Nightslaver
PCGH-Community-Veteran(in)
Sicherlich war das bis Ende 1941 die vorherrschende Meinung und hatte damit grundsätzlich nicht mal unrecht. Allerdings fußte dies Ansicht auch darauf das man nebenher nicht noch anderswo auf der Welt Krieg führt und Russland umfassende Hilfen in Form von " lend and lease" erhalten würde und auch nicht darauf das man so blöd wie die Deutschen wäre und den Beginn der Offensive bis fast in den August zu verschieben, wo bald schon die Schlamperiode und der Winter in Russland vor der Tür standen, sowie dann auch noch ohne ausreichende Winterausrüstung anzutreten.Wenn wir ehrlich sind war der Großteil der Weltgemeinschaft auch der Ansicht, dass Russland auch zu schlagen sei, nach den Leistungen die es in Finnland gezeigt hat.

Ohne "lend and lease", bei einem früheren Beginn der Offenisve und mit entsprechender Winterausrüstung hätten die Deutschen durchaus 1941 Moskau erobern können und damit vielleicht sogar den Krieg gegen Russland gewonnen (bedenkt man das Stalin Moskau nicht verlassen wollte).
Ganz sicher gewonnen hätten sie wenn Japan keinen Nicht-Angriffspakt mit der SU geschlossen hätte, um sich in einen Krieg gegen die USA zu strüzen, und 1941 gleichzeitig von Westen und Osten Russland in die Zange genommen hätte.
Aber ich halte auch die Formulierung "immer höher gepokert" nicht für ganz richtig, es ging Hitler in seinem Denken hauptsächlich über Russland.
Doch es ist schon absolut richtig da von pokern zu sprechen.
Es ist natürlich richtig das der "Lebensraum im Osten" und damit Russland, für Hitler einen hohen Stellenwert in seinen idiologischen Zielen besaß, aber es war ein pokern den Krieg gegen die SU anzufangen, wärend man im Rücken immer noch ein '40/41 zwar sehr geschwächtes, aber nicht geschlagenes England hatte, wo man wusste das sie Unterstützung aus den USA bekamen (Rüstungsgüter & Freiwillige).

