalten. Der Puffer zwischen Russland und dem Rest der Welt (der westl und chin Bedrohung) ist wie ein Gürtel für sie, der dazu von ihnen unbedingt kontrolliert werden muss. Das ist überlebenswichtig und aller erste Doktrin im Denken der Kremler. Ihre Verteidigunspolitik ist essentiell für die Exystenz ihres Staates. Sie exystieren ausschließlich wegen der Gewaltausübung auf ihre Nachbarn bzw ist dies ein essentieller Faktor der Exystenz der russ Föderation. Stärke durch das Schwächen anderer, nur daraus ergibt sich die russische Stärke.

Die Ukraine hat vielerlei Bedeutung und es ist zwingends notwendig für Moskau sie im Gürtel Moskau-treuer, untergebender Staaten zu halten, ohne diese Russland nicht das Russland wäre was es heute ist.

An der Stelle wünsche allen frohe Ostern.

Slava Ukrainie !
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die russische Armee hat ukrainischen Angaben zufolge Luftangriffe auf die heftig umkämpfte Hafenstadt Mariupol fortgesetzt. Das teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht mit. Angriffe seien auch im Bereich des Hafens erfolgt, hieß es weiter. Russische Einheiten bereiteten sich zudem "vermutlich" auf eine Marineoperation zur Landung in Mariupol vor.

Moskau hatte gestern erklärt, dass die Stadt bereits praktisch unter Kontrolle russischer Einheiten stünde. Sie riefen die verbliebenen ukrainischen Kämpfer auf, sich bis zum Mittag zu ergeben.
Quelle: Kiew: Russland setzt Luftschläge gegen Mariupol fort

Die Stadt scheint verloren zu sein.
 
Irgendwann hat man halt alles zu klump geschossen und die Leute ausgehungert. Das ist nunmal der Zweck von Belagerungsringen. Bleibt nur zu hoffen, dass man die russischen Soldaten nach der Kapitulation die Stadt nicht weiter magdeburgisieren lässt.
 
KatS ist mehr als nur das THW...
Das Problem ist ja nicht nur der zivile Katastrophenschutz....der gesamte Bereich wurde doch jahrelang kaputt gespart und/oder heruntergefahren bzw. privatisiert. z.B. die abschaffung der bestehenden Resevistenstrukturen inkl. de fakto das Ausschließen der RAGn Schießsport von der Nutzung militärischer Liegenschaften/Schießständen etc.
Wenn man noch die mediale Reakion der letzten jahre auf das Ausheben von Heimatschutzverbänden in Polen,Litauen,Estland etc. betrachtet, braucht man sich auch nicht zu wundern, dass die Lage bei uns so desolat ist!
Während z.B. Litauen erlaubt erwerb vollautomatischer Waffen
,gibt es bei uns nur mehr Verbote und Einschränkungen - als ob beispielsweise große Magazine in der Hand ziviler Nutzer eine Bedrohung der Sicherheit in der BRD währen...
 
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