...dann ist das Ergebnis höchstwahrscheinlich genau dasselbe. Die Bundeswehr wüsste nach 8 Monaten wahrscheinlich immer noch nur ganz grob, was wo steht und was funktioniert und was nicht.
Wäre auch etwas peinlich, wenn das Verteidigungskonzept darauf basiert, dass ein Feind erstmal 8 Monate vor der Grenze steht und wartet. Vielleicht nicht ganz so peinlich, wie das, was wir stattdessen haben (8 Jahre nach Beginn eines Angriffkriegs in Europa durch einen Staat, der gemeinsame Grenzen mit NATO-Partnern und die NATO offen als Feind klassifiziert hat: Vorbereitungsstand der Bundeswehr = "Nicht in der Lage, zu verteidigen" nach Aussage praktisch aller Experten). Aber das, was wir haben, gilt wenigstens als Unfall und nicht als Plan. Ganz abgesehen davon, dass die Bundeswehr bis zum kürzlichen Geldregen doch gar keinen finanziellen Spielraum hatte, um sich zusätzlich auf irgendwas vorzubereiten. Einzig der Rückzug von Einheiten auf Außeneinsatz wäre möglich - aber a) läuft der selbst jetzt noch nicht, wo der Krieg direkt an unsere Tür klopft, und b) sind die Ausbildungsmissionen ziemlich klein, die Marine-Missionen mit ziemlich wenig Landstreitkräften und außer ein paar Aufklärern (wenn die nicht schon zurück sind?) niemand mit Luftwaffeln ausgestattet.
Von dem Wurstverein UN kommt auch nix, unglaublich das Ganze
Die UN ist seit jeher Handlungsunfähig, sobald ein Mitglied des Sicherheitsrats betroffen ist. Das ist ein altes und wirklich jedem bekanntes Problem. Leider sind nicht nur gewisse 5 Staaten, von denen wir 3 als gute Freunde und Partner bezeichnen, regelmäßig dagegen, irgendetwas zu ändern, sondern auch ein rundes Dutzend weiterer, bei denen Deutschland regelmäßig ganz vorne mit dabei ist, eher dafür weitere Vetomächte einzuführen, anstatt dieses Prinzip ganz abzuschaffen oder aber durch Parallelstrukturen in der Generalversammlung zu ergänzen.
Die Ukraine hätte niemals ihre Atomwaffen abgeben dürfen. Aber sie wurden reingelegt.
Hatten wir doch vor 3-4 Wochen schon (zum letzten) Mal: Die Ukraine hatten weder die Sicherheitscodes für die Waffen, die sie zurückgegeben haben, noch hatten sie brauchbare Trägersysteme unter ihrer Kontrolle. Das atomare Erbe bestand also netto nur dem geformten Spaltmaterial, den gesamten Rest hätte die Ukraine dazu entwickeln müssen. Und sie hatte und hat nicht die Ressourcen für ein entsprechendes Rüstungsprogramm.
Etwas gründliche Verhandlungen bei der Ausformulierung der Garantieverträge hätten aber die Geschichte deutlich ändern können. Welcher Depp kam überhaupt auf die Idee, dass eine Garantie territorialer Integrität gegen Angriffe mit Atomwaffen IRGEND einen Gegenwert darstellen würde?
Der Russe hat doch schon Theater gemacht das ehemalige Ostblockstaaten der Nato beigetreten sind.
Wie oft denn noch? "Der" eine Russe, damals noch in Petersburg, mag Theater gemacht haben, aber die russische Regierung hat zugestimmt.
Dinge können bei richtigen Antrieb sehr schnell gehen, auch ohne Verwaltung und es gibt auch verschiedene Stufen des Verteidigungsfalles.
In 8 Monaten kann man eine Menge Munition und auch weniger Komplexe Waffen produzieren und eine Menge Ersatzteile fertigen, wenn die Priorität darauf liegt.
Und wann sollen die 8 Monate beginnen? "Ein unberechenbar, sich sämtlichen nationalen Kontrollen entledigender Autokrat marschiert unprovoziert in andere Staaten ein, begeht Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen en Masse, bezeichnet die NATO als Feind und droht ihr, betreibt atomare Aufrüstung, verlegt Einheiten in Enklaven innerhalb des NATO-Gebietes und verletzt den NATO-Luftraum" scheint ja noch nicht zu reichen. Denn das macht Putin SEIT JAHREN und trotzdem wurde der Bereitschaftsstatus der Bundeswehr vor ein paar Wochen von praktisch allen unabhängigen Analysten mit praktisch "0" angegeben.
Hier haben viele noch nicht verstanden was in diesem Land passieren würde, wenn eine unmittelbare Kriegsgefahr bestehen würde, dann ändert sich das Leben für alle und zwar schlagartig, auch wirtschaftlich.
Aktuell haben wir täglich mehr Coronatote als die Nazis Kriegstote im Schnitt der ersten 1-2 Jahre. Wahrscheinlich würde die FDP bei einem Angriff Putins die Soldaten zur Unterstützung dieser armen Mittelständler mit globalem Milliardenumsatz abkommandieren, nicht dass die noch unter dem Krieg leiden müssen.
Einige NATO-Staaten auf dem Balkan haben noch T-Panzer in ihren aktiven Beständen / Reserven, um die geht es, aber selbst da wird es teilweise schon schwierig, da diese zumindest in Teilen, für den NATO-Beitritt bzgl. der Elektronik (Feuerleitrechner, ect) auch auf West-Standard / NATO-Standard modernisiert wurden und da wären wir wieder am Anfang des Kreises, bzgl. Einweisung, da es da eben teils deutliche Unterschiede in der Bedienung gibt, gegenüber dem russischen Standard, welcher von der ukrainischen Armee genutzt wird.
Sicher? Klar sind andere Systeme verbaut, was bei der Wartung zum Problem werden könnte. Aber sie erfüllen die gleiche Funktion und sind in beiden Fällen darauf optimiert, möglichst automatisch/ohne komplexe Inputs zu erfordern, beim optimalen Einsatz der Waffe zu helfen. Und die ist die gleiche. Ich weiß nicht, wie es mit den Kommunikationseinrichtungen aussieht, aber bei Fahren & Schießen würde ich erwarten, dass weniger Einweisung und Übung nötig ist als bei den gelieferten AT und AA Infanteriewaffen, wo die Soldaten neben Bedienungsfeinheiten auch die Grundeigenschaften und Einsatzkonzepte eines für sie neuen Waffensystems verinnerlichen müssen.