Was hast du ständig mit deiner Kirche? Mal abgesehen davon, dass ich Atheist bin. Ich sprach vom klassischen Familienbild, und das hat nicht die Kirche „erfunden“, sondern die Natur, indem sie die Fortpflanzung des Menschen heterosexuell machte.
Die Kirche hat das klassische Familienbild über Jahrhundert geprägt und alles andere ausgeschlossen. Die Gesellschaft hat das akzeptiert und der Staat übernommen.
Heute hat sich die Gesellschaft verändert. Sie ist freier geworden, der Staat muss sich dem anpassen, denn sonst werden andere in Regierungsverantwortung kommen.
Auch die Kirche wird sich dem anpassen müssen. so wie sie sich schon immer den Fakten anpassen musste.
Denn heute wissen wir, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist und nicht mal der Mittelpunkt unseres Sonnensystem ist.
Die Zeiten ändern sich nun mal.
Schon lange vor der Kirche haben Männer und Frauen Kinder gezeugt, weil die Natur das so eingerichtet hat. Was ist daran verkehrt, sich an diesem Familienbild zu orientieren?
Weil es kein Familienbild ist. Es gibt an sich keine Familienbilder.
Der Mann ist bestrebt, sich mit möglichst vielen Weibchen fortzupflanzen.
Dazu kommt, dass der Homo Sapiens -- im Vergleich zu anderen Primaten -- relativ große Hoden besitzt. Was absolut kein Zeichen für Monogamie ist.
Das homosexuelle Menschen in der Lage sind, Menschen zu zeugen, ist mir klar. Schließlich haben auch homosexuelle Männer Spermien und homosexuelle Frauen eine Gebärmutter.
Aber wenn sie in einer reinen homosexuellen Beziehung leben, wird es wohl kaum zu heterosexuellem Verkehr kommen, oder?
wie gesagt, du brauchst heute keinen Geschlechtsverkehr mehr, wenn du dich fortpflanzen willst.
Weil sie keinen Nachwuchs zeugen werden. Also sind sie vom familienpolitischen Standpunkt aus, nicht förderungsfähig.
Familienstandpunkt?
Wie gesagt, das ist Vorkriegsdenken.
Fördern muss man das auch nicht. Schließlich gibt es genug Menschen auf der Erde.
Man muss dafür sorgen, dass die Grundbedürfnisse preiswert bleiben. Das sollte gefördert werden.
Die AfD (und um deren Wahlprogramm ging es ja) setzt sich für das klassische Familienbild (sprich Mann und Frau) ein. Nochmal, was ist daran verkehrt?
Noch mal. Es gibt kein Familienbild.
Das sind alles Zwänge, die irgendwann mal entstanden sind und die in einer freien Gesellschaft unwichtig sind.
Jeder kann und sollte so leben, wie es ihm gefällt, solange niemand darunter leidet oder zu Schaden kommt.
Und fördern oder subventionieren muss man gar nichts.
Ahhh. Jetzt wird es interessant. Wer darf sich dann noch fortpflanzen? Die genügend wohlhabenden? Die mit der „richtigen“ Gesinnung?
Und wie willst du das überwachen? Zwangssterilisierung und Schwangerschaftsabbrüche auf Zwang?
Nein. Aufklärung. Vernünftige Wirtschaftspolitik. Keine Unterdrückung, keine Zwänge. Was passiert, wenn du was unter Zwang machst, kannst du in China oder Indien sehen, wo es einen Gender Genozid gibt.
Man braucht, wenn ich nicht irre, 2,02 Nachkommen, um die Art zu erhalten.
Die 2,02 Nachkommen werden in den Industriestaaten schon nicht mehr erreicht.
Es geht jetzt darum, auch in anderen Ländern eine Quote zu erreichen, die dafür sorgt, dass die Anzahl der Menschen wieder sinkt.
Die Erde kann sicher auch 10 Milliarden Menschen ernähren, das ist nicht das Problem. Das Problem sind die Ressourcen, die nun mal endlich sind und der Klimawandeln, der auf jeden Fall kommen wird.